Als Bastian Pastewka 1994 das erste Mal im Fernsehen auftrat, spielte er in einem Beitrag des WDR einen Spinat. Keine großartige Rolle, aber sie beeindruckte ihn so, dass er sein Studium der Germanistik, Pädagogik und Soziologie abbrach. Wirklich etwas gelernt habe er sowieso nicht an der Uni Bonn, sagt Pastewka. Eher durch das intensive Studium sämtlicher Folgen von »Monty Python’s Flying Circus«.

ZEIT CAMPUS: Herr Pastewka, lassen Sie uns einen Tabubruch begehen, indem wir uns ausschließlich lobend über Fernsehen und Fast Food äußern.

Bastian Pastewka: Sehr gern. Mag ich beides.

ZEIT CAMPUS: Was ist denn das Schöne an McDonald’s?

Pastewka: Die Fressschleife. Man fährt mit dem Auto über einen kleinen Hubbel, dann kommt der Schalter, man spricht in ein Mikrofon, rollt weiter zum Fenster und bekommt genau das, was man nicht bestellt hat. Oder das, was der Typ vor einem bestellt hat. Dann trifft man sich auf dem Parkplatz und tauscht Tüten aus. Das sind schöne, seltsame Begegnungen.

ZEIT CAMPUS: Sie gehen nicht zu McDonald’s, Sie fahren?

Pastewka: Immer. Aber nicht weil ich so wahnsinnig prominent bin, sondern weil ich es angenehm finde, das Zeug im eigenen Auto zu essen.

ZEIT CAMPUS: In der Mensa waren Sie wohl nicht so oft.

Pastewka: Fifty-fifty. Es gab damals schon drei McDonald’s in der Stadt. Ich habe sofort beschlossen, ich werde nie aus Bonn wegziehen.

ZEIT CAMPUS: Sie sind in Bonn aufgewachsen, zur Schule gegangen, haben im Zivildienst Blutkonserven durch die Stadt gefahren und sind hier zur Uni gegangen. Was hat sich im Studium so ereignet?

Pastewka: Ich habe sehr kurz und unauffällig studiert.

ZEIT CAMPUS: Haben Sie damals schon gewusst, dass Sie den Rest Ihres Lebens lustig sein wollen?

Pastewka: Ich wusste gar nichts. Ich war nie so desolat und desorientiert wie in der Studentenzeit. Was ich damals gelernt habe, war: Im Wintersemester musst du Seminare am Mittwoch belegen. Das hat den Vorteil, dass sie oft ausfallen wie am Buß- und Bettag. Im Sommersemester muss man sich den Donnerstag vollpacken, zum Beispiel wegen Fronleichnam.