Neue S-Klasse : Ein Auto für Statusbewusste

Mercedes präsentiert die neue S-Klasse als "bestes Automobil der Welt": sparsam, aerodynamisch und luxuriös. Besonderes Extra ist die eingebaute Hot-Stone-Massage.

Mercedes will der Beste sein, auch mit der neuen S-Klasse. "Die Kunden erwarten, dass sie in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt", sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche. Er preist die neue Limousine als "bestes Automobil der Welt" an, zugeschnitten auf die Kunden, die nur "das Beste oder Nichts" wollen.

Doch die Konkurrenz ist stark, besonders in den neuen und wachstumsträchtigen Märkten Asiens, wo die Schwaben nicht allein aus Tradition vor ihren Wettbewerbern liegen. Um sich abzusetzen, hat Mercedes die neue S-Klasse gleich mit mehreren Superlativen ausgestattet. Ab Juli soll sie zu Preisen ab 79.790 Euro auch in Deutschland erhältlich sein.

Neben zwei Diesel-Modellen bietet Mercedes zum Produktionsstart auch zwei Benziner an. Der S 500 bedient die Klientel der traditionsbewussten Achtzylinderkunden. Er hat einen mächtigen Motor: Dank 335 kW/455 PS in Verbindung mit 700 Newtonmetern Drehmoment dürfte bei seinen Fahrern kein Gefühl von Leistungsmangel aufkommen. Sein Normverbrauch von 8,6 Litern (CO2:199 g/km) ist in einer Limousine, die vor allem auf Prestige und Leistung ausgelegt ist, aller Ehren wert.    

Sparsamer ist der S 400 Hybrid. Der 225 kW/306 PS-starke Sechszylinder begnügt sich mit 6,3 Litern Super auf 100 Kilometern, was 147 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht.

Wie viel der nächste S 600 verbrauchen wird, verrät Mercedes noch nicht. Klar ist aber, dass der Konzern auch bei der neuen S-Klasse einen Zwölfzylinder anbieten wird, um das obere Ende des Leistungsspektrums zu markieren.

Aerodynamik und LED-Leuchten

Aerodynamik verhilft der Limousine zur Sparsamkeit. Trotz ihres mächtigen Kühlergrills kommt die S-Klasse auf einen cW-Wert von 0,24, der Dieselhybrid sogar auf 0,23. Zusätzlich leuchten alle Lampen im Auto mit LED-Technik, auch das spart Energie. 

Zusätzlich soll das Auto seinen Benutzern maximalen Komfort bieten. Weil sich vor allem in China viele wohlhabende Kunden von einem Chauffeur fahren lassen, statt selbst das Steuer zu übernehmen, hat Mercedes diese S-Klasse zuerst als 5,25-Meter-Langversion entwickelt. Die kürzere Variante wurde später daraus abgeleitet.

Im Fond stehen fünf verschiedene Sitze zur Auswahl – und eine Hot-Stone-Massage, für die besonders Entspannungsbedürftigen. Vorne blicken Fahrer und Beifahrer auf ein riesiges Display, das aus zwei nebeneinander angeordneten TFT-Bildschirmen mit einer Diagonale von je 31 Zentimetern besteht. Sie zeigen die klassischen Fahrinstrumente und daneben Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien.

Kommentare

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500 km Reichweite

Tesla selbst spricht von 250 - 480 und selbst die Reichweite dürfte das Auto nur in vorteilhaften Szenarien erreichen. Immerhin die Reichweite ist mehr als doppelt so groß wie bei allen mir bekannten E-Autos. So gesehen ist das auf jeden Fall ein Meilenstein.

@Auckland2010: Die Hauptkompetenz Teslas liegt in der Steuerung der Akkus um sog. Memory-Effekte zu vermeiden. Diese Steuerung ist sehr komplex und keinesfalls mit einem Notebookakku vergleichbar. Nebenbei ist sie wohl auch der Hauptgrund des Investments von Daimler in Tesla:

http://en.wikipedia.org/w...

Abgesehen von dieser sehr wichtigen Pionierarbeit die bei der Entwicklung des Autos geleistet wurde, sehe ich das Auto selbst als viel zu schwer (2,1 Tonnen) wobei die Akkus alleine je nach Modell bis zu 400 kg wiegen. Wegen dem Gewicht ist die Reichweite auch "nur" bis zu 480 km - schade auch deshalb würde ich das Model S nicht als bestes Auto der Welt bezeichen.

Tesla ...

.....ist sicher eines der interessantesten Autos der Welt. Nach allem, was bisher an Verzichts-Ideologie elektrisch auf die Räder gebracht wurde, ist der Tesla mehr , als einen Blick und eine Probefahrt wert. Alle Achtung vor dem kleinen Team in Kalifornien. Das Grundproblem ist nicht einmal die Reichweite bei gemächlichem Fahren mit viel Rekuperation. Das Problem liegt in der Dauerleistungs-Dichte der Speicher! Von den prognostizierten 450 km bleibt kaum etwas übrig, wenn man das Auto für 15 min. einmal scharf rannimmt!
Und die Ladezeiten der großen Speicher sind an der normalen Dose ewig! Wenn der 85kWh-Akku Lehr ist , dauert es über 20 h! Wo ist denn überall eine freie Schnelladestation?

Viel Leistung

rufen sie immer nur kurz ab. Natürlich ist der Tesla keine Chauffeurlimousine. Aber er ist der nächste Schritt des Automobils. Nicht ohne Grund haben bereits viele amerikanische Chefs ihre deutsche Luxusklasse-Limousine gegen den Tesla ausgetauscht. Der Autopilot wird bei den Kaliforniern bereits entwickelt. Die haben also den übernächsten Schritt schon im Köcher.
Der Tesla ist nicht überall besser als eine S-Klasse, keine Frage. Aber unter allen Gesichtspunkten betrachtet: Design, Ökologie, Software, Beschleunigung, Preis, Platz (bei entsprechenden Maßen) wohl das insgesamt bessere Auto.

Eine Anwort muss da noch kommen

Wenn auch Mercedes vor allem nicht mehr für Deutschland herstellt ist 130 km/h das Mass der Dinge. Und kein Kilometer mehr. Und noch 5 Jahre, dann wird auch der Letzte verstanden haben, das E-Tankstellen mit 32 kW laden werden und nicht mit 3,6. 25,2 kW sind beim Tesla S möglich. 45 Minuten Pause sollte ein Autofahrer ohnehin alle 3 Stunden aus Sicherheitsgründen einlegen. Dann ist auch die Fahrt von Frankreich in die Alpen wieder möglich.
Batterie ist übrigens Subventioniert und bei Leistungsnachlass binnen 8 Jahren kostenlos auszutauschen ohne Kilometerbegrenzung.

Oh, es ging mir nicht

um Zwangsbeglückung. Es ist mir auch egal wie schnell irgendwer in Deutschland fährt. Aber Deutschland ist kein Wachstumsmarkt und wer Autos baut und verkaufen will, tut dies nicht für den deutschen 200 Fahrer, sondern für alle anderen. Und die dürfen nicht über 130km/h fahren. So ist die einzige erstrebenswerte Leistung der Sprint von 0 auf 100. und den hat der Tesla allemal. Des Teslas Akku lässt sich übrigens auch in weniger als 5 Minuten austauschen. Aber hey, das ist unmöglich, das wird sich niemals durchsetzen und ja, niemals werden in Deutschland 40 Millionen privat-PKW herumfahren, maximal 200 Tausend. Sagte eins ein Automobilhersteller....