StudienfinanzierungWelche Stipendien kann ich bekommen?
Seite 2/3:

Für Ingenieure, BWLer und Schöngeister

Für Ingenieure/BWLer

Für angehende Ingenieure und BWLer gibt es eine ganze Menge Stiftungen. "Begabter Nachwuchs für technische und kaufmännische Berufe" wird von der Fritz Honsel-Stiftung mit 350 Euro pro Semester unterstützt. Studenten der Schiffs- und Meerestechnik gewährt die Veith-Berghoff-Stiftung für ein Jahr Unterstützung; Höhe und Dauer werden individuell festgesetzt.

Eine weitere Förderungsmöglichkeit sind Firmenstipendien. Der Vorteil: Praktika sind inklusive. Allerdings muss man dann auch bei der Firma bleiben. Wer etwa von ThyssenKrupp gefördert wurde und nach dem Studium woanders anfängt, muss sein Stipendium wie ein zinsloses Darlehen zurückzahlen. Die Förderprogramme kleinerer Betriebe werden zumeist über eine Organisation koordiniert: Der Förderverein international co-operative studies vergibt Stipendien für die jahrgangsbesten Ingenieure, Informatiker und BWLer und vermittelt sie an Unternehmen.

Für Schöngeister

Nur wenige Stiftungen fördern explizit Studenten der Geisteswissenschaften. Eine davon ist die Franz-Marie-Christinen-Stiftung für bedürftige Katholiken, die einen "tadellosen Lebenswandel" vorweisen. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach der Finanzsituation des Stipendiaten. Besser sieht es für angehende Künstler aus: Die Oscar und Vera Ritter-Stiftung zum Beispiel unterstützt "hochbegabte Nachwuchskünstler in ihrer musikalischen Entwicklung, die ausgewiesen sind durch internationale, anerkannte Wettbewerbe", und lässt sie bei Konzerten auftreten.

Bei der Franz Grothe-Stiftung können sich Musiker und Komponisten um eine Einmalzahlung zwischen 1000 und 5000 Euro bewerben. An Design-, Fotografie-, Kunst- und Musikstudenten in Aufbaustudiengängen (mit deutscher Staatsbürgerschaft) vergibt die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen ihres Künstlerförderungsprogramms Stipendien für zwei Semester mit einem monatlichen Betrag von 550 Euro.

Leserkommentare
  1. Alles kurz und knapp. Danke!

  2. Der richtige Link zur Friedrich-Ebert-Stiftung sollte
    https://www.fes-studienfo...
    lauten.

    Aus meiner Erfahrung mit einer der größten politischen Stiftung möchte ich betonen, dass die Mehrheit (2/3) nicht formal mit der assoziierten Partei verbündet ist.

  3. "Eine davon ist die Franz-Marie-Christinen-Stiftung für bedürftige Katholiken, die einen "tadellosen Lebenswandel" vorweisen."

    Lach! Ja, typisch katholisch! Auf den Lebenswandel kommt es an. Deswegen ist auch vor ein paar Jahren die Putzfrau unseres Pfarrheims entlassen worden, weil sie eben keinen katholischen Lebenswandel mehr vorweisen konnte. Auch einer Küsterin erging es so. Insofern ist das Gebaren einer solchen kath. Stiftung nur richtig: nur derjenige kriegt ein Stipendium, der den gottgefälligen, oder besser: papstgefälligen Lebenswandel vorweisen kann. Ansonsten könnte es ja noch passieren, dass ein Student dieses Stipendium doch tatsächlich für BEGABUNG und LEISTUNG abstauben könnte! Und das womöglich noch als Homosexueller! Nein, bitte nicht die Tüchtigen, sondern nur nur die Züchtigen fördern! Wenn's bei der Priesterauswahl schon nicht klappt, will man offenbar wenigstens kath. Vorzeige- Stipendiate haben. Also ums kurz zu sagen: Geld fürs Züchtigsein. Das klappt doch noch nicht mal bei den Priestern, ihr Leute!

    Also wirklich unfassbar.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service