Automarkt : Junge Leute pfeifen auf Neuwagen

Noch nie waren Neuwagenkäufer im Schnitt so alt wie heute. Das gilt selbst für günstige Marken wie Dacia. Am Preis liegt es also nicht.

Eigentlich wollte Mercedes-Benz vor allem jüngere Käufer mit dem neuen Modell der A-Klasse anlocken. Der Wagen hat nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein, der durch sein hohes Dach und die hohe Sitzposition einem Van ähnelte, sondern er hat ein sportlich-dynamisches Design. Bevor die A-Klasse im vergangenen Jahr auf den Markt kam, sagte Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt: "Wir zielen auf ein Durchschnittsalter beim Neuwagenkauf von Ende 30 bis Mitte 40."

Die Wirkung auf die gesamte Marke Mercedes scheint bisher allerdings auszubleiben. Keine deutsche Automarke hat hierzulande so alte Kunden wie Mercedes: Im Durchschnitt 56,2 Jahre alt waren sie im vergangenen Jahr. Das hat das Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen auf Basis der Statistik über Pkw-Neuzulassungen für Privatpersonen ermittelt. Demnach ist fast jeder vierte Mercedes-Käufer über 70. Auch von allen Automarken hat nur eine Marke, nämlich Subaru, in Deutschland im Schnitt ältere Kunden.

Insgesamt sind Neuwagenkäufer im Schnitt deutlich über 50 Jahre alt. Im vergangenen Jahr erreichte der Wert mit 51,9 Jahren einen neuen Rekord. Fast zwei Drittel der Neuwagenkäufer sind mittlerweile über 60, nur gut sieben Prozent unter 30.

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Seit Jahren steigt das Durchschnittsalter der deutschen Autokäufer. Im Jahr 2000 lag es noch bei 48,1 Jahren, fünf Jahre davor waren es 46,1 Jahre. "Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt", sagt CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Gehe der Alterungsprozess im gleichen Tempo weiter, werde im Jahr 2015 das Durchschnittsalter bei 52,6 Jahren liegen.

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Wenig überraschend ist, dass Coupé- und Cabriokäufer noch am jüngsten sind: im Schnitt 48,2 und 49,4 Jahre. Aber auch bei den Coupés war jeder vierte Käufer 2012 über 60 Jahre alt. Die ältesten Neuwagenkäufer finden sich bei den Stufenhecklimousinen, sie sind im Schnitt 55,8 Jahre alt.

Kommentare

104 Kommentare Seite 1 von 17 Kommentieren

Junge Leute kaufen keine Neuwagen

Ich lese diesen Schrott kaum noch, obgleich ich mich damit nach wie vor beruflich beschäftige!
Diese Meldungen sollen doch nur Ängste suggerieren! Jugend=Zukunft .....
Was zählt zur Jugend? Wie lange dauert Jugend?
Also: ich hatte meinen ersten Neuwagen als junger Dipl.-Ing. mit 29 Jahren. Das war 1970,
Die meisten meiner Alterskollegen hatten keine Neuwagen. Heute erlebe ich viele junge Leute, die den Neuwagen der Frau Mama fahren und sich die eigene Anschaffung ersparen. Und die allerneuste Gruppe der Neuwagenkäufer fällt gar nicht so auf: die jungen Manager mit Dienstfahrzeugen .
Aber die angsterzeugende Schlagzeile kommt ja gleich nach der Klimakatastrophe!

So einfach ist es dann doch nicht...

Die Reparaturpreise für die verschiedenen Marken sind auch unterschiedlich hoch. Wer sich einen BMW kauft, der kann Premiumpreise bei der Reparatur zahlen. Für alles halt einen Schlag drauf. Das fängt schon bei den Reifen an.

Die Dacias sind garnicht so schlecht. Robuste, erprobte Technik, die hauptsächlich für Osteuropa gemacht ist.

Was gerne vergessen wird: Leider ist Dacia, wie die meißten anderen Hersteller auch eine kleine Mogelpackung: Die absolt billigen Basismodelle haben veraltete Spritsäufer als Motoren. Den Preisrabatt vertankt man da recht schnell.

Mir ist auch nicht klar, ob bei dieser Studie überhaupt die Leasing-Fahrzeuge berücksichtigt wurden. Diese werden halt von der Leasingfirma beschafft. Viele können/wollen es sich einfach nicht leisten, den Restwert des Fahrzeugs noch mitzufinanzieren.

Dies passt recht gut zu dem Umstand, das viele Eigenheimbesitzer, auch in guten Wohngegenden oft alte und/oder kleine Fahrzeuge halten, während etliche Premiumlinousinen ihre Nacht an der Laterne vor der Mietskaserne verbringen dürfen. Gerade im Winter trennt sich da die Spreu (Gucklochpanzer mit Eis und Schnee) vom Weizen (Garage).

Sicherheitstechnik hat sich bewährt

"Ich habe jedenfalls in den letzten 30 Jahren über 600.000 km noch kein "Assystenzsystem" vermisst."

Man kann trefflich darüber streiten, ob der achte Airbag noch einen großen Sicherheitsgewinn bringt.

Aber auf Dinge wie ABS, ESP und grundsätzlich Airbags verzichte ich nur sehr ungern. Diese Dinge können einfach lebensrettend sein. Dabei muss man noch nicht einmal Schuld am Unfall haben.

Stimme ihnen weitestgehend zu,

bei Reparaturkosten habe ich allerdings nie schlechte Erfahrungen gemacht - klar, man darf nicht zur Vertragswerkstatt, sollte auch mal selber hinfassen und sich auch gelegentlich im WWW selbst um gebrauchte oder kompatible Ersatzteile kümmern.

Letztendlich kommt der Gebrauchte in der gleichen Klasse aber immer um ein vielfaches billiger, und wenn man den finanziellen Gleichstand sucht landet man für einen neuen Golf sehr schnell in der fünf jährigen Oberklasse ... ich weiß nicht wo der Schnittpunkt für den Dacia liegt, aber aufgrund meiner Erfahrungen würde ich ihn mindestens in der Gegend eines 10 Jährigen 3er BMWs, C-Klasse oä. suchen

Ja, können

Ich hab' aber auch schon in einer "Ente" ein Frontalcrash (mit einem Ford Sierra Kombi) überlebt. Ohne ein Kratzer. Innerorts, dürften ca. 30 km/h gewesen sein.

Die meisten Unfälle passieren nun mal innerorts und bei recht mäßiger Geschwindigkeit - und da reicht der Sicherheitsgurt!

7 Airbags helfen dem Hersteller beim Geldverdienen...

Und ESP und ABS erhöhen nicht nur die Sicherheit - sondern auch die Risikobereitschaft der Benutzer. Man hat ja 27 Assistenten, da darf man ruhig mal Gas geben...

Bei Nässe oder Eisglätte den Fuß vom Gas nehmen erhöht auch meine Sicherheit. Und kostet nix...