Die perfekte Party Notfallplan
Keiner tanzt, das Bier ist alle, und die Gäste streiten. Wie man Party-Probleme löst, bevor die Ersten abhauen
So rettet man den Abend – und den Teppich
Das Problem: Keiner tanzt!
Die Lösung: Enthemmung. Die Tanztherapeutin Elke Wilke sagt: »Wer sich offensiv zeigt, hat in unserer Kultur immer das Gefühl, sich einer Bewertungssituation auszusetzen.« Deshalb hilft alles, was den Gästen das Gefühl gibt, nicht sichtbar zu sein. Wilke rät, das Licht stark zu dimmen oder viele Menschen gleichzeitig zum Tanzen aufzufordern.
Das Problem: Blasen an den Füßen vom Tanzen!
Die Lösung: Ein alter Bundeswehrtrick ist, mithilfe einer Nadel einen circa 30 Zentimeter langen Bindfaden vorsichtig durch die Blase zu ziehen. Die Nadel sollte man vorher desinfizieren. Der Faden saugt die Flüssigkeit auf. Das Ganze macht man besser dort, wo niemand zuschaut.
Das Problem: Gleich gibt es eine Prügelei!
Die Lösung: Kommt darauf an, was für ein Typ man ist. Wer nicht dazwischengehen will, kann versuchen, den Streit zu beenden, indem er die Situation verändert. Er knipst zum Beispiel das Licht an oder macht die Musik aus. Der Deeskalationsexperte Helmut Püschel empfiehlt, eine Reaktion zu wählen, die dem eigenen Charakter entspricht. »Wer sich gegen seine eigene
Das Problem: Das Bier ist alle!
Die Lösung: Den Nachtlieferdienst anrufen, egal, wie spät es ist. So etwas gibt es mittlerweile in fast jeder großen Stadt. Berlin: Drive2you, Kasten Beck’s: 23,76 Euro, Tel. 0700/22702270. Hamburg: Stardrinks, Kasten Beck’s: 18,99 Euro, Tel. 040/61199589. München: Alkoport, Kasten Beck’s: 24 Euro, Tel. 089/31699966.
Das Problem: Rotweinflecken auf dem Flokatiteppich!
Die Lösung: Weißwein. Den Wein auf den Teppich gießen, Papiertücher drauf, mit einem Buch beschweren, einwirken lassen. Ansonsten hilft auch Glasreiniger oder Rasierschaum. Draufsprühen und mit einer Bürste scheuern. Einwirken lassen und später mit einem trockenen Tuch abreiben. Veranlagung zu einem bestimmten Verhalten zwingt, verschlimmert die Situation oft nur«, sagt er. Menschen mit kreativer Ader gelingt es manchmal, mithilfe einer absurden Aktion zu deeskalieren, zum Beispiel indem sie eine Polonaise anfangen. Püschel nennt das die »Paradoxe-Intervention-Strategie«. Wer weiß, dass er beruhigend auf andere wirken kann, sollte versuchen, die Streitenden direkt anzusprechen.
- Datum 29.12.2009 - 17:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 01.12.2009 Nr. 01
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