US-College-Serien Party, Sex, Systemkritik

Zwei neue Serien zeigen das Leben an amerikanischen Colleges: "Greek" porträtiert die Schnösel, "Community" die Bildungsverlierer.

Mit reichen Eltern studiert es sich lässig wie in "Greek"

Mit reichen Eltern studiert es sich lässig wie in "Greek"

Der Rektor ist ein Idiot, die Dozenten unterbezahlt und gelangweilt und die Studenten eine Ansammlung von Drop-outs, Fuck-ups und Unterprivilegierten, die hier gelandet sind, weil sie an einer Stelle in ihrem Leben falsch abgebogen sind. Willkommen am Community College! Auf den staatlichen Schulen im Keller des US-Bildungssystems landen all jene, die es nie auf eine »echte« Uni geschafft haben. Die NBC-Sitcom Community folgt einer Gruppe sympathischer Loser, die aus diversen Gründen eine solche Anstalt in Denver besuchen müssen. »Man sagt, das Community College sei eine Schule zweiter Klasse für Studienabbrecher, geschiedene Hausfrauen und alte Menschen, die ihren Geist jung halten wollen, während sie auf ihr Ende zusteuern«, begrüßt der Schulleiter die Neuankömmlinge. Selbst wenn das alles hart am Klischee erzählt ist (und außer Acht lässt, dass es auch in den USA durchaus gute Beispiele solcher staatlichen Hochschulen gibt), zeigt die Sitcom doch, was Studieren in den Vereinigten Staaten auch bedeuten kann. Nämlich irgendwie einen Abschluss zu erwerben, um hinterher doch nur einen McJob am Tresen eines Starbucks zu machen.

ZEIT CAMPUS 4/2010
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Das Leben amerikanischer Studenten lieferte schon immer guten Stoff für Geschichten. In der neu gewonnenen Freiheit können sie all das nachholen, was ihnen zuvor unter elterlicher Aufsicht versagt geblieben ist – Sex, Alkohol und Party, am besten zeitgleich und möglichst zügellos. Wer schaut da nicht gern zu?

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Trotzdem geht auch die zweite neue Serie Greek einen Schritt weiter und mokiert sich über die Elite. Die fiktive Cyprus Rhodes University spielt dabei eine vergleichbare Rolle wie die Stadt Köln in Marienhof – sie ist die Stimmungstapete. Wichtiger sind die Romanzen, Fehden und Partypläne von Sorority Girl Casey, Anwärterin auf den Thron der exklusiven Schwesternschaft Zeta Beta Zeta, sowie die Bewährungsproben ihres Erstsemester-Bruders Rusty, der Ingenieurwissenschaften studiert und trotz dieses Lässigkeits-Handicaps in eine Fraternity aufgenommen werden will.

Die Typen überraschen zunächst wenig: Ingenieurstudenten tragen Windjacken und zu kurze Hosen, Fraternity Boys sind muskulöse Kastenbrote mit guten Zähnen und Kreditkarte von Papa. Sorority Girls sind oberflächliche, blonde Alpha-Bitches, die rosa Jogginganzüge tragen und bei allem, was sie tun, zuerst auf ihr Image achten. Im Fall von Casey bedeutet das, lieber mit ihrem untreuen Freund Evan zusammenzubleiben, weil dieser Präsident der angesehensten Fraternity ist.

Das entspricht ziemlich genau dem, was das Archiv der westlichen Popkultur uns über diese Stereotype bislang gelehrt hat. Dennoch schafft Greek es, zu überraschen: Wenn Nerds und Frat Boys Freunde werden oder Sorority Girls sich als Feministinnen erweisen.

Natürlich sind beide Serien ordentlich übertrieben, so wie es sich für das Genre gehört. Dennoch kann man aus ihnen einiges über die Wirklichkeit an amerikanischen Hochschulen erfahren. Und wer ins Auslandssemester geht, wird an seinem ersten Tag am Community College vielleicht keinen Pullover mit aufgesticktem Wappen tragen.

Greek. Jeden Sonntag um 12.10 Uhr auf ProSieben. Community läuft bislang nur auf NBC

 
Leser-Kommentare
    • 42317
    • 21.06.2010 um 13:14 Uhr

    Nette Pro7-Werbung.
    Journalistisch dagegen ein völlig unbedeutender Artikel.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich kann diese Niveaukontroll-Postings langsam nicht mehr lesen.

    Was haben Sie eigentlich für Erwartungen? Muss eine Rezension jetzt schon ein Meisterwerk investigativen Journalismus' darstellen?

    Haben Sie eigentlich auch irgendwas zu kritisieren oder wollen Sie nur rummosern? Aus Ihrem wertlosen Zweizeiler geht jedenfalls nicht viel hervor.

    • 42317
    • 03.07.2010 um 23:38 Uhr

    Nein, ich erwarte keinen tollen Journalismus, wenn einer Rezensionen schreibt. Ich erwarte, dass man angesichts solchen Dudelkistenblödsinns ohne bleibenden Wert generell den Impuls unterdrückt, überhaupt zur Tastatur zu greifen.

    Ich kann diese Niveaukontroll-Postings langsam nicht mehr lesen.

    Was haben Sie eigentlich für Erwartungen? Muss eine Rezension jetzt schon ein Meisterwerk investigativen Journalismus' darstellen?

    Haben Sie eigentlich auch irgendwas zu kritisieren oder wollen Sie nur rummosern? Aus Ihrem wertlosen Zweizeiler geht jedenfalls nicht viel hervor.

    • 42317
    • 03.07.2010 um 23:38 Uhr

    Nein, ich erwarte keinen tollen Journalismus, wenn einer Rezensionen schreibt. Ich erwarte, dass man angesichts solchen Dudelkistenblödsinns ohne bleibenden Wert generell den Impuls unterdrückt, überhaupt zur Tastatur zu greifen.

  1. Ich kann diese Niveaukontroll-Postings langsam nicht mehr lesen.

    Was haben Sie eigentlich für Erwartungen? Muss eine Rezension jetzt schon ein Meisterwerk investigativen Journalismus' darstellen?

    Haben Sie eigentlich auch irgendwas zu kritisieren oder wollen Sie nur rummosern? Aus Ihrem wertlosen Zweizeiler geht jedenfalls nicht viel hervor.

    Antwort auf "Ja, schön... und?"
  2. "Ich kann diese Niveaukontroll-Postings langsam nicht mehr lesen." Das ist ja auch so ein belangloser Standardsatz. Ein knackiger Moserer belebt das Geschäft.

    • 42317
    • 03.07.2010 um 23:38 Uhr

    Nein, ich erwarte keinen tollen Journalismus, wenn einer Rezensionen schreibt. Ich erwarte, dass man angesichts solchen Dudelkistenblödsinns ohne bleibenden Wert generell den Impuls unterdrückt, überhaupt zur Tastatur zu greifen.

    Antwort auf "Ja, schön... und?"

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