Spritverbrauch Ziel verfehlt
Welche Autohersteller halten sich daran, den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen zu verringern? Die Umweltorganisation T&E hat nachgeforscht - doch der Verband der Automobilindustrie hält die Studie für falsch
Tun die Autohersteller genug, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen zu verringern? Nein, die Branche sei »nicht in der Spur«, sagt die Umweltorganisation European Federation for Transport and Environment (T&E) in Brüssel, sie reduziere die CO2-Emissionen nicht schnell genug, um eigene Versprechen einzuhalten. Auf massiven Druck der EU hin hatten sich die europäischen Hersteller nämlich im Jahr 1998 verpflichtet den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Neuwagen bis zum Jahr 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken, das entspräche einem Verbrauch von 6 Liter Benzin oder 5,3 Liter Diesel pro 100 Kilometern – ungefähr 25 Prozent weniger als im Jahr 1995.
T&E hat jetzt die Forschritte nachrechnen lassen – und zwar für jeden der großen Markenhersteller einzeln
. Danach gibt es durchaus erfolgreiche Klimaschützer unter den Autoproduzenten: Die Fiat-Flotte liegt mit einer CO2-Emission von 139 Gramm pro Kilometer sogar schon vorzeitig unter dem Branchenziel, Citroën und Renault stehen kurz davor. »Renault hat im Jahr 2005 seine Vorgabe zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes exakt erreicht und damit sein Versprechen zu 100 Prozent erfüllt«, lässt Renault-Chef Carlos Ghosn seine deutschen Statthalter verkünden.
Das geht gegen die Konkurrenz aus allemagne. Denn während Ford und Peugeot ebenfalls nah am Ziel liegen, sind die deutschen Renommiermarken wie Mercedes-Benz, BMW, Audi und Volkswagen laut T&E noch weit weg von den Vorgaben. Deren Fahrzeuge kamen 2005 im Schnitt noch auf CO2-Emissionen zwischen 159 Gramm pro Kilometer (VW) und 185 Gramm pro Kilometer (Mercedes-Benz).
Diese Anwürfe will der Verband der Automobilindustrie (VDA) nicht gelten lassen. Die von T&E vorgelegte Studie sei vom »Grundansatz her falsch«, weil es sich bei dem Ziel 140 Gramm CO2 pro Kilometer um eine »kollektive Zusage« handle, die nicht markenspezifisch gewertet werden dürfe. Außerdem hätten die deutschen Hersteller den CO2-Verbrauch ihrer Fahrzeuge seit Anfang der neunziger Jahre im Schnitt um 25 Prozent gesenkt. Und schon heute würden »290 Modelle angeboten, die weniger als 6,5 Liter Kraftstoff verbrauchen«. Aber es gibt offenbar auch noch reichlich Spritschlucker im Angebot. »Entscheidend ist, was unter dem Strich rauskommt«, kommentiert der VDA. Das heißt aber zugleich: Die stolzen deutschen Hersteller müssen sich darauf verlassen, dass die sonst gern belächelten Konkurrenten aus Frankreich oder Italien ihr Soll übererfüllen, damit die Branche ihr Versprechen nicht bricht.
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- Datum 03.11.2006 - 11:54 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 02.11.2006 Nr. 45
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herr pietschesrieder schenkte vor kurzem unserem papst ein
auto, der stolz deutscher ingenieurkunst,
einen neuen " Phaeton "
wohlgemerkt dies war im herbst 2006
der CO2 ausstoss dieses fahrzeuges beträgt
ca.400 g pro km
der spritverbrauch ist jenseits von 15 liter pro 100 km
hier stellt sich wirklich wieder einmal
die abgedroschene frage:
" wer ist der grössere umweltsünder, der, welcher einen alten kühlschrank im wald entsorgt oder der, welcher so ein auto produziert bzw. fährt ? "
der Chef von VW, Herr Pietschesrieder, selbst Ingenieur,
überreichte vor kurzem unserem Papst als Geschenk einen neuen
VW " Phaeton" , der Stolz deutscher Ingenieurskunst.
der wagen verbraucht von 16 - 45 liter sprit auf 100 km.
der co 2 ausstoss beträgt ca. 400 g pro km
hier kommt die altbekannte frage: " wer ist der grössere umweltsünder, der, welchen einen alten kühlschrank im wald
entsorgt, oder, der, welcher so ein auto baut oder fährt ?
Na und.
Wann fangen wir an über den absoluten Verbrauch zu reden? Jeder Scheiß wird heute mit dem Auto erledigt und für 'zum Bäcker' ist ein 3-Ltr. Auto für die Katz.
Anstatt die Autoindustrie sollte man mal den Verbraucher anfahren. Warum verpuffst Du 2000 Liter Spritt im Jahr?
Wir vergleichen also einen Fiat Punto mit einer E-Klasse? Und der Fiat braucht weniger Sprit? Das ist ja überraschend!
Alte Schule des Journalismus. Wenig Text, eine klare Aussage entlang der guten Recherchearbeit geschrieben. Ehre, wem Ehre gebührt.
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