Peugeot 208 GTiDie französische Rennsemmel ist wieder da

Vor mehr als 20 Jahren sorgte der 205 GTI für Furore. Peugeot ließ sich viel Zeit für den Nachfolger des hochgerüsteten Kleinwagens, doch das Warten hat sich gelohnt. von Elfriede Munsch

Peugeot 208 GTi

Peugeot 208 GTi  |  © Hersteller

Lange mussten die Fans des legendären Peugeot 205 GTI, mit dem die Franzosen das Segment der sportlich hochgerüsteten Kleinwagen begründeten, auf den Nachfolger warten. Es hat sich aber gelohnt: Der 208 GTi ist ein würdiger Erbe – klein, knuffig und mit Schmackes. Wo der VW Polo GTI und seine Konzernbrüder mit 132 kW (180 PS) Leistung aufwarten, bietet ihr französischer Herausforderer 15 kW (20 PS) mehr.

Damit liegt er ungefähr auf dem Leistungsniveau von Mini Cooper Works, Opel Corsa OPC, Renault Clio RS oder Citroen DS3 Racing. Im 208 GTi kommt der gleiche 1,6-Liter-Turbo zum Einsatz, der auch im Coupé RCZ seinen Dienst verrichtet und gemeinsam mit BMW entwickelt wurde.

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Fahrwerk, Lenkung und Federung des Kleinwagens wurden dem sportlichen GTi-Anspruch angepasst. Eine McPherson-Vorderachse, eine Verbundlenkerachse hinten sowie eine speziell abgestimmte Feder-Dämpfer-Einheit gehören zum Serienumfang. Die Lenkung agiert deutlich direkter, die Dämpfung gibt ungefiltert jede Bodenwelle oder Straßenunebenheit an die Insassen weiter. Die straff gepolsterten und guten Halt gebenden Sportsitze können die Stöße nur ein wenig abmildern. Aber wer einen GTi sein Eigen nennt, will ja auch kein Weichei sein.

In 6,6 Sekunden auf  Tempo 100

Für die sportliche Optik sorgen unter anderem zweifarbige 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen, verbreiterte Kotflügel, rot lackierte Bremssättel, und das GTi-Logo auf dem Kofferraum und hinter den Seitenscheiben. Und selbstverständlich verfügt der Dreitürer über den beim GTi unverzichtbaren, gut sichtbaren verchromten Doppelauspuff. Das Schachbrettmuster auf dem Frontgrill erinnert an die Zielflagge im Motorsport.

Im Innenraum setzen Einstiegsleisten und Pedale in Aluminium, das unten abgeflachte Lederlenkrad mit GTi-Logo, eine LED-Umrandung der Instrumente in Rot sowie rote Applikationen auf Schaltknauf und Sicherheitsgurten sportive Akzente. Das handliche Lenkrad passt gut zur Charakteristik. Zumindest nicht allzu groß gewachsene Fahrer finden eine fahraktive Lenkhaltung und haben eine gute Sicht auf die Instrumente, besonders auf den digitalen Tacho.

Regelmäßig einen Blick auf die Tempoangabe zu werfen, ist hilfreich, will man halbwegs im Einklang mit der Straßenverkehrsordnung bleiben. Der Turbo spurtet sofort los, die Gänge flutschen leicht durch die Schaltung – und ehe man den ersten Blick auf den Tacho riskiert, ist man schon jenseits der 100-er Marke. Der an ein kurz übersetztes Sechsganggetriebe gekoppelte Direkteinspritzer stellt ein maximales Drehmoment von 275 Nm bei 1.700 Umdrehungen pro Minute bereit. Dass der Standardspurt in 6,6 Sekunden zu bewältigen ist, glaubt man sofort. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 230 km/h erreicht.

Leserkommentare
  1. Kleinwagen mit diesen Leistungen haben aber immer noch die gleiche Karosserie.
    Andere Federn,Bremsen,Lenkung usw. ändern daran nichts

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    ... ist immer noch ein goof; Etwaige Präfices ändern daran nichts.

  2. ... ist immer noch ein goof; Etwaige Präfices ändern daran nichts.

    2 Leserempfehlungen
  3. 3. [...]

    Was ist denn das?
    Zunächst einmal ist ein McPhersonachse schon seit 20 Jahren mehr oder weniger Stand der Technik auch Verbundlenker hatte ich schon im Opel Kadett E. Der Rest sind nur Phrasen aus der AMS. Dann heißt es einen GTi und nicht ein GTi.
    Die Zeit Auto-Tests waren so toll, das sind sie wohl nicht mehr....

    Überschrift entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

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    Redaktion

    Lieber vetterka, der Text behauptet ja auch gar nicht, dass Verbundlenker- und McPhersonachse Neuheiten sind.

  4. Der Artikel klingt ein bisschen wie ein Märchen aus uralten Tagen - Frau Munsch, welcher halbwegs vernunftbegabte Mensch braucht für unsere Verkehrsverhältnisse (und kauft heute noch) eine "Rennsemmel"?

    Wie gut für die testosterongesteuerte Zielgruppe, dass ein großer Teil der hochgelobten "sportiven Akzente" auch beim weit überwiegenden Betriebszustand - nämlich im Stand - zur Geltung kommt und dort seine Wirkung auf die umstehenden potenziellen Sexualpartnerinnen voll entfalten kann.

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    aber Ihre wohlgepflegten Klischees greifen hier nicht. Die 20X-Baureihe war, bzw. ist eher ein Fahrzeugtyp, der von Frauen gefahren wird.
    Es mag Ihr diesbezügliches Weltbild erschüttern - aber es gibt auch Frauen, die flotte Autos für den 'Eigenbedarf' schätzen, bar jeder 'Vernunft' und ganz ohne Testosteron.

  5. 5. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

  6. Redaktion
    6. Kritik

    Lieber vetterka, der Text behauptet ja auch gar nicht, dass Verbundlenker- und McPhersonachse Neuheiten sind.

    Antwort auf "[...]"
  7. aber Ihre wohlgepflegten Klischees greifen hier nicht. Die 20X-Baureihe war, bzw. ist eher ein Fahrzeugtyp, der von Frauen gefahren wird.
    Es mag Ihr diesbezügliches Weltbild erschüttern - aber es gibt auch Frauen, die flotte Autos für den 'Eigenbedarf' schätzen, bar jeder 'Vernunft' und ganz ohne Testosteron.

    Antwort auf "aus der Zeit gefallen"
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    Neinein, es erschüttert mein Weltbild weder, dass es außerhalb der Kategorie "halbwegs vernunftbegabt" auch Frauen gibt, noch diese sich in der Regel weniger auf das Testosteron herausreden können. Aber 's ist schon interessant, wie hormongesteuert selbst die Antworten auf solche Feststellungen wirken... ;-)

  8. Neinein, es erschüttert mein Weltbild weder, dass es außerhalb der Kategorie "halbwegs vernunftbegabt" auch Frauen gibt, noch diese sich in der Regel weniger auf das Testosteron herausreden können. Aber 's ist schon interessant, wie hormongesteuert selbst die Antworten auf solche Feststellungen wirken... ;-)

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Mit Verlaub -"
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    Gut, dann können wir unseren kurzen Diskurs folgendermaßen zusammenfassen:
    Sie stellen fest, daß dieses Fahrzeug von unvernünftigen Menschen männlichen Geschlechts goutiert wird, die damit potentielle Sexualpartnerinnen beeindrucken wollen. Und da ich diese Meinung, pardon, 'Feststellung' offensichtlich nicht teile, wirkt meine Antwort 'hormongesteuert'.

    Ist das so weit korrekt...?

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