Studenteninitiative Grüner wird’s doch
Studenten pauken nicht nur, viele von ihnen schieben auch Projekte an. In Tübingen kümmert sich "Greening the University" um Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung.
Was machen die da? Seit rund zweieinhalb Jahren setzt sich die Studenteninitiative Greening the University an der Uni Tübingen für Umweltschutz ein und versucht, das Thema Nachhaltigkeit stärker in Lehre und Forschung zu integrieren. Die Idee dazu kam einem der Gründer bei seinem Auslandssemester in den USA, wo Umweltschutz an den Hochschulen schon lange eine weitaus größere Rolle spielt als hierzulande.
Was machen die genau? Sie haben in Tübingen das Umweltzertifikat EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) eingeführt, mit dem sich die Uni freiwillig dazu verpflichtet, Ressourcen wie Wasser und Energie effizienter zu nutzen und deren Verbrauch zu verringern. Zudem haben sie eine Studium-generale-Reihe zur Umweltbildung organisiert, das "Studium Oecologicum", für das man sogar einen Schein bekommen kann. "Wir wollen eine Uni, an der Nachhaltigkeit gelehrt, erforscht und gelebt wird", sagt David Löw-Beer, der Vorsitzende der Initiative. Sein Verein wurde sogar zum Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ernannt.
Was kann man dabei lernen? Sehr viel, vom Mähen des Campusrasens bis hin zum Verhandeln – in diesem Fall mit der Universitätsleitung.
Ist das nachahmenswert ? Mehrere Unis wollen das Konzept inzwischen umsetzen. Allen Interessierten bieten die Tübinger ihre Unterstützung an: www.greening-the-university.de
Möchten Sie ein eigenes Projekt vorstellen? Dann schreiben Sie an projektmappe@zeit.de
- Datum 16.11.2009 - 13:08 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.10.2009 Nr. 06
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