Infiniti M35hFür einen Hybriden ein ganz schöner Spritschlucker

Die Verarbeitung ist edel, die Servolenkung überzeugt, bis 100 km/h kann man emissionsfrei segeln. Dennoch leistet sich die Business-Limousine von Infiniti einige Patzer. von Marcel Sommer

Infiniti M35h

Infiniti M35h  |  © press-inform

Ohne Frage, er ist ein Hingucker. Der Infiniti M35h zieht aber nicht nur die Blicke der anderen Autofahrer an, sondern insbesondere auch die von Fußgängern und Radfahrern. Schließlich trägt die 4,95 Meter lange Limousine nicht umsonst das "h" im Namen. Das Modell der Nissan-Luxustochter ist ein Vollhybrid, der Strecken auch rein elektrisch zurücklegt – und dann bekanntlich durch die fehlenden typischen Motorgeräusche auffällt.

Auch die Insassen wissen schnell Bescheid: Eine kleine digitale Spielerei in der Cockpit-Anzeige stellt den Energiefluss so dar, dass nur noch der Elektromotor die Hinterachse antreibt. Zugleich fällt die Nadel des Drehzahlmessers gegen Null. Ist nur noch der 50 kW (68 PS) starke Elektromotor für den Vortrieb zuständig und das leise Dahingleiten eingeleitet, fallen Geräusche auf, die ansonsten vom äußerst sportlich ausgelegten Sechszylinder-Benzinmotor (306 PS) übertönt werden. Geräusche von außen sind es allerdings nicht, denn zumindest bei trockener Fahrbahn ist die Dämmung sehr gut.

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Bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h kann der Benzin- vom Elektromotor getrennt werden und das E-Aggregat allein treibt den Wagen voran. Fachleute sprechen hier vom sogenannten Segeln. Zum Gefühl des leisen Fortbewegens gesellt sich bei technikbegeisterten Fahrern der Stolz hinzu, kurzzeitig verbrauchsfrei zu fahren – oder besser gesagt: lokal emissionsfrei. Denn Strom benötigt der Elektromotor natürlich.

Hoher Verbrauch

Allzu groß ist die Freude, sparsam unterwegs zu sein, ohnehin nicht. Denn selbst beim Blick auf die beim Segeln stark fallende Treibstoffanzeige überkommt einen doch der Gedanke, dass sich der rund 1,8 Tonnen schwere M35h gern ein paar Liter Benzin über den Durst gönnt. Die Werksangabe von 6,9 Litern je 100 Kilometer im Drittelmix ist lediglich bei Überland-, jedoch nicht bei Autobahn- oder Stadtfahrten realistisch. Wie jedes andere Fahrzeug benötigt auch der Infiniti-Hybrid bei Fahrten jenseits der 100-km/h-Marke mehr Sprit als auf Landstraßen. Einen zweistelligen Wert wird hingegen nur ein äußerst sportlich ambitionierter Fahrer erreichen.

Benzin- und Elektromotor bieten zusammen eine Systemleistung von 268 kW (364 PS). Damit schafft die Limousine den Spurt vom Stand auf 100 km/h in beeindruckenden 5,5 Sekunden. Die Elektronik begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h. Auf kurvigen Landstraßen mit kurzen Vollgasanteilen zeigt sich der brav wirkende M35h von seiner gar nicht so braven Seite. Wer sich den Druck auf die Taste für die Traktionskontrolle verkneift, sollte zumindest mit dem rechten Fuß ein wenig Zurückhaltung üben, da das Auto sonst womöglich die Fahrtrichtung schneller wechselt, als den Insassen lieb ist.

Neben dem Elektromotor und seiner 1,4 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie findet sich noch mehr Elektrik im Infiniti. Dazu zählt die elektrohydraulische Servolenkung, die sich besonders im Stadtverkehr durch ihre weiche und leichte Bedienbarkeit schnell Freunde macht. Vom Fahrmodus-Schalter, über den der Fahrer zwischen Standard, Eco, Sport und Snow wählen kann, ist dagegen nicht viel zu halten. Er beeinflusst lediglich die Schaltzeitpunkte und ein wenig das Motorenverhalten. Hier wäre auch die Möglichkeit, die Federung zu verändern, wünschenswert. 

Leserkommentare
  1. der Fremd oder Dritt-Interessen bestimmt handelt. Die Aussage über die Qualität des Displays ist schon dreist falsch. Ebenso die reißerische Titelzeile. Ein 1,8 Tonnen schweres Fahrzeug das flott bewegt nicht in den 2stelligen Verbrauchsbereich kommt ist kein Spritschlucker.. Es wimmelt von weiteren Halbheiten und schlicht mangelnden Fachwissen. Elektrischer Antrieb wird nicht als "segeln" bezeichnet. Ein Elektroantrieb, gerade ein frequenzgesteuerter wie auch in Automobilen eingesetzt ist nicht geräuschlos. An sich sind Infinity Fahrzeuge was die Geräuschkulisse betrifft unter den Kultiviertesten. Und so weiter.

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    ... denn das ist ein "Press-Inform"-Text. "Press-Inform" nennt sich ein "Redaktionsbüro", das sich vornehmlich dadurch hervortut, deutsche Autos, zumeist aus dem VW-Konzern, zu pushen, und, wo es möglich ist, Importfabrikate niederzuschreiben – egal wie durchsichtig fehlerhaft auch immer. Es ist eines Mediums mit dem Anspruch der "Zeit" unwürdig, regelmäßig diese schlecht geschriebene PR- und Anti-PR zu veröffentlichen, aber man kennt ja die Hinterfründe nicht. Press-Inform-Beiträge werden ja ziemlich breit gestreut – ohne tatkräftige Hilfestellung ist diese Präsenz nicht vorstellbar.

  2. Was für ein Satz.. inhaltlich und sprachlich.

    Ansonsten würde mich interessieren, wie das Hybridkonzept bei dem Wagen umgesetzt ist. Treibt der E-Motor die Hinterachse an und der Benziner die Vorderräder? Kaum vorstellbar. Wenn beide die Hinterachse antreiben, wie sind die Maschinen gekoppelt?

    • BLI
    • 17. März 2013 20:33 Uhr

    Würde mal gerne wissen, welches Auto da getestet wurde. Jedenfalls nicht der m35h.

    Ich fahre dieses Auto seit über 45'000 km, besitze es seit Mai, also nicht mal ein Jahr. Der Durchschnittsvebrauch (im Spritmonitor nachlesbar) beträgt 7,63 Liter, inkl. Autobahnetappen in Deutschland, den langen Winter mit Winterpneu und unter Einsatz von Front- und Heckheizung, Sitzheizung, Lenkrad Heizung, Bose Anlage, Vollbeleuchtung etc. Man gebe mal im Spritmonitor Fahrzeuge an ab BJ 2011 mit einer Leistung zwischen 350 und 400 PS und schaue mal, wer dann die Liste mit Benzinern und Diesel anführt, also gleiches mit gleichem bzgl. der Leistung vergleichen.
    Das Navi funktioniert einwandfrei, führt mich täglich am Berufsverkehr vorbei und ist absolut gut lesbar.
    WAS SOLL DIESER Artikel?

    Eine Leserempfehlung
    • raffix
    • 17. März 2013 21:42 Uhr

    Mit absoluter Sicherheit kann ich es nicht sagen, jedoch glaube ich, dass Segeln etwas anderes meint.
    Segeln bedeutet meines Wissens bei einem Hybriden das absolut antriebsfreie Dahingleiten. Im Klartext: Der Verbrenner ist aus und die Räder drehen frei OHNE Zutun der E-Maschine(n), vergleichbar mit dem Leerlauf bei einem Schaltwagen (bei gleichzeitig abgeschaltenem Verbrenner).

  3. ... denn das ist ein "Press-Inform"-Text. "Press-Inform" nennt sich ein "Redaktionsbüro", das sich vornehmlich dadurch hervortut, deutsche Autos, zumeist aus dem VW-Konzern, zu pushen, und, wo es möglich ist, Importfabrikate niederzuschreiben – egal wie durchsichtig fehlerhaft auch immer. Es ist eines Mediums mit dem Anspruch der "Zeit" unwürdig, regelmäßig diese schlecht geschriebene PR- und Anti-PR zu veröffentlichen, aber man kennt ja die Hinterfründe nicht. Press-Inform-Beiträge werden ja ziemlich breit gestreut – ohne tatkräftige Hilfestellung ist diese Präsenz nicht vorstellbar.

    • carsene
    • 21. September 2013 18:01 Uhr

    hat der Schreiber des Artikels, ich frag mich ob er jemals in einem Infiniti sass, höchstwahrscheinlich nicht.Einen hohen Verbrauch konnte ich jedenfalls bis jetzt nicht feststellen,...............

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte BMW | Elektromotor | Jaguar | Navigationssystem
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