"Auch ich kann nicht alles wissen"
Schwan: Ja, ich finde, dass sie in die Irre führt.
ZEIT CAMPUS: Warum?
Schwan: Zunächst einmal wurden die Hochschulen nicht nach transparenten Kriterien ausgewählt. Und wenn sie in fünf Jahren keinen Nachschlag bei der Förderung bekommen, werden sie bis zu 40 Prozent ihrer übrigen Lehrstühle opfern müssen, um die Projekte fortzusetzen, die ausgezeichnet wurden. Das Ergebnis ist eine zerklüftete Universität.
ZEIT CAMPUS: Sie bewerben sich seit Jahren um Präsidentenämter: erst an der Freien Universität Berlin, dann als Bundespräsidentin. Beide Male haben Sie verloren. Auch dieses Mal wird es kein Durchmarsch. Wie gehen Sie mit Niederlagen um?
Schwan: Dass ich es damals an der FU nicht geschafft habe, hat mich bekümmert. André Gide soll gesagt haben: "Oft merkt man nicht, wenn sich eine Tür schließt, dass sich eine andere öffnet." Bei mir hat sich sehr schnell eine andere geöffnet: Ich bin Präsidentin der Viadrina geworden. Diese Aufgabe hat mir so viel Freude gemacht, dass ich auch das Ergebnis der letzten Bundespräsidentenwahl nicht als Niederlage empfunden habe. Und was die Wahl im Mai angeht: Warten Sie mal ab, die Chancen sind besser, als Sie denken.
ZEIT CAMPUS: Was könnte eine Bundespräsidentin Studenten sagen, die in der Krise mit Sorge an die Zeit nach dem Abschluss denken?
Schwan: Zunächst einmal muss man so deutlich wie möglich aussprechen, was ist. Vertrauen schafft man durch Ehrlichkeit, das ist die einzige Chance. Wenn Sie eine Souveränität vorspiegeln, die Sie nicht haben, dann lügen Sie schon.
ZEIT CAMPUS: Dann testen wir zum Schluss mal Ihre Souveränität: Haben Sie in der Krise Geld verloren?
Schwan: Ja, so um die 2000 Euro. Ich hatte Aktien. Doch welche genau, das wusste ich auch nicht.
ZEIT CAMPUS: Sie haben wie viele Bürger gar nicht verstanden, was Sie gekauft haben?
Schwan: Natürlich nicht. Wie soll man das denn verstehen? In einer ausdifferenzierten Gesellschaft muss man Fachleuten vertrauen können. Auch ich kann nicht alles wissen.
Das Interview führten Julian Hans und Manuel J. Hartung
- Datum 10.05.2009 - 08:45 Uhr
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- Serie In der Mensa mit
- Quelle ZEIT Campus 3/2009
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Frau Schwan empfiehlt sich schon seit längerem als Bundespräsidentin, die nicht nur versteht, von welchen Werten sie spricht, sondern sie auch repräsentieren kann.
Die Bundesversammlung wird entscheiden, wie weit sich der Raum für große Werte und entsprechend große Ziele öffnen wird.
Die so in den Vordergrund gedrängten finanziellen Aspekte können hinderlich oder fördernd werden.
Entscheidend wird sein, wo und wie in diesem Land die Türen der persönlichen "Paradiese" aufgehen und gemeinsame Wege möglich werden, die den kleinen und und im wahrsten Sinne des Wortes arm-seeligen Horizont für neue und bessere Optionen öffnen.
Gesine Schwan sollte sich lieber zur Pferdeflüsterin ausbilden lassen.
Ich weiß nicht, was Gyaur gegen Pferdeflüsterer hat. Zumindestens sind diese sensibel und aufgeschlossen für ihre Umwelt.
Gesine Schwan spricht sich gegen Studiengebühren und gegen ein ausgesprochenes Elitedenken aus. Ist doch in Ordnung.
Was haben denn unsere sogenannten Eliten sprich Banker und Manager weiter getan, außer die durch sie verursachte Krise schnellstens auf den kleinen Mann auf der Straße abzuwälzen.
Unsere letzten Bundespräsidenten, eingeschlossen Horst Köhler, haben alle keine schlechte Figur gemacht
Natürlich hat niemand Richard von Weizsäcker (als Bundespräsident) ähnlich wie Helmut Schmidt (als Bundeskanzler) in charismatischer Ausstrahlung erreichen können.
Aber lieber eine Pferdeflüsterin, welche die Sorgen und Nöte ihres Volkes versteht, als einen verknöcherten Politbeamten, der nur der Macht des Geldes dient und keinen Ausgleich bezüglich einer sozialen Gerechtigkeit fertigbringt. Damit meine ich nicht Horst Köhler, welcher mit durchaus guten Chancen in den Wahlkampf zieht. Allerdings, wenn wir nun mit Angela Merkel zwar nicht gerade eine Königin der Herzen auf den Thron haben, aber immerhin eine propere Frauensperson, warum sollte dieses für Gesine Schwan im zweiten Anlauf nicht möglich sein.
Besser als ihr Parteifreund Müntefering ist sie allemal.
Mit freundlichen Grüßen
Lieps
Was mich an Frau Schwan ein wenig stört, ist die Tatsache, dass Sie ihr gesamtes, berufliches Leben innerhalb des Universitätsbetriebes verbracht hat. Jedenfalls wenn man nach den Angaben auf ihrer eigenen Webseite geht.
Mir ist jemand lieber, der Erfahrungen auch von außerhalb des öffentlichen Dienstes mitbringt. Man hat dann doch eher Verständnis dafür, das Geld auch erwirtschaftet werden muss, bevor man es ausgeben kann.
Sie sagt zwar, "Elite mag ich nicht!", gehört aber natürlich dazu und erhebt dann ganz selbstverständlich die Forderung an die Gesellschaft, den Universitätsbetrieb von allen wirtschaftlichen Zwängen und Anforderungen frei zu stellen.
Das ist natürlich eine Luxusposition, die es nur für eine kleine Elite geben kann und die von Menschen erbracht werden muss, für die dieser Schutz nicht gilt. Das diese Menschen dann auch die Frage nach der Gegenleistung für solch einen "Schutzschirm" stellen, halte ich für normal, aber anscheinend wird genau dies schon als Zumutung gesehen.
als einen Vertreter des Bankgewerbes ...
als einen Vertreter des Bankgewerbes ...
als einen Vertreter des Bankgewerbes ...
Warum?
Warum?
Warum?
Liebe Frau Schawan,
wenn sich Ihr Promotionsthema mit der Emazipation der deutschen Frau in der Frauenbewegung beschäftigt haben sollte, kann ich gut verstehen, dass Ihr 'Göttergatte' schon tot ist.
Sollten Sie aber Bundespräsidentin werden wollen, würde ich mir an Ihrer Stelle DOCH noch einmal das marxistische Manifest vor Augen führen.
Welche Partei auch immer Sie reflektieren wollen... smile..., in 'Deutschland' hat noch NIEMALS jemand nen Arsch in der Hose gehabt.
Und DAS können Sie bitteschön auch Ihrer blonden Freundin Angela Merkel bestellen. Die geht mir nämlich genauso am Arsch vorbei.
ICH werde bei den Europa-Wahlen MICH SELBST wählen. Denn die Politiker der Welt sind allesamt Sackrattenschwänze.
In dem Sinne
katholisch-orthodoxes Rölpz-Pfurz
O. Weging / О. Вегинг
Central-Europe / Germany / Magdeburg
admin@weging.org
www.weging.org
[Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und bemühen Sie sich um eine sachliche und niveauvolle Diskussion. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
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