Lexus IS © Hersteller

Im Land von Mercedes, BMW und Audi haben es nicht-deutsche Premiummarken traditionell schwer. Die Toyota-Nobeltochter Lexus etwa versucht schon seit mehr als 20 Jahren, hierzulande auf relevante Absatzzahlen zu kommen. Auch mit dem neuen IS werden diese sicher nicht in den Himmel schießen, doch die japanische Mittelklasse kommt in ihrer dritten Generation in jeder Beziehung deutlich besser daher.

Vor allem ist sie nun erstmals auch mit Hybridantrieb erhältlich. Wer über die Anschaffung eines IS nachdenkt, sollte auf jeden Fall die Version 300h, also mit der Kombination aus Benzin- und Elektromotor, in Erwägung ziehen. Die ausgereifte, im Prinzip schon aus Fahrzeugen wie Toyota Prius, Auris oder CT200 bekannte Hybridarchitektur ist immer noch klar die beste am Markt. Zudem hält sich der Aufpreis zum reinen Benziner mit 2.500 Euro im Rahmen und erfüllt damit die Toyota-Strategie, Hybride künftig grundsätzlich zum Preis eines Dieselfahrzeugs anzubieten.

Der IS 300h kommt auf einen Normverbrauch von 4,3 Litern in der Basisversion. Wer zu den höheren und damit auch schwereren beziehungsweise anders abgestimmten Ausstattungslinien Executive, F Sport oder Luxury Line greift, muss mit wenigen Zehnteln mehr rechnen. Das wiegt aber nicht schwer, mit 99 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer bei einer Systemleistung von immerhin 164 kW (223 PS) hat sich der Mittelklasse-Hybride seine Effizienzklasseneinstufung A+ jedenfalls klar verdient.

Mehr Platz im Fond

Das Hybridsystem von Toyota erfüllt also auch im Lexus IS die Erwartungen – neu ist es allerdings nicht. Dafür wurde so ziemlich alles andere anders am neuen IS. Er ist deutlich gewachsen: in der Länge gleich um acht Zentimeter auf 4,65 Meter, in der Breite um einen Zentimeter auf 1,81 Meter.

Viel wichtiger ist aber, dass auch der Radstand um sieben Zentimeter auf jetzt 2,80 Meter zugelegt hat. Damit bietet der IS endlich auch auf den Rücksitzen genügend Beinfreiheit. Nur der Kopf stößt bei größer gewachsenen Menschen noch leicht an den Himmel des nach hinten abfallenden Dachs. Da die Lexus-Ingenieure die Hybridbatterie erstmals unter dem Kofferraum eingebaut haben, fällt dessen Volumen mit 450 Litern etwas kleiner aus als im IS mit Verbrennungsmotor (480 Liter Kofferraum).

Die Gestaltung des IS orientiert sich an den größeren Lexus-Limousinen GS und LS. Beim IS wird das Design vor allem von einem breiten Rumpf mit relativ filigran aufgesetzter Kabine bestimmt. Die L-förmigen LED-Tagfahrleuchten und der Diabolo-Grill genannte Kühler setzen weitere optische Akzente.