Lehrerstudium Was nun, Frau Hornung?

Wer nach dem Studium in den Klassenraum zurückkehrt, erlebt eine ganz neue Schule.

Lehrerin Katrin Hornung im Klassenzimmer

Lehrerin Katrin Hornung im Klassenzimmer

Es ist kurz nach sieben Uhr morgens, als aus Katrin, die gerne lange schläft, Indiemusik hört und sich in Cafés mit Freundinnen verquatscht, Frau Hornung wird – die Lehrerin, die noch kopieren, Versuche vorbereiten und alle Termine für den Tag im Kopf haben muss. Um sechs Uhr hat ihr Wecker geklingelt, sie hat das tägliche Klamottenproblem – nicht zu sexy, nicht verkleidet – gelöst und trägt nun T-Shirt und Sneakers zur schwarzen Hose. Katrin Hornung ist 29 Jahre alt und seit einem Jahr Lehrerin für Chemie und Deutsch am Max-Planck-Gymnasium in Karlsruhe, einem typischen 50er-Jahre-Kasten, in dem rund 900 Schüler lernen. Ihr eigenes Abi ist zehn Jahre her, sie hat 14 Semester Lehramtsstudium in Heidelberg hinter sich und ein Referendariat in Göppingen. Dass sie die Schule heute anders erlebt als zu ihrer eigenen Schulzeit, liegt nicht allein daran, dass sie die Seiten gewechselt hat und nun vorne an der Tafel steht. Die Schule selbst hat sich seitdem verändert.

Die Kollegen

Während der Kopierer stampfend Katrins Arbeitsblätter ausspuckt, unterhält sie sich mit einem Kollegen: Wer steht auf welchem Platz der WM-Tipptabelle im Lehrerzimmer? Die beiden könnten genauso gut in einem Copyshop an der Uni sein – von Studenten wären sie nicht zu unterscheiden. Etwa ein Drittel der gut 70 Lehrer am »Max-Planck« ist um die 30, die anderen sind zum Großteil deutlich älter. Und ungefähr so sieht es auch im Rest der Republik aus: Ein Liniendiagramm der Kultusministerkonferenz zu den Neueinstellungen zeigt einen Buckel um 1980, dann ein langes Tal, und ab 1999 geht die Linie wieder steil nach oben. Katrins Schulleiter Uwe Müller vergleicht sein Gymnasium gern mit einem großen Tanker, der langsam neuen Kurs aufnimmt. Die jungen Kollegen beeinflussten ihn am stärksten, sagt er. »Sie bringen Schwung und Ideen mit.« An manchen Schulen führt das zu Konflikten. Am »Max-Planck« hingegen arbeiten Berufsanfänger und Ältere gemeinsam als Klassenlehrerteams und profitieren so voneinander.

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ZEIT CAMPUS 05/10
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»Am Anfang war das voll der Sozialstress, hier reinzukommen«, sagt Katrin, während sie ins Lehrerzimmer geht. Sie wirft den Rucksack auf ihren Stuhl, mit ein paar Schritten ist sie am Kaffeeautomaten. »Ich mach heute den Wasserstoffversuch mit der Dose«, sagt sie zu ihrem Chemiekollegen Frank. Beim letzten Mal ist das Knallgasgemisch zu früh hochgegangen – in Katrins Hand. Jetzt lässt sie sich von dem Erfahreneren beraten. Es klingelt zur ersten Stunde, Katrin springt auf. Vor dem Chemielabor wartet schon eine Kollegin, die bei der Wasserstoff-Stunde zusehen möchte. Die jüngeren Lehrer am »Max-Planck« haben diese gegenseitigen Unterrichtsbesuche eingeführt, um sich in schwierigen Klassen zu helfen und voneinander zu lernen.

Die Sonderaufgaben

Wer Katrin jetzt im Laufschritt durch die Flure folgt, sieht Schülerkunstwerke an den Wänden, Fotos von Theateraufführungen – und Schilder mit Namen wie Planckistan oder Planckisien. Die gehören zu einem Projekt, das Katrin mitbetreut; eine Woche lang soll sich die Schule in einen Staat verwandeln. So etwas muss lange geplant werden. Katrin arbeitet außerdem in einer Gruppe mit, die ein Methodentraining für Schüler entwickelt. »In solche Aufgaben rutscht man ganz schnell rein, man muss lernen, Nein zu sagen.«

Neues aus der Lehranstalt

Wie viele gibt es?

12 Millionen Schüler lernen in Deutschland an rund 44.000 Schulen. Sie werden von 900.000 Lehrern unterrichtet (die Voll-oder Teilzeit arbeiten)

Verdienst

Was verdienen Lehrer?

Das Gehalt variiert je nach Status (verbeamtet/angestellt, Studienrat/Oberstudienrat...) und nach Bundesland – und kann bei den Besoldungsstellen der Länder erfragt werden. Das verdienen Lehrer in den ersten Berufsjahren brutto pro Monat:

Hamburg 3292 Euro

Baden-Württemberg 3048 Euro

Brandenburg 2867 Euro

Berufsaussichten

Wie sind die Berufsaussichten?

Die Prognose der Kultusministerkonferenz bis 2015 ist gut für angehende Lehrer:

26000 Lehrerstellen werden pro Jahr frei, 23000 Absolventen verlassen jährlich die Uni. Eine Stellengarantie ist das aber nicht, es kommt auch auf das Fach an: Deutsch- und Geschichtslehrer finden weniger leicht eine Stelle als Mathe- und Physiklehrer.

Veränderungen

Wie hat sich die Schule verändert?

Seit deutsche Schulen in Leistungsstudien wie Pisa schlecht abschnitten, wird reformiert: Die einzelnen Schulen werden selbstständiger und treten gleichzeitig in Wettbewerb zueinander. Sie legen sich Profile (etwa naturwissenschaftliche, sprachliche, musisch-künstlerische) und Leitbilder zu – und die sollen die Lehrer vertreten.

Was ändert sich für Lehrer?

- Jeder Einzelne muss neben dem Unterricht immer mehr Verwaltungsaufgaben übernehmen, sich etwa um die Medienräume oder die Mittagsbetreuung kümmern

- Lehrer fangen an, in Teams zu arbeiten, und bleiben nicht länger Einzelkämpfer

- Sie wenden neue Methoden an, die eigenständiges Lernen fördern – zum Beispiel offene Unterrichtsformen mit Projekt- und Gruppenarbeit statt Frontalunterricht

Immer schafft Katrin das nicht. Wenn sie gegen halb drei nach Hause kommt, isst sie, fährt den Computer hoch und findet ihr Postfach voller Mails von Kollegen und Schülern. Nach Schulschluss ist ihr Tag noch lange nicht zu Ende: Katrin unterrichtet zwar 18 Stunden pro Woche. Mit Vorbereitung und Zusatzaufgaben kommt sie aber auf eine 40-Stunden-Woche – wenn wenig los ist. Wenn sie Klausuren korrigieren muss, werden es auch mal 60 Stunden. »Ich bin unter der Woche gefühlt die ganze Zeit am Arbeiten«, sagt sie. »Vor manchen Sachen schütze ich mich aber.« Ihre Telefonnummer gibt sie nur im Notfall heraus, damit es ihr nicht wie einer Kollegin ergeht, die an den Wochenenden regelmäßig Elternanrufe auf dem Handy bekommt. »Eltern sind oft aufgeregt, wenn bei ihren Kindern in der Schule irgendwas nicht läuft«, erklärt Katrin. »Man muss denen erst mal den Wind aus den Segeln nehmen.« Neulich sagte ein Vater erstaunt zu ihr: »Jetzt, nachdem wir gesprochen haben, sind Sie mir richtig sympathisch.«

Leser-Kommentare
  1. "Katrin Hornung ist.... Lehrerin für ... Deutsch":

    "Am Anfang war das voll der Sozialstress"
    "Ich bin .... am Arbeiten"

    • ribera
    • 10.10.2010 um 1:18 Uhr

    "..sie hat 14 Semester Lehramtsstudium in Heidelberg hinter sich.."
    Meine Tochter hat einen Bachelor in Übersetzen und Dolmetschen in 3 Fremdsprachen (4 Jahre, davon 2x1 im Ausland) und ein 1-jähriges Zusatzstudium zum Fremdsprachenlehrer bis Abiturniveau ( incl. 2x2 Monate angeleitete Unterrichtspraxis in England hinter sich. Derzeit tritt sie eine Art Referendariatsjahr an einer Schule an. Das bedeutet neben 18 Unterrichtsstunden wöchentlich auch Weiterbildungen und das Erfüllen von durch die Uni vorgegebenen Standarts. Nebenbei arbeitet meine Tochter als Freelancer in der Übersetzung und gibt Nachhilfe.
    Ende Oktober wird meine Tochter 23.
    Da stellt sich für mir nicht die Frage, ob die 29-jährige Frau Hornung unser Mitgefühl verdient.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Na da können Sie aber stolz auf ihre Tochter sein.
    Ungeachtet dessen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden sollte und das man Individuen einfach nicht aneinander messen kann: Sie haben eine Tochter, die ihresgleichen sucht.
    Ich werde nur stark darüber nachdenken müssen, ob sie in 12 Jahren, wenn sie unter ihrem ersten Burnout leidet, unser Mitgefühl verdient hat.

    Ende Dezember werde ich 25. Ist es eine Schande, dass ich mein Studium erst mit 30 abschließe?

    Hezlich willkommen in einer Gesellschaft, in der Rücksicht und Menschlichkeit immer mehr hinter dem Streben nach Leistung zurücktreten und in der es zu viele 25-jährige mit zwei abgeschlossenen Studiengängen und aber ohne echtes Leben gibt.

    Für alle mit wenig Sinn für Ironie: Selbstverständlich ist nicht gesagt, dass die Tochter der Dame an Burn-Out leiden wird. Was ich sagen will: Menschen sind unterschiedlich und nicht miteinander vergleichbar und ein abgeschlossener Studiengang mit 23 rechtfertigt noch lange nicht, auf andere runterzusehen. Erst recht nicht als Mutter.

    wielange andere für Ihr Studium brauchen? Wer nicht in Regelstudienzeit studiert wird für den Rest des Studiums selbst für seinen Unterhalt aufkommen müssen. Wenn jemand also 20 Semester studiert, dann muss er auch selbst kucken von was er lebt. Das Studium wird für den Steuerzahler deswegen nicht teurer - das kostet immer gleich viel ob 10 Semester oder 20. Wie können Sie sich anmaßen darüber zu urteilen ohne auch nur die leisteste Ahnung von den Umständen unter denen diese Frau studiert hat zu haben?

    Sie sollten einfach nur froh sein, dass es bei Ihrer Tochter bis jetzt keine Komplikationen gab.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/cs

    hat also einen Bachelor, ja ... - das ist zunächst mal nur ein halbes Studium. Dann ist es auch gar nichts besonderes, dass ihre Tochter erst 23 wird! Den Abschluss Bachelor erhält man soweit ich weiß in den meisten Fällen schon nach 6 Semestern, also nach 3 Jahren - d.h. ja ihre Tochter hat auch irgendwo ein bisschen länger gebraucht... Ach ja, und außerdem sollte man sich auf ein Studium von Fremdsprachen nicht allzu viel einbilden... die "paar Vokabeln, Grammatik und ein bisschen Kultur"...

    Überhaupt verwirren ihre Zahlen doch ein wenig,... Wenn ihre Tochter demnächst 23 wird, dann ist sie also Jahrgang 1987, hat nach dem Stichtag Geburtstag und wurde dann 1994 eingeschult... Geht man davon aus, dass sie ihr Abitur nach 13 Jahren, also 2007 bekommen hat, dann hat sie also von 2007 bis 2010 - nach ihrer Rechnung ganze 5 Jahre (4 Jahre Bachelor und 1 Jahr Zusatzstudium) studiert... - klappt also nicht wirklich, oder? Entweder hat ihre Tochter also kein Abitur gemacht, oder sie hat irgendwann eine oder sogar zwei Klassen übersprungen... - oder sie ist sogar durch die Zeit gereist... ?!

    Ach, ja ... ehe ich das vergesse, in dem Artikel geht es nicht um Menschen, die ein Bachelor-Studium schnell abschließen und dann als Quereinsteiger plötzlich Lehrer für Französisch und Spanisch werden. Es geht um eine junge Lehrerin, die ein anspruchsvolles und interessantes Fach unterrichtet, für das sich leider zu wenige Lehramtsanwärter entscheiden.

    • Buker
    • 10.10.2010 um 14:29 Uhr

    Zu ihrem geistigen Überflieger!

    Ich verstehe zwar nicht ganz, was ihr Kommentar mit dem Text zu tun hat, aber was soll's!
    Enigstens konnten sie uns allen erzählen, was für ein toller Mensch ihre Tochter ist. Ach was sag ich denn? - dass ihre Tochter DER tollste aller Menschen ist!!!

    [...]

    Bitte achten Sie auf eine sachliche Ausdrucksweise und verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke, die Redaktion/fk

    für Ihre überaus gelungene Tochter, wobei dieser Applaus natürlich wohl zuerst den erfolgreichen Eltern gebührt. Oder erwarten Sie doch eher, wie Sie schreiben, Mitleid?
    Bleibt für unsere Schüler zu hoffen, dass Ihre Tochter auch in der Rolle der Lehrerin brilliert.
    Falls die Gute mal Zeit haben sollte, kann Sie ja ihrer Mutter "standardmäßiges" Deutsch beibringen.

    Na da können Sie aber stolz auf ihre Tochter sein.
    Ungeachtet dessen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden sollte und das man Individuen einfach nicht aneinander messen kann: Sie haben eine Tochter, die ihresgleichen sucht.
    Ich werde nur stark darüber nachdenken müssen, ob sie in 12 Jahren, wenn sie unter ihrem ersten Burnout leidet, unser Mitgefühl verdient hat.

    Ende Dezember werde ich 25. Ist es eine Schande, dass ich mein Studium erst mit 30 abschließe?

    Hezlich willkommen in einer Gesellschaft, in der Rücksicht und Menschlichkeit immer mehr hinter dem Streben nach Leistung zurücktreten und in der es zu viele 25-jährige mit zwei abgeschlossenen Studiengängen und aber ohne echtes Leben gibt.

    Für alle mit wenig Sinn für Ironie: Selbstverständlich ist nicht gesagt, dass die Tochter der Dame an Burn-Out leiden wird. Was ich sagen will: Menschen sind unterschiedlich und nicht miteinander vergleichbar und ein abgeschlossener Studiengang mit 23 rechtfertigt noch lange nicht, auf andere runterzusehen. Erst recht nicht als Mutter.

    wielange andere für Ihr Studium brauchen? Wer nicht in Regelstudienzeit studiert wird für den Rest des Studiums selbst für seinen Unterhalt aufkommen müssen. Wenn jemand also 20 Semester studiert, dann muss er auch selbst kucken von was er lebt. Das Studium wird für den Steuerzahler deswegen nicht teurer - das kostet immer gleich viel ob 10 Semester oder 20. Wie können Sie sich anmaßen darüber zu urteilen ohne auch nur die leisteste Ahnung von den Umständen unter denen diese Frau studiert hat zu haben?

    Sie sollten einfach nur froh sein, dass es bei Ihrer Tochter bis jetzt keine Komplikationen gab.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/cs

    hat also einen Bachelor, ja ... - das ist zunächst mal nur ein halbes Studium. Dann ist es auch gar nichts besonderes, dass ihre Tochter erst 23 wird! Den Abschluss Bachelor erhält man soweit ich weiß in den meisten Fällen schon nach 6 Semestern, also nach 3 Jahren - d.h. ja ihre Tochter hat auch irgendwo ein bisschen länger gebraucht... Ach ja, und außerdem sollte man sich auf ein Studium von Fremdsprachen nicht allzu viel einbilden... die "paar Vokabeln, Grammatik und ein bisschen Kultur"...

    Überhaupt verwirren ihre Zahlen doch ein wenig,... Wenn ihre Tochter demnächst 23 wird, dann ist sie also Jahrgang 1987, hat nach dem Stichtag Geburtstag und wurde dann 1994 eingeschult... Geht man davon aus, dass sie ihr Abitur nach 13 Jahren, also 2007 bekommen hat, dann hat sie also von 2007 bis 2010 - nach ihrer Rechnung ganze 5 Jahre (4 Jahre Bachelor und 1 Jahr Zusatzstudium) studiert... - klappt also nicht wirklich, oder? Entweder hat ihre Tochter also kein Abitur gemacht, oder sie hat irgendwann eine oder sogar zwei Klassen übersprungen... - oder sie ist sogar durch die Zeit gereist... ?!

    Ach, ja ... ehe ich das vergesse, in dem Artikel geht es nicht um Menschen, die ein Bachelor-Studium schnell abschließen und dann als Quereinsteiger plötzlich Lehrer für Französisch und Spanisch werden. Es geht um eine junge Lehrerin, die ein anspruchsvolles und interessantes Fach unterrichtet, für das sich leider zu wenige Lehramtsanwärter entscheiden.

    • Buker
    • 10.10.2010 um 14:29 Uhr

    Zu ihrem geistigen Überflieger!

    Ich verstehe zwar nicht ganz, was ihr Kommentar mit dem Text zu tun hat, aber was soll's!
    Enigstens konnten sie uns allen erzählen, was für ein toller Mensch ihre Tochter ist. Ach was sag ich denn? - dass ihre Tochter DER tollste aller Menschen ist!!!

    [...]

    Bitte achten Sie auf eine sachliche Ausdrucksweise und verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke, die Redaktion/fk

    für Ihre überaus gelungene Tochter, wobei dieser Applaus natürlich wohl zuerst den erfolgreichen Eltern gebührt. Oder erwarten Sie doch eher, wie Sie schreiben, Mitleid?
    Bleibt für unsere Schüler zu hoffen, dass Ihre Tochter auch in der Rolle der Lehrerin brilliert.
    Falls die Gute mal Zeit haben sollte, kann Sie ja ihrer Mutter "standardmäßiges" Deutsch beibringen.

  2. Na da können Sie aber stolz auf ihre Tochter sein.
    Ungeachtet dessen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden sollte und das man Individuen einfach nicht aneinander messen kann: Sie haben eine Tochter, die ihresgleichen sucht.
    Ich werde nur stark darüber nachdenken müssen, ob sie in 12 Jahren, wenn sie unter ihrem ersten Burnout leidet, unser Mitgefühl verdient hat.

    Ende Dezember werde ich 25. Ist es eine Schande, dass ich mein Studium erst mit 30 abschließe?

    Hezlich willkommen in einer Gesellschaft, in der Rücksicht und Menschlichkeit immer mehr hinter dem Streben nach Leistung zurücktreten und in der es zu viele 25-jährige mit zwei abgeschlossenen Studiengängen und aber ohne echtes Leben gibt.

    Für alle mit wenig Sinn für Ironie: Selbstverständlich ist nicht gesagt, dass die Tochter der Dame an Burn-Out leiden wird. Was ich sagen will: Menschen sind unterschiedlich und nicht miteinander vergleichbar und ein abgeschlossener Studiengang mit 23 rechtfertigt noch lange nicht, auf andere runterzusehen. Erst recht nicht als Mutter.

    Antwort auf "Oh die Arme!!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • kogo
    • 10.10.2010 um 4:33 Uhr

    Hört, hört!
    Ich danke Ihnen und unterschreibe vorbehaltlos. :)

    • kogo
    • 10.10.2010 um 4:33 Uhr

    Hört, hört!
    Ich danke Ihnen und unterschreibe vorbehaltlos. :)

    • kogo
    • 10.10.2010 um 4:33 Uhr

    Hört, hört!
    Ich danke Ihnen und unterschreibe vorbehaltlos. :)

  3. wielange andere für Ihr Studium brauchen? Wer nicht in Regelstudienzeit studiert wird für den Rest des Studiums selbst für seinen Unterhalt aufkommen müssen. Wenn jemand also 20 Semester studiert, dann muss er auch selbst kucken von was er lebt. Das Studium wird für den Steuerzahler deswegen nicht teurer - das kostet immer gleich viel ob 10 Semester oder 20. Wie können Sie sich anmaßen darüber zu urteilen ohne auch nur die leisteste Ahnung von den Umständen unter denen diese Frau studiert hat zu haben?

    Sie sollten einfach nur froh sein, dass es bei Ihrer Tochter bis jetzt keine Komplikationen gab.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/cs

    Antwort auf "Oh die Arme!!"
  4. hat also einen Bachelor, ja ... - das ist zunächst mal nur ein halbes Studium. Dann ist es auch gar nichts besonderes, dass ihre Tochter erst 23 wird! Den Abschluss Bachelor erhält man soweit ich weiß in den meisten Fällen schon nach 6 Semestern, also nach 3 Jahren - d.h. ja ihre Tochter hat auch irgendwo ein bisschen länger gebraucht... Ach ja, und außerdem sollte man sich auf ein Studium von Fremdsprachen nicht allzu viel einbilden... die "paar Vokabeln, Grammatik und ein bisschen Kultur"...

    Überhaupt verwirren ihre Zahlen doch ein wenig,... Wenn ihre Tochter demnächst 23 wird, dann ist sie also Jahrgang 1987, hat nach dem Stichtag Geburtstag und wurde dann 1994 eingeschult... Geht man davon aus, dass sie ihr Abitur nach 13 Jahren, also 2007 bekommen hat, dann hat sie also von 2007 bis 2010 - nach ihrer Rechnung ganze 5 Jahre (4 Jahre Bachelor und 1 Jahr Zusatzstudium) studiert... - klappt also nicht wirklich, oder? Entweder hat ihre Tochter also kein Abitur gemacht, oder sie hat irgendwann eine oder sogar zwei Klassen übersprungen... - oder sie ist sogar durch die Zeit gereist... ?!

    Ach, ja ... ehe ich das vergesse, in dem Artikel geht es nicht um Menschen, die ein Bachelor-Studium schnell abschließen und dann als Quereinsteiger plötzlich Lehrer für Französisch und Spanisch werden. Es geht um eine junge Lehrerin, die ein anspruchsvolles und interessantes Fach unterrichtet, für das sich leider zu wenige Lehramtsanwärter entscheiden.

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    • heiji
    • 10.10.2010 um 15:20 Uhr

    Man, sie machen ihrem Nickname keine Ehre! Schonmal dran gedacht, dass man unter normalen Umständen auch mit 18 ein Abi haben kann? Dann kommen 4 Jahre Studium schonmal hin. Ja, man kann einen Bachelor auch in drei Jahren machen, nicht aber mit 2 Auslandsjahren. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was man da durchmachen muss? Obendrein sind drei Fremdsprachen kein Zuckerschlecken, Vokabeln lernen und wissen schon garnicht. Manche kennen noch nicht einmal ihre eigene Sprache und bilden sich was drauf ein, so eine Leistung hier mies reden zu können, zumal noch obendrein ein knusprige Bachelorstudium. Ich weiss weiterhin, was es heisst, Fremdsprachen zu lernen. Das mache ich selbst mit dreien, zwei davon nicht auf lateinischen Buchstaben basiert. Und ich weiss auch, was es heisst, mit Kindern zu arbeiten (ohne akademische Ausbildung in diese Richtung). Was diese Geschichte um diese ach so schwer arbeitende Lehrerin in einer "völlig fremden" Kinderwelt da sein soll ist lächerlich, aber Haupsache sie kommt von Heidelberg …

    • Natasi
    • 20.10.2010 um 12:00 Uhr

    Eine Fremdsprache zu studieren ist nicht gleich eine Fremdsprache lernen.
    Man beschäftigt sich während eines Studiums einer Fremdsprach unter anderem mit Grammatik, Kultur, Linguistik, Literatur, Phonetik, Sprechwissenschaft und mehr.
    Bei einem Lehramtstudium kommt noch Fachdidaktik, Erziehungswissenschaft und Grundlagen der Psychologie hinzu.
    Wer eine Fremdsprach nur lernt hat da bei weitem weniger zu tun. (Vokabeln und Grammatik)
    Linguistik ist z.B. ein sehr komplexes Themengebiet an dem schon sehr begabte und intelligente Menschen gescheitert sind, da es nicht nur aus Auswendiglernen und wiedergeben besteht, sondern auch einen guten Prozentsatz an Mathematik und Logik beinhaltet.

    • heiji
    • 10.10.2010 um 15:20 Uhr

    Man, sie machen ihrem Nickname keine Ehre! Schonmal dran gedacht, dass man unter normalen Umständen auch mit 18 ein Abi haben kann? Dann kommen 4 Jahre Studium schonmal hin. Ja, man kann einen Bachelor auch in drei Jahren machen, nicht aber mit 2 Auslandsjahren. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was man da durchmachen muss? Obendrein sind drei Fremdsprachen kein Zuckerschlecken, Vokabeln lernen und wissen schon garnicht. Manche kennen noch nicht einmal ihre eigene Sprache und bilden sich was drauf ein, so eine Leistung hier mies reden zu können, zumal noch obendrein ein knusprige Bachelorstudium. Ich weiss weiterhin, was es heisst, Fremdsprachen zu lernen. Das mache ich selbst mit dreien, zwei davon nicht auf lateinischen Buchstaben basiert. Und ich weiss auch, was es heisst, mit Kindern zu arbeiten (ohne akademische Ausbildung in diese Richtung). Was diese Geschichte um diese ach so schwer arbeitende Lehrerin in einer "völlig fremden" Kinderwelt da sein soll ist lächerlich, aber Haupsache sie kommt von Heidelberg …

    • Natasi
    • 20.10.2010 um 12:00 Uhr

    Eine Fremdsprache zu studieren ist nicht gleich eine Fremdsprache lernen.
    Man beschäftigt sich während eines Studiums einer Fremdsprach unter anderem mit Grammatik, Kultur, Linguistik, Literatur, Phonetik, Sprechwissenschaft und mehr.
    Bei einem Lehramtstudium kommt noch Fachdidaktik, Erziehungswissenschaft und Grundlagen der Psychologie hinzu.
    Wer eine Fremdsprach nur lernt hat da bei weitem weniger zu tun. (Vokabeln und Grammatik)
    Linguistik ist z.B. ein sehr komplexes Themengebiet an dem schon sehr begabte und intelligente Menschen gescheitert sind, da es nicht nur aus Auswendiglernen und wiedergeben besteht, sondern auch einen guten Prozentsatz an Mathematik und Logik beinhaltet.

    • Tschar
    • 10.10.2010 um 12:34 Uhr

    ... kann stolz auf sich sein. Ist schön, dass sie es geschafft hat, aber als Student der Elektrotechnik lächelt man gerne über die Sprachler. ( vor allem wenn man auch noch dualer Student ist und neben dem Studium auch noch arbeiten darf...). Ich verbringe alleine weit mehr Stunden nur mit dem Lernen, geschweige denn in Vorlesungen sitzen bzw. Arbeiten als ihre Tochter.
    Chemie ist ein äußerst anspruchsvolles Fach, wesentlich anspruchsvoller als jede Sprache. Liegt einfach daran, dass in den Naturwissenschaften (auch für Lehramtsstudenten) ein viel größerer Tiefgang in die Materie betrieben wird, als in jedem geisteswissenschaftlichen Fach.
    Alle Lehramtsstudenten, die ein naturwissenschaftliches Fach wirklich bis zum Ende durchstudiert haben, verdienen meinen absoluten Respekt, vor allem, weil die erlernte Materie, nie wieder im Unterricht gebraucht wird.

    Und von einem Bachelorstudenten, der durch einen Quereinstieg in die Schulwelt stößt, der keinerlei didaktische Erfahrung und Unterricht hat... Naja, sie hat wohl keinen anderen Platz gefunden, oder?
    Es fehlen derzeit leider Lehr für gewisse Fächer, sodass hier gerne vollkommen unerfahrene und nicht Lehramtstudierende (ohne praktische Erfahrung) Unterricht halten sollen.

    MfG

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... eine derart bedingungslose Kategorisierung und Selbstverherrlichung auch noch derart ernst zu meinen.

    "Ich verbringe alleine weit mehr Stunden nur mit dem Lernen, geschweige denn in Vorlesungen sitzen bzw. Arbeiten als ihre Tochter.
    Chemie ist ein äußerst anspruchsvolles Fach, wesentlich anspruchsvoller als jede Sprache. Liegt einfach daran, dass in den Naturwissenschaften (auch für Lehramtsstudenten) ein viel größerer Tiefgang in die Materie betrieben wird, als in jedem geisteswissenschaftlichen Fach."

    1. Wie können Sie die Arbeitszeit derjenigen Tochter kennen?
    2. Sie studieren also Chemie. Woher können Sie beurteilen, wie anspruchsvoll jede Sprache ist?
    3. Größerer Tiefgang? Wo hinein?

    Mal ernsthaft, ich halte Ihren Kommentar für lächerlich. Er hat nichts mit Kommunikation zu tun und will einfach nur auf einen ebenso gearteten Kommentar trotzig contra geben.
    Kindergarten...
    2.

    • heiji
    • 10.10.2010 um 15:27 Uhr

    Chemie ist keinesfalls anspruchsvoller als eine Sprache! Natürlich kommt es auf das Gehirn an, welches diese Dinge lernt. Aber ich kenne beides (Physik und Sprachen) und beides ist furchtbar komplex und schwer. Oder können Sie Japanisch?

    Und ja, viele unstudierte sind auch fähig, einer Ansammlung von Kindern etwas beizubringen, auch naturwissenschaftliches. Dazu gehört einfach nur Fantasie. =)

    Gerade als Naturwissenschaftler neigt man offenbar zur Selbstüberschätzung unter gleichzeitiger Geringschätzung aller anderen Fachrichtungen. Eines aber fehlt: der Blick über den Tellerrand. Liegt vielleicht an der vielen Zeit, die für das stumpfe Auswendiglernen von Formeln augewendet werden muss. Fehlt da möglicherweise die Begabung?
    Woher können Sie als selbsternannter - und darauf stolzer - Fachidiot eigentlich beurteilen, wie schwierig ein philologisches Studium ist, wieviel Zeit und Energie es erfordert? Abgesehen davon, dass der Kommentar, auf den Sie geantwortet haben, nichts mit dem eigentlichen Artikel zu tun hat und reichlich dick aufgetragen ist, haben Sie offensichtlich wenig bis keine Ahnung von Dingen, die sich ausserhalb des Labors befinden und tragen genauso dick auf.
    Abschliessend eine Frage: Seit wann und woher haben "Lehramtsstudenten, die ein naturwissenschaftliches Fach bis zum Ende durchstudiert haben" didaktische Erfahrung?

    ... eine derart bedingungslose Kategorisierung und Selbstverherrlichung auch noch derart ernst zu meinen.

    "Ich verbringe alleine weit mehr Stunden nur mit dem Lernen, geschweige denn in Vorlesungen sitzen bzw. Arbeiten als ihre Tochter.
    Chemie ist ein äußerst anspruchsvolles Fach, wesentlich anspruchsvoller als jede Sprache. Liegt einfach daran, dass in den Naturwissenschaften (auch für Lehramtsstudenten) ein viel größerer Tiefgang in die Materie betrieben wird, als in jedem geisteswissenschaftlichen Fach."

    1. Wie können Sie die Arbeitszeit derjenigen Tochter kennen?
    2. Sie studieren also Chemie. Woher können Sie beurteilen, wie anspruchsvoll jede Sprache ist?
    3. Größerer Tiefgang? Wo hinein?

    Mal ernsthaft, ich halte Ihren Kommentar für lächerlich. Er hat nichts mit Kommunikation zu tun und will einfach nur auf einen ebenso gearteten Kommentar trotzig contra geben.
    Kindergarten...
    2.

    • heiji
    • 10.10.2010 um 15:27 Uhr

    Chemie ist keinesfalls anspruchsvoller als eine Sprache! Natürlich kommt es auf das Gehirn an, welches diese Dinge lernt. Aber ich kenne beides (Physik und Sprachen) und beides ist furchtbar komplex und schwer. Oder können Sie Japanisch?

    Und ja, viele unstudierte sind auch fähig, einer Ansammlung von Kindern etwas beizubringen, auch naturwissenschaftliches. Dazu gehört einfach nur Fantasie. =)

    Gerade als Naturwissenschaftler neigt man offenbar zur Selbstüberschätzung unter gleichzeitiger Geringschätzung aller anderen Fachrichtungen. Eines aber fehlt: der Blick über den Tellerrand. Liegt vielleicht an der vielen Zeit, die für das stumpfe Auswendiglernen von Formeln augewendet werden muss. Fehlt da möglicherweise die Begabung?
    Woher können Sie als selbsternannter - und darauf stolzer - Fachidiot eigentlich beurteilen, wie schwierig ein philologisches Studium ist, wieviel Zeit und Energie es erfordert? Abgesehen davon, dass der Kommentar, auf den Sie geantwortet haben, nichts mit dem eigentlichen Artikel zu tun hat und reichlich dick aufgetragen ist, haben Sie offensichtlich wenig bis keine Ahnung von Dingen, die sich ausserhalb des Labors befinden und tragen genauso dick auf.
    Abschliessend eine Frage: Seit wann und woher haben "Lehramtsstudenten, die ein naturwissenschaftliches Fach bis zum Ende durchstudiert haben" didaktische Erfahrung?

    • Buker
    • 10.10.2010 um 14:29 Uhr

    Zu ihrem geistigen Überflieger!

    Ich verstehe zwar nicht ganz, was ihr Kommentar mit dem Text zu tun hat, aber was soll's!
    Enigstens konnten sie uns allen erzählen, was für ein toller Mensch ihre Tochter ist. Ach was sag ich denn? - dass ihre Tochter DER tollste aller Menschen ist!!!

    [...]

    Bitte achten Sie auf eine sachliche Ausdrucksweise und verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke, die Redaktion/fk

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