Kfz-KennzeichenAutofahrer sollen Nummernschilder behalten dürfen

Wer umzieht, soll nach dem Willen der Regierung künftig sein Kfz-Kennzeichen mitnehmen können. Verkehrsminister Ramsauer will so Bürokratie abbauen.

Autofahrer sollen ihr Nummernschild bei Umzügen bald bundesweit mitnehmen dürfen. "Wer umzieht – auch über die Ländergrenzen hinweg – kann das bisherige Kennzeichen des Fahrzeugs behalten", sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Eine entsprechende Regelung brachte das Bundeskabinett auf den Weg. Die Neuregelung soll zum 1. Juli 2014 in Kraft treten, der Bundesrat muss noch zustimmen.  

"Fahrzeughalter sparen Zeit und Geld, Bürokratie wird abgebaut", sagte Ramsauer. Die Gesetzesänderung setzt  einen Beschluss der Länder-Verkehrsministerkonferenz von April vergangenen Jahres um. Innerhalb einiger Länder wie Schleswig-Holstein und Hessen kann das Kfz-Kennzeichen bereits mitgenommen werden.

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Im vergangenen Jahr wechselten nach Ministeriumsangaben bundesweit 600.000 Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 54 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts allein gut 43 Millionen Pkw.

Auf die Kfz-Versicherung soll die Neuregelung keine Auswirkungen haben. "Die Tarife richten sich weiter nach dem Wohnort", erläuterte das Verkehrsministerium. Vorgesehen ist auch, dass Fahrzeuge von Mitte 2014 an über ein Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamts abgemeldet werden können. Dies soll über verschiedene Sicherheitscodes und den neuen Personalausweis ermöglicht werden.

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Leserkommentare
  1. Der Eindruck soll entstehen: Herr Ramsauer kümmert sich aber doll um die Autofahrer: Erst die Wiedereinführung der längst vergessenen ausgelaufenen Ortskennzeichen, nun das Behalten von Kennzeichen über Kreis- und Ländergrenzen hinweg. Ja und -- was hat der Autofahrer davon? Auf die Zulassungsstelle muss er bei einem Wohnsitzwechsel trotzdem -- der Weg über das Internet ist laut Artikel nur bei einer Abmeldung vorgesehen.

    Und das ganze ist mal wieder nicht recht ausgegoren: Was spricht denn eigentlich dagegen, auch "Wunschkennzeichen" nach österreichischem Muster zu vergeben? Es soll ja Leute geben, die wollen sich ein "B - Bummi 3" oder dergl. ans Auto schrauben. Also, Herr Raumsauer, es gibt noch viel zu tun!

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    Nicht nur die großen Reformen wo es immer um mehr oder weniger Geld geht, sind wichtig. Auch die kleinen Reformen die das System effizienter machen sind wichtig.

    Wenn die beim nächsten EU Treffen eine halbe Stunde weniger über Rettungspakete diskutieren und die Sommerzeit oder 1 & 2 Centmünzen abschaffen würden, dann wäre das ein Fortschritt.

    ... finde ich ein "a" zuviel ... ;-)

  2. Hurra, unser Nummernschildminister hat wieder zugeschlagen.

    Nicht das an dem Reförmchen etwas falsch wäre, aber man wird das Gefühl nicht los das es auch schon das einzige ist, was dieser Minister je gestaltet hat.

    Und dabei gäbe es so viel zukunftweisendes zu gestalten in seinem Amt.

    5 Leserempfehlungen
  3. Nicht nur die großen Reformen wo es immer um mehr oder weniger Geld geht, sind wichtig. Auch die kleinen Reformen die das System effizienter machen sind wichtig.

    Wenn die beim nächsten EU Treffen eine halbe Stunde weniger über Rettungspakete diskutieren und die Sommerzeit oder 1 & 2 Centmünzen abschaffen würden, dann wäre das ein Fortschritt.

    Antwort auf "Symbolpolitik"
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    "Wenn die beim nächsten EU Treffen eine halbe Stunde weniger über Rettungspakete diskutieren und die Sommerzeit oder 1 & 2 Centmünzen abschaffen würden, dann wäre das ein Fortschritt."
    ------------------------
    Dann lieber die Winterzeit abschaffen

  4. "Wenn die beim nächsten EU Treffen eine halbe Stunde weniger über Rettungspakete diskutieren und die Sommerzeit oder 1 & 2 Centmünzen abschaffen würden, dann wäre das ein Fortschritt."
    ------------------------
    Dann lieber die Winterzeit abschaffen

    3 Leserempfehlungen
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    ... als alte "Eule" auch sofort dabei. Nieder mit der Winterzeit!

    Das heißt Normalzeit.

    Warum Sie die toll finden weiß ich nicht.

  5. Z.B. in Schweden bekommt jedes Auto bei der Erstzulassung ein Kennzeichen mit 3 Buchstaben und 3 Ziffern. Dieses bleibt am Auto bis zum Ende seines Daseins. Beim Abmelden muß man die Steurmarke entfernen um den darunter vorhandenen Kode durchgeben zu können, telefonisch, postalisch oder über Internet.
    In DK und N nicht viel anders, nur dass es da 2 Buchstaben und 6 Zahlen gibt.

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    ... behält ein Fahrzeug von Erstzulassung bis Schrottpresse das erste Kennzeichen.

    unsere schwedischen Freunde beneiden uns aber über die Möglichkeit, anhand der Kennzeichen zu sehen, woher das Auto kommt. Und auch meiner Familie gefällt es, wenn man in der Fremde unterwegs ist, und plötzlich ein Fahrzeug aus der Heimat auftaucht. Es wäre schade, wenn man das aufgibt. Noch dazu, wo man mit der Zulassung der früheren Landkreis-Kennzeichen gerade erst den Weg hin zu mehr "Lokalität" beschlossen hat.

  6. ... finde ich ein "a" zuviel ... ;-)

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Symbolpolitik"
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    Im erstenWort der letzten Zeile finde ich ein *u* zu viel.... ;-)

  7. ... behält ein Fahrzeug von Erstzulassung bis Schrottpresse das erste Kennzeichen.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Zulassung"
  8. ... als alte "Eule" auch sofort dabei. Nieder mit der Winterzeit!

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "lieber die Winterzeit"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, afp, nsc
  • Schlagworte Peter Ramsauer | CSU | Bundeskabinett | Autofahrer | Bundesrat | Bundesverkehrsminister
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