Arabische Emirate

Die Fünf-Sterne-Studenten

Exzellenz-Universitäten? Haben die Vereinigten Arabischen Emirate nicht nötig. Sie bieten Studenten das luxuriöseste Studium der Welt. Von Frederik Jötten

Die "City Hall" der Sharjah University

Die "City Hall" der Sharjah University

Die Eintrittspforte der University Sharjah ist ein Triumphbogen, die Straße zur Bibliothek lang und breit wie die Champs-Élysées. Hinter gestutztem Rasen und Blumenbeeten reihen sich dort die Uni-Gebäude aneinander. Sharjah ist eine grüne Insel in der Wüste, zehn Kilometer von Dubai entfernt, geschaffen mittels eines aufwendigen Bewässerungssystems und anderthalb mal so groß wie der Englische Garten in München. Auf dem Parkplatz stehen BMW, Mercedes, Porsche. Es sind nicht etwa die Autos der Profs. »Einer meiner Studenten kommt mit einem Hummer zur Uni«, sagt Manfred Milz. Milz hat in Frankfurt promoviert und ist an der University Sharjah Dozent für Kunstgeschichte. Er fragte den Studenten, ob der Hummer wegen des Spritverbrauchs nicht ein bisschen teuer sei. Die Antwort: »Billiger, als wenn ich meinen Ferrari nehme.«

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Die Emiratis haben wenig materielle Sorgen – und sie studieren an einer der luxuriösesten Unis der Welt. Die Bibliothek ist nach dem Vorbild des US-Kongresses aufgebaut. Sollte ein Buch nicht vorhanden sein, wird es aus der British Library in London eingeflogen. Im Computerraum sitzen die Studenten vor neuen Apple-Rechnern, und Gedränge gibt es nicht: weder um Computer- noch um Arbeitsplätze in der Bibliothek. Höchstens in der Mensa, vor der Theke von Burger King.

»Ein Drittel der Studenten ist nach seinem Studium nicht darauf angewiesen zu arbeiten«, sagt Milz, »Jobs neben dem Studium kennt keiner.« Die Weltbank führt die Vereinigten Arabischen Emirate als das achtreichste Land der Erde, Paare, die heiraten, bekommen von der Regierung ein Einfamilienhaus geschenkt. Studenten stellt man kostenlos ein Reihenhaus zur Verfügung, mit Vorgarten, inklusive Gärtner-Service. Falls jetzt schon jemand über einen Hochschulwechsel nachdenkt: Häuser gibt es nur für einheimische Studenten. Ausländer müssen für das Studium bezahlen und leben im Wohnheim.

 
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Leser-Kommentare

  1. Selbst Glaubensbrüder aus anderen Ländern kommen nicht auf die
    staatliche Lohnliste, warum eigentlich nicht?

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    hmm, würde ich auch nicht machen, wenn man kohle hat muss man sie ja nicht sinnlos verschwenden
    die einheimischen bekommen das großartige studium finanziert (mit allen annehmlichkeiten) damit ihr land sehr gut ausgebildete absolventen hat, diesen wissenschatz würde wohl kein land der erde ohne gegenleistung veräußern

    Vielleicht können sie mir ja ein bisschen auf die Sprünge helfen. Einerseits werfen sie den Emiraten vor, wahrscheinlich zurecht, sich vor den Einflüssen fremder Kulturen zu ängstigen. Ihre abschätzige Wortwahl wiederum, weist darauf hin, dass sie selbst diese Angst teilen. Finden sie "Multikulti" nun eine erstrebenswerte Eigenschaft oder nicht??? Aber passen sie auf was sie antworten, sie könnten auf Wiedersprüche stossen...

    mfg

    • 21.07.2010 um 16:04 Uhr
    • Zack34

    Zitat:

    Exzellenz-Universitäten? Haben die Vereinigten Arabischen Emirate nicht nötig. Sie bieten Studenten das luxuriöseste Studium der Welt.

    Merke: Exzellenz und Luxus sind keine deckungsgleiche Begriffe.

    Ein Studium an einer Exzellenz-Uni hat per se nichts mit Luxus zu tun. Exzellenz hat etwas mit dem Wissen und seiner Vermittlung zu tun, sowie mit den glänzenden beruflichen Aussichten danach.

    Insofern ist die redaktionelle Wortwahl etwas unglücklich.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Wortwahl ist meines Erachtens nach schon korrekt.
    Dennoch das Wort Exzellenz trifft das Klientel der Universität schon sehr passend. Weniger soll es ausdrücken dass das Studium dort exzellent sein soll, auch wenn es rein ableitungstechnisch naheliegt.

    Mit freundlichen Grüßen an eure Exzellenz ;)

    Hey yo,

    ich glaub du checkst nicht, dass es in der Überschrift gerade um die Diskrepanz zwischen Exzellenz und Luxus geht, denn wer Exzellenz gar nicht braucht, weil er eh reich ist, dem reicht ein luxuriöses Studium.

    also mach mal halblang

    Den Artikel nicht verstehen und dann zu allem Überfluss auch noch belehren wollen, echt zu krass. Wenn ich dieses "merke" nur schon lese. LOL

    • 21.07.2010 um 16:55 Uhr
    • Y.C.

    ist mit der Uni? Taugt sie wenigsten etwas, oder ist das nur ein Freizeitclub für halbwegs wissenschaftlich Interessierte?

  2. hmm, würde ich auch nicht machen, wenn man kohle hat muss man sie ja nicht sinnlos verschwenden
    die einheimischen bekommen das großartige studium finanziert (mit allen annehmlichkeiten) damit ihr land sehr gut ausgebildete absolventen hat, diesen wissenschatz würde wohl kein land der erde ohne gegenleistung veräußern

    • 21.07.2010 um 18:06 Uhr
    • delsa

    Symbol Arabischer Dekadenz ! Während die Werktätigen aus
    Pakistan, Bangladesch, Philippinen, etc. zu Sklavenlöhnen
    schuften ! Ein Beweis, daß Gerechtigkeit dort nicht zuhause
    ist !

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    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Die Redaktion/cs

    • 21.07.2010 um 18:51 Uhr
    • Padda

    Die Wortwahl ist meines Erachtens nach schon korrekt.
    Dennoch das Wort Exzellenz trifft das Klientel der Universität schon sehr passend. Weniger soll es ausdrücken dass das Studium dort exzellent sein soll, auch wenn es rein ableitungstechnisch naheliegt.

    Mit freundlichen Grüßen an eure Exzellenz ;)

    Antwort auf "@Redaktion"
  3. Entfernt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Die Redaktion/cs

    Antwort auf "arabisch"
  4. Hey yo,

    ich glaub du checkst nicht, dass es in der Überschrift gerade um die Diskrepanz zwischen Exzellenz und Luxus geht, denn wer Exzellenz gar nicht braucht, weil er eh reich ist, dem reicht ein luxuriöses Studium.

    also mach mal halblang

    Antwort auf "@Redaktion"
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