Ford B-MaxEin Van für Papa, Mama, Kind

Der kleinste Ford-Van eignet sich nur für die Familien-Keimzelle. Zu viert passt man zwar auch in den B-Max, doch dann ist zu wenig Platz fürs Gepäck. von Stefan Grundhoff

Kaum ein Hersteller hat sich im Van-Segment derart breit gemacht wie Ford. Die meisten Familienväter kennen vermutlich Galaxy, S-Max und die beiden C-Maxe. Doch gerade für kleine Familien bietet sich auch der B-Max an, der Einstiegsvan von Ford. Er punktet mit seinem gefälligen Äußeren und Schiebetüren, die die Karosserie ohne eine B-Säule auskommen lassen. Ein- und Aussteigen ist damit kein Problem, sogar Kindersitze oder Gepäck lassen sich leicht in den Ford wuchten.

Schade ist allerdings, dass Ford nur halbe Sachen gemacht hat. Die Schiebetüren sind zwar leichtgängig zu öffnen, lassen sich aber nur per Hand bedienen. Elektrische Schiebetüren und eine ebensolche Heckklappe wie bei größeren Van hätten dem Ford B-Max weitere Pluspunkte beim Kundennutzen gebracht.

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Der 4,08 Meter lange Kompaktvan von Ford präsentiert sich von außen ganz schmuck. Raumwunder darf man angesichts der Dimensionen aber nicht erwarten. Vorne sitzt es sich angenehm und im klassenüblichen Standard, die Sitzverstellung ist jedoch mäßig. Im Fond hat man zu dritt allerdings keine Chance, und selbst zu zweit sollten hinten nur Personen bis maximal 1,70 Meter Körpergröße Platz nehmen. Sonst wird es schlicht zu eng.

Schalter-Wirrwarr an der Mittelkonsole

Ist der Ford B-Max daher ein ideales Auto für die junge Familie mit zwei Kindern? Grundsätzlich schon, denn sie findet im dank Panoramadach lichtdurchfluteten Innenraum genügend Platz – nur reicht bei aller Variabilität das Stauvolumen im 318 Liter kleinen Kofferraum nicht aus, um zu viert ins verlängerte Wochenende zu reisen. Zu dritt funktioniert das ganze prima. Dann lässt sich einfach ein Drittel der Rückbank umlegen und das Gepäck für die Fahrt an die Ostsee oder Richtung Österreich gut verstauen. Wer die gesamte Rückbank umklappt, erhält immerhin 1.386 Liter für Ladetätigkeiten aller Art.

Weniger einfach ist es für den Fahrer, sich mit dem Armaturenbrett auseinanderzusetzen. Die überfrachtete Mittelkonsole gibt einem auch nach Wochen noch Rätsel auf. Die Bedienung vieler Fahrzeugfunktionen über Tasten auf der Mittelkonsole und auf dem Lenkrad ist recht kompliziert. Nicht besser sind die Instrumente und der viel zu kleine Multifunktionsbildschirm in der Mitte der Armaturentafel. Hier ist die Konkurrenz deutlich weiter.

Das angenehm ausgewogene Fahrwerk schlägt sich da schon besser: Auch bei flotter Gangart hat man richtig Fahrspaß im B-Max. Er hat mit seinem Leergewicht von 1,3 Tonnen erfreulich geringe Wankbewegungen, die Lenkung ist direkt und die Bremsen packen ordentlich zu.

Leserkommentare
    • Laru
    • 18. Juni 2013 20:53 Uhr

    "Der kleinste Ford-Van eignet sich nur für die Familien-Keimzelle. Zu viert passt man zwar auch in den B-Max, doch dann ist zu wenig Platz fürs Gepäck."

    Früher ist man in einem VW Polo mit 4 Personen nach Österreich in den Urlaub gefahren. Da hat niemand gesagt, dass die 40-60PS zu wenig und der Stauraum zu gering war.

    Man sollte sich heute mal Gedanken darüber machen wofür das Auto zu 99% der Betriebszeit benutzt wird ... nämlich den Weg zur Arbeit ... da braucht man das alles nicht. Für ein wenig Aufpreis mit ner Dachbox oder sowas das Gepäck unterbringen oder einfach nicht soviel mist mit in den Urlaub nehmen hilft glaub ich Wunder.

    Ansonsten ist klar, dass bei einem nicht VW-Fabrikat der Spritverbrauch bemängelt wird. Wäre es ein VW gewesen hätte man bei 6,4l Super auf 100km im Real-Test die Worte "Kultiviert" "Sparsam" "Effizient" oder "Innovativ" benutzt. Die anderen "Minivans" die laut Wikipedia in die entsprechende Klasse einsortiert wurden (Fiat Idea und Citroen C3 Picasso) verbrauchen bei ähnlicher Motorisierung 7l aufwärts.

    Für mich hat das Auto ein tolles Konzept, auch wenn es schon einen Vorgänger ohne B-Säule gab. Einen tollen Motor mit dem EcoBoost, aber am Design im Inneren sollten sie definitiv was tun. Genauso der 6. Gang.
    17.000€ Aufwärts Listenpreis ist allerdings zu hoch.

    3 Leserempfehlungen
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    • FoTu3
    • 18. Juni 2013 21:22 Uhr

    "Früher ist man in einem VW Polo mit 4 Personen nach Österreich in den Urlaub gefahren. Da hat niemand gesagt, dass die 40-60PS zu wenig und der Stauraum zu gering war."

    Das toppe ich noch: Zu fünft im Trabbi (und das Gepäck dazu) an den Balaton. Und die 26 PS haben auch ausgereicht.

    Früher mit dem Polo: Das ist heute aber nicht mehrt der Standard. So ein Wagen ist toll, aber mit Gepäck oder auch nur Kinderwagen hinten hakt es bei vier Personen - das sollta man auch so schreiben.
    Ist letzten Endes mit dem Meriva nicht anders. Und Dachbox: Klar das geht. Aber dann kann man sich aber auch einen Fabia Combi zulegen - für viel weniger Geld

    Und: Man muss die Box auch unterstellen können

    Ich frage mich auch, was das Gejammer über zuwenig Platz soll. Man nimmt exakt so viel mit, wie ins Auto passt, fertig. Wenn ich mir angucke, mit was für einem Hofstaat so manche moderne Familie unterwegs ist, frage ich mich, wofür der ganze Krempel notwendig ist. Und dann nur für ein verlängertes Wochenende!

    Ich toppe übrigens den Trabi:

    Zwei Erwachsene, zwei Kinder, 14 Tage, mit einer O-Jolle unterwegs...

    • FoTu3
    • 18. Juni 2013 21:22 Uhr

    "Früher ist man in einem VW Polo mit 4 Personen nach Österreich in den Urlaub gefahren. Da hat niemand gesagt, dass die 40-60PS zu wenig und der Stauraum zu gering war."

    Das toppe ich noch: Zu fünft im Trabbi (und das Gepäck dazu) an den Balaton. Und die 26 PS haben auch ausgereicht.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Früher....."
  1. dieses Auto gut sein?

    Eine Leserempfehlung
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    Das Fahrzeug ist als Zweitwagen (für die Mutter) konzipiert. Also genau der Kundenkreis, der vorher einen Polo oder Fiesta gekauft hat.
    Für das Gejuckel in der Innenstadt ist er groß genug.
    Die Kinder können einfach ein- und aussteigen.
    Der Spritverbrauch hält sich im Rahmen.
    Für die größeren Touren gibt es halt den Erstwagen.

    Da ist ein Doppelkupplungsgetriebe ebenso quatsch, wie eine Klimaautomatik.

    Wozu sind denn Autos gut?
    Um von A nach B zu gelangen.
    Dafür ist es sicher ganz prima.

    Und der Kofferraum: Ich weiß ja nicht, was andere Leute alles in den Urlaub mitschleppen, aber uns reicht für drei Personen eine A-Klasse völlig. Da ist auf der Rückfahrt immer noch Platz für wichtige Mitbringsel wie Weinkisten oder eine Playmobilburg.

  2. Das Fahrzeug ist als Zweitwagen (für die Mutter) konzipiert. Also genau der Kundenkreis, der vorher einen Polo oder Fiesta gekauft hat.
    Für das Gejuckel in der Innenstadt ist er groß genug.
    Die Kinder können einfach ein- und aussteigen.
    Der Spritverbrauch hält sich im Rahmen.
    Für die größeren Touren gibt es halt den Erstwagen.

    Da ist ein Doppelkupplungsgetriebe ebenso quatsch, wie eine Klimaautomatik.

    Antwort auf "Wozu soll"
    • bayert
    • 19. Juni 2013 6:50 Uhr

    um 11.000 Euro bekommt man einen neuen 7-Sitzer (mit Basisausstattung). Wie die Mitforisten schon erwähnt haben: Damit kommt man auch überall hin.

  3. Früher mit dem Polo: Das ist heute aber nicht mehrt der Standard. So ein Wagen ist toll, aber mit Gepäck oder auch nur Kinderwagen hinten hakt es bei vier Personen - das sollta man auch so schreiben.
    Ist letzten Endes mit dem Meriva nicht anders. Und Dachbox: Klar das geht. Aber dann kann man sich aber auch einen Fabia Combi zulegen - für viel weniger Geld

    Und: Man muss die Box auch unterstellen können

    Antwort auf "Früher....."
  4. 7. Preise

    Der B-Max wird zur Zeit mit einem Aktionspreis von 14990 Euro angeboten.

    Den Titanium mit dem 100 PS Ecoboost Motor gibt es somit ab 16800 Euro.

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    • Occam
    • 19. Juni 2013 17:18 Uhr

    Hatte gerade sogar oben die Werbe-Anzeige von Ford mit dem Angebot für 14.990€ über dem Artikel stehen.
    Da ist am Bildschirm der Übergang zwischen Artikel und Werbung schonmal fließend. Vielleicht soll der alte Preis auch nur darüber hinwegtäuschen, dass es inhaltlich nicht viel anders aussieht?

  5. Wozu sind denn Autos gut?
    Um von A nach B zu gelangen.
    Dafür ist es sicher ganz prima.

    Und der Kofferraum: Ich weiß ja nicht, was andere Leute alles in den Urlaub mitschleppen, aber uns reicht für drei Personen eine A-Klasse völlig. Da ist auf der Rückfahrt immer noch Platz für wichtige Mitbringsel wie Weinkisten oder eine Playmobilburg.

    Antwort auf "Wozu soll"

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