Studenten im Internet "Gestalten Sie Ihr Profil!"
Der Kommunikationsberater Klaus Eck erklärt, wie man den Online-Auftritt verbessert und das Offline-Leben nicht vergisst.
ZEIT CAMPUS: Herr Eck, wenn man Sie googelt , erfährt man beim ersten Treffer, dass Sie Kommunikationsberater sind. Es folgen weitere seriöse Einträge, und die Landbäckerei gleichen Namens taucht erst nach neun Seiten auf. Wie haben Sie das geschafft?
Klaus Eck: Ich habe den Namen meiner Frau angenommen und so meine digitale Vergangenheit beseitigt. Dann habe ich konsequent Social Media gemacht. Das heißt, ich habe mir Profile angelegt und selbst dauernd Inhalte produziert. Jeder kann an dem Bild mitwirken, das das Internet von ihm vermittelt.
ZEIT CAMPUS: Muss ich als Student schon darauf achten, wie ich online dastehe?
Eck: Wenn Sie einen Job haben wollen, schon. Es ist kein Mythos, dass Personaler sich das StudiVZ-Profil ausdrucken. Überlegen Sie doch mal, was Sie machen, wenn Sie ein Date haben: Da gucken Sie doch auch vorher nach, was über die Person im Netz steht. Die gute Botschaft ist: Fast jeder schaut sich nur die ersten zehn Treffer an, maximal die ersten 30. An denen müssen Sie arbeiten. Gestalten Sie Ihr Online-Profil!
ZEIT CAMPUS: Wann muss ich damit anfangen?
Eck: Sich zwei Semester vor dem Studienabschluss darum zu kümmern reicht völlig. Wenn Sie konsequent an Ihrer Online-Reputation arbeiten, schaffen Sie es, diese innerhalb weniger Wochen oder Monate deutlich zu verbessern.
ZEIT CAMPUS: Sich selbst zu googeln ist den meisten Menschen peinlich.
- Datum 01.06.2010 - 06:43 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | 4 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT Campus 3/2010
- Kommentare 44
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Wenn ich mir vorstelle, dass Menschen Herrn Eck tatsächlich ernst nehmen und seine Ratschläge befolgen, wird mir schlecht.
Wir sollen also Fake-Profile eröffnen um unsere eigene Identität zu verdrängen?
Dann sollen wir uns Mittel-Initialien erfinden, um andere auszustechen?
Die Krönung kommt allerdings gleich zu Anfang.
Herr Eck, der Spezialist für Selbstpräsentation,
löscht seine digitale Vergangenheit indem er den Namen seiner Frau annimmt. Wie praktisch. Blöd natürlich für die Leute, die erst seinen Rat befolgen, sich im Internet bestmöglich zum Affen machen und dann feststellen dass kompromittierende Informationen auftauchen. Wenn dann gerade keine Heirat zur Hand ist..
Ich finde das Interview von vorne bis hinten daneben.
Auf der einen Seite bewusste Unehrlichkeit was den eigenen Auftritt angeht, auf der anderen Seite äußerst fragwürdige Methoden der Vertuschung.
Sowas nennt sich Kommunikationsberater?
Bitte beraten sie zuerst einmal ihre eigene Kommunikation.
Vielleicht kommen sie auf die Idee, dass man in dieser Welt problemlos auch ohne diesen Zirkus einen Job bekommt,
ohne im Internet den Clown zu machen.
Denken sie mal darüber nach - Ich hätte lieber einen Kommunikationsberater, den ich gar nicht im Internet finde - als jemanden, der solche Meinungen über das Verhalten junger Menschen postuliert.
Danke für ihren Beitrag.
gut gesagt!
Das passt doch zum heutigen Studium, „kommunizieren Sie am besten nicht mit Ihrem rechten und linken Kommilitonen, der ist sowieso in einem halben Jahr nicht mehr anwesend“ und so zieht es sich fort und es bleiben angepasste, manchmal ratlose eventuell aufgeblasene Zeitgenossen zurück.
Wenn man dann noch an die Prüfungen mit jeder macht jeden „Fertigmachmethoden“ denkt, dann braucht man sich über die heutige Elite nicht zu wundern. Gegeneinander statt Miteinander.
Starke unangepasste Persönlichkeiten denen dies am A.. vorbeigeht gibt es leider nicht allzu oft.
gut gesagt!
Das passt doch zum heutigen Studium, „kommunizieren Sie am besten nicht mit Ihrem rechten und linken Kommilitonen, der ist sowieso in einem halben Jahr nicht mehr anwesend“ und so zieht es sich fort und es bleiben angepasste, manchmal ratlose eventuell aufgeblasene Zeitgenossen zurück.
Wenn man dann noch an die Prüfungen mit jeder macht jeden „Fertigmachmethoden“ denkt, dann braucht man sich über die heutige Elite nicht zu wundern. Gegeneinander statt Miteinander.
Starke unangepasste Persönlichkeiten denen dies am A.. vorbeigeht gibt es leider nicht allzu oft.
Niemals den vollen Namen angeben, alles limitieren, was öffentlich sichtbar ist, oh, und am wichtigsten: auf Menschen wie Herr Eck einfach nicht hören.
Da muss ich meinen Vorrednern voll und ganz zustimmen! Ich denke, die Strategie sollte sein, so wenig wie möglich Informationen von sich ins Netz zu stellen, und nicht irgendwelche Fake-Profile und Pseudo-Blogs zu erstellen. Wie findet es der Arbeitgeber denn, wenn er nach 2 Monaten merkt, dass sich hinter dem Angestellten eine völlig andere Person versteckt, als aus den Internet-Profilen anzunehmen war?
Und zu dem Thema "Ich habe den Namen meiner Frau angenommen und so meine digitale Vergangenheit beseitigt": Geht´s noch?!?! Und wie findet das die Frau?
@bademantel Was der Arbeitgeber 2 Monate später davon denkt, ist nicht relevant.
Personen, die online relativ stark unter ihrem eigenen Namen aktiv waren, müssen gezwungenermaßen ihre Vergangenheit säubern. Doch sich einen neuen Namen zulegen ist definitiv übertrieben.
Aber was spricht dagegen, die Neugierde des künftigen Arbeitgebers gezielt auf Inhalte zu lenken, die einen ins positive Licht rücken? Dazu muss man nicht sein ganzes Leben preisgeben.
Gewiss kommt es dabei auch auf die Branche an, in der man arbeitet. In meiner ist es ein offenes Geheimnis, dass man nach den Namen der Bewerber googlet.
Zur Internet-Kompetenz des Autors: Faszinierend finde ich auch, dass er den Ausschalter für das komplette Internet hat :D
@bademantel Was der Arbeitgeber 2 Monate später davon denkt, ist nicht relevant.
Personen, die online relativ stark unter ihrem eigenen Namen aktiv waren, müssen gezwungenermaßen ihre Vergangenheit säubern. Doch sich einen neuen Namen zulegen ist definitiv übertrieben.
Aber was spricht dagegen, die Neugierde des künftigen Arbeitgebers gezielt auf Inhalte zu lenken, die einen ins positive Licht rücken? Dazu muss man nicht sein ganzes Leben preisgeben.
Gewiss kommt es dabei auch auf die Branche an, in der man arbeitet. In meiner ist es ein offenes Geheimnis, dass man nach den Namen der Bewerber googlet.
Zur Internet-Kompetenz des Autors: Faszinierend finde ich auch, dass er den Ausschalter für das komplette Internet hat :D
ob ich im Knast war... Zeig ich ihm nen Vogel und geh wieder raus. Als müsste man das Internet benutzen um sich für potentielle Arbeitgeber zu profilieren.
sich anpassen, sein Selbst vergessen, falls man schon dazu kam es zu entwickeln. Schön Herr Eck, dass Sie sich in diesem Massengeschmacksgemenge so wohl fühlen. Und natürlich unser großes Vorbild, die USA! Was dort gemacht wird, ist immer wichtig und richtig.
@bademantel Was der Arbeitgeber 2 Monate später davon denkt, ist nicht relevant.
Personen, die online relativ stark unter ihrem eigenen Namen aktiv waren, müssen gezwungenermaßen ihre Vergangenheit säubern. Doch sich einen neuen Namen zulegen ist definitiv übertrieben.
Aber was spricht dagegen, die Neugierde des künftigen Arbeitgebers gezielt auf Inhalte zu lenken, die einen ins positive Licht rücken? Dazu muss man nicht sein ganzes Leben preisgeben.
Gewiss kommt es dabei auch auf die Branche an, in der man arbeitet. In meiner ist es ein offenes Geheimnis, dass man nach den Namen der Bewerber googlet.
Zur Internet-Kompetenz des Autors: Faszinierend finde ich auch, dass er den Ausschalter für das komplette Internet hat :D
Wenn ich lese was Herr Eck im Interview von sich gibt wird mir übel. Immer brav dem mainstream folgen nicht wahr Herr Eck. Persönlichkeit ist nicht so wichtig, Hauptsache der Webauftritt stimmt. Bleibt erstens nur zu hoffen dass niemand das zu sehr für bare Münze nimmt was monsieur Kommunikationsberater hier von sich gibt und zweitens dass die ZEIT in Zukunft die Interviews von Journalisten führen lässt die auch kritisch hinterfragen wenn der Interviewpartner derartig einseitige "Ratschläge" gibt.
Hier fehlt nur noch der Link zu Herrn Ecks persönlicher Webseite für all diejenigen die gerne eine persönliche "Imageberatung" hätten. Wobei, die findet man ja schnell bei Google :).
gut gesagt!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren