Mensagespräch mit Anne Will »Ich neige nicht zum Schlagen«
Die Moderatorin Anne Will wahrt auch in diesem Interview die Contenance. In ihrer alten Mensa spricht sie über Frauen im Fernsehen, unsympathische Talkshowgäste und ihren schlimmsten Albtraum
© Sandra Stein

Anne Will, gut gelaunt an der Mensa-Kasse
Anne Will ist 44, Mitglied beim 1. FC Köln und eines der bekanntesten Fernsehgesichter des Landes. Sie hat die »Sportschau« moderiert und die »Tagesthemen« und lässt in ihrer Talkshow seit drei Jahren die Lage der Nation diskutieren. In Köln hat sie Geschichte, Politik und Englisch studiert. So weit die Fakten. Dass sie in der Mensa am liebsten nur Käsebrötchen gegessen habe, sei aber ein Gerücht, sagt sie.
ZEIT Campus: Wen haben Sie im vergangenen Jahr eigentlich öfter gesehen: Ihren Bruder oder Guido Westerwelle?
Anne Will: Haben Sie den Eindruck, der war so oft da?
ZEIT Campus: Gefühlt: dreimal die Woche.
Will: Das wäre ein bisschen übertrieben. Soweit ich mich erinnere, war er im ganzen Jahr nur einmal bei uns. Da habe ich meinen Bruder dann doch öfter gesehen.
ZEIT Campus: Gibt es jemanden, den Sie zu oft gesehen haben?
Will: Nein, und ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die Politiker gering schätzen. Das sind hart arbeitende Leute, und ich möchte deren Verantwortung nicht tragen müssen. Insofern bin ich voller Respekt. Diese Meinung macht mich allerdings nicht zwingend beliebt, wenn ich in einer Kneipe an der Theke stehe.
ZEIT Campus: Stehen Sie da oft?
Will: Gern jedenfalls. Ich komme aus Köln, da wird man ja in der Kneipe groß.
ZEIT Campus: Werden Sie in Stammtischdebatten verwickelt?
Will: Eher weniger. Es sagt höchstens mal jemand: Den dürfen Sie nie wieder einladen!
ZEIT Campus: Wen denn?
Will: Sag ich nicht.
- Datum 17.09.2010 - 11:48 Uhr
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- Serie In der Mensa mit
- Quelle ZEIT Campus 05/2010
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Als ich dachte, das Interview geht endlich los, war es auch schon vorbei. Aber was will man eine Frau schon fragen, die Fragen stellt? Na klar, man stellt Fragen über Fragen.
Komisch.
Der Sektenführer Sokrates hat seine Fragemethode "Hebammenkunst" genannt (ein sehr weibliches Bild). Er trieb es mit seinen Fragen immer so weit, bis er den anderen in die "Aporie" geführt hatte, die Ausweglosigkeit. Dieser musste an diesem Punkt alles transzendieren, was er gerade voller Überzeugung von sich gegeben hatte und war dann befreit von seinem Dünkel.(Gibt es so ehrliche Leute heute überhaupt noch?)
Anne Will treibt es nicht so weit und muss sich deshalb auch nicht vor dem Giftbecher fürchten.
Noch eine Frage zu Plato, dem Schüler des ersten Fragesteller des Abendlandes: Warum steht das Höhlengleichnis ausgerechnet in der Politeia, im Staat? Gibt es eine andere Dimension? Hann es erleuchtete Politiker geben? Vielleicht fragt Anne Will einmal unseren Verteidigungsminister, der kennt sich mit der Politeia aus.
Genau, z.B. die Christiansen:
irgendwann dachte ich, schlechter als diese Dame kann die Frau Will gar nicht sein, unmöglich.
Aber Frau Will schaffte auch das, sogar mühelos.
Gratuliere.
die Anne Will dem GEZ-Zahler mit ihrer ANNE WILL MEDIA in Rechnung stellt kann man wirklich einigermaßen entspannt lächeln und auch überzeugende Berichte über Hartz4-Leute bringen und sich tatkräftig verbal für Gerechtigkeiten aller Art "engagieren". Das ist dann ungefähr so, als ob Bill Gates in der Suppenküche für Arme über Kochrezepte für ein preiswertes Menus philosophiert. Irgendwie leicht daneben.
dazu praktisch immer ein INSM-Vertreter dabei, der die Dinge "richtig stellt" - hingegen die Politiker spulen die definierte Sprachregelung der Partei ab zum Thema xy.
Warum haken Will, Illner, Maischberger und ihre männlichen Pendants da nicht mal vernünftig ein und tauchen tief ein in das Lügengeflecht, das vor ihnen und den Zuschauern ausgebreitet wird?
Die letzliche Runde nach Verkündung der verlogenen Hartz IV Sätze mit Frau von der Leyen war doch wohl die Katastrophe per se.
Da schaue ich mir lieber den Pelzig an. Da gibt es wenigsten Substanz mit Humor gewürzt. Gekonnt, wie der hier den Seehofer vorführt:
YouTube - Horst Seehofer (1/2) bei Pelzig unterhält sich 20.05.2010 - HD - Part 2 / 9
Bin froh, wenn Frau Will endlich den Sendeplatz räumt. Diese dahinplätschernden Selbstdarstellerrunden mit den ewig gleichen Phrasendreschern sind sowas von öde!
befasst sich mit dem, was hinter der sogenannten Wirklichkeit liegt, also mit der Wahrheit. Platon wollte ja, dass der Staat von Weisen und den Klügsten der Bürger gelenkt werden sollte und die Staatsmänner (heute auch -frauen) immer das Richtige für das Volk entscheiden würden, also nicht nach eigener Befriedigung und Erfüllung handeln sollten. Der Egomane als Politiker, wie wir ihn heute überall finden, war für Platon ein Feind des Menschen und des Staates! Deswegen steht das Höhlengleichnis in Politeia, dem Werk, das sich mit dem Staat und mit dem Regieren - und auch mit der Moral und Ethik von Politikern - befasst
... kann hoffentlich bald täglich mit Guido über ihre gemeinsamen "sündhaften" Geheimnisse plaudern.
Glücklicherweise ist aber keine Kamera mehr dabei...
Gruß,
Joe
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