Biologiestudium Das Dschungelcamp

Immer wieder gehen bei Exkursionen Studenten im Urwald verloren. Damit sie dort überleben, gibt es in England jetzt Survival-Kurse

Englische Studenten beim Survivaltraining

Englische Studenten beim Survivaltraining

Eigentlich wollte Clare in einer halben Stunde zurück sein. Die Insektenforscherin hatte allein einen unbekannten Schmetterling ins Unterholz verfolgt. Seitdem ist sie nicht mehr aufgetaucht, drei Stunden warten die anderen Wissenschaftler schon auf Clare.

Sie entscheiden schließlich, sie zu suchen. Und zwar mit System: Erst finden sie die Stelle, an der Clare ins Gestrüpp geschlüpft ist. Dann bilden sie eine Suchlinie und gehen in zwei Metern Abstand voneinander los, schlagen mit der Machete das Gestrüpp weg, scannen den Boden links und rechts. Nach 300 Metern finden sie Clare hinter einem Baum. Sie ist ohnmächtig: Schlangenbiss. Sie braucht Hilfe. Oder vielmehr: würde sie brauchen.

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Denn der Schlangenbiss ist nicht echt. Der Wald liegt auch nicht auf Borneo, sondern in der Nähe von Oxford, und Clare Dyson arbeitet auch nicht als Insektenforscherin, sondern bei Field Skills, einer Firma, die Überlebenstrainings anbietet – für Abenteurer, aber auch für Universitäten. »Der Kurs soll Studenten auf die Gefahren aufmerksam machen, die bei einer Forschungsreise drohen«, sagt der Kursleiter Dominic Hall.

Leser-Kommentare
  1. "[...] und üben dann, wie man einen Schlangenbiss versorgt (aussaugen, Arm ruhig stellen, Wunde abbinden!)."

    Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker - oder einfach mal bei Christoph Drösser (Die ZEIT 31.03.2005 Nr.14 Stimmts?) nachlesen....

    (http://www.zeit.de/2005/1...)

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