Mitsubishi-KleinstwagenDer Space Star macht seinem Namen Ehre

Nach dem erfolgreichen Colt bietet Mitsubishi als Einstiegsmodell jetzt den noch kleineren Space Star an. Im Kleinstwagen zum Niedrigpreis ist überraschend viel Platz. von Wolfram Nickel

Mitsubishi Space Star

Mitsubishi Space Star  |  © Hersteller

In Zuverlässigkeitsranglisten zählen kleine Autos von Mitsubishi stets zu den besten. Allerdings hat der japanische Hersteller sein Modellprogramm über den Haufen geworfen und den meistverkauften Mitsubishi aller Zeiten, den kompakten Colt, nach 35 Jahren ersatzlos eingestellt. Am 13. April führt Mitsubishi nun als neues Einstiegsmodell der Marke den Kleinstwagen Space Star auf dem deutschen Markt ein.

Mit dem bis 2004 produzierten Kompaktvan Space Star teilt der 3,71 Meter kurze Mini lediglich den Namen. Er wird in Thailand hergestellt, ist als Weltauto konzipiert und bekennt sich deshalb zu einer auffällig unauffälligen Allerweltsform. Das gilt vor allem für die gesichtslose Front, ganz im Gegensatz zum Colt, der mit seinem Jetfighter-Grill aggressiv wirkte.

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Ein Star ist der fünftürige Stadtwagen vor allem durch den Einstiegspreis von 8.990 Euro. Damit unterbietet er – bis auf den Nissan Pixo sowie Dacia und Lada – beinahe alle Konkurrenten. Er kostet weniger als Suzuki Alto, Chevrolet Spark oder Fiat Panda, verfügt aber außen wie innen über deutlich mehr Größe. Platzhirsche wie der Škoda Citigo und der Seat Mii werden nur gegen Mehrpreis mit Fondtüren geliefert.

Fast 45 Prozent Aufpreis für stärkeren Motor

Das Basismodell wird von einem fast schon klassenüblichen 1,0-Liter-Dreizylinder angetrieben. Der Benzinmotor leistet 52 kW (71 PS). Heftige 4.000 Euro Aufpreis – insgesamt also 12.990 Euro – berechnet Mitsubishi für den Space Star mit einem 59 kW (80 PS) starken 1,2-Liter-Benziner. Standard ist bei beiden Motorisierungen ein präzise arbeitendes Fünfganggetriebe. Der größere Benziner kann für 1.000 Euro extra mit einer stufenlosen CVT-Automatik kombiniert werden, die auch die praktische Berganfahrhilfe umfasst.

Der 1,0-Liter-Motor soll mit Start-Stopp-System, allerdings aufpreispflichtig, nur 92 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, das entspricht einem Verbrauch von vier Litern auf 100 Kilometer. Das wäre einer der niedrigsten Verbrauchswerte im Kleinstwagen-Segment. Auch mit dem 1,2-Liter-Motor und CVT-Automatik erreichen die Werte nur 4,4 Liter beziehungsweise 101 Gramm CO2 im Normzyklus. Die Werte im Alltag sehen, wie stets, anders aus. Hier notierten wir zwischen fünf und knapp sechs Litern, was immer noch sehr respektabel ist.

Die Fahrleistungen des nur 920 Kilogramm schweren Japaners überzeugen ebenfalls. Wie fast alle drehmomentschwachen Dreizylinder will der Space Star zwar fleißig geschaltet werden, wird dann aber im Stadtverkehr zum flotten Flitzer. Über Land macht der 1,0-Liter-Motor mehr Lust auf Autobahnfahrten als die meisten Wettbewerber. Das Höchsttempo von über 170 km/h lässt sich relativ leicht erreichen. Wahrscheinlich hilft dabei die Aerodynamik des Wagens: Sein cW-Wert von 0,27 ist Bestleistung in der Fahrzeugklasse.

Leserkommentare
  1. 6 l / 100km für so eine Hutschachtel. Versteh ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe mir für das gleiche Geld einen gebrauchten Chrysler Voyager mit 2,5l CRD Maschine und 130.000km auf der Uhr. Spritverbrauch unter 8l/100km (Diesel) aber dafür habe ich 7 vollwertige Sitze, 1800kg Zuglast bei Bedarf, fast 700kg Zuladung und eine Ausstattung vom Feinsten. Mit ein bisschen Übung ist auch das Einparken kein Problem. Und immer, wenn ich auf der Autobahn diese Kleinwagen mit Urlaubsbeladung seh, wie sich die maximal 4 Insassen quälen, freue ich mich über meinen sparsamen Kreuzer. Bei Vollbesetzung mit 6 Personen brauche ich nur 1,3 l/ Person und 100km, obige Hutschachtel braucht bei den maximal 4 Personen, die da rein passen, 1,5l. Solange diese sogenannten Kleinstwagen fast genauso viel Sprit brauchen wie mein Dickschiff, werde ich mir so ein Auto nicht zulegen.
    Also bleibt mir weg mit diesem Werbungsjournalismus.

    LL

    Eine Leserempfehlung
    • smojoe
    • 09. April 2013 14:28 Uhr

    20 000 Kilometer und dann sehen wir weiter.

  2. 4 Liter Super Benzin auf 100 km sind wirklich nicht schlecht und das zu einem Preis von 10.990 Euro (inkl. Klimaanlage).

    Zum Vergleich verbraucht der Yaris Hybrid im Schnitt 3,5 Liter, kostet aber auch knapp 6000 Euro mehr (16.950 Euro).

    @LazarusLong: Sorry, aber sie können nicht einfach Diesel und Benziner in einen Topf werfen!

    2 Leserempfehlungen
  3. sondern 5-6l / 100km. Steht oben im Artikel.

    @ Catatonia: Begründen Sie bitte. Ich habe ein Fahrzeug, daß 2to wiegt und bei den Kosten/km fast gleichauf liegt mit dieser Hutschachtel. Warum sollte ich das nicht vergleichen dürfen?

    @smojoe: Auf was soll ich denn noch 20.000km warten? Mittlerweile hat der Wagen 230.000km auf der Uhr und das von Ihnen prognostizierte AHA-Erlebnis ist selbst nach 100.000km nicht eingetreten.

    Fakt ist, daß die oben beworbene Karre für den Preis zu wenig bietet, für das , was sie bietet, eindeutig zu viel braucht.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Mitsubishi | Fiat | CO2 | Chevrolet | Dacia | Motor
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