Fahrzeugpflege: Das Motorrad richtig aus dem Winterschlaf wecken
So sehr die Sonne auch lacht – vor der ersten Tour mit dem Motorrad benötigt die Maschine etwas Zuwendung. Nach der langen Winterpause muss einiges überprüft werden.
© Roland Weihrauch/dpa

Ein Motorradfahrer am Duisburger Kaiserberg (Archivbild)
Die Tage werden länger, der Frühling kommt, die Zweiradsaison steht vor der Tür. Doch wer schon voller Vorfreude sein Motorrad aus der Garage schieben will: Direkt losfahren sollte man tunlichst nicht. Vor der ersten Ausfahrt muss unbedingt die Technik überprüft werden. Außerdem sollten sich Saisonfahrer vergewissern, dass sie nicht selbst über den Winter etwas eingerostet sind.
Ist das Motorrad erst mal von Schmutz und Staub befreit, müssen Bremsen, Reifen und Beleuchtung untersucht werden. Diese sind maßgeblich für eine sichere Fahrt. Bei den Reifen ist vor allem die Profiltiefe wichtig. Laut Gesetzgeber sind mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, aber es dürfen auch gerne deutlich mehr sein. Weil viele Reifen über den Winter etwas Luft verlieren, sollte man den Luftdruck prüfen und gegebenenfalls wieder Luft in die Reifen pumpen.
Sind in den Reifen schon Risse oder Beulen sichtbar, müssen sie schleunigst ausgetauscht werden. Das gilt auch für alle Reifen, die älter als sechs Jahre sind. Das Alter der Pneus erkennt man an der sogenannten DOT-Nummer, die in der Reifenplanke eingeprägt ist. Dort zeigen die letzten vier Ziffern die Produktionswoche und das Jahr. Wer neue Reifen benötigt, sollte beim Kauf darauf achten, ob für das Motorrad ein bestimmtes Reifenfabrikat in den Fahrzeugpapieren vorgeschrieben ist.
Lebenswichtige Lichtprüfung
Das lange Überwintern kann auch den Bremsscheiben zusetzen. Stand das Motorrad nicht trocken oder abgedeckt, kann sich unter Umständen Rost bilden. Wenn Riefen sichtbar sind, muss die Bremsscheibe ausgewechselt werden. Nicht zu vergessen ist auch ein Check der Bremsflüssigkeit. Ist noch genug im Behälter? Und vor allem: Ist die Flüssigkeit noch gut? Eine bläuliche oder bernsteinfarbene Tönung geht in Ordnung. Ein Austausch ist spätestens dann nötig, wenn die Flüssigkeit sehr dunkel wirkt.
Für Motorradfahrer ist es lebenswichtig, gesehen zu werden. Deswegen ist das Einschalten des Abblendlichts gesetzlich vorgeschrieben. Viele Maschinen sind bereits mit einer Dauerlichtschaltung ausgerüstet. Sie schaltet das Abblendlicht automatisch ein, wenn der Motor läuft. Vor der ersten Fahrt sollten sicherheitsbewusste Fahrer die Lampe kontrollieren und diese ersetzen, falls sie durchgebrannt ist. Schnell erledigt ist auch die Kontrolle des Rück- und Bremslichts. Leuchtet sie nach der Betätigung der Hand- und der Fußbremse auf?
Über den Winter entlädt sich häufig die Batterie. Wer sie nach längerer Pause wieder aufladen will, sollte darauf achten, den Entlüftungsschlauch korrekt zu legen und erst das Pluskabel und anschließend das Massekabel anzuschließen.







Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen, konstruktiven Beiträgen. Danke, die Redaktion/ls
... wieder in Betrieb zu nehmen - der sollte vielleicht auf eins mit Pedalen zum Treten umsteigen.
da findet man auf den Technik-Seiten wenigstens noch echte Tests von richtigen Motorrädern, während es hier in der "ZEIT" in der Regel nur gefühlsbetonte Dosen-Fahrberichte gibt.
Der hier unten auf der Seite verlinkte Artikel über die neue R1200 GS ist da nur die die Regel bestätigende Ausnahme.
Die "Zeit" ist halt mehr was für metrosexuelle Großstadtbewohner mit Carsharing-Vertrag, nicht so für richtige Männer.
da findet man auf den Technik-Seiten wenigstens noch echte Tests von richtigen Motorrädern, während es hier in der "ZEIT" in der Regel nur gefühlsbetonte Dosen-Fahrberichte gibt.
Der hier unten auf der Seite verlinkte Artikel über die neue R1200 GS ist da nur die die Regel bestätigende Ausnahme.
Die "Zeit" ist halt mehr was für metrosexuelle Großstadtbewohner mit Carsharing-Vertrag, nicht so für richtige Männer.
" sollte beim Kauf darauf achten, ob für das Motorrad eine Fabrikationsanbindung besteht"
Korrektur: es heißt: "Reifenfabrikatsbindung"
Ausserdem wäre ich SEHR vorsichtig mit dem Tipp " Vor einer längeren Fahrt ist es sinnvoll, den Luftdruck um 0,3 bis 0,5 bar über den vorgeschriebenen Wert zu erhöhen." Das kann im Zweifelsfall zu massiven Änderungen des Fahrverhaltens bis hin zu gefährlichen Fahrzuständen führen! Weiterhin kann der Reifen ggf. nur sehr langsam oder gar nicht auf Betriebstemperatur gebracht werden, was zu deutlicher Verschlechterung der Griffigkeit führt!
Bitte IMMER den Reifendruck auf die Werte in der Betriebsanleitung des KFZ einstellen, alles andere kann gefährlich werden!
Der Artikel ist wirklich nicht sehr detailliert und wird keinem Biker helfen. Dieses absoluten Basiswissen muss jeder Motorradfahrer haben oder sien Bike bei der Werkstatt überwintern lassen.
Die ZO ist halt kein Fachmagazin (und wills auch nicht sein, denke ich). Fragt sich, was der Sinn eines solchen Artikels ist.
Liebe Adele Moser, eine Motorrad ist kein Auto. Mit solch einen Tipp gefährden Sie Motorradfahrer!
Wichtige Tipps zum Thema "Luftdruck"
- Ein zu hoher Luftdruck verschlechtert den Fahrkomfort und verringert die Reifenhaftung.
http://www.motorradonline...
Liebe Adele Moser, eine Motorrad ist kein Auto. Mit solch einen Tipp gefährden Sie Motorradfahrer!
Wichtige Tipps zum Thema "Luftdruck"
- Ein zu hoher Luftdruck verschlechtert den Fahrkomfort und verringert die Reifenhaftung.
http://www.motorradonline...
Was auch sehr wichtig ist und was leider am Saisonanfang viel zu wenig beachtet wird: Rollsplitt.
Gerade nach einem langen Winter wie dieses Jahr sind viele Strassen noch mit (in dem Fall gefährlichem) Rollsplitt bedeckt. Gilt auch für PKWs.
Gerade im Ausland oder auf vernachlässigten Kreisstrassen werden zum Teil frische Schlaglöcher mit Rollsplit aufgefüllt.
Aber... Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. ;)
Es freut mich, dass die Zeit den Motorradfahrern ein bisschen neutrale bis positive Beachtung schenkt. Das gehört meines Erachtens leider nicht mehr zum guten Ton.
"Schnell erledigt ist auch die Kontrolle des Rück- und Bremslichts. Leuchtet sie nach der Betätigung der Hand- und der Fußbremse auf?" – Und was mach' ich, wenn "sie" (die Kontrolle???) nicht "aufleuchtet"?
da findet man auf den Technik-Seiten wenigstens noch echte Tests von richtigen Motorrädern, während es hier in der "ZEIT" in der Regel nur gefühlsbetonte Dosen-Fahrberichte gibt.
Der hier unten auf der Seite verlinkte Artikel über die neue R1200 GS ist da nur die die Regel bestätigende Ausnahme.
Die "Zeit" ist halt mehr was für metrosexuelle Großstadtbewohner mit Carsharing-Vertrag, nicht so für richtige Männer.
"Die "Zeit" ist halt mehr was für metrosexuelle Großstadtbewohner mit Carsharing-Vertrag, nicht so für richtige Männer."
Ich habe einen CarSharing-Vertrag und fahre Pedelec, also Fahrrad mit Elektromotor.
Bin ich deshalb kein "richtiger" Mann oder - was der Verfasser wirklich sagen wollte - Motorradfahrer (Ich lehne das Wort Biker ab), auch wenn mein 26 Jahre alter Zweiventilboxer sicher mehr km im Winter gesehen hat als der Verfasser im Sommer?
Vielleicht ab und an mal die Texte prüfen und nur das schreiben, was ehrlich UND wertschätzend rüber kommt.
Der Artikel bleibt zwar auf einer Ebene, die jeder Motorradfahrer kennt ... das schadet aber keineswegs und hat auch nichts mit einer journalistischen Stilsache zu tun.
Es ist dagegen durchaus von Vorteil, "normale" Dinge zu lesen und sich wieder und immer wieder bewußt zu machen. Schwere Unfälle passieren auch immer wieder Profis. Ob Taucher oder Motorradfahrer, die Gefahr
"Selbstverständliches" zu ignorieren, ist groß.
Taucher, auch Profis, verunglücken:
http://www.wasserwacht-ff...
Bergsteiger, auch Profis, verunglücken.
In vielen Fällen ist ein Muster erkennbar: Risken werden mit einem Profiverständnis "zu kleineren Risiken" erklärt; Mut kann in Leichtsinn umschlagen. Die Grenzen sind beim Motorradfahren fließend. Die Industrie entwickelte zwar immer mehr PS und immer bessere Assistenzsysteme, blieb aber in Einem zurück und übließ dieses Gebiet dem Auto: Die passive Sicherheit.
"Noch" werden Formen "verschmäht", die dem Zwei- oder Dreiradgefährt einen Art Rahmen aufzwingen, aber auch Rahmen können sportlich designt werden oder sich entfalten, wenn Gefahr um das Leben droht. Diese Akzeptanz ändert sich aber nur langsam und werden sich über Nischen entwickeln.
Also ... wieder zum Artikel ... es schadet nicht ... Bremsen zu prüfen und alte Reifen über 6 Jahre gewissenhaft zu prüfen bzw. zu wechseln.
Der Artikel bleibt zwar auf einer Ebene, die jeder Motorradfahrer kennt ... das schadet aber keineswegs und hat auch nichts mit einer journalistischen Stilsache zu tun.
Es ist dagegen durchaus von Vorteil, "normale" Dinge zu lesen und sich wieder und immer wieder bewußt zu machen. Schwere Unfälle passieren auch immer wieder Profis. Ob Taucher oder Motorradfahrer, die Gefahr
"Selbstverständliches" zu ignorieren, ist groß.
Taucher, auch Profis, verunglücken:
http://www.wasserwacht-ff...
Bergsteiger, auch Profis, verunglücken.
In vielen Fällen ist ein Muster erkennbar: Risken werden mit einem Profiverständnis "zu kleineren Risiken" erklärt; Mut kann in Leichtsinn umschlagen. Die Grenzen sind beim Motorradfahren fließend. Die Industrie entwickelte zwar immer mehr PS und immer bessere Assistenzsysteme, blieb aber in Einem zurück und übließ dieses Gebiet dem Auto: Die passive Sicherheit.
"Noch" werden Formen "verschmäht", die dem Zwei- oder Dreiradgefährt einen Art Rahmen aufzwingen, aber auch Rahmen können sportlich designt werden oder sich entfalten, wenn Gefahr um das Leben droht. Diese Akzeptanz ändert sich aber nur langsam und werden sich über Nischen entwickeln.
Also ... wieder zum Artikel ... es schadet nicht ... Bremsen zu prüfen und alte Reifen über 6 Jahre gewissenhaft zu prüfen bzw. zu wechseln.
Der Artikel bleibt zwar auf einer Ebene, die jeder Motorradfahrer kennt ... das schadet aber keineswegs und hat auch nichts mit einer journalistischen Stilsache zu tun.
Es ist dagegen durchaus von Vorteil, "normale" Dinge zu lesen und sich wieder und immer wieder bewußt zu machen. Schwere Unfälle passieren auch immer wieder Profis. Ob Taucher oder Motorradfahrer, die Gefahr
"Selbstverständliches" zu ignorieren, ist groß.
Taucher, auch Profis, verunglücken:
http://www.wasserwacht-ff...
Bergsteiger, auch Profis, verunglücken.
In vielen Fällen ist ein Muster erkennbar: Risken werden mit einem Profiverständnis "zu kleineren Risiken" erklärt; Mut kann in Leichtsinn umschlagen. Die Grenzen sind beim Motorradfahren fließend. Die Industrie entwickelte zwar immer mehr PS und immer bessere Assistenzsysteme, blieb aber in Einem zurück und übließ dieses Gebiet dem Auto: Die passive Sicherheit.
"Noch" werden Formen "verschmäht", die dem Zwei- oder Dreiradgefährt einen Art Rahmen aufzwingen, aber auch Rahmen können sportlich designt werden oder sich entfalten, wenn Gefahr um das Leben droht. Diese Akzeptanz ändert sich aber nur langsam und werden sich über Nischen entwickeln.
Also ... wieder zum Artikel ... es schadet nicht ... Bremsen zu prüfen und alte Reifen über 6 Jahre gewissenhaft zu prüfen bzw. zu wechseln.
..es schadet durch aus möglicherweise, den Luftdruck unnötig " Vor einer längeren Fahrt" zu erhöhen!
Wenn DAS die Ebene ist, welche "jeder Motorradfahrer kennt" bleibt zu hoffen, dass "jeder Motorradfahrer" diese Ebene auch zur eigenen Sicherheit verlassen hat.
Aber wie gesagt: Die Zeit kann und darf nicht das Fachblatt für den Motorradfahrer sein...aber richtig und sicher sollte es schon sein.
... wenn sie in sich stimmig und in korrektem Deutsch vorgetragen würden.
..es schadet durch aus möglicherweise, den Luftdruck unnötig " Vor einer längeren Fahrt" zu erhöhen!
Wenn DAS die Ebene ist, welche "jeder Motorradfahrer kennt" bleibt zu hoffen, dass "jeder Motorradfahrer" diese Ebene auch zur eigenen Sicherheit verlassen hat.
Aber wie gesagt: Die Zeit kann und darf nicht das Fachblatt für den Motorradfahrer sein...aber richtig und sicher sollte es schon sein.
... wenn sie in sich stimmig und in korrektem Deutsch vorgetragen würden.
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