Fotoprojekt MAHLZEIT!
Die Fotografinnen Maria Heidepriem und Judith Glaubitz haben das Essen in Berliner Mensen sortiert
ZEIT CAMPUS: Frau Heidepriem, Frau Glaubitz, haben Ihre Eltern Ihnen denn nie gesagt: Mit Essen spielt man nicht?
Maria Heidepriem/Judith Glaubitz: Doch, aber Spaß bringt es trotzdem! Hat nicht jeder als Kind manchmal Kartoffelbrei-Berge mit Soßen-Seen gebaut? Uns geht es aber weniger ums Spielen als ums Forschen.
ZEIT CAMPUS: Und was genau erforschen Sie?
Heidepriem/Glaubitz: Wir wollen Mensaessen zeigen, wie man es sonst nicht kennt, nämlich als Summe seiner Einzelteile. So sieht man auf einmal, woraus unser Essen wirklich besteht.
ZEIT CAMPUS: Was ist Ihnen dabei aufgefallen?
Heidepriem/Glaubitz: Das Mensaessen ist in den letzten Jahren besser und vielfältiger geworden. Brei mit Soße war einmal. Je bunter ein Essen ist, desto gesünder ist es auch. Es besitzt sogar eine gewisse Schönheit.
ZEIT CAMPUS: Worin besteht die Schönheit eines Salatblatts?
Heidepriem/Glaubitz: In seiner Einzigartigkeit. Das sieht man zum Beispiel an den wunderbar feinen Formen und Farbnuancen. So viel Individualität vermutet man zunächst gar nicht bei den Standardessen der Mensa.
ZEIT CAMPUS: Wie sind Sie bei Ihrer Arbeit vorgegangen?
Heidepriem/Glaubitz: Jedes Essen wurde gewaschen, gesiebt, getrocknet und dann sortiert. Das dauerte ungefähr drei Stunden.
- Datum 22.09.2010 - 14:54 Uhr
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- Quelle ZEIT CAMPUS 05/2010
- Kommentare 10
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Was, bitte, soll daran eklig sein, wenn man das Essen sortiert, waescht und trocknet?!
Frau Schulz, wie koennen Sie dann ueberhaupt etwas essen?
Schnitzel und Leberkaese sind Maenneressen. Soso. Ansichtssache.
Klasse Artikel...
Ausser Werbung fuer die beiden Kommunikationsgestalter enthaelt dieser Text rein gar nichts.
Kommentar 1 ergänzend möchte ich noch sagen:
"gääähn!"
... mit derlei journalistischen Non-Entitäten eröffnet, wird hoffentlich mit entsprechenden Kommentaren in hinreichender Dosierung belohnt.
Was soll mir dieser Artikel sagen? Mensa-Essen, das Fleisch enthält, ist schlimmm, weil männlich? Leberkäse ist unterschichtlerisch, weil bayrisch? Mensaessen ist schlimm, weil auch "bildungsfernere" Menschen es sich leisten können? Oder was?
Schöne Idee, gute Umsetzung, selten dämliches Interview.
Verzeihung, aber man kann sich auch gesund ernähren, wenn man auch mal was Anderes als Salat (der hauptsächlich aus Wasser und Pestiziden besteht) isst. Es gibt auch in Mensen z.B. Pastagerichte, Gemüseaufläufe etc. (wenn man schon das Fleischessen vermeiden will) Haben Frauen keinen Hunger? Ich habe den Verdacht, dass die beiden Autorinnen "gesund" mit "kalorienarm" verwechseln. Eine warme Mahlzeit per se als ungesund zu deklarieren ist vielleicht ein bisschen hysterisch. Essen ist nun mal zur Aufnahme von Energie gedacht, was ist denn daran ungesund? Wenn man sich nicht gerade nur von Pommes frites und Würstchen ernährt...
Seit der vielfach ausgezeichneten Bisley Büromöbel-Kampagne von Kolle Rebbe 2004 - inspiriert von einem Projekt des Schweizer Künstlers Urs Wehrli ( http://tinyurl.com/2f2ueyy ) scheinen angehende Kommunikationsdesigner so ziemlich alles in die Einzelteile zu zerlegen, da ihnen selbst anscheinend eine zündende Idee fehlt. Keine Ahnung, wieviel solcher Projekte ich mittlerweile über die letzten Jahre gesehen habe.
Ich möchte nur hoffen, dass es von DIESEM Projekt keine Fortsetzung geben wird. Die verdauten Mahlzeiten möchte ich nicht unbedingt sortiert präsentiert bekommen. :-)
... scheint auch nur noch fürs Meckern benutzt zu werden. Vom akademischen Publikum dieser Zeitung hätte ich mehr erwartet als nur stupides Ankreiden, nur, um hier mal was gesagt zu haben.
Ich find die Idee mit den Fotos durchaus interessant. Schade, dass vermutlich später alles weggeworfen wurde, aber wenn man sich die halbaufgegessenen Speisen generell mal so ansieht, dann ists auch nur eines unter vielen ..
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