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Inferno und Befreiung: Der letzte Spuk

Drei Wochen zwischen Größenwahn und Terror: In Flensburg versucht Hitlers Nachfolger Großadmiral Karl Dönitz noch bis zum 23. Mai 1945, das Deutsche Reich aufrechtzuerhalten. Ein Chronik von Gerhard Paul

Die Elite des Terrors

Michael Wildts großes Buch über das Führungspersonal des Reichssicherheitshauptamtes

Kritik in Kürze -GR:Marita Krauss: Heimkehr in ein fremdes Land. Geschichte der Remigration nach 1945 C. H. Beck Verlag, München 2001 194 S., 12,50 e Während die Geschichte der deutschsprachigen Emigration weitestgehend erforscht ist, weiß man über die Rückkehr von schätzungsweise 30 000 Hitlerflüchtlingen nach Deutschland und Österreich noch immer recht wenig. Zwar waren dies nur sechs Prozent aller Emigranten - unter den jüdischen Flüchtlingen sank der Anteil auf vier Prozent -, ihr Einfluss in der Nachkriegsgeschichte indes war nicht unbedeutend. Bei der frühen DDR und dem autonomen Saarland handelte es sich um regelrechte Remigrantenstaaten, und auch die Bundesrepublik wurde, wenn auch nur kurz, zu Beginn der siebziger Jahre von einem sozialdemokratischen Remigranten regiert. Die Studentenbewegung der sechziger Jahre wäre ohne den Einfluss von Rückkehrern wie Theodor W. Adorno nicht denkbar gewesen. Mit diesem Buch liegt nun erstmals eine kenntnisreiche Gesamtdarstellung der Geschichte der Remigration nach 1945 vor. Ohne einfache Antworten zu geben, untersucht die Autorin den Einfluss der Remigranten in Politik und Kultur, in Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei bezieht sie auch mittelbar die "Remigration der Ideen" jener Emigranten mit ein, die wie Thomas Mann selbst nicht wieder nach Deutschland zurückkehrten. Eindringlich befasst sich das Buch mit dem Schickal der Remigrantinnen und ihrem neuerlichen Rollenwechsel. Es geht den alltäglichen Problemen der Rückkehrer mit der Nachkriegsbürokratie nach, und es widmet sich ausführlich auch der jüdischen Remigration - einem viele Jahre tabuisierten Thema unter Juden und Zeithis-torikern.

Flensburger Kameraden

Wie Deutschlands hoher Norden nach dem Krieg für Tausende NS-Funktionäre und -Offiziere zur Fluchtburg und später vielfach zur sicheren Heimat wurde

Z E I T L Ä U F T E: Flensburger Kameraden

Wie Deutschlands Norden nach dem Krieg für Tausende NS-Funktionäre und -Offiziere zur Fluchtburg und später vielfach zur sicheren Heimat wurde