Wirtschaftswissenschaften Wie wird man Millionär, Herr Wisser?Seite 5/5
ZEIT CAMPUS: Dann kam die Textilkrise.
Wisser: Im ersten Jahr machten wir noch richtig Gewinn, dann kam es knüppeldick. Ursache waren Veränderungen auf dem Weltmarkt. Die Länder, in denen Baumwolle wächst, Ägypten, Indien, haben selbst Spinnereien und Webereien aufgebaut. Das Ganze endete damit, dass in Deutschland die Muster und das Marketing gemacht wurden und alles andere woanders.
ZEIT CAMPUS: Diese Länder haben ihre Chance genutzt.
Wisser: Und das war auch richtig, es war sogar ökologisch sinnvoll, weil es Transporte sparte.
ZEIT CAMPUS: Sie mussten damals Tausende Mitarbeiter entlassen. Wie fühlte sich das an?
Wisser: Das ging mir stark an die Nieren, solche Niederlagen war ich nicht gewohnt. Wir haben damals überall Sozialpläne aufgestellt, wir haben keine Pleite gemacht, das war mir wichtig.
ZEIT CAMPUS: Wie lange hat es gedauert, bis Sie keine Schulden mehr hatten?
Wisser: Fünfzehn Jahre lang flossen alle Gewinne in die Tilgung. Ich glaube, das hat mich motiviert, in Krisen bin ich besonders gut. Ohne diese Niederlage hätte ich heute wahrscheinlich nicht diesen Erfolg im Facility Management.
Claus Wisser, 67, ist bis heute Mehrheitseigner der WISAG-Gruppe. Die Geschäfte führt mittlerweile sein Sohn Michael
Die Fragen stellten Justus Bender und Nadja Kirsten
- Datum 15.12.2009 - 13:14 Uhr
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- Quelle ZEIT Campus 01/2010
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...vor dieser Lebensleistung.
Es gibt Menschen, denen gönnt man ihren Erfolg und Wohlstand.
(Dies besonders an all die Manager, die, auf scharfe Kritik an ihnen angesprochen, stets mit "Neidergesellschaft, typisch deutsch!" antworten.
Moderne Märchen haben den Vorteil, dass man sie nicht als solche erkennt. Aber eben mit solchen Märchen leisten die Medien oder besser die Vierte Gewalt ihren Betrag zur Demokratie. Jeder kann es schaffen, auch Du! lautet die Botschaft an den Adressaten. Das ist die endgültige Amerikanisierung Europas, der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär.
@wawerka: Warum ist es eigentlich so verpönt neidisch zu sein? Oder: Warum ist der Vorwurf des Neides so wirkungsvoll, dass er nahezu jedem Kritiker die Sprache verschlägt? Etwa deshalb, weil Neid moralisch verwerflich ist und Kritik die Moral auf seiner Seite wissen muss, um sich selbst zu legitimieren?!
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
Anhand des Beitrages sieht man wer in Deutschland als Mittelständler agiert, weitab von den Feinbildern des "Großkapitals". Hier wird sie gelebt die Logik "was verdient wird fliesst ins Unternehmen und beschert weitere Arbeitsplätze"! Würde er Traumlöhne bezahlen könnte er nicht wirtschaften, Herr Wisser ist aber auch kein Millionär wie ihn der Boulevard gerne abbildet. Ich denke recht bescheiden und selbst nicht auf das Maximum seines persönlichen Gewinns aus!
Leider werden solche Unternehmer, von denen es so viele wirklich gibt, nicht in den Medien präsentiert, denke da an Will, Illner und Co.
Da entsteht in der dt. Gesellschaft ein Zerrbild und auch Neid, das lässt sich eben besser verkaufen! Personen wie Herr Wisser haben auch keine wirkliche Lobby! In der öffentlichen Diskussion stehen höchstbezahlte Arcandormanager gegen Hartz4-Bezieher.... Der einzige kauzige Vertreter ist dann Herr Grupp von Trigema, der als "Mustermittelständler" herhalten muss...
Danke werte ZEIT, für dieses Interview! Mehr davon! Ich hätte ein paar Vorschläge....
Also nochmal: Warum ist es so verwerflich neidisch zu sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
Ich denke Ihre Kriti ist unberechtigt! Hier sehen wir doch keine Medienspektakel eines amerik. "Way of Life" sondern ein gutes Beispiel, das für viele Erfolgsgeschichten im Mittelstand steht! Wie glauben Sie denn kommen die vielen Arbeitsplätze im Mittelstand denn zustande? Durch Subventionen? Nein, am Anfang stehen Ideen und auch Rückschläge und wenn eine Prise Glück dazukommt, dann viel. am Ende ein mittelständisches Unternehmen. Der Initiator geht ein gr. persönliches Risiko ein, denn eine "normale" Karriere z.B. bei der Bank wäre wohl schneller und mit weitaus weniger persönlichen Risiko zu erreichen!
Leider war Deutschland nach dem Krieg offener für Karrieren, ich denke da an viele Mittelständler, die auch ohne Studium zum Erfolg kamen. Heute wird ja immer ein Studium und andere Leistungen vorausgesetzt, bevor man sich bewähren darf und die Bewährung findet immer in der Praxis statt.
Ich denke die Rückschläge und Fehler des Herrn Wisser waren für Ihn eher kein Märchen!
Jedenfalls bildet dieser Artikel eben eine Realität ab, die es in Deutschland öfter gibt (Mittelstand) als sie denken!
http://de.wikipedia.org/wiki/Todsünden
Vielleicht weil es, das meine ich wirklich nicht persönlich, ein einfaches Gefühl ist?
Zudem erscheint es mir auch in erster Linie ein relativ "dummes" Gefühl zu sein, denn es wäre ja weitaus sinnvoller zu fragen was die erfolgreiche Person anders macht..
Ferner gibt es für neidische Menschen ja auch kein Ende, denn es gibt wohl immer Jemanden, der "mehr" besitzt (finanziell, geistig) und einem überlegen scheint.
Ich denke Herr Wisser hat kein oder kaum Neidgefühle, er sieht ja auch nicht den persönlichen Gewinn als Erfolg sondern den Erfolg der Firma aufgrund seiner Grundsatzentscheidungen....
[ entfernt: Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
... wie Menschen sich auf ihre Unbildung etwas einbilden und sich mit ihrer Charakterlosigkeit prostituieren.
... wie Menschen sich auf ihre Unbildung etwas einbilden und sich mit ihrer Charakterlosigkeit prostituieren.
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