© ZEIT ONLINE
Seit 2012 als Redakteur bei ZEIT ONLINE *** Ausgezeichnet mit dem Medienpreis Entwicklungspolitik 2010 *** 2007 bis 2011 Redakteur bei der Rhein-Zeitung, zuvor Volontariat *** International Graduate Degree Programme "European Culture and Economy", M.A. *** Studium Internationale Politik, Neuere Geschichte, Literaturwissenschaft, B.A.

In Sachen bellingcat ...

In der kommenden Woche werden wir ein Interview mit Eliot Higgins haben, den wir mit der Kritik an der Arbeit von bellingcat konfrontieren.

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Selbstredend ...

... meine ich seriöse Journalisten – wer ein solcher ist und wer nicht, da dürften die Meinungen auseinandergehen.

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Meinung gebildet

"Wenn man für sich selbst als Journalist schon eine bestimmte Meinung gebildet hat, stolpert man dann nicht auch über seine eigene Meinung indem die Recherchen mehr dahin gehen, diese Meinung eigentlich nur mehr zu untermauern?

Sucht man dann als Journalist auch gerade die Orte auf, die dieses Meinungsbild noch unterstützen? Ist man wirklich oder vielmehr kann man wirklich so objektiv recherchieren, wie man es vielleicht in Bester Absicht eigentlich möchte, aber sich doch manchmal selbst im Wege steht?"

---

Das finde ich einen sehr interessanten Gedanken. Diese Gefahr besteht natürlich in der Tat. Ich meine nicht, dass Journalisten bewusst dorthin gehen, wo sie hoffen können, dass ihre Meinung bestätigt wird. Eher dieses sich selbst im Wege stehen, was ich aber eher im Sinne von betriebsblind meine: Es kann immer sein, dass jemand, der tief in einem Thema steckt, irgendwann nicht mehr auf bestimmte Fragen kommt, die jemand anderes ganz offensichtlich findet. Das versucht natürlich jeder Journalist zu vermeiden. Debatten mit Kollegen helfen, aber auch jeder andere Input – gerade von den Lesern!

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Gegen eine Entzauberung des Journalismus ...

... können eigentlich auch Journalisten nichts haben. Nur vielleicht nicht in diesem Sinne, sonder eher: Magie ist das nicht, was wir tun.

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Anonym?

Also für mich hängt die Frage nach anonymer Kommentierung unmittelbar mit einer zivilisierten Debatte zusammen. Wir Journalisten stehen mit vollem Namen und gelegentlich sogar Bild hinter unseren Texten. Je aggressiver jemand darauf reagiert – ob hier oder auf Facebook, per Mail, wie auch immer –, desto weniger Verständnis habe ich für Anonymität: Es ist eben leicht, sich hinter einem Pseudonym zu verstecken und nicht persönlich für die eigenen Aussagen einzustehen.

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Debatte leidet unter Pöbeleien

Der wie ich finde unangenehmste Effekt der zunehmenden Pöbeleien, Drohungen und Trollereien: Als Autor ist es kaum noch möglich, gute Hinweise und berechtigte Kritik systematisch aufzunehmen. In der Masse kaum hilfreicher Anfeindungen dringt das, was die Debatte und damit die journalistische Arbeit weiterbringt, nur schwer durch.

26. Juni 2015, verfasst zu:
Journalismus: Wer vertraut uns noch?

Ahlers/Bundespressechef

Liebe(r) vdg, völlig richtig, wird umgehend korrigiert. Vielen Dank und beste Grüße, C. Luther

30. September 2014, verfasst zu:
Bundeswehr: Soldaten mit leeren Händen

Verwaltungsbezirk Leningrad

Lieber R. Rat, in der Bildunterschrift haben Sie genau richtig bemerkt, dass natürlich der Verwaltungsbezirk Leningrad gemeint ist – den gibt es ja noch. Beste Grüße, C. Luther

24. März 2014, verfasst zu:
Russland: Putin zwingt den Westen in die Konfrontation

Antwort auf: Zwischenfrage an die Redaktion

Liebe(r) aurorix,

die Mission der Inspekteure ist von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon veranlasst worden, ursprünglich sogar auf Wunsch der syrischen Regierung (am 20. März). Grundlage dafür ist die Resolution A/RES/42/37C von 1987 bzw. 620 von 1988, die ihm diese Möglichkeit geben. Die Begrenzung der Mission auf die reine Erhebung, ob Chemiewaffen eingesetzt wurden, nicht wer dafür verantwortlich ist, war letztlich Bans Entscheidung. Auf Nachfragen antwortete er jedoch ausweichend: "one may think it is a limit, but this is based on the recognized standards of the international community" – wahrscheinlicher ist, dass es ein Zugeständnis war, um überhaupt Zugang für die Inspektoren zu erhalten.

MfG, C. Luther

18. September 2013, verfasst zu:
Giftgaseinsatz: Russland kritisiert UN-Inspektoren als voreingenommen

Antwort auf: Es ist das Ausmaß ...

Lieber coiote,
mich hat nur gestört, dass in der Debatte so häufig die Überwachung per se als Angriff auf die Freiheit gesehen wird – das heißt noch lange nicht, dass ich mit ihrem Ausmaß einverstanden bin. Vielleicht hätte ich das noch deutlicher schreiben sollen. Wichtig sind mir vor allem zwei Dinge am Ende: Was nun zu Tage tritt sind zuallererst Bemühungen, die auf Sicherheit zielen (nicht auf Aushöhlung von Freiheit). Und man muss das, was die Staaten dafür bereit sind zu tun, nicht richtig finden. Auch das schreibe ich.
Beste Grüße, C. Luther

10. Juli 2013, verfasst zu:
Überwachungsstaat: Auch Sicherheit ist ein Menschenrecht