CascadaOpels elegante Rückkehr ins Cabrio-Geschäft

Nach mehr als zwei Jahren hat Opel wieder ein Cabrio im Angebot. Der Cascada überzeugt mit einem gut gedämmten Verdeck zum akzeptablen Preis. von Marcel Sommer

Opel Cascada

Opel Cascada  |  © Opel

Die aktuellen Temperaturen vor allem in Nord- und Ostdeutschland machen eher Lust auf Glühwein als auf eine Fahrt mit offenem Verdeck. Doch der Frühling ist nun nicht mehr weit. Rechtzeitig zum Start in die Cabrio-Saison hat Opel auf dem Genfer Autosalon eben sein neuestes Modell präsentiert, den Cascada. Es ist Opels erstes Cabrio seit dem Ende des Astra Twin Top, der 2010 aus dem Programm genommen wurde.

Dass der Hersteller mit dem Blitz im Logo trotz der existierenden GM-Probleme in der Lage ist, funktionierende Autos zu bauen, ist nicht erst seit dem Ampera bekannt. Dass Opel in puncto Design den Geschmack der Amerikaner treffen will, ist neu. Anders lässt sich die auffällig am Heck positionierte Chromspange nicht erklären. Auf den ersten kurzen Blick könnte man glauben, einen Chrysler Sebring an sich vorbeifahren zu sehen. Doch das ist schon alles, was der Cascada mit einem amerikanischen Auto gemeinsam haben könnte.

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Die erste Taste, die ein Cabriofahrer in seinem neuen Wagen sucht, ist die, welche das Stoffverdeck öffnet und schließt. Im Cascada wandert der Finger dafür zur Mittelkonsole. Der Wagen verfügt über einen elektrohydraulischen Mechanismus, der die Haube innerhalb von 17 Sekunden öffnet – auch während der Fahrt bis zu einem Tempo von 50 km/h. Die beheizbare Glasheckscheibe verschwindet dabei hinter der Kofferraumabdeckung. Zieht unterwegs der Himmel zu, schließt sich das Verdeck auf Knopfdruck binnen 19 Sekunden wieder. Per Funkfernbedienung lässt sich die Haube auch von außen bewegen.

Bei geschlossenem Verdeck zeigt sich außerdem die Qualität, die Opel dem Cascada mit auf den Weg gegeben hat. Im Cascada Innovation, also der besseren der beiden Ausstattungsvarianten, wurde dem Verdeck eine zusätzliche Gewebeschicht verpasst, die für eine stark verbesserte Geräuschdämmung sorgt. Den Aufpreis von 3.600 Euro gegenüber der einfacheren Version Cascada Edition macht aber nicht nur das hochwertigere Verdeck aus. Die Variante Innovation bietet darüber hinaus ein adaptives Fahrlicht, Polster in einer Stoff-/Ledernachbildung und 18 Zoll große Leichtmetallfelgen.

Die Sitze in dem 1,44 Meter hohen Cabriolet sorgen für einen guten Seitenhalt und sind so bequem, dass man auch über längere Strecken schmerzfrei unterwegs ist. Einziger Nachteil: Der Fahrersitz lässt sich nur minimal in der Höhe verstellen und vermittelt ein unangenehm hohes Sitzgefühl. Zwar haben auch 1,90 Meter große Fahrer noch ein paar Zentimeter Luft zwischen Kopf und Verdeck, doch der Blickwinkel führt nur sehr knapp unterhalb des oberen Fensterholms vorbei.

Antrieb und Fahrwerk überzeugen im Cascada auf Anhieb. Zur Wahl stehen drei Benzinmotoren und zwei Dieselaggregate. Der getestete Vierzylinder-Turbobenziner mit 1,4 Litern Hubraum und 103 kW (140 PS) Leistung liefert dem Fahrer und seinen bis zu drei Mitfahrern völlig ausreichende Antriebskräfte. Der Motor ist kombiniert mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Mit einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern kommt der Cascada innerhalb von 10,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht ein Tempo von bis zu 207 km/h. Der Cascada bietet sich allerdings viel mehr für einen gemütlichen Landstraßenausflug als für eine Tempohatz auf der Autobahn an.

Leserkommentare
  1. (Ein wenig Satire über viersitzige Cabrios generell.)

    Ist so seine Taste.

    "Die erste Taste, die ein Cabriofahrer in seinem neuen Wagen sucht, ist die, welche das Stoffverdeck öffnet und schließt"

    Die habe ich nämlich nicht nur nicht man braucht sie an sich auch nicht. In 3 Sekunden ist das Verdeck voll mechanisch geöffnet und 5 Sekunden wieder zu - und das alles im Sitzen. Ein Vorteil, den man hat, wen man einen Zweisitzer alter Machart fährt und sich nicht erst im Frühling an frische Luft heran traut, sondern auch Winter wenn es um einen rum friert, aber die Luft einfach klasse ist.

    Das andere ist die Windschutzscheibe. Sie wirkt per Bild so, als würde man sich geöffnet bei Einsteigen gerne die Birne bös stoßen können. Sie ragt einfach zu weit in Richtung B-Säule rein. Keine Seltenheit. Fahrzeuge mit Faltdach und vier Sitzen - wer braucht eigentlich 4 Sitze in einem Cabrio? Zwei sind schon manchmal zuviel. - sind heute so gebaut. Leider. Eine etwas steilere Windschutzscheibe wäre besser. Sorgt allerdings für Strum im Fahrzeug, ist man offen unterwegs und wer will das schon. Die Frisur könnte ja leiden.

    Ansonsten natürlich always blue sky und auch im Winter, nachts wenn es knackekalt ist und der Mond nicht scheint... ein Himmel voller Sterne und freie Sicht darauf - hat auch was. Aber wer macht das schon mit vier Sitzen im Cabrio?

    Eben! .)

    2 Leserempfehlungen
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    Ich habe lange ein 4 sitziges Cabrio gesucht und vor vielen Jahren gefunden. (allerdings nicht so ein Miniding wie der Cascade)
    Wer ein alltagstaugliches Cabrio möchte braucht einfach 4 Sitze und nen ordentlichen Kofferraum...
    und by the way..
    Einfach rausfahren, die Sitze in Liegestellung bringen und den Sternenhimmel anschauen geht halt auch einfacher wenn man Platz hat und nicht wenn der Sitz sofort an die Verdeckwanne anschlägt.....

    Da reichen zwei Sitze völlig. Bei unseren Mädeltouren aber brauchen wir Platz für vier Frauen und die Kühltasche (pipiwarmer Sekt schmeckt einfach Ihhh!).
    Und im Sommer auf den weiten Landen des Wilden Ostens macht es ohne Dach schlicht viel mehr Spaß als im Astra Kombi.

  2. Was für ein langweiliges Auto – ein Opel eben!

    Eine Leserempfehlung
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    Die Viersitzer von Audi, Ford, Merces & Co. sind auch keine Boahej Fahreuge, Die Krönung der Langweile dieser Machart ist das EoS von VW. Falls sich dort mal ein Dach öffnet vermute ich etwas hinterm Steuer in Richtung 60 mit Hut.

    Dagegen hat, zumindest per Bilder auf der Opel Seite, der Cascade eine durchaus gelungene Linienführung. Als Sportcoupe oder Zweisitzer mit etwas kürzerem Radstand durchaus nicht verkehrt.

  3. Die Viersitzer von Audi, Ford, Merces & Co. sind auch keine Boahej Fahreuge, Die Krönung der Langweile dieser Machart ist das EoS von VW. Falls sich dort mal ein Dach öffnet vermute ich etwas hinterm Steuer in Richtung 60 mit Hut.

    Dagegen hat, zumindest per Bilder auf der Opel Seite, der Cascade eine durchaus gelungene Linienführung. Als Sportcoupe oder Zweisitzer mit etwas kürzerem Radstand durchaus nicht verkehrt.

    Antwort auf "Gähn! "
  4. der erste Opel, bei dem ich nach langer Zeit zumindest in Erwägung ziehen würde, ihn mal probeweise zu fahren.

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  5. Ich habe lange ein 4 sitziges Cabrio gesucht und vor vielen Jahren gefunden. (allerdings nicht so ein Miniding wie der Cascade)
    Wer ein alltagstaugliches Cabrio möchte braucht einfach 4 Sitze und nen ordentlichen Kofferraum...
    und by the way..
    Einfach rausfahren, die Sitze in Liegestellung bringen und den Sternenhimmel anschauen geht halt auch einfacher wenn man Platz hat und nicht wenn der Sitz sofort an die Verdeckwanne anschlägt.....

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  6. Bleibt die Frage, wer sich für 30T€ einen Opel vor die Tür stellt, wenn er für das gleiche Geld auch einen 2 Jahre alten BMW oder Audi bekommt, der dann auch noch einen wesentlich geringeren Wertverlust hat.

    Nee, liebe Arbeitgeber, dafür sorgen, dass seit 20 Jahren die Löhne nicht mehr real steigen, aber die Autos immer teurer machen - das funktioniert nicht. Und die Reichen, die ihr immer reicher macht, kaufen auch nicht mehr Autos als früher. Und jetzt bekommen die Autohersteller das in D zu spüren, mit ständig sinkenden Zulassungszahlen.

    2 Leserempfehlungen
  7. Nö.

    "Wer ein alltagstaugliches Cabrio möchte braucht einfach 4 Sitze und nen ordentlichen Kofferraum..."

    Ich bin nun fast 200.000 km mit zwei Sitzen unterwegs. Fast jeden Tag. Brauche ich mal was zum Transportieren ggf. mit Anhänger, gibt es einen Leihwagen. Ist in jedem Fall günstiger als ein fahrspassbereiter Viersitzer, mit dem man ggf. gut gerdaeaus fahren kann, aber schrecklich ungelenk in Kurven unterwegs ist.

  8. Da reichen zwei Sitze völlig. Bei unseren Mädeltouren aber brauchen wir Platz für vier Frauen und die Kühltasche (pipiwarmer Sekt schmeckt einfach Ihhh!).
    Und im Sommer auf den weiten Landen des Wilden Ostens macht es ohne Dach schlicht viel mehr Spaß als im Astra Kombi.

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