Studentenvertreter Das Ende der Politik
An vielen Unis vollzieht sich eine Kulturrevolution. Die lange Vorherrschaft der Linken geht zu Ende. Gemäßigte Gruppen erobern die Studentenparlamente– und setzen auf Pragmatismus statt Protest

© Marion Üdema
Diese Pinnwand. Übersät mit Lagen alter Zettel und durchbohrt von Reißzwecken, hängt sie in dem sauber gestrichenen Flur, wie das letzte Überbleibsel längst vergangener Anarchoträume. »Das ist doch nicht schön«, sagt Torsten Hönisch und schüttelt den Kopf, »dieses Durcheinander, diese Unordnung, das schreckt ab.«
Unter anderen Umständen wären es nur ein paar dahingeworfene Worte, keiner Rede wert. Doch Hönisch steht im Flur des Asta der Universität Hamburg, und bislang galt an deutschen Hochschulen eine einfache Gleichung: Asta gleich links gleich Flyer, Protest und kreatives Chaos. Auch optisch widerspricht Hönisch jedem Klischee: Er trägt Hemd und Jackett, die Haare sind sorgfältig gegelt. Stolz weist er auf die Wand gegenüber, wo die Mitteilungen bereits so hängen, wie er sich das vorstellt – in Reih und Glied. Dann sagt er: »Die Studierenden erwarten von uns Professionalität, Verlässlichkeit und Service. Und kein Durcheinander um des Durcheinanders willen.«
Asta steht für »Allgemeiner Studierendenausschuss« und ist so etwas wie die Studentenregierung einer Hochschule. Wie in Hamburg sind die Asten derzeit auch andernorts Gegenstand einer Kulturrevolution. Nach Jahrzehnten linker Vorherrschaft erobern gemäßigte Gruppen die Studentenvertretungen, häufig mit überwältigender Mehrheit.
Ob in Bonn, Duisburg-Essen oder Frankfurt/Oder, die Wahlversprechen ähneln sich: keine ewigen Grundsatzdebatten mehr, kein Dagegensein aus Prinzip; lieber hart mit Ministern und Uni-Präsidenten verhandeln, als Kurse im Barrikadenbauen zu organisieren. Wie links die Asten zuvor waren, lässt sich auch daran ablesen, dass die als Pragmatiker gefeierten und von den Linken Listen bekämpften Wahlsieger häufig zu den Jusos gehören, dem Jugendableger der SPD.
»Am Anfang mussten wir hier erst mal richtig ausmisten«, sagt Torsten Hönisch, der den Hamburger Asta bis vor Kurzem geleitet hat. Das hieß: Bierkästen und versiffte Sofas raus aus den verrauchten Büros, funktionierende Telefone und Computer rein. Dann haben der 26 Jahre alte Jurastudent und seine Koalition aus Jusos, Hochschulliberalen und Fachschaftslisten eine sinnvolle Bürostruktur geschaffen, einen Wartebereich eingerichtet und ein neues Logo für den Asta in Auftrag gegeben.
Ach ja, und dann sind da noch die Visitenkarten, die Hönisch immer in der Tasche hat, auf Hochglanzpappe, der Name in Fettdruck. »Wir haben jetzt ein einheitliches Corporate Design«, sagt er. Das sei ein unverzichtbarer Schritt, um die Sichtbarkeit unter den Studenten zu erhöhen, fügt er hinzu, hält inne und grinst kurz. Womöglich klingt ihm das selbst ein bisschen zu sehr nach Werbesprache.
Kurzum: In Hamburg haben sie mit allem gebrochen, was das oberste Studentengremium über Jahre ausgemacht hat – und werden damit zum Vorbild. »Diese Entwicklung war längst überfällig«, sagt Christian Berg, der früher den Studentenverband »fzs« leitete und jetzt im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen sitzt. »Wenn sich die Studentenschaften nicht auf die Bedürfnisse der heutigen Studenten einstellen, wird es sie in fünf Jahren nicht mehr geben.«
Die Studenten von heute sind Bachelors, die unter dem Druck von Studiengebühren und Arbeitsmarkt versuchen, ihr Studium in sechs Semestern herunterzureißen, für die das gemütliche Vor-sich-hin-Leben und Debattieren vergangener Generationen nicht mehr ist als eine verschrobene Erinnerung: weltfremd, zum Schmunzeln irgendwie. Die Asten übernehmen also nur den Pragmatismus, den Sozialforscher seit einigen Jahren den deutschen Studenten bescheinigen.
Entsprechend heftig sind die Reaktionen, die Hönisch und andere Reformer unter den verbliebenen linken Uni-Gruppen auslösen. Schoßhündchen der neoliberalen Machthaber seien sie, heißt es, angepasst bestenfalls, schlimmstenfalls reaktionär. »Sie machen Strukturen kaputt, die manchmal über Jahrzehnte aufgebaut wurden«, sagt Björn Kietzmann, »und das mit voller Absicht, um politische Arbeit auch in der Zukunft zu verhindern.«
Kietzmann gehört zum Asta der Freien Universität Berlin (FU), wo die Linken nach wie vor über eine stabile Mehrheit verfügen. Auch an der FU haben sie ihr eigenes Corporate Design, sie würden dieses Wort nur nie in den Mund nehmen: ein Logo, das den roten Stern zeigt, damit ja keine Zweifel an der politischen Verortung aufkommen – und die in Hamburg so verrufenen Flugblätter. »Schicke Prospekte passen nicht zu uns, das ist doch Geldverschwendung«, sagt Kietzmann. »Wir bleiben bei den kopierten Flyern und unterstützen mit dem Geld lieber die politische Arbeit.«
Es sind Welten, wie sie verschiedener nicht sein könnten: hier die linken Asten, die sich als politische Avantgarde begreifen, sich bundesweit vernetzen mit anderen linken Gruppen und Globalisierungsgegnern und sich gleichzeitig abschotten vom Großteil der als »unpolitisch« verachteten Studenten auf dem eigenen Campus. Und dann sind da die neuen, pragmatischen Asten, von den Linken als »rechts« betitelt, die ihre Politik auf die Probleme ihrer jeweiligen Hochschulen konzentrieren und konkrete Projekte anpacken, statt über den Widerstand als solchen zu diskutieren.
Wobei das mit dem »rechts« Torsten Hönisch schon ärgert. »Das ist Quatsch«, sagt er. »Natürlich kann ich Fundamentalopposition gegen alles machen. Dann bleibe ich ideologisch sauber, erreiche aber gar nichts. Oder ich versuche, über Verhandlungen das Mögliche herauszuholen. Ich finde, das sind wir den Studenten schuldig, dafür haben sie uns gewählt.«
Es ist eine lange Rede geworden, an deren Ende sich Hönisch in seinem Sessel zurücklehnt, den Blick über seinen Blackberry zum Fenster schweifen lässt und hinausschaut auf die Ströme vorbeilaufender Studenten. Dieser Unterschied zwischen reiner Lehre und Pragmatismus, nirgendwo ist er in Hamburg so augenscheinlich und so aufreibend gewesen wie bei den Studiengebühren.
»Natürlich sind wir gegen Studiengebühren, das haben wir immer wieder klargemacht«, sagt Hönisch. Demonstriert haben sie und Protestnoten geschrieben. Und am Ende doch mitgemacht, als es darum ging, über die Verteilung der Gelder zu entscheiden und zu wachen. »Alles andere wäre eine freiwillige Selbstentmachtung gewesen.« Das, was Hönisch als »Mittelweg« bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein schwieriger Spagat für ein Juso-Mitglied wie ihn, eine Gefahr für die Glaubwürdigkeit.
Ein Problem, das Jan Siegel nicht hat. Im vergangenen Jahr hat der 23-Jährige den Asta-Vorsitz an der RWTH Aachen übernommen – ein spektakulärer Erfolg für den Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), die CDU-Organisation an den Hochschulen. Siegel sagt: »Studiengebühren bringen Bewegung und frisches Geld. Ich halte sie für eine gute Sache.«
Wenn er von linken Asten spricht, bemüht der stämmige junge Mann schon einmal das alte Klischee des »langhaarigen Schlaffis vom Typ Bombenleger, der nach dem zehnten Semester noch nicht die Zwischenprüfung geschafft hat«. Solche Leute kämen besonders an technischen Hochschulen immer schlechter an. »Den unpolitischen Elektroingenieur im Karohemd überzeugt man eher mit Sachargumenten«, sagt Siegel, der Elektrotechnik studiert, einen Markenpullover trägt und dessen Programm unter anderem darin besteht, sich für ein Semesterticket und den Studentenausweis in Kreditkartenformat einzusetzen. Und dann wäre da noch die neue, professionell gestaltete Uni-Zeitung, mit viel Lifestyle und wenig Politik. »Der Aspekt Service wird für die Arbeit des Asta immer wichtiger«, sagt auch Siegel.
Nebenbei haben sie mit dem weitergemacht, was die Linken als »Strukturzerstörung« bezeichnen würden. Sie sind aus dem Studentenverband »fzs« ausgetreten, auch aus dem Verein Aachener Friedenspreis, der zuvor mit Strafanzeigen gegen die Bundeskanzlerin und den Verteidigungsminister auf sich aufmerksam gemacht hatte. »Da alle Studierenden Zwangsmitglieder in der Studierendenschaft sind, muss der Asta sich auf seine hochschulpolitischen Kernkompetenzen beschränken und darf nicht zu jedem tagespolitischen Bereich Stellung nehmen«, erklärt Siegel den Schritt. »Wir wollen den einzelnen Studenten nicht bevormunden.«
Einen Kampf musste Siegel nicht mehr ausfechten: den Verkauf der Asta-eigenen Druckerei, die zuvor nicht nur unzählige Flugblätter produzierte, sondern auch Arbeitsverträge für linke Aktivisten bot. Das hat ihm der liberal dominierte Asta abgenommen, der vor zwei Jahren an der Macht war. Siegels Koalition aus RCDS, Liberalen und einer weiteren bürgerlichen Liste blieb dann nur noch, das Amt des Hochschulpolitischen Referenten abzuschaffen, eines der Insignien linker Asta-Politik.
Das Amt haben sie in Hamburg noch. So weit wollten die Jusos dann wohl doch nicht gehen. Trotzdem glauben sie mit ihren Reformen auf dem richtigen Weg zu sein – das sagt auch Benjamin Gildemeister, der Torsten Hönisch als Asta-Vorsitzender abgelöst hat. Auch er trägt ein Jackett. Lange Zeit sitzt er schweigend neben seinem Vorgänger und hört zu, wie dieser referiert über Verantwortung und Kompromisse, die man in der Politik schließen müsse.
Irgendwann beugt er sich nach vorn und sagt: »Eigentlich gibt es keine linken und rechten Asten mehr, sondern nur ideologische und pragmatische. Und den pragmatischen gehört die Zukunft.«
- Datum 29.07.2008 - 19:45 Uhr
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- Quelle ZEIT Campus 04/ 2008
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Wie viel Service diese "neuen" und "serviceorientierten" Asten den Studierenden bieten, konnte ja exemplarisch an der TU Berlin beobachtet werden. Da wurden vor zwei Jahren vom damals neu gewählten RCDS-Asta ersteinmal alle zentralen Service-Angebote (Sozialberatung, Rechtsberatung, etc.) eingestampft, nur um den Semesterbeitrag zur verfassten Studierendenschaft senken zu können, wie sie es so schön platt im Wahlkampf gefordert hatten.Trotz der Einstellung fast aller Beratungsangebote und des Verkaufs der asta-eigenen Druckerei haben sie es am Ende ihrer Amtszeit dann trotzdem geschafft, ihren Nachfolgern (einem breiten Bündnis von politisierten Leuten, derer die Studierenden nach Aussagen dieses Artikels ja eigentlich überdrüssig sein müssten, das dann aber komischerweise einen Erdrutschsieg hinlegte) einen gigantischen Schuldenberg zu hinterlassen. Über das dann folgende entwürdigende juristische Hick-Hack, das vom RCDS dann angezettelt wurde, breite ich hier lieber den Mantel des Schweigens.Die Einteilung in angeblich "ideoligische" und andererseits "pragmatische" Asten ist uralt und war eigentlich immer schon völlig bekloppt.Natürlich sitzen in der FU Berlin seltsame Leute, die teilweise einen ziemlichen Sockenschuss haben, in der Asta-Villa und drehen Däumchen. Trotzdem sehe ich nicht, was an Hochglanzflyern so toll sein soll. Studierende sollten doch eigentlich mündige Bürger sein, die über solche Oberflächlichkeiten wie bunte Farben eigentlich hinwegsehen können, oder?Nur weil der sog. "linke" FU-Asta (eine Selbst- und Fremdbeschreibung, mit der ich als Linker so ziemliche Probleme habe) kaum etwas auf die Kette kriegt, bedeutet das nicht, dass es im Rest der Republik genauso aussieht.Mir ist es jedenfalls lieber, wenn mein dezidiert linker, "ideologischer" Asta seine Infomaterialien kopiert anstatt sie toll gelayoutet teuer drucken zu lassen, ab und an auch mal zu essentielleren Sachen als dem Mensa-Essen das Maul aufmacht und vor allem ein gutes Beratungsangebot für Studierende anbietet anstatt dass ein sog. "pragmatischer" Asta, der aus rein ideologischen Erwägungen heraus Druckereien verkauft, Beratung einstellt und vor der Unileitung duckmäusert, seine Zettel schön ausgerichtet auf die Pinnwand pappt und auf Kosten der Studierenden tolle Visitenkarten druckt.PS: der Asta der FU Berlin hat keinen roten, sondern einen schwarzen Stern in seinem Logo. Das ist ein größerer Unterschied als viele Leute denken.Fazit: Dieser Artikel ist, so leid es mir tut, für'n Arsch.
"das dann aber komischerweise einen Erdrutschsieg hinlegte"
können sie das mal mit zahlen unterlegen?
angesichts der durchschnittlichen wahlbeiteiligungen an deutschen unis dürfte das wohl eher ein uferabbruch am gartenteich gewesen sein.
und was die wahlbeiteiligung betrifft, die ja ein deutliches und angesichts der rettunglosen zwangsmitgliedschaft auch einzig mögliches zeichen der ablehnung ist, fälltr mir nur ein satz aus einem der flugblätter irgendeines linken fachschaftsrates in hamburg ein: wir haben im vergleich zur letzten wahl 100 stimmen verloren, das zeigt, dass wir auf dem richtigen weg sind (sinngemäss).
dass die asten zu wesentlichen teilen mit hochideologisierten weltverbesserern (denen alles hochschulpolitik ist, was einen studenten interessieren könnte -- vom baden bis zum irak) besetzt sind, hängt nicht zuletzt mit ihrer geringen praktischen relevanz zusammen -- niemand, der nicht explizit politisch interessiert ist (sei es rcds, liberale, spd, ...) wird sich um den asta ernsthaft bekümmern -- und oftmals sind allerdings die paar prozent politisch interessierter überwiegend links(-radikal), so dass bei wahlbeiteiligungen um die 10% naturgemäss die asten einschlägig zustande kommen.
und die verplempern ihre zeit mit protesten gegen den irakkrieg oder die verkehrspolitik statt dem asta eine echte existenzberechtigung zu verschaffen (von den buchstäblichen hetzkampagnen gegen studiengebühren und alle, die nicht sofort, absolut und ohne zu denken dagegen sind ganz zu schweigen) -- von einem verein, in dem jeder student zwangsmitglied ist erwarte ich zu erst und vor allem politische zurückhaltung, zumal bei so zweifelhafter legitimation.
was ich über verkehrspolitik (und die hat für den asta spätestens beim semesterticket aufzuhören) oder den irak denke, hat mit der uni nichts zu tun -- und ich will mich nicht von leuten ohne mandat als politische verfügungsmasse gebrauchen lassen für zweifelhafte politische programme.
das zweifelhafte demokratieverständnis etlicher erbhof-besitzer altlinker asten lässt sich zb in hamburg leibhaftig studieren, besonders deutlcihe vorgeführt in der auseinandersetzung um die autonomen referate (die an sich schon ein fundamental zweifelhaftes konzept darstellen -- gut gemeint ist nur allzuoft das gegenteil von gut gemacht).
"Über das dann folgende entwürdigende juristische Hick-Hack, das vom
RCDS dann angezettelt wurde, breite ich hier lieber den Mantel des
Schweigens."Warum? Das sollte jeder Wissen! Da hat doch der RCDS mustergültig bewiesen, das all die schlimmen Vorurteile, die jahrzehntelang über ihn kursiert haben, geradezu noch untertrieben waren!Ich bin ja schon einige Zeit lang nicht mehr Student, aber daß die Asten jetzt von egozentrischen Karrieristen benutzt werden, um zu demonstrieren, wie rückhaltlos man die eigenen Rechte wie die seiner Kolleginnen zu demontieren bereit ist, wenn es denn nur der eigenen Karriere dient (und dies zu demonstrieren, ist sicher karrierefördernd), ist schon deprimierend.Hmpf.
"das dann aber komischerweise einen Erdrutschsieg hinlegte"
können sie das mal mit zahlen unterlegen?
angesichts der durchschnittlichen wahlbeiteiligungen an deutschen unis dürfte das wohl eher ein uferabbruch am gartenteich gewesen sein.
und was die wahlbeiteiligung betrifft, die ja ein deutliches und angesichts der rettunglosen zwangsmitgliedschaft auch einzig mögliches zeichen der ablehnung ist, fälltr mir nur ein satz aus einem der flugblätter irgendeines linken fachschaftsrates in hamburg ein: wir haben im vergleich zur letzten wahl 100 stimmen verloren, das zeigt, dass wir auf dem richtigen weg sind (sinngemäss).
dass die asten zu wesentlichen teilen mit hochideologisierten weltverbesserern (denen alles hochschulpolitik ist, was einen studenten interessieren könnte -- vom baden bis zum irak) besetzt sind, hängt nicht zuletzt mit ihrer geringen praktischen relevanz zusammen -- niemand, der nicht explizit politisch interessiert ist (sei es rcds, liberale, spd, ...) wird sich um den asta ernsthaft bekümmern -- und oftmals sind allerdings die paar prozent politisch interessierter überwiegend links(-radikal), so dass bei wahlbeiteiligungen um die 10% naturgemäss die asten einschlägig zustande kommen.
und die verplempern ihre zeit mit protesten gegen den irakkrieg oder die verkehrspolitik statt dem asta eine echte existenzberechtigung zu verschaffen (von den buchstäblichen hetzkampagnen gegen studiengebühren und alle, die nicht sofort, absolut und ohne zu denken dagegen sind ganz zu schweigen) -- von einem verein, in dem jeder student zwangsmitglied ist erwarte ich zu erst und vor allem politische zurückhaltung, zumal bei so zweifelhafter legitimation.
was ich über verkehrspolitik (und die hat für den asta spätestens beim semesterticket aufzuhören) oder den irak denke, hat mit der uni nichts zu tun -- und ich will mich nicht von leuten ohne mandat als politische verfügungsmasse gebrauchen lassen für zweifelhafte politische programme.
das zweifelhafte demokratieverständnis etlicher erbhof-besitzer altlinker asten lässt sich zb in hamburg leibhaftig studieren, besonders deutlcihe vorgeführt in der auseinandersetzung um die autonomen referate (die an sich schon ein fundamental zweifelhaftes konzept darstellen -- gut gemeint ist nur allzuoft das gegenteil von gut gemacht).
"Über das dann folgende entwürdigende juristische Hick-Hack, das vom
RCDS dann angezettelt wurde, breite ich hier lieber den Mantel des
Schweigens."Warum? Das sollte jeder Wissen! Da hat doch der RCDS mustergültig bewiesen, das all die schlimmen Vorurteile, die jahrzehntelang über ihn kursiert haben, geradezu noch untertrieben waren!Ich bin ja schon einige Zeit lang nicht mehr Student, aber daß die Asten jetzt von egozentrischen Karrieristen benutzt werden, um zu demonstrieren, wie rückhaltlos man die eigenen Rechte wie die seiner Kolleginnen zu demontieren bereit ist, wenn es denn nur der eigenen Karriere dient (und dies zu demonstrieren, ist sicher karrierefördernd), ist schon deprimierend.Hmpf.
"das dann aber komischerweise einen Erdrutschsieg hinlegte"
können sie das mal mit zahlen unterlegen?
angesichts der durchschnittlichen wahlbeiteiligungen an deutschen unis dürfte das wohl eher ein uferabbruch am gartenteich gewesen sein.
und was die wahlbeiteiligung betrifft, die ja ein deutliches und angesichts der rettunglosen zwangsmitgliedschaft auch einzig mögliches zeichen der ablehnung ist, fälltr mir nur ein satz aus einem der flugblätter irgendeines linken fachschaftsrates in hamburg ein: wir haben im vergleich zur letzten wahl 100 stimmen verloren, das zeigt, dass wir auf dem richtigen weg sind (sinngemäss).
dass die asten zu wesentlichen teilen mit hochideologisierten weltverbesserern (denen alles hochschulpolitik ist, was einen studenten interessieren könnte -- vom baden bis zum irak) besetzt sind, hängt nicht zuletzt mit ihrer geringen praktischen relevanz zusammen -- niemand, der nicht explizit politisch interessiert ist (sei es rcds, liberale, spd, ...) wird sich um den asta ernsthaft bekümmern -- und oftmals sind allerdings die paar prozent politisch interessierter überwiegend links(-radikal), so dass bei wahlbeiteiligungen um die 10% naturgemäss die asten einschlägig zustande kommen.
und die verplempern ihre zeit mit protesten gegen den irakkrieg oder die verkehrspolitik statt dem asta eine echte existenzberechtigung zu verschaffen (von den buchstäblichen hetzkampagnen gegen studiengebühren und alle, die nicht sofort, absolut und ohne zu denken dagegen sind ganz zu schweigen) -- von einem verein, in dem jeder student zwangsmitglied ist erwarte ich zu erst und vor allem politische zurückhaltung, zumal bei so zweifelhafter legitimation.
was ich über verkehrspolitik (und die hat für den asta spätestens beim semesterticket aufzuhören) oder den irak denke, hat mit der uni nichts zu tun -- und ich will mich nicht von leuten ohne mandat als politische verfügungsmasse gebrauchen lassen für zweifelhafte politische programme.
das zweifelhafte demokratieverständnis etlicher erbhof-besitzer altlinker asten lässt sich zb in hamburg leibhaftig studieren, besonders deutlcihe vorgeführt in der auseinandersetzung um die autonomen referate (die an sich schon ein fundamental zweifelhaftes konzept darstellen -- gut gemeint ist nur allzuoft das gegenteil von gut gemacht).
kann ich das mit Zahlen und Quellen belegen.In der Wahl für die Wahlperiode 2006/07 lag die Wahlbeteiligung bei 6,5% und der RCDS errang mit Hilfe seiner Hilfs- und Tarnlisten eine deutliche Mehrheit und bildete den Asta. In der Wahl im Jahr darauf lag die Wahlbeteiligung plötzlich bei rund 16% und das BreiLiBü hatte fast eine Zweidrittelmehrheit (siehe offizielles Endergebnis: http://www.breilibue.org/...). Dann hat der RCDS mit lächerlichen Anschuldigungen versucht, eine Annullierung der Wahl herbeizuführen, was fast ein Jahr gedauert hat und verhinderte, dass das neue StuPa sonderlich viel machen konnte, da der alte Asta bis auf weiteres geschäftsführend im Amt blieb. Im Mai diesen Jahres wurde dann der letzte Klageversuch endlich abgewiesen und das StuPa durfte sich endlich konstituieren, kurz vor der nächsten Wahl. Die war zwar leider wieder sehr viel schlechter besucht (nämlich nur mit 8% Beteiligung) - aber wen wunderts nach dem entwürdigenden Hick-Hack? Hier haben die Listen des BreiLiBüs jetzt sogar 51 der 60 Sitze inne (Quelle: http://www.tu-berlin.de/i...).Umfassend genug?Dann noch ein, zwei Takte zu den Autonomen Referaten: die haben durchaus einen Sinn. Autonome Referate sollen sicherstellen, dass Minderheiten und unterrepräsentierte Gruppen (wie zB. Queers, AusländerInnen oder als Beispiel für letzteres, Frauen) in den Entscheidungen nicht übergangen werden. Quasi als (weit weniger mächtige) Äquivalente zu den Volkstribunen der römischen Republik.Wäre zB. das Queer- oder Frauenreferat nicht autonom besetzt, wäre es durchaus möglich, sie mit Leuten zu besetzen, die gar nicht der zu repräsentierenden Gruppe angehören. Ich hätte so meine Probleme damit, wenn ein Mann Frauenreferent wäre oder ein Hetero Queerreferent.Die Abschaffung dieser Referate würde eine krasse Verkennung der Wirklichkeiten im deutschen Hochschulsystem bedeuten, da diese unterrepräsentierten Gruppen durchaus noch immer mit vielen Benachteiligungen im Hochschulalltag zu kämpfen haben.Dann dieses wunderbar platte Argument mit der Zwangsmitgliedschaft. Ich bin durch Geburt Zwangsmitglied der Bundesrepublik Deutschland. Bedeutet das, dass ich von der Bundesregierung verlangen darf, sich nur noch dann politisch zu äussern, wenn es die direkten Belange der BRD betrifft, weil es ja sein könnte, dass ich eine andere Meinung habe?Äusserungen zur Menschenrechtslage in China, zu Flutkatastrophen sonstwo oder zum Bürgerkrieg im Sudan wären dann zum Beispiel nicht mehr drinne.Sorry, aber zu den Spielregeln der Demokratie gehört es auch, damit zu leben, dass ein gewähltes, politisches Organ auch eine politische Aussage treffen darf.Solange übrigens konservative Asten allgemeinpolitische Äusserungen machten, war das auch nie ein Problem. Vor dem Linksrutsch in den 60ern war es völlig unstrittig, dass die konservativen Asten sich ohne jede Beschränkung auf hochschulpolitische Themen äussern durften. Kommunisten-Bashing gehörte damals z.B. zum guten Ton.Erst als auf einmal Asten auftauchten, die nicht die CDU-Positionen vertraten, rollte die Klagewelle.Ich will hier auf keinen Fall die linken Asten alle zu Unschuldslämmern und Horten der Transparenz und Kompetenz erklären. In jeder Struktur gibt es Hampelmänner und an einigen Unis hängen teilweise wirklich seltsame Leute im Asta rum. Aber dieser Generalangriff von mitte-rechts ist einfach nur mal dumm und verlogen.PS: wenn die Opposition es nicht schafft, gegen eine angeblich furchtbar schlechte Regierungspolitik genug Leute zu mobilisieren, um die Wahlbeteiligung signifikant anzuheben, dann macht sie in meinen Augen etwas falsch.
kann ich das mit Zahlen und Quellen belegen.In der Wahl für die Wahlperiode 2006/07 lag die Wahlbeteiligung bei 6,5% und der RCDS errang mit Hilfe seiner Hilfs- und Tarnlisten eine deutliche Mehrheit und bildete den Asta. In der Wahl im Jahr darauf lag die Wahlbeteiligung plötzlich bei rund 16% und das BreiLiBü hatte fast eine Zweidrittelmehrheit (siehe offizielles Endergebnis: http://www.breilibue.org/...). Dann hat der RCDS mit lächerlichen Anschuldigungen versucht, eine Annullierung der Wahl herbeizuführen, was fast ein Jahr gedauert hat und verhinderte, dass das neue StuPa sonderlich viel machen konnte, da der alte Asta bis auf weiteres geschäftsführend im Amt blieb. Im Mai diesen Jahres wurde dann der letzte Klageversuch endlich abgewiesen und das StuPa durfte sich endlich konstituieren, kurz vor der nächsten Wahl. Die war zwar leider wieder sehr viel schlechter besucht (nämlich nur mit 8% Beteiligung) - aber wen wunderts nach dem entwürdigenden Hick-Hack? Hier haben die Listen des BreiLiBüs jetzt sogar 51 der 60 Sitze inne (Quelle: http://www.tu-berlin.de/i...).Umfassend genug?Dann noch ein, zwei Takte zu den Autonomen Referaten: die haben durchaus einen Sinn. Autonome Referate sollen sicherstellen, dass Minderheiten und unterrepräsentierte Gruppen (wie zB. Queers, AusländerInnen oder als Beispiel für letzteres, Frauen) in den Entscheidungen nicht übergangen werden. Quasi als (weit weniger mächtige) Äquivalente zu den Volkstribunen der römischen Republik.Wäre zB. das Queer- oder Frauenreferat nicht autonom besetzt, wäre es durchaus möglich, sie mit Leuten zu besetzen, die gar nicht der zu repräsentierenden Gruppe angehören. Ich hätte so meine Probleme damit, wenn ein Mann Frauenreferent wäre oder ein Hetero Queerreferent.Die Abschaffung dieser Referate würde eine krasse Verkennung der Wirklichkeiten im deutschen Hochschulsystem bedeuten, da diese unterrepräsentierten Gruppen durchaus noch immer mit vielen Benachteiligungen im Hochschulalltag zu kämpfen haben.Dann dieses wunderbar platte Argument mit der Zwangsmitgliedschaft. Ich bin durch Geburt Zwangsmitglied der Bundesrepublik Deutschland. Bedeutet das, dass ich von der Bundesregierung verlangen darf, sich nur noch dann politisch zu äussern, wenn es die direkten Belange der BRD betrifft, weil es ja sein könnte, dass ich eine andere Meinung habe?Äusserungen zur Menschenrechtslage in China, zu Flutkatastrophen sonstwo oder zum Bürgerkrieg im Sudan wären dann zum Beispiel nicht mehr drinne.Sorry, aber zu den Spielregeln der Demokratie gehört es auch, damit zu leben, dass ein gewähltes, politisches Organ auch eine politische Aussage treffen darf.Solange übrigens konservative Asten allgemeinpolitische Äusserungen machten, war das auch nie ein Problem. Vor dem Linksrutsch in den 60ern war es völlig unstrittig, dass die konservativen Asten sich ohne jede Beschränkung auf hochschulpolitische Themen äussern durften. Kommunisten-Bashing gehörte damals z.B. zum guten Ton.Erst als auf einmal Asten auftauchten, die nicht die CDU-Positionen vertraten, rollte die Klagewelle.Ich will hier auf keinen Fall die linken Asten alle zu Unschuldslämmern und Horten der Transparenz und Kompetenz erklären. In jeder Struktur gibt es Hampelmänner und an einigen Unis hängen teilweise wirklich seltsame Leute im Asta rum. Aber dieser Generalangriff von mitte-rechts ist einfach nur mal dumm und verlogen.PS: wenn die Opposition es nicht schafft, gegen eine angeblich furchtbar schlechte Regierungspolitik genug Leute zu mobilisieren, um die Wahlbeteiligung signifikant anzuheben, dann macht sie in meinen Augen etwas falsch.
kann ich das mit Zahlen und Quellen belegen.In der Wahl für die Wahlperiode 2006/07 lag die Wahlbeteiligung bei 6,5% und der RCDS errang mit Hilfe seiner Hilfs- und Tarnlisten eine deutliche Mehrheit und bildete den Asta. In der Wahl im Jahr darauf lag die Wahlbeteiligung plötzlich bei rund 16% und das BreiLiBü hatte fast eine Zweidrittelmehrheit (siehe offizielles Endergebnis: http://www.breilibue.org/...). Dann hat der RCDS mit lächerlichen Anschuldigungen versucht, eine Annullierung der Wahl herbeizuführen, was fast ein Jahr gedauert hat und verhinderte, dass das neue StuPa sonderlich viel machen konnte, da der alte Asta bis auf weiteres geschäftsführend im Amt blieb. Im Mai diesen Jahres wurde dann der letzte Klageversuch endlich abgewiesen und das StuPa durfte sich endlich konstituieren, kurz vor der nächsten Wahl. Die war zwar leider wieder sehr viel schlechter besucht (nämlich nur mit 8% Beteiligung) - aber wen wunderts nach dem entwürdigenden Hick-Hack? Hier haben die Listen des BreiLiBüs jetzt sogar 51 der 60 Sitze inne (Quelle: http://www.tu-berlin.de/i...).Umfassend genug?Dann noch ein, zwei Takte zu den Autonomen Referaten: die haben durchaus einen Sinn. Autonome Referate sollen sicherstellen, dass Minderheiten und unterrepräsentierte Gruppen (wie zB. Queers, AusländerInnen oder als Beispiel für letzteres, Frauen) in den Entscheidungen nicht übergangen werden. Quasi als (weit weniger mächtige) Äquivalente zu den Volkstribunen der römischen Republik.Wäre zB. das Queer- oder Frauenreferat nicht autonom besetzt, wäre es durchaus möglich, sie mit Leuten zu besetzen, die gar nicht der zu repräsentierenden Gruppe angehören. Ich hätte so meine Probleme damit, wenn ein Mann Frauenreferent wäre oder ein Hetero Queerreferent.Die Abschaffung dieser Referate würde eine krasse Verkennung der Wirklichkeiten im deutschen Hochschulsystem bedeuten, da diese unterrepräsentierten Gruppen durchaus noch immer mit vielen Benachteiligungen im Hochschulalltag zu kämpfen haben.Dann dieses wunderbar platte Argument mit der Zwangsmitgliedschaft. Ich bin durch Geburt Zwangsmitglied der Bundesrepublik Deutschland. Bedeutet das, dass ich von der Bundesregierung verlangen darf, sich nur noch dann politisch zu äussern, wenn es die direkten Belange der BRD betrifft, weil es ja sein könnte, dass ich eine andere Meinung habe?Äusserungen zur Menschenrechtslage in China, zu Flutkatastrophen sonstwo oder zum Bürgerkrieg im Sudan wären dann zum Beispiel nicht mehr drinne.Sorry, aber zu den Spielregeln der Demokratie gehört es auch, damit zu leben, dass ein gewähltes, politisches Organ auch eine politische Aussage treffen darf.Solange übrigens konservative Asten allgemeinpolitische Äusserungen machten, war das auch nie ein Problem. Vor dem Linksrutsch in den 60ern war es völlig unstrittig, dass die konservativen Asten sich ohne jede Beschränkung auf hochschulpolitische Themen äussern durften. Kommunisten-Bashing gehörte damals z.B. zum guten Ton.Erst als auf einmal Asten auftauchten, die nicht die CDU-Positionen vertraten, rollte die Klagewelle.Ich will hier auf keinen Fall die linken Asten alle zu Unschuldslämmern und Horten der Transparenz und Kompetenz erklären. In jeder Struktur gibt es Hampelmänner und an einigen Unis hängen teilweise wirklich seltsame Leute im Asta rum. Aber dieser Generalangriff von mitte-rechts ist einfach nur mal dumm und verlogen.PS: wenn die Opposition es nicht schafft, gegen eine angeblich furchtbar schlechte Regierungspolitik genug Leute zu mobilisieren, um die Wahlbeteiligung signifikant anzuheben, dann macht sie in meinen Augen etwas falsch.
"Über das dann folgende entwürdigende juristische Hick-Hack, das vom
RCDS dann angezettelt wurde, breite ich hier lieber den Mantel des
Schweigens."Warum? Das sollte jeder Wissen! Da hat doch der RCDS mustergültig bewiesen, das all die schlimmen Vorurteile, die jahrzehntelang über ihn kursiert haben, geradezu noch untertrieben waren!Ich bin ja schon einige Zeit lang nicht mehr Student, aber daß die Asten jetzt von egozentrischen Karrieristen benutzt werden, um zu demonstrieren, wie rückhaltlos man die eigenen Rechte wie die seiner Kolleginnen zu demontieren bereit ist, wenn es denn nur der eigenen Karriere dient (und dies zu demonstrieren, ist sicher karrierefördernd), ist schon deprimierend.Hmpf.
Wenn von Asta die Rede ist, muss man schon unterscheiden an welcher Hochschule, das gleiche gilt für RCDS, Jusos und die aberwitzigen linken Splittergruppen, die viele Asten dominiert haben.Das die linken Spinner verschwinden ist an vielen Hochschulen mehr als begrüßenswert, dass die Ablösung nicht immer besser daherkommt überrascht wenig, doch ist die Entpolitisierung eher begrüßenswert. War sie doch sowieso nur Mittel zum Zweck für machtgierige Radikale ohne Bodenhaftung.Nicht umsonst gab es in manchen Asten "Biertrinkerparteien", die mit Ihren anarchischen Anträgen für das "Freisaufen" manche Asta Sitzung lahmlegten zur Freude und dem Vergnügen großer Teile der Studentenschaft und mancherorts sogar drohten die Linken zu entmachten, die der überwältigenden Mehrheit der Studenten schwer auf den Geist gingen.Sicher gab es auch tüchtige Leute bei den Linken, es ist Ihnen aber nie gelungen das Bild der Asten zu prägen.Berthold Grabe (Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
Pragmatismus um seiner selbst willen ist auch nur eine Ideologie.
Im Übrigen hat es in den Verfassten Studierendenschaften immer wieder solche dialektischen Änderungen gegeben - und meistens waren es die (auch damals schon von der ZEIT hochgejubelten) "Pragmatiker", die dann die AStA-Finanzen in kurzer Zeit ruiniert haben und dann wieder krachend abgewählt wurden. Ich selbst wurde in den 90ern als AStA-Vorsitzender "reaktiviert" um dann als "linker Spinner", wie BGrabe solche Leute wie mich bezeichnet, unseren AStA nach zwei Jahren "Pragmatikern" vor der Zwangsverwaltung zu retten. Nach einem Jahr waren die Finanzen saniert - und der AStA wieder politisch. Unser Wahlspruch damals: Das machen wir mit links!
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