Studienreform Ansturm auf die Masterplätze

Niemand kann vorhersagen, ob es genug Masterstudienplätze für alle Bewerber gibt. Bei der Vergabe droht ein Chaos.

Die Zahl der Bewerber übersteigt die verfügbaren Masterstudienplätze um ein Vielfaches

Die Zahl der Bewerber übersteigt die verfügbaren Masterstudienplätze um ein Vielfaches

Joachim Flunker schmiedete große Pläne, bis die Bologna-Reform sie durchkreuzte. Flunker hat VWL studiert, er wollte für die Europäische Union arbeiten, Europa besser und gerechter machen. Flunker war ein ordentlicher Student, aber dann vergeigte er zwei entscheidende Prüfungen. Auf seinem Bachelorzeugnis steht nun als Note eine 2,7. "Damit kriege ich nirgendwo einen Masterstudienplatz", sagt er. Das ist sein Problem: Es gibt zu wenig Masterplätze, und die wenigen werden unter den allerbesten Studenten aufgeteilt. Flunker ist verzweifelt: "Einen Job kriege ich ja auch nicht. Wer will schon einen Bachelor einstellen?"

Joachim Flunker ist kein Einzelfall. Dabei hat er noch Glück, tatsächlich ist er nämlich überhaupt gar kein Fall, es gibt ihn gar nicht, er ist bloß für diese Geschichte ausgedacht. Ein Schreckgespenst, von dem allerdings viele Studentenvertreter fürchten, dass es nicht lange eines bleiben wird. Die ersten großen Bachelorjahrgänge verlassen in diesem und im kommenden Jahr die Universitäten. Im Wintersemester 2006/07 haben mehr als 120.000 Erstsemester ihren Bachelorstudiengang begonnen, und die werden im Laufe der nächsten 24 Monate auf die Masterstudiengänge einstürmen.

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Beim Bildungsstreik in diesem Sommer war der Zugang zu Masterstudiengängen eines von vielen Themen, derentwegen protestiert wurde. Es gab eine Petition "Master für alle!", in der gefordert wurde, dass für jeden Bachelorabsolventen auch ein Masterplatz zur Verfügung stehen sollte; und an der Uni Potsdam hat der Asta die Universitätsleitung verklagt, um eine Freigabe des Masterstudiums für jeden Bachelor zu erreichen. Sie alle fürchten, dass bald reihenweise Joachim Flunkers stranden könnten: zwischen einem Bachelorabschluss, den sie haben, einem Master, den sie nicht beginnen dürfen, und Jobs, die sie nicht kriegen, weil ihnen dafür der richtige Abschluss fehlt. Allein: Keiner kann sagen, ob es tatsächlich so kommen wird.

"Es gibt in Deutschland derzeit keine zuverlässigen Zahlen dazu", sagt Kolja Briedis vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover. Das HIS vermisst die deutsche Hochschullandschaft, zählt und befragt Studenten, und die Statistiker dort stehen derzeit vor einem ähnlichen Problem wie viele deutsche Hochschulen und Studenten: Zwar lässt sich die Zahl der Bachelorstudenten recht genau ermitteln (529.980 zum Beispiel im Wintersemester 2007/08) oder auch die Zahl der Masterstudiengänge (im Sommersemester 2009: 1776 konsekutive Masterstudiengänge an den Universitäten), aber es weiß keiner, wie viele Masterstudienplätze denn zu welchem Zeitpunkt wo gebraucht werden. Es weiß noch nicht einmal jemand, wie viele Masterstudienplätze es überhaupt schon gibt.

Bisher war der Übergang zum Master selten ein Problem, weil es relativ wenige Absolventen mit dem neuen Abschluss gab. Mit der großen Welle von Bachelorabsolventen wächst die Nachfrage nach Masterplätzen – und mit ihr die Sorge, keinen zu bekommen.

Anna Hittmeyer studiert Psychologie in Göttingen und hat ihren Master noch vor dem großen Ansturm ergattert. Trotzdem war sie diejenige, die im Sommer mit einer Petition an den Bundestag erreichen wollte, dass jedem Studenten in Deutschland ein Masterstudienplatz garantiert wird. "Der Bundestag möge beschließen…" beginnt ihr Text, fast 43.000 Studenten haben unterzeichnet, die Petition ruht derzeit in der "parlamentarischen Prüfung". "Ich glaube allerdings nicht, dass sich deswegen etwas ändert", sagt Hittmeyer. Sie wollte trotzdem ein Zeichen setzen.

Überraschenderweise sagte auch Bildungsministerin Annette Schavan unter dem Druck der Proteste Ähnliches. "Der Übergang vom Bachelor zum Master muss problemlos möglich sein", erklärte sie im Juli nach einem Treffen am runden Tisch, an dem Vertreter von Studenten, Rektoren- und Hochschulkonferenz saßen. "Studierende sollen selbst entscheiden können, ob sie einen Master machen wollen oder nicht. Ich bin gegen eine Quote."

Auch wenn sie damit den Ängsten der Studenten ein gutes Stück entgegenkam, ist es kein besonders revolutionärer Standpunkt, gegen eine Quote zu sein, weil es eine solche Quote gar nicht gibt. Kein Bundesland schreibt vor, wie viel Prozent der Bachelorstudenten nach ihrem Abschluss einen Master machen dürfen. Die Anzahl richtet sich allein nach den Kapazitäten der Hochschulen. "Die Frage ist: Wie viel kann das vorhandene Personal eines Lehrstuhls leisten?", sagt zum Beispiel der Vizepräsident der Uni Augsburg, Werner Wiater.

Die andere Frage ist: Wie viele Plätze werden überhaupt gebraucht? Weil gerade die allerersten Bachelorjahrgänge in die Masterstudiengänge tröpfeln, weiß noch niemand so recht, wie viele der Bachelor denn überhaupt einen Master machen werden. Es fehlen die Erfahrungswerte. Es gibt Umfragen, die Wetterdaten liefern, aber keine sichere Vorhersage ermöglichen. In einer Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission zum Beispiel sagten 60 Prozent der deutschen Studenten, dass sie direkt nach ihrem Bachelor in einem Masterprogramm weiterstudieren wollten. Nur 17 Prozent hatten vor, direkt in den Beruf einzusteigen und "nie wieder" eine Uni zu besuchen, der Rest wollte erst arbeiten und dann weiterstudieren.

Der Bedarf an Masterplätzen könnte also bei ungefähr 60 Prozent liegen. Nur: 60 Prozent von wie viel? Wie viele Studenten diesen Herbst tatsächlich mit einem Bachelorabschluss die Uni verlassen, wird man erst in einigen Wochen wissen. Dazu addieren sich die Bachelorabsolventen der letzten Jahre, die bereits arbeiten. Irgendwann werden einige von ihnen zurück an die Unis wollen – vielleicht schon in diesem Herbst, um die Wirtschaftskrise in einem Masterprogramm aussitzen zu können.

Die Universitäten stehen deshalb im Moment vor dem Problem, dass sie für einen Bedarf planen müssen, von dem sie nicht wissen, wie groß er ist, und das mit Personal, das sie manchmal gar nicht haben. Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, schätzt, dass die Universitäten 80 Prozent ihrer Mittel in die Bachelorprogramme steckten. Ursprünglich war das ja die Idee der Bologna-Reform: Der Bachelor sollte der berufsqualifizierende Abschluss sein, das Studium sollte kürzer werden, und der Master war als Zusatzabschluss für besonders engagierte Studenten gedacht.

"Bloß ist der Bachelor oft kein vollwertiger Abschluss, in der Psychologie zum Beispiel reicht er bloß für Hilfstätigkeiten", sagt Anna Hittmeyer, die Studentin mit der Petition. Wer ernsthaft in seinem Beruf etwas werde wolle, müsse also weiterstudieren können.

ZEIT CAMPUS wollte wissen, ob es genügend Masterplätze gibt, und hat deswegen in den vergangenen Wochen rund 20 Unis in ganz Deutschland nach ihren Zulassungbedingungen für Masterstudiengänge und nach den Bewerberzahlen gefragt – insbesondere in BWL und Germanistik. Die Antwort lautete häufig: "Wissen wir noch nicht." Für ein Stimmungsbild reichte es trotzdem, und die Ergebnisse waren manchmal gruselig: An der Humboldt-Uni in Berlin zum Beispiel haben sich für dieses Semester 3124 Studenten auf nur 1272 Masterplätze beworben, in BWL gab es sogar für jeden der 50 Plätze mehr als 10 Bewerber. An der Ruhruni Bochum bewarben sich 218 Studenten auf 13 Masterplätze in BWL. An der Uni Bremen waren es bei insgesamt 1200 Plätzen mehr als 2700 Bewerber.

Zwar gibt es andererseits viele Universitäten, bei denen die Zahl der Studienplätze nicht beschränkt ist: Bamberg, Jena, Würzburg oder Bayreuth zum Beispiel – auch an großen Universitäten wie Bochum oder Frankfurt gibt es neben den Studiengängen mit begrenzter Platzzahl noch einige ohne Zulassungsbeschränkung. Aber: Nur weil es dort erst einmal genügend Plätze gibt, heißt das nicht, dass die Unis jeden nehmen. Sie suchen "geeignete Bewerber", und welcher Bewerber geeignet ist, definieren die Unis und Fakultäten höchstselbst – und höchst unterschiedlich. Praktisch überall wird aber eine Mindestnote auf dem Bachelorzeugnis von 2,5 gefordert.

Vermutlich lässt die Überbuchung der befragten Unis aber noch auf ein anderes Problem schließen, das einige vom Erststudium kennen: das Problem der Mehrfachbewerbungen.

Zum Beispiel haben von den 1089 Bewerbern für einen Masterstudiengang an der Ruhruni Bochum nur 129 auch vorher ihren Bachelor an dort gemacht. Oder die Uni Bayreuth: Von 405 Bewerbungen für einen Masterplatz in BWL stammen nur 35 von Bachelorabsolventen derselben Uni. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass Studenten sich nicht nur an der eigenen Universität bewerben, sondern an mehreren gleichzeitig. Möglicherweise entsteht dadurch bald ein ähnliches Chaos, wie es die Universitäten mit den Bewerbern für ein Erststudium erlebt haben: Wenn ein Student von drei Universitäten Zusagen erhält, bleibt an zwei Universitäten jeweils ein Studienplatz frei, der neu vergeben werden muss. Universitäten und Studenten verheddern sich so in einem Reigen aus Zusagen und Absagen, und als Produkt dieser Kettenreaktion bleiben zu Beginn des Semesters halb leere Hörsäle zurück und voll genervte Studenten, die manchmal erst drei Tage nach Beginn des Semesters erfahren, wo sie eigentlich studieren können.

 
Leser-Kommentare
    • pwb
    • 27.10.2009 um 14:05 Uhr
    1.

    Glaubt denn Herr Flunker, er koenne mit einer Abschlussnote von 2,7 auf eine steile Karriere bei der Europaeischen Union hoffen?!?

    Ob mit oder ohne Masterabschluss, so scheint mir das doch eine sehr weltfremde Sicht der Dinge zu sein..

  1. 2. Unfug

    Bologna-Reform ist an sich rein ein Unfug. Ursprunglich haben Deutsche darauf abgezielt, dadurch Probleme der deutschen Hochschule, zB, ueberlange Stuidumzeit, Anpassungsproblem des Diploms in Auslaender zu loesen.

    Es ist aber nur eine Einbildung. In meisten Staaten gilt 4 jaehrige Studiendauer fuer Bachlor. Wer will deutsch 3 jahrige Bachlor anerkennen ?

    Was um die Studienzeit anbelangt, ist hoechst problematisch.

    Entweder schrauben deutsche Professoren die Latt dramatisch nach unten, um die Studierden nach 3 Jahre los zu schicken, oder wird das Studium fuer Bachlor kaum kuerzer als Diplom dauern.

    So kommen ein Art von halb zubereitetem Essen auf den Tisch. Es sieht gar aus, aber nicht geniessbar.

    Die in anderen Laender ueblich funktionierten Vorgehensweise, einen Quote fuer Masterbewerber fest zu legen, kann nicht in Betracht gezogen werden, weil so gut keiner Unternemen Bachlorabsolviert annehmen will. Das bedeutet fuer sie dann enorm zutaetzliche Trainingkosten.

    Der grosse Teil der Unternehmen, die sich seit Jahren an Diplomtraeger gewohnt, werden Master als Zugangszeugnis machen.

    Wenn man nur mit Master erst eine anstaendige Stelle finden kann, dann verfehlt der Ziel von Bologna-Reform. Die Studiumzeit wird eher laenger als kuerzer als Diplom.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • chrisi
    • 27.10.2009 um 19:21 Uhr

    So ganz möchte ich mich Ihnen nicht anschließen. Das Unternehmen Bachelorabsolventen nicht einstellen ist nicht ganz richtig. Das Unternehmen Diplomanten bevorzugen stimmt - mit einigen Abstrichen. In einer Umfrage habe ich mal gelesen das dass nur in dem Fall zutrifft, in dem das Unternehmen die Wahl zwischen zwei gleich guten Absolventen hat. In diesen Fall geht das Diplom sogar noch vor dem Master. Ich habe übrigens ein Bachelor in Maschinenbau (in Regelstudienzeit übrigens - ist wohl möglich!). Die Unternehmen werden nehmen müssen, was auf dem Markt ist. Die meisen Unternehmen haben uns zumindest gesagt, dass sie kein Problem mit Bachelor Absolventen haben.
    Noch was zu der Bachelor/Master Quote. In meinem Bachelorjahrgang haben ca. 40 abgeschlossen, davon machen nun 6 (incl. mir) einen Master. Ich habe allerdings an einer FH studiert. Wie es an den Unis aussieht weiß ich nicht.
    Was des Beispiel des Autors des Artikels angeht: Zwei schlechte Klausuren versuaen einem nicht dermassen den SChnitt!. Um eine 2,7 als Durchschnitt zu kriegen muss man noch einiges mehr auf dem Kerbholz haben. Da hätte Joachim Flunker vorher mehr üben müssen

    • chrisi
    • 27.10.2009 um 19:21 Uhr

    So ganz möchte ich mich Ihnen nicht anschließen. Das Unternehmen Bachelorabsolventen nicht einstellen ist nicht ganz richtig. Das Unternehmen Diplomanten bevorzugen stimmt - mit einigen Abstrichen. In einer Umfrage habe ich mal gelesen das dass nur in dem Fall zutrifft, in dem das Unternehmen die Wahl zwischen zwei gleich guten Absolventen hat. In diesen Fall geht das Diplom sogar noch vor dem Master. Ich habe übrigens ein Bachelor in Maschinenbau (in Regelstudienzeit übrigens - ist wohl möglich!). Die Unternehmen werden nehmen müssen, was auf dem Markt ist. Die meisen Unternehmen haben uns zumindest gesagt, dass sie kein Problem mit Bachelor Absolventen haben.
    Noch was zu der Bachelor/Master Quote. In meinem Bachelorjahrgang haben ca. 40 abgeschlossen, davon machen nun 6 (incl. mir) einen Master. Ich habe allerdings an einer FH studiert. Wie es an den Unis aussieht weiß ich nicht.
    Was des Beispiel des Autors des Artikels angeht: Zwei schlechte Klausuren versuaen einem nicht dermassen den SChnitt!. Um eine 2,7 als Durchschnitt zu kriegen muss man noch einiges mehr auf dem Kerbholz haben. Da hätte Joachim Flunker vorher mehr üben müssen

    • chrisi
    • 27.10.2009 um 19:21 Uhr

    So ganz möchte ich mich Ihnen nicht anschließen. Das Unternehmen Bachelorabsolventen nicht einstellen ist nicht ganz richtig. Das Unternehmen Diplomanten bevorzugen stimmt - mit einigen Abstrichen. In einer Umfrage habe ich mal gelesen das dass nur in dem Fall zutrifft, in dem das Unternehmen die Wahl zwischen zwei gleich guten Absolventen hat. In diesen Fall geht das Diplom sogar noch vor dem Master. Ich habe übrigens ein Bachelor in Maschinenbau (in Regelstudienzeit übrigens - ist wohl möglich!). Die Unternehmen werden nehmen müssen, was auf dem Markt ist. Die meisen Unternehmen haben uns zumindest gesagt, dass sie kein Problem mit Bachelor Absolventen haben.
    Noch was zu der Bachelor/Master Quote. In meinem Bachelorjahrgang haben ca. 40 abgeschlossen, davon machen nun 6 (incl. mir) einen Master. Ich habe allerdings an einer FH studiert. Wie es an den Unis aussieht weiß ich nicht.
    Was des Beispiel des Autors des Artikels angeht: Zwei schlechte Klausuren versuaen einem nicht dermassen den SChnitt!. Um eine 2,7 als Durchschnitt zu kriegen muss man noch einiges mehr auf dem Kerbholz haben. Da hätte Joachim Flunker vorher mehr üben müssen

    Antwort auf "Unfug"
    • dola
    • 27.10.2009 um 22:58 Uhr

    Die Abschlussnote im Bachelorzeugnis setzt sich aus allen waehrend des Studiums erbrachten Leistungen zusammen, so dass fuer eine 2.7 schon eine ganze Reihe verhunzter Klausuren noetig sind.

    Vermutlich wird die Vergabe der Masterplaetze so ablaufen, dass die Universitaeten eigene Studenten, die halbwegs befriedigende Leistungen erbracht haben, akzeptieren. Bei externen Bewerbungen werden sie aber wahrscheinlich sehr genau auf die Noten und die Hochschule, an der diese erbracht wurden, schauen. Wer sich waehrend seines Bachelorstudiums ein bisschen eingeschleimt hat, duerfte auch mit einem mittelmaessigen Zeugnis einen Platz fuer ein Masterstudium an seiner Hochschule bekommen. Wer den Einschnitt fuer einen Wechsel der Hochschule nutzen moechte, wird dafuer einen erstklassigen Bachelorabschluss brauchen.

    Ansonsten kann ich jedem Bachelorabsolventen nur empfehlen, auch Masterprogramme im (europaeischen) Ausland nicht ausser Acht zu lassen.

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    die Noten sagen aber in den wenigsten Fällen etwas aus.

    Bei uns ist eine Note um 2.8 oder so in den Klausuren Durchschnitt.
    Es existieren jedoch verschiedene Varianten im Fach BWL einen polierten Schnitt zu haben.
    Auslandsaufenthalte in den USA mit der vorteilhaften Notenumrechnung.
    Laberfächer bei Auswendigtalent, math. Fächer bei mathematischer Begabung.
    Bei manchen Professoren einfach keine Prüfungen außer die verpflichtenden Schreiben.

    Bestraft wird, wer eine gute wissenschaftliche Ausbildung anstrebt: Klausuren, Seminare und Bachelorarbeit bei Top-Professoren mit dementsprechend schlechten Noten. Aber dafür mit hohem Lerneffekt und krassen Leistungen.

    Letztlich werd ich keine Probleme haben unter die 2,5 zu kommen. Aber es wäre auch kein Problem gewesen, eine 1,x zu erreichen. Vorausgesetzt man hätte die Information, welche Profs gute Noten verteilen und welche nicht. Die schweren Klausuren alle in den USA schreiben. Bachelorarbeit bei nem Prof, der gegen das Leistungsdenken an Hochschulen ist und aus Prinzip 1,x draufschreibt.

    Ergo - Teile der Intelligenz werden Deutschland verlassen.

    die Noten sagen aber in den wenigsten Fällen etwas aus.

    Bei uns ist eine Note um 2.8 oder so in den Klausuren Durchschnitt.
    Es existieren jedoch verschiedene Varianten im Fach BWL einen polierten Schnitt zu haben.
    Auslandsaufenthalte in den USA mit der vorteilhaften Notenumrechnung.
    Laberfächer bei Auswendigtalent, math. Fächer bei mathematischer Begabung.
    Bei manchen Professoren einfach keine Prüfungen außer die verpflichtenden Schreiben.

    Bestraft wird, wer eine gute wissenschaftliche Ausbildung anstrebt: Klausuren, Seminare und Bachelorarbeit bei Top-Professoren mit dementsprechend schlechten Noten. Aber dafür mit hohem Lerneffekt und krassen Leistungen.

    Letztlich werd ich keine Probleme haben unter die 2,5 zu kommen. Aber es wäre auch kein Problem gewesen, eine 1,x zu erreichen. Vorausgesetzt man hätte die Information, welche Profs gute Noten verteilen und welche nicht. Die schweren Klausuren alle in den USA schreiben. Bachelorarbeit bei nem Prof, der gegen das Leistungsdenken an Hochschulen ist und aus Prinzip 1,x draufschreibt.

    Ergo - Teile der Intelligenz werden Deutschland verlassen.

  2. 5.

    die Noten sagen aber in den wenigsten Fällen etwas aus.

    Bei uns ist eine Note um 2.8 oder so in den Klausuren Durchschnitt.
    Es existieren jedoch verschiedene Varianten im Fach BWL einen polierten Schnitt zu haben.
    Auslandsaufenthalte in den USA mit der vorteilhaften Notenumrechnung.
    Laberfächer bei Auswendigtalent, math. Fächer bei mathematischer Begabung.
    Bei manchen Professoren einfach keine Prüfungen außer die verpflichtenden Schreiben.

    Bestraft wird, wer eine gute wissenschaftliche Ausbildung anstrebt: Klausuren, Seminare und Bachelorarbeit bei Top-Professoren mit dementsprechend schlechten Noten. Aber dafür mit hohem Lerneffekt und krassen Leistungen.

    Letztlich werd ich keine Probleme haben unter die 2,5 zu kommen. Aber es wäre auch kein Problem gewesen, eine 1,x zu erreichen. Vorausgesetzt man hätte die Information, welche Profs gute Noten verteilen und welche nicht. Die schweren Klausuren alle in den USA schreiben. Bachelorarbeit bei nem Prof, der gegen das Leistungsdenken an Hochschulen ist und aus Prinzip 1,x draufschreibt.

    Ergo - Teile der Intelligenz werden Deutschland verlassen.

    Antwort auf "Die Abschlussnote im"
  3. Geht es hier um das Problem, dass es scheinbar an vielen Orten nicht genügend Master-Studienplätze gibt (vgl. die BwewerberInnenzahlen im Artikel), oder um die Noten einer fiktiven Person? Ganz davon ab, dass diese Note nur schlecht erscheint, weil bisher an Unis i.d.R. exorbitant gute Noten vergeben wurden (oder in Jura ungewöhnlich schlechte), die auch nicht mehr zu einer Differenzierung der
    AbsolventInnen führen und sich somit konzeptuell dem Nonsens annähern (ggf. empfehle ich hier ein Buch über pädagogische Psychologie zum Verständnis), geht es hier nicht um diese Person. Es geht auch nicht darum, wei ich mit möglichst wenig Aufwand gute Noten erreiche.
    Es geht um das gesellschaftliche Problem, dass im Rahmen der Umsetzung des Bolognaprozesses noch weniger als bisher ausreichend Nachwuchs für hochqualifizierte Berufe ermöglicht wird. Da geht es durchaus auch um formale Vorraussetzungen, das Beispiel der Psychologie ist im Artikel besonders treffen (PsychThG). Dort gibt es z.B. unter den ersten BSc-Jahrgängen einiger Unis bis zu 80% Arbeitslose AbsolventInnen, da kein Masterstudiengang existiert und die anderen nicht berufsfähig sind.
    Auch in Ingeneursberufen erscheint es absurd, wenn Leute nur noch Braumaschinen bauen können, aber keine Bagger mehr, obwohl sie ein gutes Studium hinter sich haben.

    Alles Andere ist eine Frage davon, ob man ruhmesunabhängig viel lernen, oder einfach auf einen tollen Lebenslauf und edle Noten hin studieren will.

  4. Also ich kann nur dazu sagen, dass von den anfangs 20 Leuten noch 8 übrig sind. Wir bekommen alle einen Masterstudium in der Prüfungsordnung garantiert. 2,7 davon träumen beu uns sehr viele. 90% haben 3,5-4,0. Es gibt nur einen der mit 2 abschließt. Es verdammt hart überhaupt durch di klausuren durchzukommen. Durchfallquoten von 60% sind fast alltag.

  5. Ich möchte mich dem Kommentar von michaelwi und besonders seiner Aussage "Bestraft wird, wer eine gute wissenschaftliche Ausbildung anstrebt: Klausuren, Seminare und Bachelorarbeit bei Top-Professoren mit dementsprechend schlechten Noten. Aber dafür mit hohem Lerneffekt und krassen Leistungen." zustimmend anschließen.
    Außerdem kann ich die Aussage von Xeno1987 nur unterstreichen.
    Jo Bandura möchte ich gerne ein Buch zur allgemeinen Psychologie empfehlen. Ja, es geht tatsächlich um ein gesellschaftliches Problem und damit auch um den Einzelnen, als Träger einer solchen und damit und vorallem um seine Bedürfnisse und Motivationen.
    Ich denke, ein grundlegendes Problem liegt darin, das die Wenigsten ihre Bedürfnisse so äußern und artikulieren können, dass sie von den entsprechenden Personen verstanden und ddadurch korrekt Rückgemeldet werden können (in welcher Form auch immer).

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