Schwerpunkt Venezuela und Hugo Chávez
Venezuelas Präsident Chávez polarisiert weltweit. Ein Schwerpunkt
Für die einen ist Hugo Chávez Globalisierungsopfer, für die anderen ein unberechenbarer Autokrat. Mit seinen Plänen zur Verstaatlichung der Rohstoffe erntete Chávez viel linke Zustimmung. Er wollte zum neuen Messias in Südamerika aufsteigen - auch als Gegenpol zu den USA. Und so wie Chávez gibt sich die gesamte neue Präsidenten-Generation des Subkontinents äußerst selbstbewusst . Der weltweite Hunger nach Rohstoffen bietet ihnen die Gelegenheit, dafür und für ihren popularsierten Kampf gegen die Armut.
Doch in letzter Zeit mehren sich die Zweifel. Denn nicht nur in Venezuela ist die Armut nach wie vor groß. Die meisten Menschen dort sind sogar ärmer als vor der Wahl Chávez 1999. Die Kriminalität ist ebenfalls gestiegen. Vielleicht sollte Chávez angesichts solchen Konfliktpotentials den Musiker der Jungen Philharmonie Simón Bolívar besonderes Gehör schenken. Beweisen Sie doch aller Welt, wie man gegen Jugendkriminalität virtuos anspielt .
Doch Armut und Kriminalität und sein scheinbar heroischer Kampf dagegen, charakterisieren Chávez nur unzureichend. Zumindest glauben das viele, die befürchten, dass Chávez Venezuela in einem schleichenden Staatsstreich umkrempeln und damit seine eigene Person selbstherrlich inszenieren will. Bei den Wahlen im Dezember , an denen sich die Mehrheit der Venezuelaner beteiligte, wurde Chávez mit knapp 63 Prozent für weitere sechs Jahre bestätigt. Sofort nach dem Ergebnis kündigte er an, verfassungsrechtliche Barrieren für seine unbegrenzte Wiederwahl zu beseitigen . Bis 2021 oder 2031 will Chávez regieren.
- Datum 30.01.2007 - 06:48 Uhr
- Quelle ZEIT Campus, 02/2007
- Kommentare 9
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Liebes Zeit-Team!
Ich habe mich in den letzten Monaten ausführlich mit der Politk von Hugo Chávez beschäftigt und eine wissenschaftliche Arbeit darüber geschrieben. Was mich bei der Recherche sehr gestört hat waren Artikel wie diese. Ich frage mich wirklich: Muss das sein? Könnt ihr nicht ein einziges Mal neutrale Artikel verfassen? Diese ständige Polarisierung in den Medien ist wirklich nicht auszuhalten. Wo bekommt ihr eure Informationen her? Orientiert ihr euch nur an der Oppositions-Presse in Venezuela? Das ist ja nicht schwer, weil immerhin beherrscht diese ja fast den gesamten Medienbereich dort! Ich bin kein Anhänger von Chávez und befürworte auch viele seiner Einstellungen nicht, aber solche Artikel wie ihr sie verfasst sind in vielerlei Hinsicht falsch und einseitig. Wichtige Informationen, die teilweise für Chávez sprechen, werden völlig ausgeklammert. Und das sogar mit Absicht, weil viele Informationen die Ihr in euren Artikeln verarbeitet sind nur ein Teil des Ganzen. Es ist nämlich immer das Negative.
Unabhängige Medien wären wirklich toll, nur leider findet man sie fast nicht mehr. Da bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als viele Sprachen zu lernen, selbst zu recherchieren und sich dann seine Meinung zu bilden.
mfg
das ist ein ser schoner komentar von Cerioca,vielen dank für diese ehrlichen worte.
es sollte viel mehr leute geben die auf diese weise auf zeitartikel reagieren.
aber ich muss dich enttäuschen Cerioca wenn du auf ein feedback vom zeitteam hoffst,weil normalerweise werden disedenten einfach ignoriert.
das geht mir seit jahren so.
liebe grüsse aus laos
das ist ein ser schoner komentar von Cerioca,vielen dank für diese ehrlichen worte.
es sollte viel mehr leute geben die auf diese weise auf zeitartikel reagieren.
aber ich muss dich enttäuschen Cerioca wenn du auf ein feedback vom zeitteam hoffst,weil normalerweise werden disedenten einfach ignoriert.
das geht mir seit jahren so.
liebe grüsse aus laos
das ist ein ser schoner komentar von Cerioca,vielen dank für diese ehrlichen worte.
es sollte viel mehr leute geben die auf diese weise auf zeitartikel reagieren.
aber ich muss dich enttäuschen Cerioca wenn du auf ein feedback vom zeitteam hoffst,weil normalerweise werden disedenten einfach ignoriert.
das geht mir seit jahren so.
liebe grüsse aus laos
Leider gibt aber der Artikel die aktuelle Situation in Venezuela wieder. Ich würde gerne eine andere Situation, eine bessere Situation bestätigen, aber leider ist es viel schlimmer als im Artikel zu lesen ist. Meine gesamte Familie lebt in Venezuela. Wir haben gerne in Venezuela gelebt..., aber jetzt ist das Land verarmt, zerstritten, verhasst, gefährlich. Wer das nicht erkennt, der war nicht in Venezuela, der kennt nicht die Barrios, der lebt von der Realität abgeschirmt (Das gibt es vielfach in Venezuela auch). Aber wer selbst die täglichen Dinge wie Einkaufen, Dokumente besorgen, die günstigen Märkte aufsuchen muß, der die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen muss der weiss wovon ich spreche. Jeder hat mindestens ein Bekannten der schon ein Familienmitglied verloren hat, bei einen Raub umgebracht worden ist, oder fahrlässig im Verkehrsunfall verstorben ist. Viele haben die Arbeit verloren, die Preise schiessen in die Höhe... wir wissen nicht wo das enden soll, leider. Also machen Sie bitte die Augen auf, und lassen sich nicht von ideologischen Schleier blenden. Chavez gibt Geld für Ideologie aus, aber nicht für Brot und Arbeit in Venezuela. Das ist Fakt. Ich Danke der Zeit für das offenlegen von Realitäten. Alle wären Glücklich wenn uns Venezolanern gut ginge, egal welche Ideologie herrschen würde.
Ich kenne die Realität in Caracas, es ist wirklich kein Zuckerschlecken, dort zu leben.
Doch wie war es vor Chavez?
Davor waren die 80% Armen in der Bevölkerung nur "Abschaum": alle "Dumm" und "Faul", wie man immer noch von wohlhabenderen hört. Mittel- und Oberschicht fraßen sich satt an den Ölgewinnen - für die Mehrheit blieb nichts. das ist jetzt anders...
Chavez gibt sehr viel Geld für Brot und Arbeit aus. Und für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Dein Fakt ist leider eine Falschaussage. Ich bitte Dich z.B. mal auf den Staatshaushalt des Landes zu schauen. Was ist mit Mercal? o.ä.?
Es gibt zwar Lieferengpässe, doch ich habe während meines 6 Monatigen Aufenthaltes in Caracas trotz mancher Einschränkung sehr gut leben können. und in den reichenvierteln bekommt man eh immer alles!
Ich kenne die Realität in Caracas, es ist wirklich kein Zuckerschlecken, dort zu leben.
Doch wie war es vor Chavez?
Davor waren die 80% Armen in der Bevölkerung nur "Abschaum": alle "Dumm" und "Faul", wie man immer noch von wohlhabenderen hört. Mittel- und Oberschicht fraßen sich satt an den Ölgewinnen - für die Mehrheit blieb nichts. das ist jetzt anders...
Chavez gibt sehr viel Geld für Brot und Arbeit aus. Und für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Dein Fakt ist leider eine Falschaussage. Ich bitte Dich z.B. mal auf den Staatshaushalt des Landes zu schauen. Was ist mit Mercal? o.ä.?
Es gibt zwar Lieferengpässe, doch ich habe während meines 6 Monatigen Aufenthaltes in Caracas trotz mancher Einschränkung sehr gut leben können. und in den reichenvierteln bekommt man eh immer alles!
Als ich die Einleitung zu dem Hugo Chávez Schwerpunkt las, stellten sich mir die Haare zu Berge. Ich bin ja vieles gewohnt aus der deutschen Presse, aber dieses unverhohlene Aufzählen von Falschaussagen schießt mal wieder den Vogel ab.
Hier ein paar Beispiele:
Im Text steht:
"Die meisten Menschen dort sind sogar ärmer als vor der Wahl Chávez 1999."
Dies ist eine Lüge und kann bei einer Recherche im Internet problemlos überprüft werden. Z.B. in Untersuchungen der Venezolanischen Unis, die mehrheitlich oppositionell sind. Bestimmt auch bei der Uno.
Ich bin mir sicher, dass es für Ihre Aussage keine zuverlässige Quelle gibt.
Weiter hinten heißt es:
"Sofort nach dem Ergebnis kündigte er an, verfassungsrechtliche Barrieren für seine unbegrenzte Wiederwahl zu beseitigen."
Gemeint ist Chávez. Die Wahrheit ist aber, dass er Monate bevor die Wahlen stattfanden, seine Pläne ankündigte! Das wurde damals auch in der deutschen Presse gemeldet. Man mag ihm vieles Vorwerfen. Aber in der Sache war und ist er aufrichtig und transparent.
Ich finde es einfach nur noch dreist, was von manchen Redaktionen als Journalismus verkauft wird. Und ich habe jetzt nur die Sachen rausgepickt, die mir direkt als verdreht ins Auge sprangen. Der Rest ist auch super einseitig und schlecht.
Weiß der Autor überhaupt wo Venezuela liegt?
Ich hoffe, dass dieser Schwerpunkt-Text überarbeitet wird!!
Wenn Venezuela nicht so weit weg wäre, würdet Ihr wegen übler Nachrede verklagt, oder zumindest jegliches Ansehen als gute Zeitung verlieren.
Ich lebe seit Jahren hier und man merkt leider, dass es den Bach runter geht. Hugo gibt hier immer nur Geld aus, wenns wirklich zuviel wird oder seine Machtstellung in Gefahr ist. Ansonsten fliesst das Geld ins Ausland, allein 2007 hat er Projekte für 50 Mrd. $ im Ausland gestartet, dabei entstehen keine neuen Arbeitsplätze in Venezuela und es wird keine Armut hier bekämpft.
Mein Vorredner hat insofern recht, dass Chavez schon vor der Wahl ankündigte, länger im Amt bleiben zu wollen, aber erst nach der Wahl hat er die Verfassungsänderung dafür vorangetrieben und auch bekannt gemacht, dass diese Änderung jetzt ausgearbeitet wird, insofern stimmt der Artikel, ist halt nur unglücklich formuliert, in meinen Augen.
Wenn ich hier lese "ich habe mich seit einiger Zeit mit dem thema beschäftigt" heisst das meist ja, dass man im Internet ein wenig gelesen hat. Das reicht aber nicht, will man sich ein Bild machen, muss man schon herkommen. In Venezuela gilt noch mehr als in Deutschland : Papier ist geduldig. Nicht alles, was Chavez so raushaut, wird so gemacht, meistens wird es gleich garnicht gemacht....
Ich kenne die Realität in Caracas, es ist wirklich kein Zuckerschlecken, dort zu leben.
Doch wie war es vor Chavez?
Davor waren die 80% Armen in der Bevölkerung nur "Abschaum": alle "Dumm" und "Faul", wie man immer noch von wohlhabenderen hört. Mittel- und Oberschicht fraßen sich satt an den Ölgewinnen - für die Mehrheit blieb nichts. das ist jetzt anders...
Chavez gibt sehr viel Geld für Brot und Arbeit aus. Und für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Dein Fakt ist leider eine Falschaussage. Ich bitte Dich z.B. mal auf den Staatshaushalt des Landes zu schauen. Was ist mit Mercal? o.ä.?
Es gibt zwar Lieferengpässe, doch ich habe während meines 6 Monatigen Aufenthaltes in Caracas trotz mancher Einschränkung sehr gut leben können. und in den reichenvierteln bekommt man eh immer alles!
Ich weiss zwar nicht, wo Du gehört hast, dass Reiche sagen, die Armen wären Abschaum, wenn, dann gilt das gleiche, wie in Deutschland : Es gibt immer Idioten, in jeder Schicht.
Anders als propagiert, gibt es keine Klassentrennung.. oder zumindest gab es nicht vor Chavez. Reich unterhielt sich mit arm und umgekehrt.
Chavez gibt eigentlich weniger Geld des BIP für Bildung etc aus, der Hausbau ist von 60.000/Jahr vor Chavez auf 20.000/Jahr gesunken. Ich glaube, 2006 war das 1. Mal, dass mal mehr erreicht wurde. Und das TROTZ hoher Erdöleinnahmen. Der hat in den ersten 5 Jahren mehr Geld gehabt als die 3 Vorgängerregierungen zusammen. Von daher : Schwache Leistung....
Hast Du mal überlegt, was subventionierte Mercal-Lebensmittel auf dem markt bzw. bei den privaten Herstellern anrichten ? Kein Wunder, dass keiner mehr Lebensmittel produziert und man selbst hier in Chacaito Probleme hat, halbwegs gutes Fleisch etc zu finden.
Wir importieren jetzt mehr als vor Chavez, eine Entwicklung, die entgegen dem läuft, was CHavez versprochen hat, eigentlich sollten wir mehr im Land produzieren anstatt aussen einzukaufen...
Ich weiss zwar nicht, wo Du gehört hast, dass Reiche sagen, die Armen wären Abschaum, wenn, dann gilt das gleiche, wie in Deutschland : Es gibt immer Idioten, in jeder Schicht.
Anders als propagiert, gibt es keine Klassentrennung.. oder zumindest gab es nicht vor Chavez. Reich unterhielt sich mit arm und umgekehrt.
Chavez gibt eigentlich weniger Geld des BIP für Bildung etc aus, der Hausbau ist von 60.000/Jahr vor Chavez auf 20.000/Jahr gesunken. Ich glaube, 2006 war das 1. Mal, dass mal mehr erreicht wurde. Und das TROTZ hoher Erdöleinnahmen. Der hat in den ersten 5 Jahren mehr Geld gehabt als die 3 Vorgängerregierungen zusammen. Von daher : Schwache Leistung....
Hast Du mal überlegt, was subventionierte Mercal-Lebensmittel auf dem markt bzw. bei den privaten Herstellern anrichten ? Kein Wunder, dass keiner mehr Lebensmittel produziert und man selbst hier in Chacaito Probleme hat, halbwegs gutes Fleisch etc zu finden.
Wir importieren jetzt mehr als vor Chavez, eine Entwicklung, die entgegen dem läuft, was CHavez versprochen hat, eigentlich sollten wir mehr im Land produzieren anstatt aussen einzukaufen...
Ich weiss zwar nicht, wo Du gehört hast, dass Reiche sagen, die Armen wären Abschaum, wenn, dann gilt das gleiche, wie in Deutschland : Es gibt immer Idioten, in jeder Schicht.
Anders als propagiert, gibt es keine Klassentrennung.. oder zumindest gab es nicht vor Chavez. Reich unterhielt sich mit arm und umgekehrt.
Chavez gibt eigentlich weniger Geld des BIP für Bildung etc aus, der Hausbau ist von 60.000/Jahr vor Chavez auf 20.000/Jahr gesunken. Ich glaube, 2006 war das 1. Mal, dass mal mehr erreicht wurde. Und das TROTZ hoher Erdöleinnahmen. Der hat in den ersten 5 Jahren mehr Geld gehabt als die 3 Vorgängerregierungen zusammen. Von daher : Schwache Leistung....
Hast Du mal überlegt, was subventionierte Mercal-Lebensmittel auf dem markt bzw. bei den privaten Herstellern anrichten ? Kein Wunder, dass keiner mehr Lebensmittel produziert und man selbst hier in Chacaito Probleme hat, halbwegs gutes Fleisch etc zu finden.
Wir importieren jetzt mehr als vor Chavez, eine Entwicklung, die entgegen dem läuft, was CHavez versprochen hat, eigentlich sollten wir mehr im Land produzieren anstatt aussen einzukaufen...
Wer einfach nicht sehen will, dem kann auch nicht geholfen werden. Das Beispiel Mercal ist so ein Schleier.
Wenn die Versorgung der Bevölkerung durch Mercal möglich wäre, dann ok. Ist aber leider nur so minimal, daß nichtmal die Bewohner der Umgebung eines solchen Marktes genug Ware vorfinden. Also nur etwas für die PROPAGANDA. Wer es ernst meint muß also genau hinschauen und sich nicht auf Theorie zurückziehen. Jetzt die Preisregulierung, die nur ein idiotisches Instrument ist: nur auf Kosten anderer den Eindruck machen will daß er was tut. In Wirklichkeit ruiniert er die eh schwache Produktions- und Vermarktungswirtschaft. Die Versorgungslage ist schlecht und wird von Tag zu Tag immer schlechter. Das ist nue ein Aspekt. Ich könnte vieles mehr berichten: Sicherheit, Schule, KRANKENHAUSER, usw. nirgend wo lässt sich nicht einmal die Bereitschaft erkennen etwas Gutes für Venezuela zu tun. Und noch schlimmer sieht es aus wenn die Zahlen der Erdöleinnahme gegenüber der Direktinvestitionen in Infrastruktur und Bildung sieht, also die Zahl die tatsächlich dort ankommt wo sie hingehört. Die Korruption und Willkühr ist größer den Je. LEIDER !!!! Wir leiden jeden Tag darunter.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren