Wirtschaftswissenschaften Wie wird man Millionär, Herr Wisser?
Neben dem BWL-Studium gründete er eine Putzfirma. Heute hat Claus Wisser mehr als 23.000 Mitarbeiter. Wie hat er das geschafft?
ZEIT CAMPUS: Herr Wisser, erinnern Sie sich noch, wie viel Geld Sie hatten, als Sie mit 21 Jahren Ihr Unternehmen gründeten?
Claus Wisser: Ja – 50 Mark.
ZEIT CAMPUS: Das war Ihr Startkapital?
Wisser: Was heißt hier Startkapital? Ich hatte sonst nichts. Wenn ich in mein Portemonnaie geschaut habe, waren da 50 Mark drin.
ZEIT CAMPUS: Und heute, mit 67?
Wisser: Ehrlich, das habe ich nie ausgerechnet. Die Firma hat mittlerweile über 23.000 Mitarbeiter und 727 Millionen Euro Umsatz. Aber was sie wert ist, interessiert mich nicht. Ich will ja nicht verkaufen.
ZEIT CAMPUS: Verraten Sie uns, wie man Millionär wird?

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Wisser: Man wird nicht reich, wenn man denkt: Wie mach ich das? Sondern wenn man eine Idee hat, die vielen Menschen nutzt.
ZEIT CAMPUS: Aber Geld ist doch ein Ansporn.
Wisser: Das Geld war nie mein Ziel. Für mich war Geld so lange wichtig, bis ich 10.000 Mark im Monat hatte, danach nicht mehr.
ZEIT CAMPUS: Was war danach Ihre Motivation?
Wisser: Ich brauche keine, ich arbeite gerne.
ZEIT CAMPUS: Ging es Ihnen vielleicht ums Prestige?
Wisser: Nein! Ich arbeite gerne, ich bin evangelisch. Arbeit gehört für mich zum Leben.
ZEIT CAMPUS: Dann fragen wir eben: Wie wird man ein erfolgreicher Unternehmer?
Wisser: Einverstanden.
ZEIT CAMPUS: Und?
Wisser: Zuerst muss man an die Kunden denken. Was brauchen und wollen sie? Dann muss man fleißig sein, intelligent, aber nicht hochintelligent, das steht einem bei praktischen Entscheidungen eher im Wege. Sagen wir: Man benötigt praktische Intelligenz. Man muss Chancen nutzen. Zum Beispiel etwas machen, was andere ungern machen. Andere Studenten wollten als Nebenjob VW-Bus fahren, das war beliebt, aber schlecht bezahlt. Ich habe stattdessen Teppiche geklopft und damit dreimal so viel Geld verdient.
ZEIT CAMPUS: Wie kamen Sie zum Putzen?
Wisser: Neben dem BWL-Studium hatte ich einen Studentenjob bei einer Leasingfirma namens »Maschinenmiete«: Akten anlegen, Rechnungen schreiben und so weiter. Ich war Aushilfsstudent, erst drei Stunden am Tag, dann sechs, zehn, samstags, sonntags. Ich kam kaum noch zum Studieren. Mein Chef fragte: »Was wird das für ein Bummelstudium? Meld doch eine Firma an, und putz unser Büro!«
- Datum 15.12.2009 - 13:14 Uhr
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- Quelle ZEIT Campus 01/2010
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...vor dieser Lebensleistung.
Es gibt Menschen, denen gönnt man ihren Erfolg und Wohlstand.
(Dies besonders an all die Manager, die, auf scharfe Kritik an ihnen angesprochen, stets mit "Neidergesellschaft, typisch deutsch!" antworten.
Moderne Märchen haben den Vorteil, dass man sie nicht als solche erkennt. Aber eben mit solchen Märchen leisten die Medien oder besser die Vierte Gewalt ihren Betrag zur Demokratie. Jeder kann es schaffen, auch Du! lautet die Botschaft an den Adressaten. Das ist die endgültige Amerikanisierung Europas, der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär.
@wawerka: Warum ist es eigentlich so verpönt neidisch zu sein? Oder: Warum ist der Vorwurf des Neides so wirkungsvoll, dass er nahezu jedem Kritiker die Sprache verschlägt? Etwa deshalb, weil Neid moralisch verwerflich ist und Kritik die Moral auf seiner Seite wissen muss, um sich selbst zu legitimieren?!
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
Anhand des Beitrages sieht man wer in Deutschland als Mittelständler agiert, weitab von den Feinbildern des "Großkapitals". Hier wird sie gelebt die Logik "was verdient wird fliesst ins Unternehmen und beschert weitere Arbeitsplätze"! Würde er Traumlöhne bezahlen könnte er nicht wirtschaften, Herr Wisser ist aber auch kein Millionär wie ihn der Boulevard gerne abbildet. Ich denke recht bescheiden und selbst nicht auf das Maximum seines persönlichen Gewinns aus!
Leider werden solche Unternehmer, von denen es so viele wirklich gibt, nicht in den Medien präsentiert, denke da an Will, Illner und Co.
Da entsteht in der dt. Gesellschaft ein Zerrbild und auch Neid, das lässt sich eben besser verkaufen! Personen wie Herr Wisser haben auch keine wirkliche Lobby! In der öffentlichen Diskussion stehen höchstbezahlte Arcandormanager gegen Hartz4-Bezieher.... Der einzige kauzige Vertreter ist dann Herr Grupp von Trigema, der als "Mustermittelständler" herhalten muss...
Danke werte ZEIT, für dieses Interview! Mehr davon! Ich hätte ein paar Vorschläge....
Also nochmal: Warum ist es so verwerflich neidisch zu sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
[ entfernt: Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
... wie Menschen sich auf ihre Unbildung etwas einbilden und sich mit ihrer Charakterlosigkeit prostituieren.
... wie Menschen sich auf ihre Unbildung etwas einbilden und sich mit ihrer Charakterlosigkeit prostituieren.
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