Bologna-Prozess Studenten im PunktefieberSeite 4/4
Eigentlich klingt das nach Konsens. So, als seien sich alle einig, dass das Bachelorstudium besser werden muss. Dass die Reformziele gut waren, bislang aber nicht erreicht wurden. Und dass die lange hochgelobte Hochschulreform nun selbst reformbedürftig ist, noch vor Ende der Zehnjahresfrist. Doch fragt man Bildungsexperten, wer die Misere beheben soll, tut sich ein großer Graben auf: Die Bildungspolitiker stehen auf der einen, die Hochschulen auf der anderen Seite. Die Hochschulen sagen, die Politik habe Schuld, zu strikt seien die Vorgaben zur Gestaltung der Studiengänge, zu groß sei der Geldmangel, denn der Bachelor sei 15 Prozent teurer als Magister oder Diplom. Die Politiker sagen, die Hochschulen seien schuld – zu passiv seien sie in der Lösung der Probleme vor Ort. Der Schwarze Peter wird reihum gereicht – sogar auf dem Campus: »Die Studenten geben den Dozenten die Schuld an den Problemen, die Dozenten beschuldigen die Studenten, sich zu wenig gegen die Missstände zu wehren«, sagt Alexandra Ivanova. Fragt sich: Wer hat die Bachelor-Versprechen eigentlich gebrochen? Wer traut Ivanova keine Freiheit zu? Wer überfordert Lockner mit sechs Klausuren pro Woche? Wer erkennt nur zwei von Ölçüms Londoner Kursen an? Bei Ivanova war es die Universität Frankfurt, die ihren Studiengang zu schulisch konzipiert hat. Bei Lockner war es die Universität Leuphana, deren Lehrpläne zu straff sind. Und bei Ölçüm waren es die Professoren, die ausländische Kreditpunkte nicht anerkennen.
- Datum 08.09.2009 - 10:20 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 15.04.2009 Nr. 03
- Kommentare 18
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"Notendruck"? Dass jede Note ab dem 1. Semester fuer den Abschluss zaehlt?
Ich sehe es tagtaeglich von der anderen Seite: Bachelorstudenten, die ueberhaupt gar nichts lernen im ersten Jahr, weil die Noten nicht fuer den Abschluss zaehlen. Egal, wie man versucht, den Studenten was beizubringen- es geht zu einem Ohr rein, zum anderen wieder raus. Es ist extrem frustrierend, wenn man Laborberichte durchschauen und feststellen muss, wie wenig sich die Studenten mit der Materie befassen (von "verstehen" oder "reflektieren" sprechen wir mal gar nicht!).
Ich bin der Meinung, dass ein gewisser Notendruck gut ist, sonst kommt kein Student in die Poette und befasst sich mit dem Lehrstoff!
Ich beglueckwuensche die Autorin von Herzen, dass sie anscheinend organisierter und strukturierter ist als ihre Kommilitonen und ihr Studium selbst in die Hand nehmen moechte. Leider kann/ will das nicht jeder Abiturient.
dass wenigstens bei den Studiengängen der TUM in vielen Bereichen in den ersten Semestern eines Diplomstudienganges extrem hart "ausgesiebt" wurde. Als man nun auf Bachelor/Master umgestellt hat, wurden die Prüfungen allerdings nicht angepasst. Die Folge ist, dass im direkten Notenvergleich die Bachelor/Master- Absolventen unglaublich schlecht abschneiden.
Wenn ich mir dazu den Aufwand anschaue, den meine Freundin bzw. ein paar meiner jüngeren Freunde betreiben müssen, um das Studium einigermaßen gut über die Runden zu bekommen, bin ich heil froh dass ich mein Diplom in der Tasche hab und nicht heut nochmal studieren muss.
Im Übrigen ist selbst die Meinung der Professoren mit denen ich bisher sprechen konnte eher kritisch.
dass wenigstens bei den Studiengängen der TUM in vielen Bereichen in den ersten Semestern eines Diplomstudienganges extrem hart "ausgesiebt" wurde. Als man nun auf Bachelor/Master umgestellt hat, wurden die Prüfungen allerdings nicht angepasst. Die Folge ist, dass im direkten Notenvergleich die Bachelor/Master- Absolventen unglaublich schlecht abschneiden.
Wenn ich mir dazu den Aufwand anschaue, den meine Freundin bzw. ein paar meiner jüngeren Freunde betreiben müssen, um das Studium einigermaßen gut über die Runden zu bekommen, bin ich heil froh dass ich mein Diplom in der Tasche hab und nicht heut nochmal studieren muss.
Im Übrigen ist selbst die Meinung der Professoren mit denen ich bisher sprechen konnte eher kritisch.
dass wenigstens bei den Studiengängen der TUM in vielen Bereichen in den ersten Semestern eines Diplomstudienganges extrem hart "ausgesiebt" wurde. Als man nun auf Bachelor/Master umgestellt hat, wurden die Prüfungen allerdings nicht angepasst. Die Folge ist, dass im direkten Notenvergleich die Bachelor/Master- Absolventen unglaublich schlecht abschneiden.
Wenn ich mir dazu den Aufwand anschaue, den meine Freundin bzw. ein paar meiner jüngeren Freunde betreiben müssen, um das Studium einigermaßen gut über die Runden zu bekommen, bin ich heil froh dass ich mein Diplom in der Tasche hab und nicht heut nochmal studieren muss.
Im Übrigen ist selbst die Meinung der Professoren mit denen ich bisher sprechen konnte eher kritisch.
Früher diente ein Studium auch, nicht nur, aber auch der Persönlichkeitsbildung. Diesen Raum bietet die Hochschule (mit Betonung auf "Schule") heute kaum noch. Stattdessen erlebt man Absolventen, die nicht mehr brennen, sondern ausgebrannt sind, die von der Persönlichkeitsstruktur kaum mehr sind als besser qualifizierte Abiturienten.
Schade, denn gerade der hohe Reifegrad unserer Studierenden hat sie so begehrt gemacht im Ausland. Fachlich vielleicht kaum oder nicht besser als andere Absolventen, aber lebenserfahrener, verantwortungsbewusster und charakterlich gefestigter. Das wird nun alles wegbolognalisiert. So kann man Harmonisierung von Bildungsgängen auch verstehen.
Zitat. "Statt Lehrpläne auszumisten, pressten viele Hochschulen den Diplomstoff aus acht Semestern einfach in sechs und nannten das Ergebnis Bachelor."
Ich halte auch nicht viel von den aktuellen Bachelor-Modellen, aber diese Aussage ist ganz und gar falsch. Tatsächlich wurden die Inhalte zusammengestrichen auf das, was früher in den ersten 4 Semestern im Diplom gelehrt wurde. Dazu kommen die "Zusatzleistungen", die das Bachelor-Studium ja erst ausmachen sollen: Spezialqualifikationen im Umfang von vielleicht ein oder zwei früheren Hauptfächern des Diplomstudienganges. Alles in allem ist der Umfang so groß, dass er tatsächlich 6 Semestern Diplom entspricht.
Der größte Fehler daran ist, dass am Ende doch keine anwendungsorientierten Studiengänge entstanden, mit denen Studenten sich auf den Beruf vorbereiten könnten. Stattdessen kann man heute völlig zusammenhanglose Modulgruppen wählen, sinnvolle Kombinationen sind teils gar nicht möglich. Aber das könnte ja noch besser werden.
Ich habe in meinem Anglistik-/Germanistikstudium an der Uni Frankfurt von 1992-1995 so viele verpeilte Studenten gesehen (und war zeitweise selbst einer), die mit der vielgepriesenen und besonders an der liberalen Frankfurter Uni vorhandenen akademischen Freiheit gar nichts anfangen konnten, das war erschütternd. Viele von denen sind 2,3,4 oder mehr Semester herumgeirrt und haben dann irgendwann still und leise die Segel gestrichen und somit ein gutes Stück allerbeste Lebenszeit verschwendet. Eine Abbrecherquote von annähernd 70% in Germanistik spricht da eine deutliche Sprache. die Regelstudienzeit betrug 9 Semester, die mittlere tatsächliche Studiendauer betrug 13-14. Das sind SIEBEN Jahre.
Der Magisterstudiengang stammt noch aus einer Zeit, in der eine Universität eine echte Eliteeinrichtung für eine kleine Minderheit war. Das ist sie schon längst nicht mehr. Daher ist sie gefordert, die Studienanfänger zumindest in etwa da abzuholen, wo die Schule sie entlässt, und in der ersten Zeit die nötige Anleitung, aber auch den nötigen Druck zu erzeugen, um ein Fundament zu schaffen, auf dem die akademische Freiheit auch ausgenutzt werden kann. Dafür ist meiner Ansicht nach das BA/MA-System der richtige Ansatz.
ABER: Die Zustände, wie sie hier für deutsche Unis geschildert werden, klingen skandalös und ruinös.
Wer wissen will, wie ein BA/MA-System hervorragend funtktionieren kann, und Studenten dabei auch genug Zeit bleibt, um das Studentendasein zu genießen, möchte bitte mal nach Großbritannien und Irland schauen: Dort werden Studenten nicht nur gefordert, sondern auch nach Kräften gefördert. Die Lehrpläne sind durchdacht und im zweiten Teil des BA zunehmend flexibel, und man findet dort eine Infrastruktur und Hilfsangebote vor, die bei uns ihresgleichen suchen. So macht Studieren Spaß. Ich durfte es selbst ein Jahr lang erleben (Galway, Irland).
Stefan R.
denn dann ereilt Sie wirklich das grosse Grauen:
Studenten, die in der Schule nicht mal gelernt haben, dass man in einer Vorlesung sitzt, ohne dass man den iPod in den Ohren hat oder SMS schreibt, dass Handouts einer Vorlesung nicht ausreichend sind, um den Lehrstoff zu verstehen sondern dass Eigeninitiative ("Eigenstudium") gefragt ist, dass Plagiarism nicht in Ordnung ist, dass man puenktlich zu Vorlesung erscheint und nicht eine halbe oder dreiviertel Stunde spaeter und anlaesslich ihrer Bachelorarbeit fragen, wo denn eigentlich die Bibliothek ist, werden selbst im verschulten Bachelorstudium scheitern. Wobei "scheitern" relativ ist, da hier sowieso niemand durchfaellt. Und das wissen die Studenten auch. Ihren Bachelorabschluss und Masterabschluss moechten viele fuer ihre Anwesenheit erhalten, nicht fuer erbrachte Studienleistungen!
Sicher mag eine Rolle spielen, dass die englischen Universitaeten fast jeden Bewerber annehmen (muessen) und die Regierung sehr ehrgeizig ist, was die Anzahl der Hochschulabgaenger angeht.
Wer als Deutscher nach UK geht, um dort seinen Master zu machen, wird gut klarkommen. Wer aber England als Vorbild fuers Bildungssystem sieht (inklusive Schule), der wird boese ueberrascht werden.
Ich schaue mir das hier seit 3 Jahren an und bin ENTSETZT!
denn dann ereilt Sie wirklich das grosse Grauen:
Studenten, die in der Schule nicht mal gelernt haben, dass man in einer Vorlesung sitzt, ohne dass man den iPod in den Ohren hat oder SMS schreibt, dass Handouts einer Vorlesung nicht ausreichend sind, um den Lehrstoff zu verstehen sondern dass Eigeninitiative ("Eigenstudium") gefragt ist, dass Plagiarism nicht in Ordnung ist, dass man puenktlich zu Vorlesung erscheint und nicht eine halbe oder dreiviertel Stunde spaeter und anlaesslich ihrer Bachelorarbeit fragen, wo denn eigentlich die Bibliothek ist, werden selbst im verschulten Bachelorstudium scheitern. Wobei "scheitern" relativ ist, da hier sowieso niemand durchfaellt. Und das wissen die Studenten auch. Ihren Bachelorabschluss und Masterabschluss moechten viele fuer ihre Anwesenheit erhalten, nicht fuer erbrachte Studienleistungen!
Sicher mag eine Rolle spielen, dass die englischen Universitaeten fast jeden Bewerber annehmen (muessen) und die Regierung sehr ehrgeizig ist, was die Anzahl der Hochschulabgaenger angeht.
Wer als Deutscher nach UK geht, um dort seinen Master zu machen, wird gut klarkommen. Wer aber England als Vorbild fuers Bildungssystem sieht (inklusive Schule), der wird boese ueberrascht werden.
Ich schaue mir das hier seit 3 Jahren an und bin ENTSETZT!
Das Schönste an meinem 5-jährigen (2003-2008) Magisterstudium war sicher die Erkenntniss, dass ich in den besten und schönsten Jahren meines Lebens eben nicht ganz in den Produktions- und Arbeitsprozess eingebunden bin (wobei ich vom Bafög lebte und als Kellner und Gärtner in den Semesterferien malochen musste). Denn dazu ist das Studium meiner Meinung nach da - Sich Zeit lassen. Das ist der eigentliche Unterschied zur Lehre, kaufmännischen Berufen, Bund usw. - Zeit zur freien Verfügung, Zeit, die noch nicht in einem rigorosen Masse ökonomisiert wird. Ich meine damit nicht nur die Zeit, die man braucht, um sich an der Uni zurecht zu finden und die man braucht, um sich mit einer wissenschaftlichen Fragestellung intensiv auseinanderzusetzen, ich meine auch die Zeit zum verplämpern - Zeit für Träumen, Zeit für Freundschaft, für kaputte Beziehungen, für Alkoholabstürze und Drogenexperimente, für Reisen, Zeit zum Kreativsein, vor allem aber - ZEIT ZUM VERSCHWENDEN UND ZEIT ZUM GENIESSEN - denn das ist das eigentliche Privileg der Studienjahre, das mit keinem Geld aufzuwiegen ist.
Zugleich ist dieses Privileg eine Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass es beim klassischen Bildungssystem es nicht nur darum geht wissnschaftliche Inhalte zu vermitteln, sondern in erster Linie um die GEISTIGE ERZIEHUNG. Dieses kann aber nicht in Seminarräumen erfolgen, sondern nur durch persönliche Erfahrungen und die Zeit diese Erfahrungen zu reflektierren - das macht einen reifen, verantwortungsbewussten Menschen aus. Darum geht es beim Studium im Grunde - das Leben zu studieren, denn unterm Strich zählt ja nicht die Note und nicht mal Prkatikumsnachweise, oder Auslandserfahrung, unterm Strich zählt das, was man wirklich kann. Es geht um innere Stabilität.
Und auch in dem Fall, dass im Magistersystem viele, wie man sie nennt "verwahrloste Studenten" gab, die scheinbar "nichts mit ihrer Freiheit anfangen könnten", und nach einigen Semestern das Studium abbrachen - auch in diesem Fall halte ich die Zeit an der Uni für extrem sinnvoll und keinesfalls verschwendet.
Was verpasst man in der Zukunft? Nichts, außer Verantwortung und Geld verdienen MÜSSEN. Sind da die 4 Semester eines abgebrochenen Studiums nicht eine viel wertvollere Erfahrung?
Diese Argumente kann der Bachelorstudiengang allerdings nicht berücksichtigen, denn es geht dabei um Effizienz, um ein Armenmärchen, dass das Studium auf ein ERGEBNIS hinauslaufen muss, das vermeintlich einen warmen Sessel in der Chefetage garantiert.
Beim Magisterstudiengang ging es hingegen um den STUDIENPROZESS, bei dem man sich Zeit lässt, das Leben zu betrachten und sich selbst zu finden.
So ein Artikel in dem Blatt, das BAMA jahrelang hochgejubelt hat. Respekt- die Berichterstattung scheint sich zunehmend in Richtung Realität zu bewegen.
Ich hoffe für alle Befürworter dieser schlechten Reform, daß sie alsbald von einem Bachelor of medicine (siehe Uni Zürich) behandelt werden. Nachdem Sie das mit einer schweren Behinderung überlebt haben, verliert der BA of Law den Prozeß – erklärt ihnen aber, daß er das nur noch 5 Mal machen muß, dann kann er sich einen Master leisten und sie besser vertreten. Zu eben dieser Zeit werden sie obdachlos, weil ein BA of dancing and architecture, der ohnehin keinen Bauplan lesen konnte, aufgrund eines gebrochenen Rückens, den ihm ein BA of nursing beschert hat, nicht auf der Baustelle sein konnte und ihr neues Haus deshalb zusammengebrochen ist. Trotz ihrer Versuche für ihre Behandlung und den neuen Prozeß einen Kredit von der Bank zu bekommen, erklärt ihnen der Sachbearbeiter, der über das „bachelor welcome program“ fit für finance gemacht wurde, aber im Kopf für seinen 80000 Euro - MBA lernt, daß sie keinen Kredit mehr kriegen, weil ihr Steuerberater Mist gebaut hat und das Finanzamt Ihnen mehrere tausend Euro vom Konto abgebucht hat. Ihr Steuerberater hatte zwar einen Berufsakademiebachelor „High Finance Control“ und hatte auch fast alles richtig in die Spalten eingetragen, leider hatte ihm niemand gezeigt wie man den neuen Abschnitt F ausfüllt.
Daraufhin melden sie sich bei einer privatisierten staatlichen Behörde, um Gerechtigkeit in der Haussache zu erfahren. Der Philosophiedoktor in Bauwesen (PhD) macht ihnen aber deutlich, daß sie einfach nur Pech hatten und im Grunde niemand Schuld ist.
Zu diesem Zeitpunkt kommt ihre Tochter heulend aus der Schule. Sie hat nun einen Schulabschluß, kann aber nicht auf eine Uni. Die Schule hatte kein Geld und konnte deshalb nur einen BA of reading beschäftigen, ein BA of education in math war nicht mehr drin. Sie verkaufen den Familienschatz und schreiben ihre Tochter in der Eliteuniversity „HinterdemBerg“ ein. Bis vor wenigen Minuten sagte Ihnen diese Uni nichts, aber im Internet war diese University excellent bewertet worden. Den Rektor kennen sie sogar. Einer Ihrer Kommilitonen aus dem Psychologiestudium (Diplom), der abgebrochen hatte - aber viel Geld erbte. Er hatte die University eröffnet und sich zum Geschichtsprofessor ernannt. Natürlich war Ihnen flau im Bauch, weil dieser Typ auch bei der Agentur für Unirankings im Vorstand saß, und sämtliche Drittmittel von seinen Freunden aus der Kosmetikindustrie eingeworben worden waren, aber nur so konnte Ihre Tochter einen 20000 Euro Bachelor of Hairdressing bekommen. Sie wußten nicht, daß Ihre Tochter auf einer Party total betrunken der „komischen Partei“ beigetreten war, aber glücklicherweise erhält sie für dieses gesellschaftspolitische Engagement ECTS. Außerdem sammelt sie noch einige Punkte im Sportprogramm. Sie ist Cheerleader für die Analphabeten, welche für ihr Footballspiel den BA of philosophie bekommen werden. Inzwischen hatte sie so viele Punkte gesammelt, daß sie nach ihrem BA auf dem Elitecollege in Barcelona einen Master of Cut draufsetzen konnte. Den Wert von 50000 Euro mußte sie allerdings bei der Bank abarbeiten, welche ihr den Studienkredit gab. Nach weiteren Jahren „evidenzbasierter Forschung“ in einer SuperSchool und mehrere tausend Euro später, steht Ihre Tochter mit einem PhD in Life Scince Fachrichtung strong and coloured hair vor Ihnen. Sie sitzen als obdachloser Behinderter erstaunt unter Ihrer Brücke und Ihre Erinnerung an eine akademische Studienzeit verblaßt langsam. Sie fangen an zu weinen- aus Wut auf Sie selbst- weil Sie das neue Studiensystem nicht sofort verstanden und die großartigen Chancen genutzt haben. Sie geloben Besserung…..
Geneigte Leser der Kommentare zu Zeitonline-Artikeln wissen um die im vorliegenden Beitrag genannten Probleme seit Jahren.
Zum Prüfungswahn durch Diktat der Verfahren von oben und zur hirnlosen Globalisierungsideologie-Gläubigkeit der Super-Refomer (mit seinem Hang zum Lemmingeglobalismus hätte Dräger wohl auch jede Landesbank sicher in den Ruin geführt):
http://kommentare.zeit.de...
http://kommentare.zeit.de...
Hier eine Fehleranalyse und Prognose zur Bolognareform von 2006, die im aktuellen Beitrag auf schönste bestätigt wurde!
http://kommentare.zeit.de...
Auch von 2006, zur (Un-)Vergleich der Abschlüsse allein innerhalb Niedersachsens
http://kommentare.zeit.de...
Ausmerzen funktionierender, exzellenter Studiengänge, 2006
http://kommentare.zeit.de...
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Erste Schuldzuweisungen der verantwortlichen Funktionäre an die Hochschulen:
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Hier die Entscheidende Vorhersage von 2007: Wirtschaft brummt nicht mehr in 2009 und die Übergangsquotierung zum Master greift mit drastischen, hochgradig frustrierenden Folgen für die Studierenden, alles komplett absehbar, nur gab es keine Reaktion auf das angesetzte Gebräu, weder durch Politiker und schon gar nicht durch die "Bologna-Propaganda" trommelnde Zeit-Campusredaktion.
http://kommentare.zeit.de...
Zum Abschluss das gesamte Dilemma der Bachelorüberfrachtung mit Ursachenforschung und Einbettung in den Gesamtzusammenhang:
http://kommentare.zeit.de...
Hier kam der Moment als ich aufhörte die Zeit zu kaufen wegen des aus meiner Sicht unerträglich gewordenen Chancenteils.
Es gibt viele noch viele neuere Beiträge von mir und vielen anderen Zeitlesern, die wissen wie die Unis ticken und alle Probleme schon seit Jahren diskutieren. Leider haben sich Politik und die Zeitredaktion lange Zeit gesträubt der Realität ins Auge zu schauen.
Beste Grüße von einer "Eliteuni"
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