Eignungstests Wie gut bin ich wirklich?Seite 5/5
Welche Tests gibt es?
Kenntnistests fragen Erlerntes ab (Beispiel: Sprachtest, Allgemeinbildungstest). Fähigkeitstests (zum Beispiel der Medizinertest) prüfen unter anderem das logische Schlussfolgern oder das räumliche Vorstellungsvermögen. Neigungstests ergründen Interessen und Erfahrungen, etwa um die Studien- und Berufswahl zu erleichtern.
Lernen hilft bei Kenntnistests. Für Fähigkeitstests bringe Training dagegen nichts, sagen Testanbieter. Falsch, kontern kommerzielle Trainingsinstitute. Auf jeden Fall sollte man sich vorab mit der Art der Fragen vertraut machen. Die meisten Testveranstalter stellen dafür Aufgaben bereit. Tipp: nicht verwirren lassen, wenn die in den Aufgaben beschriebenen Zusammenhänge dem Alltagswissen widersprechen. Es zählt allein die innere Logik des Tests. Bei Multiple-Choice-Aufgaben mit nur einer richtigen Antwort sollte man auch ein Kreuzchen machen, wenn man ratlos ist. Manchmal hilft der Zufall.
Bei Assessment-Centern (AC), die als Tests im weiteren Sinne gelten können, kann sich Training durchaus auszahlen. Gut, wenn das AC für den Traumjob nicht das erste ist. Alle Gelegenheiten zum Üben nutzen!
Test-Tipps im Internet
Wie denken Studenten über Tests? Weitere Ergebnisse der repräsentativen Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) sind nachzulesen unter www.zeit.de/campus/getestet
Was will ich?
Allgemeine Orientierungstests bieten unter anderem die Unis Bochum und Hohenheim sowie ein Zusammenschluss norddeutscher Universitäten an
http://www.borakel.de
http://www.was-studiere-ich.de
http://www.selfassessment.uni-nordverbund.de
Will ich Lehrer werden?
Die Antwort leichter machen soll das Portal Career Counceling for Teachers, zu dem auch ein Test gehört
http://www.cct-germany.de
- Datum 30.11.2009 - 15:21 Uhr
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- Quelle ZEIT CAMPUS 06/09
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Endlich hat mal breitgefächerte Plattform ausgesprochen, was sich viele nicht zu sagen trauen: Tests sind so relativ! Meine Erfahrung lehrt mich, sehr sensibel die Frage nach dem "wie gut bin ich wirklich" auszuwerten. Denn es kommt immer wieder auf den Zusammenhang an. Und Fachbegriffe gehören übersetzt, Grafiken erklärt und ungewünschte Ergebnisse so gedeutet, dass Chancen entstehen, aber keine Depressionen ausgelöst werden. Ich wünsche mir weniger Testgläubigkeit, mehr Gnade der Psychologen und mehr Lockerheit bei Teilnehmern - dann sind Tests in allen Bereichen der Bildungs- und Arbeitswelt ein probates Mittel um sich besser kennen zu lernen.
Die Leute sind ja eher arbeitsfaul. Entweder findet man die Tests in entsprechenden Büchern oder bekommt sie von höheren Semestern. Auch für die überschätzten Assessment Center kann man sich vorbereiten. Das Problem bei der Geschichte ist, dass Rankings die Relevanz verschieben. Sie gaukeln vor, bestimmte Faktoren seien wichtig, andere nicht. Man optimiert sich dann auf diese Faktoren hin, um besser im Ranking dazustehen, ohne konkret etwas verbessert zu haben. Siehe Unis und Uni-Rankings, bei denen die Zeit ja auch gern mitmacht.
zu solchen Unfug sagen? Tests abgeschafft? Es gibt Bereich, da ist D Spitze, aber sicher nicht dort, wo regelmäßig die Leistung nicht überprüft wird
Hier wird schon lange alles getestet...
GCSE... AS-level, A2-Level...
Und das Ergebnis:
Das Land geht vor die Hunde...
(von Deutschland nach England umzuziehen war ein großer Fehler - nach dem Bachelor bin ich hier raus)
Da gibts doch auch diesen Möchtegernhochbegabtenverein, der asich mit seiner Intelligenz aufplustert. Und damit prahlt, dass alle Mitgleider ja den IQ-Test bestanden hätten und damit wesentlich intelligenter seien als ihre Mitmenschen. Und damit ganz deutlich zeigen, dass sie nur unsicherer sind; wer wirklich intelligent ist, hat es nicht nötig, sich so einem Verein anzuschließen und weiss auch, dass prahlen mit der eigenen Intelligenz eventuell auch zu Neid führt. Und weiss auch, dass jeder irgendwann auf 130 IQ-Punkte kommt, wenn er die Tests nur ordentlich übt.
Leider wird die Pisa Studie immer und immer wieder als "Paradebeispiel" angeführt. Dabei ist doch (zumindest bzgl. der ersten Pisa-Studie) längst bekannt, dass die Kriterien tendenziös gewählt waren und bei der statistischen Auswertung handwerkliche Fehler gemacht wurden. Schade, dass dermaßen unzuverlässige Daten immer noch bemüht werden...
mir wurde mein ganzes Leben lang immer nur gesagt, wie doof ich bin, jedenfalls in Deutschland. Das fing in der Grundschule an mit dem Musiklehrer, der mich aus dem Unterricht geworfen hat, weil ich angeblich seine schönen deutschen Volkslieder zu schlecht singen würde. Meine Grundschullehrerin hat mich ständig wegen zu schlechter Grammatikkenntnisse nachsitzen lassen. In Mittel- und Oberstufe interessierte sich niemand wirklich dafür, ob man was gelernt hat oder nicht. Und an der Uni war es besonders perfide: da wurde einem nie mitgeteilt, was man für eine Prüfung wirklich lernen mußte! Die Noten wurden dementsprechend als willkürlich empfunden, ob Note 1 oder Note 4, konnte man weder vorher prognostizieren noch hinterher begründen...
Erst an einer amerikanischen Uni hab ich dann gelernt, dass es auch anders geht...
"Selbst der beste Test weiß nicht alles. Ein Test, der die Eignung fürs Medizinstudium misst, verrät nicht, ob jemand später ein guter Arzt sein wird."
Das stimmt. Das tut aber auch kein Abiturdurchschnitt, etc. Im Grunde kann die Universalisierung solchen Ansprüchen generell nicht gerecht werden, denn es ist ja das Individuum, das am Ende die Leistungen erzielen soll.
Da stoßen die Test dann auch auf ihre Grenzen, denn sie versuchen Normen für etwas zu schaffen, für das es keine allgemeingültigen Normen gibt. Was ist gut? Was ist wichtig für den späteren Job? All das sind doch teilweise oder gänzlich subjektive Wahrnehmungen, die man selbst, aber auch der Professor oder spätere Arbeitgeber individuell stellt und bewertet.
Natürlich können Tests dabei unterstützend sein, aber eben nicht als nec plus ultra. Der Artikel beleuchtet die verschiedenen Facetten dabei ja sehr ausführlich und ausgiebig. Wichtig finde ich es aber - wie auch erwähnt, aber ich stelle es nochmal heraus -, dass natürlich ein Unterschied zwischen den Facebook- und Freizeittests besteht, die auf eine angebliche Persönlichkeitsidentifizierung abzielen (fast schon Orakel- und Horoskopgleich), und solchen, in denen die Leistung von einer Stunde manchmal maßgeblich für den späteren beruflichen und persönlichen Werdegang sind. Druck und Spaß sind dabei ja ganz unterschiedliche Motivatoren.
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