Škoda Superb : Ein Hauch von Luxus ohne Premium-Preis

Der Škoda Superb fährt im Schatten der Konzernkonkurrenten VW Passat und Audi A4. Dabei bietet der jetzt aufgefrischte Tscheche mehr Platz als mancher A6-Wettbewerber.
Škoda Superb © Hersteller

Enorm viel Platz im Fond und ein Regenschirm griffbereit in der Autotür: Wer das in einem Auto sucht, der bestellt sich einen Rolls Royce – oder einen frisch überarbeiteten Škoda Superb. Allerdings ist der Tscheche aus dem Segment der oberen Mittelklasse rund 20 Mal preiswerter als der Luxusbrite. Knapp 110.000 Exemplare wurden vergangenes Jahr produziert; 14.699 davon gingen an Kunden in Deutschland. Diese Zahl ist so schlecht nicht. Zum Vergleich: Der Opel Insignia wurde im gleichen Zeitraum knapp 21.000 Mal in Deutschland zugelassen, der Ford Mondeo rund 19.000 Mal.

Inzwischen ist die aktuelle Superb-Generation sechs Jahre auf dem Markt. Darum wurde es Zeit für eine Überarbeitung. Die aufgefrischte Variante kommt Anfang Juli zu den Händlern. Am meisten hat sich unter der Karosserie getan, doch auch die Front- und Heckpartie wurden überarbeitet. Details wie jenes, dass das Škoda-Logo nun zentral auf der Spitze der Motorhaube zu finden ist, fallen allerdings zumindest beim ersten Hinsehen kaum auf. Eher stechen die neu entwickelten Frontscheinwerfer ins Auge, die es erstmals mit Bi-Xenon-Leuchtkraft, integriertem LED-Tagfahrlicht und -blinker gibt.

Innen hat sich ebenfalls nur wenig verändert. Neben Details wie neuen Farbkombinationen kann man nun auch vom rechten Rücksitz aus den Beifahrersitz elektrisch nach vorn gleiten lassen: Die Bedienknöpfe dafür sind – besser erreichbar – von der rechten auf die linke Seite der Frontsitze gewechselt.

Viel Platz für Mitfahrer und ihr Gepäck

Im Detail verbessert hat man die Twindoor-Heckklappe, bei der wahlweise wie bei einer Stufenhecklimousine nur der Kofferraum geöffnet werden kann, oder wie bei einem Schrägheckauto die Heckklappe samt -scheibe. Jetzt gibt es für jede der beiden Öffnungsarten eine eigene Taste, und man fummelt nicht mehr an einem Umschaltknopf herum.

Geblieben ist das große Platzangebot. Der Fahrersitz lässt sich für Zwei-Meter-Riesen weiter zurückschieben als in jeder Mercedes E-Klasse – und trotzdem ist dann hinten noch reichlich Platz übrig für die Knie der Mitfahrer. Ähnlich der Kofferraum: Er fasst bei der Limousine 595 Liter, beim Kombi 633 Liter (maximal 1.865 Liter). Das schaffen nicht einmal die gerade ausgelaufene S-Klasse von Mercedes-Benz oder der BMW 5er GT. Der Škoda-Kombi übertrumpft locker Laderiesen wie den VW Passat Variant (603 Liter). Nur das T-Modell der Mercedes E-Klasse bietet mit 695 Litern mehr Laderaum.

Am stärksten hat Škoda das Motorenangebot überarbeitet. Dank Start-Stopp-Automatik und der Rückgewinnung von Bremsenergie bei allen Dieselmotoren und dem Basisbenziner mit 125 PS ist der Verbrauch laut dem Hersteller um bis zu 19 Prozent zurückgegangen. Der Käufer hat die Wahl zwischen vier Benzinern und drei Dieselaggregaten, die Leistungen liegen zwischen 125 und 260 PS.

Kommentare

20 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Klaro...

...und über 1000km kennen Sie einfach noch jede Abzweigung und die potentiellen Stauumfahrungen haben Sie sich auch gemerkt? Glaube ich ihnen fast... aber eben nur fast.
Und nein, ich schaue nicht auf Karten - dafür habe ich ein Navi. Und ja, früher habe ich auf Karten geschaut und es hat mich genervt, wenn man mal "kurz" rechts ran fahren musste um sich zu orientieren, falls es nicht nach Plan lief.

Unwichtig

Das Auto brauche ich nicht. Unwichtig wie ein Skoda MB 1000.
Die Werbung gaukelt den Kunden vor, dass man einen VW für weniger Geld bekommt. Blöd ist nur, dass ein anderes Logo auf dem Grill/ Motorhaube klebt. Ich glaube nicht, dass VW die neuste Technologie in einem Skoda verbaut