Zeitmanagement Leben nach Plan

Prüfungen, Hausarbeiten, Bewerbungsschreiben - das Studium ist ein ständiger Kampf mit der Uhr: Vier Zeitmanagement-Strategien, die helfen.

Morgen ist die Präsentation über die Reform der Vereinten Nationen. Noch nicht mal angefangen. Übermorgen folgt die Klausur in Englischer Sprachgeschichte - da liegt auch noch einiges im Argen. Und am Ende des Semesters kommen schon die Zwischenprüfungen. Das sollte nicht wieder im Hau-Ruck-Verfahren abgearbeitet werden. Sollte, wohlgemerkt. Aber wer kennt sie nicht, die Not mit der Zeit im Studium? Die Freiheit, so zu lernen wie man will?

"Das ist ein gängiges Problem für Studierende", weiß Dr. Christiane Eichenberg von der Universität Köln. Sie veranstaltet jedes Semester eine Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Gleich zu Beginn des Semesters legt Eichenberg die Grundlagen - sie bringt ihren Studierenden bei, wie sie am besten mit ihrer Zeit haushalten und wie sie ihr Gehirn dazu bringen, mit Stress kreativ umzugehen.

"Meine Studierenden sind unter Zwang, immer mehr zu leisten", sagt Eichenberg. Sie meint die Studiengebühren, die ein vertrödeltes Studium sehr teuer machen. Deshalb nimmt auch die Notwendigkeit zu, Zeit sinnvoll zu organisieren. Und damit sollte man nicht erst im zehnten Semester anfangen. "Viele kommen zu Beginn ihres Studium nicht damit klar, dass sie ihre Zeit allein planen müssen", sagt Eichenberg.

Allerdings bieten längst nicht alle Unis solche Einführungs-Veranstaltungen an. An dieser Stelle sollen daher die jeweils vier wichtigsten Methoden für den Umgang mit Zeit und Kreativität vorgestellt werden. Klicken Sie auf die Überschriften, um mehr über die einzelnen Methoden zu erfahren.

1. Die Alpen-Methode
Sie wurde von Lothar Seiwert entwickelt. Jeder Buchstabe steht für einen Hinweis. Diese Methode hat den einzelnen Tag im Fokus.

2. Methode der allmählichen Präzisierung (stepwise refinement)
Diese Methode setzt ein Fernziel und ebnet den Weg dorthin. Sie ermöglicht ein zielgerichtetes Studieren und außerdem motivierende Erfolge, wenn ein Zwischenziel erreicht worden ist.

3. Eisenhower-Methode
Diese Methode wurde vom US-Präsident Dwight D. Eisenhower entwickelt. Sie unterteilt die Aufgaben in A, B. C und D-Aufgaben je nach Dringlichkeit und Wichtigkeit.

4. Pareto-Methode
Diese Arbeitsstrategie geht auf Vilfredo Frederico Pareto zurück und versucht, Zeit effektiver zu nutzen. Der Pareto-Methode liegt der Grundsatz zu zugrunde, dass in 20 Prozent der Zeit 80 Prozent der Aufgaben erledigt werden können.

Beachten Sie bei der Wahl einer Zeitmanagement-Methode, dass Sie unterschiedlich gut zu Ihrem Persönlichkeitsprofil passen. "Man testet die Methoden am Besten im Selbstversuch", rät Dozentin Christiane Eichenberg.

Bedenken Sie auch: Der Mensch hat unterschiedliche Produktivitätszeiten. Allgemein gelten die Stunden von 9 bis 10 Uhr morgens und die von 18 bis 20 Uhr abends als sehr produktiv. Arbeiten Sie nie länger als vier Stunden durchgehend an einer Aufgabe. Gönnen Sie sich Pausen.

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