Ford B-Max : Ein Van für Papa, Mama, Kind

Der kleinste Ford-Van eignet sich nur für die Familien-Keimzelle. Zu viert passt man zwar auch in den B-Max, doch dann ist zu wenig Platz fürs Gepäck.

Kaum ein Hersteller hat sich im Van-Segment derart breit gemacht wie Ford. Die meisten Familienväter kennen vermutlich Galaxy, S-Max und die beiden C-Maxe. Doch gerade für kleine Familien bietet sich auch der B-Max an, der Einstiegsvan von Ford. Er punktet mit seinem gefälligen Äußeren und Schiebetüren, die die Karosserie ohne eine B-Säule auskommen lassen. Ein- und Aussteigen ist damit kein Problem, sogar Kindersitze oder Gepäck lassen sich leicht in den Ford wuchten.

Schade ist allerdings, dass Ford nur halbe Sachen gemacht hat. Die Schiebetüren sind zwar leichtgängig zu öffnen, lassen sich aber nur per Hand bedienen. Elektrische Schiebetüren und eine ebensolche Heckklappe wie bei größeren Van hätten dem Ford B-Max weitere Pluspunkte beim Kundennutzen gebracht.

Der 4,08 Meter lange Kompaktvan von Ford präsentiert sich von außen ganz schmuck. Raumwunder darf man angesichts der Dimensionen aber nicht erwarten. Vorne sitzt es sich angenehm und im klassenüblichen Standard, die Sitzverstellung ist jedoch mäßig. Im Fond hat man zu dritt allerdings keine Chance, und selbst zu zweit sollten hinten nur Personen bis maximal 1,70 Meter Körpergröße Platz nehmen. Sonst wird es schlicht zu eng.

Schalter-Wirrwarr an der Mittelkonsole

Ist der Ford B-Max daher ein ideales Auto für die junge Familie mit zwei Kindern? Grundsätzlich schon, denn sie findet im dank Panoramadach lichtdurchfluteten Innenraum genügend Platz – nur reicht bei aller Variabilität das Stauvolumen im 318 Liter kleinen Kofferraum nicht aus, um zu viert ins verlängerte Wochenende zu reisen. Zu dritt funktioniert das ganze prima. Dann lässt sich einfach ein Drittel der Rückbank umlegen und das Gepäck für die Fahrt an die Ostsee oder Richtung Österreich gut verstauen. Wer die gesamte Rückbank umklappt, erhält immerhin 1.386 Liter für Ladetätigkeiten aller Art.

Weniger einfach ist es für den Fahrer, sich mit dem Armaturenbrett auseinanderzusetzen. Die überfrachtete Mittelkonsole gibt einem auch nach Wochen noch Rätsel auf. Die Bedienung vieler Fahrzeugfunktionen über Tasten auf der Mittelkonsole und auf dem Lenkrad ist recht kompliziert. Nicht besser sind die Instrumente und der viel zu kleine Multifunktionsbildschirm in der Mitte der Armaturentafel. Hier ist die Konkurrenz deutlich weiter.

Das angenehm ausgewogene Fahrwerk schlägt sich da schon besser: Auch bei flotter Gangart hat man richtig Fahrspaß im B-Max. Er hat mit seinem Leergewicht von 1,3 Tonnen erfreulich geringe Wankbewegungen, die Lenkung ist direkt und die Bremsen packen ordentlich zu.

Kommentare

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Unverständlcher Einwand

Früher mit dem Polo: Das ist heute aber nicht mehrt der Standard. So ein Wagen ist toll, aber mit Gepäck oder auch nur Kinderwagen hinten hakt es bei vier Personen - das sollta man auch so schreiben.
Ist letzten Endes mit dem Meriva nicht anders. Und Dachbox: Klar das geht. Aber dann kann man sich aber auch einen Fabia Combi zulegen - für viel weniger Geld

Und: Man muss die Box auch unterstellen können

nicht nur verlängertes WE

Ich frage mich auch, was das Gejammer über zuwenig Platz soll. Man nimmt exakt so viel mit, wie ins Auto passt, fertig. Wenn ich mir angucke, mit was für einem Hofstaat so manche moderne Familie unterwegs ist, frage ich mich, wofür der ganze Krempel notwendig ist. Und dann nur für ein verlängertes Wochenende!

Ich toppe übrigens den Trabi:

Zwei Erwachsene, zwei Kinder, 14 Tage, mit einer O-Jolle unterwegs...

Der ideale Zweitwagen

Das Fahrzeug ist als Zweitwagen (für die Mutter) konzipiert. Also genau der Kundenkreis, der vorher einen Polo oder Fiesta gekauft hat.
Für das Gejuckel in der Innenstadt ist er groß genug.
Die Kinder können einfach ein- und aussteigen.
Der Spritverbrauch hält sich im Rahmen.
Für die größeren Touren gibt es halt den Erstwagen.

Da ist ein Doppelkupplungsgetriebe ebenso quatsch, wie eine Klimaautomatik.