Es gibt gute Autos, es gibt schlechte Autos – und es gibt Autos, die einfach gefährlich sind. Im Lauf der Jahrzehnte haben Ingenieure immer wieder Konstruktionen ersonnen, die Autofahrern das Leben schwer machten oder dieses gar beendeten.

Manche Autos gaben sich schlicht unfahrbar, andere ließen den Insassen schon nach leichten Remplern kaum Raum zum Überleben. Hier sind, vollkommen subjektiv ausgewählt, zehn besonders gefährliche Gefährte.

Austin Healey: Das Schwein

Der von 1959 bis 1967 gebaute Austin Healey 3000 geht ab wie die sprichwörtliche Sau – benimmt sich aber leider auch so. Der Wagen lehrt Sportfahrern bis heute das Fürchten, ist er doch das perfekte Beispiel dafür, dass geringes Gewicht plus starker Motor nur dann ein schnelles Auto ergeben, wenn das Fahrwerk mitspielt. Der Healey gilt mit seinem unwillkürlich ausbrechenden Heck gerade in Kurven jedoch als unberechenbar.

Genau aus diesem Grund wird der britische Roadster auch The Pig genannt. Verpasst hat ihm diesen Namen eine Frau: Pat Moss, die Schwester der Rennfahrerlegende Stirling Moss. Sie war eine der ersten erfolgreichen Rallyepilotinnen und versah ihren Werkswagen in einer Kombination aus Respekt und Ärger mit der Tiermetapher.

Fiat Seicento: Die Knalltüte

Was bei einem Unfall nicht mit einem Auto passieren sollte, zeigte der seit 1998 produzierte Fiat-Kleinwagen Seicento selbst im Jahr 2000 noch. Während eines Crashtests legte er einen Sicherheitsstandard an den Tag, wie man ihn bei 50 Jahre älteren Konstruktionen erwarten würde.

Dass der Seicento damals noch nicht serienmäßig mit einem Airbag ausgestattet wurde, war nur eine Randnotiz. Wesentlich schlimmer war die Tatsache, dass die Fahrgastzelle regelrecht zusammenbrach: Der Fahrer-Dummy krachte gegen das Lenkrad, der Beifahrer rammte mit dem Kopf die Mittelkonsole. Beim Seitenaufprall wurden außerdem Kräfte gemessen, die zu tödlichen Verletzungen führen würden.

Lamborghini Miura: Der Himmelsstürmer

Frühe Exemplare der italienischen Sportwagenlegende hatten die fatale Tendenz, dass der Vorderwagen bei hohen Geschwindigkeiten "leicht" wurde, wie Autotester das Phänomen zurückhaltend beschrieben. Ein Zitat, das einem französischen Rennfahrer zugeschrieben wird, verdeutlicht das Problem: "Plötzlich hatte ich über das Lenkrad keinerlei Kontakt mehr zur Straße, und vor meiner Fronthaube ersetzte der blaue Himmel das graue Band der Autobahn – die Front hatte sich vom Boden abgehoben."

So ein Miura P400 leistete immerhin 350 PS. Die Karosserie war zwar schön, aber aerodynamisch nicht ausgefeilt. Zudem hatten die Ingenieure den Tank in der Fahrzeugfront montiert: Leerte er sich, wurde der Miura vorne leichter und damit noch anfälliger.