Festival-Tipps Bock?

Es ist zu voll, zu laut, zu dreckig. Man trinkt zu viel, ernährt sich schlecht, schläft zu wenig und riecht streng. Festivals sind herrlich! 16 Tipps für diesen Sommer

Anstrengend und toll: Im Sommer finden jede Menge Festivals statt

Anstrengend und toll: Im Sommer finden jede Menge Festivals statt

Wer ein Festivalwochenende zur Abwechslung einmal feudal verbringen will, kann einen Nightliner mieten. Verleihfirmen wie Coachservice fahren für etwa 1000 Euro pro Tag wirklich jeden im Luxusbus zum Festival. Klingt erst mal tödlich teuer, aber dafür hat so ein Bus auch Kühlschrank, Mikrowelle, Toilette, Playstation – und 16 Betten. Es lebe die Fahrgemeinschaft! www.coachservice.com

Immer ein Erlebnis: einen Tag früher anreisen, die Gegend kennenlernen und sich die Landschaft vor der Verwüstung anschauen.

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Der Oscar für das schönste Festivalgelände geht in diesem Jahr wieder in die Schweiz. Das Gurtenfestival tönt vom gleichnamigen Berg hinab. Der liegt bei Bern, Alpenblick ist im Ticket inbegriffen. Genau wie: Gossip, Groove Armada, Faith No More, Babyshambles und andere. 15. bis 18. Juli, Bern, Schweiz. 4-Tages-Pass: 200 CHF. www.gurtenfestival.ch

Lust auf ein Omelette zum Frühstück, aber keine Pfanne in der Campingausrüstung? Großen Druckverschlussbeutel mitnehmen. Dort Eier reinschlagen, nach Geschmack Schinken, Zwiebel, Käse oder Pilze dazugeben, Beutel sorgfältig verschließen und dabei möglichst viel Luft rausdrücken. Schütteln, in kochendes Wasser legen, 10 Minuten warten, fertig.

Nur zuzuhören ist langweilig, aber eine sperrige Gitarre will man auch nicht immer mitschleppen. Ukulelen sind klein und leicht, jeder kann drauf spielen, und es gibt sie schon ab 15 Euro. Gegen Ende des Wochenendes können sie auch zertrümmert und angezündet werden. www.ukulelenclub.de

Bloß nicht vergessen: wasserdichte Beutel für Wechselklamotten. Nichts ist fieser, als in nasser Kleidung zu frieren. Verschließbare Packsäcke gibt es ab etwa 10 Euro in Outdoorläden.

Die Band, der man in diesem Sommer am wenigsten entkommen kann, heißt Bratze. Aus Hamburg. Die treten mit ihrem famosen Elektropunktrashpop auf insgesamt 13 Festivals auf, unter anderem Hurricane, BootBooHook, Melt! und Dockville Festival. Das ist Rekord für diesen Sommer.

Leser-Kommentare
  1. Ukulele: "Gegen Ende des Wochenendes können sie auch zertrümmert und angezündet werden."

    Es ist allerdings nicht empfehlenswert, dies am Gurtenfestival oder sonstwo in der Schweiz zu tun. In der Schweiz gibt es nämlich Umweltschutz- und Luftreinhaltegesetze, die es verbieten, behandeltes Holz und Kunststoffe ausserhalb einer Kehrichtverbrennungsanlage (die hat nämlich Filter, um die hochtoxischen Stoffe, die bei der Verbrennung entstehen und sich für jahrzehnte in den Böden des Umlandes ablagern herauszufiltern!) zu verbrennen. Überhaupt ist Ihre Empfehlung von "Fun" daneben: Einerseits rühmt man die Festivals, die draussen stattfinden, und empfiehlt die "Landschaft vor der Verwüstung" anzuschauen, dann ruft man aber genau zur Zerstörung derselben auf. Auf den Böden, wo solche Festivals stattfindet, weidet nachher unter Umständen wieder Vieh und die giftigen Rückstände aus der Ukuleleverbrennung findet man danach in Fleisch und Milch wieder! Ihre Empfehlung von Spass haben ist einfach nur daneben.

  2. Amüsanter Artikel, gut Einstimmung...passt ;)

  3. Wieviel kostet die Erwähnung des eigenen Festivals in der vorliegenden Werbebroschüre? Auf welches Privatkonto hätte ich überweisen müssen? Wann war Einsendeschluss?

    • sjuju
    • 01.09.2010 um 18:54 Uhr

    Und das mit der Ukulele fand ich auch witzig (wenn auch nicht ernst gemeint).

    Überhaupt ist der Artikel (zumindest für mich) eher amüsant als ernst zu nehmen. Und er spiegelt gut die Verhältnisse/Probleme eines Festivals wider.

    Aber gut, dass für mein Lieblingsfestival keine Werbung gemacht wurde, dann wird es nächstes Jahr nicht so voll. ;)

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