VW Beetle Cabrio 60s Edition © press-inform

An diese Farbe müsste man sich in Deutschland wohl nicht nur als Mann etwas gewöhnen. Hier im Art-Deco-Distrikt von Miami Beach passt der hellblaue Beetle genau richtig zur Umgebung. Das VW-Cabrio ist als schicke Sonderausgabe mit dem Namen 60s Edition unterwegs. Neben dem Lack in hellem Denim Blue erinnern Details wie das Zentralinstrument und die Platzierung des Handschuhfachs daran, dass ein Käfer schon in den 1960er Jahren eine große Nummer war.

Es ist früh am Morgen. Gleich erst geht die Sonne über dem Atlantik auf. Um diese Zeit ist auf dem sonst turbulenten Ocean Drive nicht viel los. Ein paar Leuchtreklamen flackern, und die Straßenkehrmaschinen lassen die Überreste der Nacht nahezu spurlos verschwinden. Wir machen uns in dem VW Beetle auf den Weg Richtung Fort Lauderdale. Das hellblaue Äußere täuscht über den Antrieb hinweg – das Cabriolet ist kein magerer Cruiser, sondern hat 200 PS unter der Haube.

Die Leistung kommt von einem zwei Liter großen GTI-Motor mit Turboaufladung. In den USA ist die 60s Edition des Beetle Cabrio obligatorisch an den 200-PS-Motor gekoppelt, in Deutschland ist der Retro-Beetle nur bis 160 PS erhältlich. Der Antrieb sorgt in der 60s Edition nicht für Retro-Gefühle. Der Wagen ist ein Fronttriebler, die Antriebskräfte an der Vorderachse sind deutlich spürbar. Eben ganz anders als im klassischen Käfer mit seinem Heckmotor.

Ledersportsitze inklusive

Das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe macht im Süden Floridas einen überzeugenden Eindruck. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 223 km/h, den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der offene VW Beetle in 7,3 Sekunden. Die Fahrleistungen sind zwischen Miami und Fort Lauderdale allerdings kaum auszufahren.

VW gibt den Normverbrauch mit 7,8 Litern pro 100 Kilometer an. Auf unserer Fahrt gab sich das Beetle-Cabrio mit 9,1 Litern zufrieden – zu viel für eine lässige Fahrweise mit geöffnetem Dach. Doch so waren wohl auch die sechziger Jahre: Der Verbrauch stand dort hintenan.

Wie man es von vielen leistungsstarken Modellen kennt, gibt es auf der Oberseite der Armaturentafel Zusatzanzeigen von Ladedruck, Öltemperatur und eine Stoppuhr. Bei Dunkelheit gefällt die dreifarbige Ambientebeleuchtung, die selbst die Ringe des Boxensystems einschließt. Die Ledersportsitze sind im 60s-Modell serienmäßig eingebaut. Man sitzt bequem, die Sitzposition ist gut, und Fahrer und Beifahrer haben in dem 4,25 Meter langen Cabrio ausreichend Beinfreiheit.