Burn-Out "Ich wollte nur noch fliehen"
Anfang 30 und schon Professor – davon träumen viele. Doch der Erfolg erfordert starke Nerven. Ein Betroffener schildert, wie er an seiner Karriere fast zerbrochen wäre.

Wenn die Angst den Job begleitet, hilft oftmals nur noch eine professionelle Therapie
An einem Donnerstagnachmittag im Sommersemester vor zwei Jahren bin ich aus der Fakultätsratssitzung geflohen. Ich habe mitten in meinem Vortrag abgebrochen und bin davongelaufen. Vor den Kollegen, die mich erwartungsvoll ansahen – und vor dem Druck, den ich mir selbst gemacht hatte.
Die Panikattacke kam plötzlich; überraschend kam sie nicht. Heute ist mir klar, dass es vorher viele Warnsignale gegeben hat, die ich heruntergespielt habe. Ich habe eine Professur auf Probe an einer großen Uni in Baden-Württemberg. Wenn mich Freunde fragten, wie es mir mit dem neuen Job gehe, habe ich geantwortet, dass ich mir nicht vorstellen könne, diese Belastung ein Leben lang auszuhalten. Und dann habe ich gelacht, haha, natürlich sei das nur ironisch gemeint! Mit Anfang 30 schon Professor, das ist doch eine erfolgreiche Laufbahn, davon träumen viele. Ich habe es geschafft, da darf ich mich doch nicht beklagen!
Wenigen habe ich von meinen Ängsten erzählt, von meinen schlaflosen Nächten, in denen ich um vier Uhr schon einmal meine E-Mails lese – ich bin ja eh wach.
Was, wenn die Professur nicht entfristet wird?, fragte ich mich in diesen Nächten. Wenn irgendwann herauskommt, dass ich gar nichts kann? Als ich einen Ruf an eine andere Uni bekam, hätte ich beruhigt sein müssen – die Zukunft war gesichert. Stattdessen aber sah ich neue Konflikte: Wenn ich in eine andere Stadt ginge, müsste mein Kind die Schule wechseln, meine Frau eine neue Stelle suchen...
- Burn-out
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Was ist Burn-out? Von einem Burn-out wird heute gesprochen, wenn der Patient drei Symptome zeigt: Er ist emotional und körperlich erschöpft, entfremdet sich immer mehr von seiner Arbeit, zieht sich von Freunden zurück, da er keine Kraft mehr für sie aufbringt, und hat das Vertrauen in seine Fähigkeiten verloren.
Wie kommt es dazu? Gefährdet ist, wer dauerhaft an seine Grenzen geht, was Zeit und Energie betrifft. Dazu können Frustrationen kommen, wenn etwa ein Dozent oder ein Chef die eigene Arbeit nicht anerkennt, wenn man nicht die Noten oder die Bezahlung bekommt, die angemessen wären.
Bin ich gefährdet? Das können Sie mit diesem Test nachprüfen: www.burnout-fachberatung.de/burnout-test.htm
Auch wenn Sie noch nicht vor dem Zusammenbruch stehen, diese Zeilen Sie aber zum Nachdenken gebracht haben, sollten Sie etwas gegen Ihre Überlastung tun.
- Was kann ich dagegen tun?
Eine Erholungspause hilft nur kurzfristig. Sie müssen langfristig lernen, Ihren Arbeits- und Lebensrhythmus zu ändern, sonst werden Sie immer wieder rückfällig. Ein Gespräch mit einem Uni-Psychologen ist ein erster Schritt; gemeinsam suchen Sie nach den Ursachen und legen einzelne Handlungs- schritte fest, etwa die Ziele für das nächste Semester. Wenn Sie zusammenbrechen, hilft er Ihnen, einen Klinikplatz zu finden.
- Wie kann ich vorbeugen?
Mit den Klassikern: Gesund und abwechslungs- reich essen – ein warmes Essen pro Tag in der Mensa. Sport treiben – einmal die Woche Uni-Sport plus zur Uni radeln bringt schon viel. Am besten in der Bibliothek arbeiten – das eigene Zimmer bleibt der Freizeit vorbehalten. Pausen machen, nicht nur zwischen den Lernkapiteln – nehmen Sie das Wochenende zum Entspannen. Vor allem: Lernen Sie, Ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen, und setzen Sie sich Ziele, die damit kompatibel sind.
Nach der Panikattacke hat mich mein Arzt erst einmal krankgeschrieben und mir eine Aufgabe gegeben: Zwei Wochen lang sollte ich nichts tun, nur spazieren gehen. Dass ein Arzt ganz offiziell meine Belastung als Krankheit bezeichnete, war wie eine Befreiung. Es lag nicht an mir, ich war nicht faul, ich war krank. Ich fühlte mich beflügelt! Die folgenden Wochen waren wohl die produktivsten meiner Karriere – anstatt in der Natur verbrachte ich sie am Schreibtisch. Danach war meine Publikationsliste um zwei Aufsätze länger, und auch mein Buch war ein gutes Stück vorangekommen.
Aber an meinem ersten Tag zurück an der Uni war auch die Angst wieder da. Es war, als führte ich zwei getrennte Leben: Täglich hatte ich stundenweise Angstzustände, in denen ich nur weglaufen und mich verkriechen wollte. Ich fühlte mich nicht in der Lage, andere Menschen zu treffen, ein Gespräch zu führen. In den Phasen, in denen ich klar denken konnte, habe ich dann sofort wieder begonnen, zu arbeiten wie bisher. Dabei hätte mir längst klar sein müssen, dass die nächste Angstphase nur wenige Stunden entfernt ist. Irgendwann war die Verzweiflung so groß, dass ich mir Hilfe geholt und mit einer Therapie begonnen habe. Zum Glück. Seitdem lerne ich mühsam, meine Ansprüche an mich selbst zurückzuschrauben, die mich fast kaputtgemacht hätten.
Der anonyme Autor ist Anfang 30 und hat inzwischen Angebote von weiteren Unis bekommen. Die Selbstzweifel bleiben
- Datum 06.06.2010 - 08:43 Uhr
- Quelle ZEIT Campus 3/2010
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Nun wird der Eindruck erweckt, als ginge es allen Professoren so. Tatsächlich hat sich erst in den letzten zehn Jahren sehr viel zum Schlechteren für die Anwärter verändert.
Aus politischer Sicht waren einige der Umstellungen von C- auf W-Besoldungssystem wünschenswert. Das geringe Lehrpensum und die immensen Freiheiten der C-Professuren führten in vielen Fällen dazu, dass sich die "Forscher" weitestgehend von Lehre und Universitätsverwaltung zurückziehen konnten.
Leider schlägt das Pendel nun ins andere Extrem um. Für das große Lebensziel, beruflich in der Universität zu bleiben, nehmen die meisten Kandidaten in Kauf, bis wenigstens Mitte 40 zwischen befristeten Stellen in ganz Deutschland und dem Ausland zu wechseln. Hinzu kommen erheblich niedrigere Gehälter (auch dies z.T. durchaus gerechtfertigt), größeres Lehrdeputat und viel höhere Forschungsverpflichtungen (Drittmitteleinwerbung etc.).
Nun mag man sagen: "Die armen Professoren, müssen also mehrmals im Leben die Stelle wechseln. Das geht jedem Handwerker so ..." und es ironisch meinen. Aber wenn man so reagiert, sollte man sich lieber fragen, ob man da nicht dem Fehler erliegt, Verschlechterungen in allen Berufszweigen gegeneinander auszuspielen. Die Zuspitzungen auf dem Arbeitsmarkt treffen selbstverständlich auch die Hochschule.
jede/r der/ die arbeitet, alles perfekt machen will- auch Hausfrauen die Jedem und Allem gerecht werden wollen!
Schlimm wird es noch wenn die Arbeit nicht anerkannt wird, wenn Leistungen gar heruntergespielt werden, oder besser noch, wenn man gemobbt wird- oder noch eins obendrauf- vom Chef gemobbt wird (also Bossing).
Perfekte Berufe die fast jedem Mitarbeiter in einen Burn-Out bringen, sind Außendienstberufe (z.B Pharmaberater), Versicherungsmitarbeiter oder Bankmitarbeiter. Nur haben diese Menschen noch mit dem schlechten Ruf ihrer Branche zu kämpfen, nicht so wie ein Uniprof!
Aber überleben müssen alle irgendwie, in diesem Hochleistungssystem.
Verzichten Sie auf beleidigende Kommentare. Die Redaktion / mh
@Kleinasien: Die in Ihrem Beitrag gezeigte Einstellung zu Menschen mit Problemen finde ich beschämend. Wie neidisch muss man sein, um sich auch noch über Menschen lustig zu machen, die am Rande des beruflichen Scheiterns stehen?
Anders kann ich mir solch einen schwachsinnigen nicht erklären. Bei diesem Mann scheint es sichum einen Junio-Professor zu handeln. Machen Sie sich erst mal schlau was solche Menschen verdienen. Wenn sie da die alten, eingesessenen Professoren vor Augen haben, dann liegen Sie dermaßen daneben. Meine Frau arbeitet in der Wissenschaftsförderung. Was meinen Sie was sie immer von Horror-Szenarien erzählt, wie heute Professoren arbeiten müssen. Gerade mir 30 ist man der .... für alle - da verdient mancher Angestellter mehr.
Zum BurnOut:
Ich habe auch einen hinter mir. Habe ein Jahr in einer Online-Agentur gearbeitet. Laut Vertrag 40 Stunden die Wochen, 50-60 waren normal. Zudem war der Vertrag unrechtlich, da er gegen enige Gesetze verstieß - aber was tut man nicht alles für einen Job. Halbes Jahr Praktikum, dann sollte ich für 700.- Euro Brutto als Mediengestalter eingestellt werden - konnte mich dann auf 1200.- einigen - was trotzdem zu wenig war - aber was tut man nicht alles für einen Job. Ach ja, Förderung vom Amt gabs für ihn auch noch. Wenn dann nur Druck vom Chef bekommt, kein Lob, kurz vor Auslauf der der Förderung auf die Straße gesetzt wird, und dann noch eine Freundin mit Borderline hat, dann macht man das nicht mehr lange.
Das Problem in der heutigen Zeit sind nicht die Probleme, sondern dass sie so konzentriert auftreten und man keine Zeit hat, mal durchzuatmen und aufzutanken...
Nach 6 Wochen Reha ging es dann wieder, aber ich merke es auch heute noch...
Möge Gott verhüten dass Sie einmal vorträge halten dürfen, Sie sind ja ohne jedes Mitgefühl, nur voller Hass und Neid.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidgungen und setzen sie sich mit den Standpunkten anderer Kommentatoren argumentativ auseinander.. Danke, die Redaktion/fk.
@Kleinasien: Die in Ihrem Beitrag gezeigte Einstellung zu Menschen mit Problemen finde ich beschämend. Wie neidisch muss man sein, um sich auch noch über Menschen lustig zu machen, die am Rande des beruflichen Scheiterns stehen?
Anders kann ich mir solch einen schwachsinnigen nicht erklären. Bei diesem Mann scheint es sichum einen Junio-Professor zu handeln. Machen Sie sich erst mal schlau was solche Menschen verdienen. Wenn sie da die alten, eingesessenen Professoren vor Augen haben, dann liegen Sie dermaßen daneben. Meine Frau arbeitet in der Wissenschaftsförderung. Was meinen Sie was sie immer von Horror-Szenarien erzählt, wie heute Professoren arbeiten müssen. Gerade mir 30 ist man der .... für alle - da verdient mancher Angestellter mehr.
Zum BurnOut:
Ich habe auch einen hinter mir. Habe ein Jahr in einer Online-Agentur gearbeitet. Laut Vertrag 40 Stunden die Wochen, 50-60 waren normal. Zudem war der Vertrag unrechtlich, da er gegen enige Gesetze verstieß - aber was tut man nicht alles für einen Job. Halbes Jahr Praktikum, dann sollte ich für 700.- Euro Brutto als Mediengestalter eingestellt werden - konnte mich dann auf 1200.- einigen - was trotzdem zu wenig war - aber was tut man nicht alles für einen Job. Ach ja, Förderung vom Amt gabs für ihn auch noch. Wenn dann nur Druck vom Chef bekommt, kein Lob, kurz vor Auslauf der der Förderung auf die Straße gesetzt wird, und dann noch eine Freundin mit Borderline hat, dann macht man das nicht mehr lange.
Das Problem in der heutigen Zeit sind nicht die Probleme, sondern dass sie so konzentriert auftreten und man keine Zeit hat, mal durchzuatmen und aufzutanken...
Nach 6 Wochen Reha ging es dann wieder, aber ich merke es auch heute noch...
Möge Gott verhüten dass Sie einmal vorträge halten dürfen, Sie sind ja ohne jedes Mitgefühl, nur voller Hass und Neid.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidgungen und setzen sie sich mit den Standpunkten anderer Kommentatoren argumentativ auseinander.. Danke, die Redaktion/fk.
hat sein erstes Schiff mit 21 Jahren kommandiert. Unsere Ausbildungsgänge haben eine perverse Länge erreicht, eine systematische Vorbereitung auf Führungsaufgaben findet -vermutlich seit 1945 oder 1968- nicht mehr statt. 30-jährige Professoren sollten die Regel, nicht die Ausnahme sein. Was glaubt der geneigte Leser, wie sehr sich (noch) ältere Professoren mit zusätzlich körperlichen Gebrechen überfordert fühlen?
da gab es keine Schulen. Der Lord Nelson musste nix wissen über Hydraulik, Motoren, das Bordcomputernetz. Einen "einfachen" Ingenieur kann man sich mit 21 backen, alles andere dauert seine Zeit.
Es scheint so, als würde es Ihnen missfallen, dass Kiunder eine Kindheit und Heanwachsende eine Jugend haben, Zeit, in der sie nicht zur Bereicherung der Reichen nütze sind - oder wie verstehe ich Sie richtig?
Lord Nelson soll an der Seekrankheit gelitten haben. So etwas muss ganz schön Stress machen und könnte - wie ich mir vorstelle - Panikattacken erzeugen. Man stelle sich vor, einer merkt es. Zum Beispiel ein Matrose oder Maat, den Lord Nelson bestrafen ließ. Und wer ein so hohes Amt hat, der hat auch politische Widersacher, Neider. Man stelle sich vor, der Maat, der an Bord mitgekriegt hat, dass der Lord seekrank war, erzählt das in einer Londoner Kneipe. Unsd irgendwie gelangt es an den Königshof und in die Kreise der Machthaber, wo er sicher viele Konkurrenten hat.
Auch ein Professor wird von seinen Studenten bewundert, gefürchtet, beneidet und gehasst. Man stelle sich vor, ein Student, dem der Professor eine schlechte Note gegeben hat, ...
Ich weiss nicht, wie Sie zu dieser Forderung kommen, 30jährige Professoren sollten die Regel sein? Was kann man denn in zehn Jahren lernen, was einen befähigt, Lehre und Forschung bereits in so kurzer Zeit auf eine anspruchsvolle, tiefgehende Weise zu praktizieren? Es sollte meiner Meinung nach eine gute Mischung geben. Junge, fähige Wissenschaftler sollten ihre Chance bekommen, angemessen bezahlt werden und auch gute Arbeitsbedingungen bekommen. Lehre und Forschung sind Spitzen-- und Schlüsselpositionen in unserer Gesellschaft! Um da gut zu sein, braucht man auch Freiraum, geistigen Freiraumm, z.B. um neue Ansätze zu finden. Einige Kommentatoren scheinen sich da nicht auszukennen, blicken neidvoll auf die Gehälter und üben sich in Häme (@6, @3).
Und nun noch ein paar Sätze zu den "körperlichen Gebrechen". Ja, und??? Ein Universitätsprofessor muss keinen Marathonlauf gewinnen können. Er braucht wissenschaftliches Profil, Intelligenz, da kann er ruhig gehbehindert sein etc.... Und dazu die persönliche Erfahrung: von den vielen Menschen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, gab es nur wenige, die für mich durch ihr Wesen überzeugend waren, ein Vorbild an Menschlichkeit, an Werten. Dazu gehörte ein damals schon sehr alter Philosophie-Professor namens Schleißheimer. So heterogen unsere Studentenschaft war, uns einte der Respekt und die Wertschätzung gegenüber diesem gebückt gehenden, zerbrechlich wirkenden alten Mann, der neben großem philosophischem Wissen auch über eine große Menschlichkeit verfügte und über etwas, das heute kaum mehr gibt: Weisheit!
wieviel Arbeit man reinstecken muss um Professor zu sein? Wobei ich glaube dass es sich hier um einen Junior-Professor handelt.
Nur mal als Vergleich: Eine Bekannte von mir hat 2 Jahre an ihrer Doktorarbeit geschrieben (Veterinärmedizin), dass kann man nur wenn man ein geeignetes Thema findet (meistens mit eigenen Forschungen verbunden). Eine Freundin meiner Frau hat 3 Jahre an ihrer Doktorarbeit über Abu Dabhi geschrieben, am ende ist eine Arbeit mit über 400 Seiten rausgekommen. Dazu noch Prüfungen ect... Bei einem Professor sieht das noch ganz anders aus. Da gelten noch mehr Vorrausetzungen.
Und wenn Sie eine Dissertation oder eine Habilitation mit einer Ausbildung gleich setzen, dann zeigt dass deutlich dass Sie keine Ahnung von dem haben, was Sie hier schreiben.
Mehr Training on the Job und mehr Lehre neben dem Job, dass würde uns fit halten und die ewigen Warteschleifen ausschalten. Ich habe Jura studiert... da kriegen Sie kurz vorm Examen echt das Würgen. Mit Blick auf die zwei Jahre bis zum Zweiten.. wenn man dann als 27er oder mit Dr. 29er anfangen soll zu arbeiten...
Vielleicht wäre es auch eine Lösung die Volljährigkeit mal runter zu setzen. Die meisten Jugendlichen sind heute weiter und "verdummen" nur so, weil ihnen langweilig ist, weil sie keine Aufgabe haben. Wie Sie es sagen: Früher haben 21-Jährige Leutnante Panzerwagen kommandiert. Viele haben damals schon seit 5 Jahren gearbeitet. Das war zwar für das falsche System, aber dennoch haben diese Leute gezeigt, dass man mit 21 eine Menge leisten kann!
da gab es keine Schulen. Der Lord Nelson musste nix wissen über Hydraulik, Motoren, das Bordcomputernetz. Einen "einfachen" Ingenieur kann man sich mit 21 backen, alles andere dauert seine Zeit.
Es scheint so, als würde es Ihnen missfallen, dass Kiunder eine Kindheit und Heanwachsende eine Jugend haben, Zeit, in der sie nicht zur Bereicherung der Reichen nütze sind - oder wie verstehe ich Sie richtig?
Lord Nelson soll an der Seekrankheit gelitten haben. So etwas muss ganz schön Stress machen und könnte - wie ich mir vorstelle - Panikattacken erzeugen. Man stelle sich vor, einer merkt es. Zum Beispiel ein Matrose oder Maat, den Lord Nelson bestrafen ließ. Und wer ein so hohes Amt hat, der hat auch politische Widersacher, Neider. Man stelle sich vor, der Maat, der an Bord mitgekriegt hat, dass der Lord seekrank war, erzählt das in einer Londoner Kneipe. Unsd irgendwie gelangt es an den Königshof und in die Kreise der Machthaber, wo er sicher viele Konkurrenten hat.
Auch ein Professor wird von seinen Studenten bewundert, gefürchtet, beneidet und gehasst. Man stelle sich vor, ein Student, dem der Professor eine schlechte Note gegeben hat, ...
Ich weiss nicht, wie Sie zu dieser Forderung kommen, 30jährige Professoren sollten die Regel sein? Was kann man denn in zehn Jahren lernen, was einen befähigt, Lehre und Forschung bereits in so kurzer Zeit auf eine anspruchsvolle, tiefgehende Weise zu praktizieren? Es sollte meiner Meinung nach eine gute Mischung geben. Junge, fähige Wissenschaftler sollten ihre Chance bekommen, angemessen bezahlt werden und auch gute Arbeitsbedingungen bekommen. Lehre und Forschung sind Spitzen-- und Schlüsselpositionen in unserer Gesellschaft! Um da gut zu sein, braucht man auch Freiraum, geistigen Freiraumm, z.B. um neue Ansätze zu finden. Einige Kommentatoren scheinen sich da nicht auszukennen, blicken neidvoll auf die Gehälter und üben sich in Häme (@6, @3).
Und nun noch ein paar Sätze zu den "körperlichen Gebrechen". Ja, und??? Ein Universitätsprofessor muss keinen Marathonlauf gewinnen können. Er braucht wissenschaftliches Profil, Intelligenz, da kann er ruhig gehbehindert sein etc.... Und dazu die persönliche Erfahrung: von den vielen Menschen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, gab es nur wenige, die für mich durch ihr Wesen überzeugend waren, ein Vorbild an Menschlichkeit, an Werten. Dazu gehörte ein damals schon sehr alter Philosophie-Professor namens Schleißheimer. So heterogen unsere Studentenschaft war, uns einte der Respekt und die Wertschätzung gegenüber diesem gebückt gehenden, zerbrechlich wirkenden alten Mann, der neben großem philosophischem Wissen auch über eine große Menschlichkeit verfügte und über etwas, das heute kaum mehr gibt: Weisheit!
wieviel Arbeit man reinstecken muss um Professor zu sein? Wobei ich glaube dass es sich hier um einen Junior-Professor handelt.
Nur mal als Vergleich: Eine Bekannte von mir hat 2 Jahre an ihrer Doktorarbeit geschrieben (Veterinärmedizin), dass kann man nur wenn man ein geeignetes Thema findet (meistens mit eigenen Forschungen verbunden). Eine Freundin meiner Frau hat 3 Jahre an ihrer Doktorarbeit über Abu Dabhi geschrieben, am ende ist eine Arbeit mit über 400 Seiten rausgekommen. Dazu noch Prüfungen ect... Bei einem Professor sieht das noch ganz anders aus. Da gelten noch mehr Vorrausetzungen.
Und wenn Sie eine Dissertation oder eine Habilitation mit einer Ausbildung gleich setzen, dann zeigt dass deutlich dass Sie keine Ahnung von dem haben, was Sie hier schreiben.
Mehr Training on the Job und mehr Lehre neben dem Job, dass würde uns fit halten und die ewigen Warteschleifen ausschalten. Ich habe Jura studiert... da kriegen Sie kurz vorm Examen echt das Würgen. Mit Blick auf die zwei Jahre bis zum Zweiten.. wenn man dann als 27er oder mit Dr. 29er anfangen soll zu arbeiten...
Vielleicht wäre es auch eine Lösung die Volljährigkeit mal runter zu setzen. Die meisten Jugendlichen sind heute weiter und "verdummen" nur so, weil ihnen langweilig ist, weil sie keine Aufgabe haben. Wie Sie es sagen: Früher haben 21-Jährige Leutnante Panzerwagen kommandiert. Viele haben damals schon seit 5 Jahren gearbeitet. Das war zwar für das falsche System, aber dennoch haben diese Leute gezeigt, dass man mit 21 eine Menge leisten kann!
da gab es keine Schulen. Der Lord Nelson musste nix wissen über Hydraulik, Motoren, das Bordcomputernetz. Einen "einfachen" Ingenieur kann man sich mit 21 backen, alles andere dauert seine Zeit.
Es scheint so, als würde es Ihnen missfallen, dass Kiunder eine Kindheit und Heanwachsende eine Jugend haben, Zeit, in der sie nicht zur Bereicherung der Reichen nütze sind - oder wie verstehe ich Sie richtig?
Nein, Kinder sollen ihre Kindheit haben.
Es ist aber objektiv ein Problem, wenn Frauen sich mit 30 noch nicht reif fühlen, Kinder zu haben und ausgewachsene Männer sich mit 30 von einer kleinen Führungsaufgabe überfordert sehen. Sie dürften bemerkt haben, daß der Betroffene 30-jährige selbst mit seiner Situation ziemlich unglücklich ist. Das gilt es abzustellen. Ohne deutliche Änderungen in den Ausbildungsgängen und in der Mentalität wird das mit nachhaltigen sozialen Aufstiegen nie etwas.
Zudem unterschätzen Sie die intellektuellen Anforderungen unmotorisierter Seefahrt. Wer mag, darf gerne weiter auf Bäumen schlafen. Beschwerden über fehlende soziale Aufstiege werden dann aber nicht mehr ernst genommen.
Die Anforderung, möglichst früh "erwachsenes" Verhalten zu zeigen und die Fähigkeit des Lebenslangen Lernens werden sich nicht beide gleichzeitig in befriedigender Weise vereinen lassen. Wer den Lernweg gehen will/muss, wird sich eine Plastizität des Geistes erhalten müssen, die zwangsweise zu gelegentlich unerwachsenem Verhalten führen wird. Der "gefestigte" Erwachsene ist eben durch das Fehlen jeder intellektuellen Plastizität gekennzeichnet.
Das betrifft in gleicher Weise das Kinderkriegen wie das Übernehmen von führungsaufgaben. Dabei ist letzteres ohnehin eine in weiten Teilen überholte Anforderung - Teams/Schwarmintelligenzen sind entschieden effizienter als Hierarchien. Das wollen nur die Hierarchen nicht wahr haben.
Nein, Kinder sollen ihre Kindheit haben.
Es ist aber objektiv ein Problem, wenn Frauen sich mit 30 noch nicht reif fühlen, Kinder zu haben und ausgewachsene Männer sich mit 30 von einer kleinen Führungsaufgabe überfordert sehen. Sie dürften bemerkt haben, daß der Betroffene 30-jährige selbst mit seiner Situation ziemlich unglücklich ist. Das gilt es abzustellen. Ohne deutliche Änderungen in den Ausbildungsgängen und in der Mentalität wird das mit nachhaltigen sozialen Aufstiegen nie etwas.
Zudem unterschätzen Sie die intellektuellen Anforderungen unmotorisierter Seefahrt. Wer mag, darf gerne weiter auf Bäumen schlafen. Beschwerden über fehlende soziale Aufstiege werden dann aber nicht mehr ernst genommen.
Die Anforderung, möglichst früh "erwachsenes" Verhalten zu zeigen und die Fähigkeit des Lebenslangen Lernens werden sich nicht beide gleichzeitig in befriedigender Weise vereinen lassen. Wer den Lernweg gehen will/muss, wird sich eine Plastizität des Geistes erhalten müssen, die zwangsweise zu gelegentlich unerwachsenem Verhalten führen wird. Der "gefestigte" Erwachsene ist eben durch das Fehlen jeder intellektuellen Plastizität gekennzeichnet.
Das betrifft in gleicher Weise das Kinderkriegen wie das Übernehmen von führungsaufgaben. Dabei ist letzteres ohnehin eine in weiten Teilen überholte Anforderung - Teams/Schwarmintelligenzen sind entschieden effizienter als Hierarchien. Das wollen nur die Hierarchen nicht wahr haben.
Ein anonymer Professor, der über seine Leiden klagt. Was soll das? Soll hier erklärt werden, wie schwer es doch die Professoren haben? Die armen! Ausgerechnet in unserem System geht es den Professoren doch mit am Besten. Oder warum nehmen es so viele Doktores und Post-Docs auf sich, auf Jahre hinweg ausgenutzt zu werden? Doch nur, weil am Ende vielleicht ein Posten als Uni-Prof winkt, auf dem man dann für den Rest des Lebens finanzielle Unabhängigkeit erlangt hat. Und es gibt keinen wirklichen Chef, der einem vorzuschreiben hätte, was man denn zu tun oder zu lassen hätte.
Verglichen mit Jobs in der 'freien' Wirtschaft sind das doch paradiesische Zustände. (Auch wenn ich hier - prinzipbedingt - natürlich Widerspruch seitens der Professoren ernten werde, den ich aber nicht wirklich Ernst nehmen kann).
Falls es sich bei diesem 'anonymen' Prof denn um eine reale und nicht um eine fiktive Person handelt, kann man im Bildungssystem auf solche Leute gut verzichten. Ich als Steuerzahler möchte den jedenfalls nicht finanzieren müssen, vor allem, weil ja eigentlich gespart werden soll. Soll er sich doch eine neue Stelle suchen! Wird er aber nicht tun, weil die großen Vorteile einer Professorenstelle am Ende überwiegen.
Also, was soll dieser Bericht? Mitleid erntet er von mir jedenfalls nicht.
Ich habe schon viele Professoren in meinem Leben kennengelernt. Und bei fast jeder Begegnung ist mein Respekt für diesen Berufsstand gesunken. Leider.
...wie es mit den nachrückenden Professoren ausschaut in Bezug auf Arbeit (schleimen wollte ich jetzt nicht sagen) Geld, ect...und dann können Sie gerne wiederkommen und wir diskutieren weiter...
Wie war das noch? Wenn man keine Ahnung hat...
trifft wie die Faust aufs Auge. Wie sagte mein ehemaliger Kollege ein Prof. für VwL, Professor ist das bestbezahlteste Hobby der Welt.
Hatten letztens auch die Diskussion mit ihm, da ich aus dem Anglo-System komme, wo es keinen Kündigungsschutz für Profs. gibt, auch wenn sie Tenure haben. Als Pro-Rektor musste er sich wieder mit seinen Kollegen auseinandersetzen, die kamen, dass sie zu wenig verdienen und doch in der freien Wirtschaft so viel mehr verdienen würden. Meine Auffassung war, dann sollen Sie doch dorthin gehen. Hat er Ihnen wohl auch gesagt, da sind sie schnell wieder in ihre Elfenbeintürmchen zurückgelaufen und das Thema ist vom Tisch.
Und wenn der Autor so ein Überflieger ist, dann hätte er auch seinen Namen nennen sollen oder wollte er nicht gefahrlaufen, dass sich jemand seine Forschungsmeriten ergoogled. ;)
Das koennen Sie nicht pauschalisieren. Ihren Respekt werden Sie kaum verlieren, wenn Sie Vertretern der harten Disziplinen (Mathematik, Physik,...) begegnen. Die Oekonomen (Vertreter der "soft" sciences) sind gerade dabei, Ihre Reputation vollends zu verspielen. Da wuerde ich Ihnen zustimmen.
Oh Gott, der Mann schildert doch nur seine Leiden. Auch die Fußballspieler und Robert Enke habe nicht versucht, jemanden zu Tränen zu rühren. Curt Cobain sicher auch nicht. Muss man erst Mitglied der Hartz IV-Ausländer-Etc. Opfergruppe sein, um sowas noch sagen zu dürfen? Ich glaube, viele Leser die genau so etwas schreiben, sollten vielleicht an diesem Beispiel lernen, dass der "arme Herr Professor" seinen BMW oder seinen Mercedes auch nicht geschenkt bekommt.
Ich bin sehr froh, dass es mir scheinbar leichter fällt, mein Leben zu leben, als vielen Anderen. Deshalb finde ich muss man jedoch nicht so darauf rumhacken.
Ob es nun BurnOut oder Depression heißt. Wir müssen lernen, neue Krankheiten anzuerkennen. Unsere moderne Welt schafft es vielleicht, viele erregerbasierte Krankheiten wirkungsvoll zu bekämpfen... sie verursacht aber auch neue Krankheiten... und die sind nicht selten psychischer Natur.
Sorry für die Schelte, aber das hat mich schon etwas geärgern...
Es kann schon gut sein, dass Sie "Pech" mit den Professoren hatten, die Sie kennen gelernt haben und Ihren Ärger kann ich dann auch nachvollziehen. Allerdings muss man auch bemerken: Warum darf denn nicht auch über einen Professor mit Burn-out Syndrom berichtet werden? Ich denke es geht hier auch viel mehr um die Tatsache, dass Burn-out immer verbreiteter ist und nicht um genau diesen einen Professor. Hier geht es aber nunmal um Personen die im Bereich des Studiums als Professor, Hiwi usw. tätig sind. In den Aachener Nachrichten hätte man vielleicht von einer 50-jährigen Hausfrau berichtet, aber es ändert ja nichts an der Tatsache, dass Burn-out immer mehr zum Alltag gehört.
Wenn sie schon die Wirtschaft als Vergleichsmittel nehmen dann bedenken sie bitte wenigstens, dass bis obenhin keine Grenze gesetzt ist - bei einem Professor schon. Das Gehalt ist zwar hoch gesetzt, aber bedenken sie bitte auch die jahrelange Arbeit bis zu dieser Stelle inklusive der Unsicherheit, inwieweit man überhaupt Professor werden KANN, bevor sie solche Vorurteile in die Welt setzen.
Aber übrigens gebe ich Ihnen insoweit recht, als dass ich ebenso glaube, dass einige Professoren wohl eher durch die Wohltat gewisser Netzwerke in ihr Amt gelangt sind als durch ihr eigenes Können...Und das sieht man heutzutage leider viel zu häufig, was ich ebenso scheußlich finde.
Ich denke nicht, dass sich der anonyme Professor des Artikels über seinen Beruf beklagen oder jammern wollte. Wird nicht genau das vielen Menschen unterstellt, die psychische Probleme haben? Leider vergisst unsere Gesellschaft nicht selten, dass derartige Krankheiten jeden treffen können, sei es nun einen Bauarbeiter, der jeden Tag hart auf dem Bau arbeitet oder eben einen Prof, der Ihrer Meinung nach in paradiesischen Zuständen lebt. Ich finde Ihre Antwort sehr hart und ohne Empathie. Am Ende stünde es doch auch Ihnen frei, Professor zu werden, wenn Sie die paradiesischen Zustände derart betonen. Aus Ihrer Antwort kann man allerdings herauslesen, dass Sie sehr wahrscheinlich noch nie an Burn-out oder Depressionen gelitten oder dies in Ihrem nahestehenden Umfeld erlebt haben. Und das wünsche ich Ihnen auch nicht, auch wenn Sie diesen Prof dann vielleicht besser verstehen könnten.
...wie es mit den nachrückenden Professoren ausschaut in Bezug auf Arbeit (schleimen wollte ich jetzt nicht sagen) Geld, ect...und dann können Sie gerne wiederkommen und wir diskutieren weiter...
Wie war das noch? Wenn man keine Ahnung hat...
trifft wie die Faust aufs Auge. Wie sagte mein ehemaliger Kollege ein Prof. für VwL, Professor ist das bestbezahlteste Hobby der Welt.
Hatten letztens auch die Diskussion mit ihm, da ich aus dem Anglo-System komme, wo es keinen Kündigungsschutz für Profs. gibt, auch wenn sie Tenure haben. Als Pro-Rektor musste er sich wieder mit seinen Kollegen auseinandersetzen, die kamen, dass sie zu wenig verdienen und doch in der freien Wirtschaft so viel mehr verdienen würden. Meine Auffassung war, dann sollen Sie doch dorthin gehen. Hat er Ihnen wohl auch gesagt, da sind sie schnell wieder in ihre Elfenbeintürmchen zurückgelaufen und das Thema ist vom Tisch.
Und wenn der Autor so ein Überflieger ist, dann hätte er auch seinen Namen nennen sollen oder wollte er nicht gefahrlaufen, dass sich jemand seine Forschungsmeriten ergoogled. ;)
Das koennen Sie nicht pauschalisieren. Ihren Respekt werden Sie kaum verlieren, wenn Sie Vertretern der harten Disziplinen (Mathematik, Physik,...) begegnen. Die Oekonomen (Vertreter der "soft" sciences) sind gerade dabei, Ihre Reputation vollends zu verspielen. Da wuerde ich Ihnen zustimmen.
Oh Gott, der Mann schildert doch nur seine Leiden. Auch die Fußballspieler und Robert Enke habe nicht versucht, jemanden zu Tränen zu rühren. Curt Cobain sicher auch nicht. Muss man erst Mitglied der Hartz IV-Ausländer-Etc. Opfergruppe sein, um sowas noch sagen zu dürfen? Ich glaube, viele Leser die genau so etwas schreiben, sollten vielleicht an diesem Beispiel lernen, dass der "arme Herr Professor" seinen BMW oder seinen Mercedes auch nicht geschenkt bekommt.
Ich bin sehr froh, dass es mir scheinbar leichter fällt, mein Leben zu leben, als vielen Anderen. Deshalb finde ich muss man jedoch nicht so darauf rumhacken.
Ob es nun BurnOut oder Depression heißt. Wir müssen lernen, neue Krankheiten anzuerkennen. Unsere moderne Welt schafft es vielleicht, viele erregerbasierte Krankheiten wirkungsvoll zu bekämpfen... sie verursacht aber auch neue Krankheiten... und die sind nicht selten psychischer Natur.
Sorry für die Schelte, aber das hat mich schon etwas geärgern...
Es kann schon gut sein, dass Sie "Pech" mit den Professoren hatten, die Sie kennen gelernt haben und Ihren Ärger kann ich dann auch nachvollziehen. Allerdings muss man auch bemerken: Warum darf denn nicht auch über einen Professor mit Burn-out Syndrom berichtet werden? Ich denke es geht hier auch viel mehr um die Tatsache, dass Burn-out immer verbreiteter ist und nicht um genau diesen einen Professor. Hier geht es aber nunmal um Personen die im Bereich des Studiums als Professor, Hiwi usw. tätig sind. In den Aachener Nachrichten hätte man vielleicht von einer 50-jährigen Hausfrau berichtet, aber es ändert ja nichts an der Tatsache, dass Burn-out immer mehr zum Alltag gehört.
Wenn sie schon die Wirtschaft als Vergleichsmittel nehmen dann bedenken sie bitte wenigstens, dass bis obenhin keine Grenze gesetzt ist - bei einem Professor schon. Das Gehalt ist zwar hoch gesetzt, aber bedenken sie bitte auch die jahrelange Arbeit bis zu dieser Stelle inklusive der Unsicherheit, inwieweit man überhaupt Professor werden KANN, bevor sie solche Vorurteile in die Welt setzen.
Aber übrigens gebe ich Ihnen insoweit recht, als dass ich ebenso glaube, dass einige Professoren wohl eher durch die Wohltat gewisser Netzwerke in ihr Amt gelangt sind als durch ihr eigenes Können...Und das sieht man heutzutage leider viel zu häufig, was ich ebenso scheußlich finde.
Ich denke nicht, dass sich der anonyme Professor des Artikels über seinen Beruf beklagen oder jammern wollte. Wird nicht genau das vielen Menschen unterstellt, die psychische Probleme haben? Leider vergisst unsere Gesellschaft nicht selten, dass derartige Krankheiten jeden treffen können, sei es nun einen Bauarbeiter, der jeden Tag hart auf dem Bau arbeitet oder eben einen Prof, der Ihrer Meinung nach in paradiesischen Zuständen lebt. Ich finde Ihre Antwort sehr hart und ohne Empathie. Am Ende stünde es doch auch Ihnen frei, Professor zu werden, wenn Sie die paradiesischen Zustände derart betonen. Aus Ihrer Antwort kann man allerdings herauslesen, dass Sie sehr wahrscheinlich noch nie an Burn-out oder Depressionen gelitten oder dies in Ihrem nahestehenden Umfeld erlebt haben. Und das wünsche ich Ihnen auch nicht, auch wenn Sie diesen Prof dann vielleicht besser verstehen könnten.
ganz so einfach ist es nicht!
Berufsbedingt bin ich auch schon auf die ein oder anderen Profs gestoßen- und habe vor den meisten eine gehörige Portion an Respekt.
Es gehört schon ein wenig mehr dazu, als NUR auf eine freie Position zu warten und die dann bis ans Lebensende inne zu haben!
Als Student bin ich aber lieber von älteren Herren unterrichtet worden. Die hatten ihre Hörner schon längst abgestoßen und haben von uns nicht verlangt von morgens 6.00 bis nachts um 23.00 noch im Labor zu stehen oder im Feld zu liegen. Auch geprüft werde und wurde ich lieber von älteren (gütigeren) Herren.
Kann ich aber nur 50% bestätigen. Ja, einige Junge sind überanspruchsvoll. Aber die alten Profs bei den Juristen sitzen sich die Ä*** auf ihrer Univ.-Prof.-Stelle nicht platt, sondern bei ihren zahlreichen "Nebentätigkeiten". Deshalb interessiert sie die Lehre einen Schmutz und manche sind nur ein Mal pro Woche überhaupt da! ( Und 2 Stunden zu sprechen!) Powerpoint wollen wir gar nicht erwähnen und die Aufsätze stammen überwiegend von Wiss.Mits. Und von deren Karriereanforderungen haben die Alten keine Ahnung (wie jetzt, im Ausland, für sowas wollen Sie frei haben, das ist doch alles Humbuk..)
Ich habe viele ältere Profs als saturierte selbstverliebte Ausruher auf den Lorbeeren ihres Erfolges kennengelernt.
Kann ich aber nur 50% bestätigen. Ja, einige Junge sind überanspruchsvoll. Aber die alten Profs bei den Juristen sitzen sich die Ä*** auf ihrer Univ.-Prof.-Stelle nicht platt, sondern bei ihren zahlreichen "Nebentätigkeiten". Deshalb interessiert sie die Lehre einen Schmutz und manche sind nur ein Mal pro Woche überhaupt da! ( Und 2 Stunden zu sprechen!) Powerpoint wollen wir gar nicht erwähnen und die Aufsätze stammen überwiegend von Wiss.Mits. Und von deren Karriereanforderungen haben die Alten keine Ahnung (wie jetzt, im Ausland, für sowas wollen Sie frei haben, das ist doch alles Humbuk..)
Ich habe viele ältere Profs als saturierte selbstverliebte Ausruher auf den Lorbeeren ihres Erfolges kennengelernt.
Obwohl Ferndiagnosen immer schwierig bleiben, beschreibt der Artikel m.E. in den Symptomen nicht vorrangig einen Burnout, sondern eher eine Angst- bzw. Panikstörung mit sich daraus entwickelnder Agoraphobie ("Platzangst"). Ein Burnout kann natürlich gleichzeitig vorliegen, sogar kausal sein, wird hier aber kaum beschrieben.
Unglücklich gewählt finde ich die Titelüberschrift, dass der Erfolg "harte Nerven" erfordere. So als wäre das ein Schutzschild vor psychischen Belastungen und Erkrankungen. Dabei kann jemand auch mit angeblich stahlharten Nerven eine Depression bekommen, eine Zwangsstörung oder auch einen Burnout.
...kann ich sagen dass Panikattacken zum BurnOut gehören. Es hat etwas mit der Angs vor der Angst zu tun, weil man nicht weiß was mit einem los ist und man dementsprechen nicht weiß was man machen kann. Oft trauen sich die Betroffenen erst gar nicht zum Arzt, da sie Angst haben, als "schwach" zu gelten. Erst wenn man weiß was los ist geht es einem besser (wie auch hier beschrieben) weil das "Gespenst" ein Gesicht bekommen hat...
...kann ich sagen dass Panikattacken zum BurnOut gehören. Es hat etwas mit der Angs vor der Angst zu tun, weil man nicht weiß was mit einem los ist und man dementsprechen nicht weiß was man machen kann. Oft trauen sich die Betroffenen erst gar nicht zum Arzt, da sie Angst haben, als "schwach" zu gelten. Erst wenn man weiß was los ist geht es einem besser (wie auch hier beschrieben) weil das "Gespenst" ein Gesicht bekommen hat...
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