Mehr Mitsprache und entzerrte Prüfungsphasen
Studenten dürfen mehr mitreden
Unis wie Jena, Hamburg und Bremen haben einen Bologna-Tag veranstaltet, bei dem Studenten, Dozenten, Rektorat und externe Fachleute Verbesserungsmöglichkeiten besprochen und einen Zeitplan für die Umsetzung festgelegt haben. An der Uni Tübingen wurde ein Runder Tisch eingerichtet, durch den Studenten sich stärker an den Themen beteiligen können, die sie betreffen. Ein Newsletter informiert über Neuerungen. An der Uni Passau bekommen die Studenten einen zweiten stimmberechtigten Vertreter im Senat. Das Psychologische Institut der Uni Göttingen hat Feedbackgespräche zwischen Studenten und Dozenten eingeführt.
Die Prüfungszeit wird entzerrt
An der Uni Ulm ballen sich die Prüfungen nicht mehr am Semesterende, sondern finden auch während des Semesters statt. An allen Fachbereichen der Uni Jena wird darüber nachgedacht, Prüfungen zu reduzieren. Am Institut für Psychologie der Uni Göttingen wurden Prüfungen teilweise durch andere Leistungsnachweise wie die schriftliche Ausarbeitung eines Experiments ersetzt, manche wurden auch ganz abgeschafft.
Die Lehre wird verbessert
Die Uni Greifswald bildet ihre Dozenten jetzt in einem Seminar »Didaktik für Hochschullehrer« weiter. Die Uni Münster hat eine Abteilung »Qualität in der Lehre« eingerichtet, die TU Chemnitz eine Arbeitsgruppe »Qualität in Lehre und Studium«, die die Umsetzung des Bologna-Prozesses verbessern soll. Die Uni Göttingen will auch ihr Angebot erweitern und den Studenten ein Studium generale anbieten, das ein Sechstel des Studiums ausmachen darf.
Studenten kriegen Zeit für Politik
An der Uni Köln gibt es vom nächsten Semester an ein »studentisches Zeitfenster« einmal pro Woche von 12 bis 14 Uhr, in dem keine Vorlesungen stattfinden. Hier sollen alle Studenten die Möglichkeit haben, sich zu Diskussionen zu treffen, ohne dass sie dafür Seminare ausfallen lassen müssen.
Isa und Chris haben sich gefunden
Der Arabistikstudent und die Medizinerin haben sich beim gemeinsamen Demonstrieren an der Uni Göttingen verliebt. Allein dort sind mindestens fünf weitere Protestpärchen entstanden. Ob sich die Proteste auch auf die Geburtenrate ausgewirkt haben, wurde noch nicht ermittelt.
Mitarbeit: Katharina Wagner
- Datum 23.02.2010 - 10:22 Uhr
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- Quelle ZEIT Campus 2/2010
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