StudienzeitBin ich schon zu alt?

Studenten hetzen durch ihr Studium. Dabei ist den meisten Unternehmen ziemlich egal, wie lange sie brauchen. Warum sich alle mal entspannen können.

Dass sich Studenten in Deutschland manchmal ziemlich lahm vorkommen, daran ist zum Beispiel Felix Schmid schuld, ein 20 Jahre alter Student aus Mannheim. Auf den ersten Blick entspricht Schmid eher dem Durchschnitt: Er ist einen Meter und 83 Zentimeter groß, er trägt gerne braune Kordhosen in Kombination mit grünen Wollpullis, er wiegt 77 Kilogramm und hat um Kinn und Oberlippe einen Bart, der ein bisschen aussieht wie der von Heinrich dem Vierten. Das Bemerkenswerte an Felix Schmid ist aber nicht sein Aussehen, sondern seine Semesterzahl.

Schmid hat das gesamte Bachelorstudium in den Fächern Geschichte und Volkswirtschaftslehre – bis auf die Bachelorarbeit– in weniger als drei Semestern durchgezogen. Drei Semester, das sind 56 Leistungspunkte pro Halbjahr, das ist mehr als das Doppelte von dem, was Studenten im Durchschnitt schaffen. Wenn die Kommilitonen aus Schmids Jahrgang in zwei Jahren über das Thema ihrer Bachelorarbeit nachdenken, sitzt Schmid wahrscheinlich schon am Konzept für seine Masterarbeit, mit 22 Jahren. Oder er hat sie dann schon fertig geschrieben, das würde in Mannheim auch niemanden wundern.

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ZEIT Campus 2/2011
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Für Studenten, die im achten Semester noch nicht alle Credit Points zusammenhaben, wiegt die Existenz von Schmid wie ein 1,83 Meter großes, 77 Kilogramm schweres schlechtes Gewissen. Wie die Fleischwerdung all jener Stimmen aus Politik und Wirtschaft, die den Studenten immer sagen, sie seien zu lahm und zu alt. Und es steht die Frage im Raum, ob man über Schmid als Vorbild sprechen sollte oder als abschreckendes Beispiel, je nachdem, ob man mit ihm tauschen möchte oder nicht.

 Im letzten Semester hat Schmid zehn Klausuren geschrieben, sein Plan war so eng, dass er manche Klausuren früher abgeben musste, um zur nächsten Klausur pünktlich zu sein. Im ersten Semester hatte Schmid 26 Semesterwochenstunden, im zweiten waren es 30, im dritten 24. Dienstage sind die schlimmsten Tage, da ist er von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr abends an der Uni, ein Seminar folgt dem anderen, ohne Pause. Danach fällt er todmüde ins Bett. »Dienstags brauche ich eine gewisse Beißfähigkeit«, sagt er. Über Schmid kann man sagen, dass das Larifari-Leben, das manche den Studenten unterstellen, bei ihm definitiv nicht stattfindet.

Die Frage ist nur, was er am Ende von seinem schnellen Abschluss hat.

»Ich kann dann früher mein Masterstudium beginnen«, sagt er. Das stimmt – und dann? »Dann kann ich noch einen zweiten Master machen«, sagt er. Ja und dann? »Dann die Promotion, oder mal sehen«, sagt er. Das Interessante an Felix Schmid ist nicht die Frage, ob sein persönlicher Werdegang der Richtige ist, sondern warum es so viele Studenten gibt, die gerne genauso wären wie er, nämlich schneller als der Durchschnitt.

Leser-Kommentare
  1. Es ist schade, dass hier nur die Option angesprochen wird, dass Studenten nicht ihre Eltern anpumpen wollen. Es gibt durchaus auch Studenten, deren Eltern ihnen absolut nichts geben könnten, selbst wenn sie wollten.
    Auch wenn die deutliche Mehrheit der Studenten auch bessergestellten Familien kommt, wäre es schön, wenn das nicht als der Normalzustand dargestellt werden würde. Ich komme aus der so genannten Arbeiterklasse und ich studiere "so schnell", weil ich sonst gar nicht studieren könnte.

    9 Leser-Empfehlungen
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    Mit 4.x % Zinsen bekommt man in zB. NRW ein Studiendarlehen. Wer Auslandssemester oder Praktika machen will und damit sein Studium verlaengern muss, kann sich auch ein paar Semester auf Kredit nehmen. Bei den meisten Studiengaengen ist dieser nach wenigen Jahren im Beruf wieder abgebaut.

    Das eigentliche Problem ist die Zukunftsangst der einkommensschwachen Bevoelkerung mit studierfaehigen Kindern. Die Wahrscheinlichkeit, am Ende doch viele Jahre kaum etwas zu verdienen und danach immer noch zu wenig, um einen Studienkredit inkl. Zinsen entspannt abzuzahlen kann noch so gering sein, allein die Respekt vor einem Betrag auf Kredit, der fuer die Einkommensverhaeltnisse des Elternhauses recht hoch ist, obwohl letzteres kein Maszstab sein sollte, reicht leider oft aus, sich fuer den 'sicheren' Weg zu entscheiden. Also entweder gar kein Studium und erst recht keine Auslandsemester.

    • niebla
    • 18.04.2011 um 18:44 Uhr

    Das Problem an vielen Darlehen ist, dass die Rückzahlung schon kurz nach Abschluss des Bachelorstudiums gefordert wird. Also genau dann, wenn man gerade in seinem Masterstudium steckt, welches in vielen Bereichen nötig ist. Wie soll man dann die Raten bedienen? Mit einem weiteren Darlehen? Das kanns ja wohl auch nicht sein. 4% hin oder her

    • niebla
    • 18.04.2011 um 18:44 Uhr

    Entfernt wegen Doppelposting. Die Redaktion/cs

    Mit 4.x % Zinsen bekommt man in zB. NRW ein Studiendarlehen. Wer Auslandssemester oder Praktika machen will und damit sein Studium verlaengern muss, kann sich auch ein paar Semester auf Kredit nehmen. Bei den meisten Studiengaengen ist dieser nach wenigen Jahren im Beruf wieder abgebaut.

    Das eigentliche Problem ist die Zukunftsangst der einkommensschwachen Bevoelkerung mit studierfaehigen Kindern. Die Wahrscheinlichkeit, am Ende doch viele Jahre kaum etwas zu verdienen und danach immer noch zu wenig, um einen Studienkredit inkl. Zinsen entspannt abzuzahlen kann noch so gering sein, allein die Respekt vor einem Betrag auf Kredit, der fuer die Einkommensverhaeltnisse des Elternhauses recht hoch ist, obwohl letzteres kein Maszstab sein sollte, reicht leider oft aus, sich fuer den 'sicheren' Weg zu entscheiden. Also entweder gar kein Studium und erst recht keine Auslandsemester.

    • niebla
    • 18.04.2011 um 18:44 Uhr

    Das Problem an vielen Darlehen ist, dass die Rückzahlung schon kurz nach Abschluss des Bachelorstudiums gefordert wird. Also genau dann, wenn man gerade in seinem Masterstudium steckt, welches in vielen Bereichen nötig ist. Wie soll man dann die Raten bedienen? Mit einem weiteren Darlehen? Das kanns ja wohl auch nicht sein. 4% hin oder her

    • niebla
    • 18.04.2011 um 18:44 Uhr

    Entfernt wegen Doppelposting. Die Redaktion/cs

  2. > Viele Unternehmen stellen lieber Ältere mit Erfahrung ein

    Das klingt wie ein Kontrast zum schnellen Studium, hat aber genau gar nichts damit zu tun. Langes Studium ist nicht gut, dh aber nicht dass man in Rekordzeit durchkommen muss.

    Viel wichtiger ist uns(Forschungsinstitut), wenn die Leute waehrend dem Studium auch mal selbst was gemacht haben. Studieren ist heute viel zu verschult, bestandene Klausuren garantieren nicht viel mehr als einen gewissen Grad an Selbstdisziplin.

    Wenn jemand selbst oder im eV ein Projekt gemacht hat ist das 3x wertvoller als wenn er ne Vorlesung zu dem Thema gehoert hat. Beides zusammen ist natuerlich noch besser. Nicht unbedingt wegen der praxisnaehe, sondern weil einem in der Vorlesung heute alles vorgekaut wird und kaum noch selbststaendiges Arbeiten und Denken gefordert ist.

    Bachelor/Master nach dem Punkte-System ist nichts anderes als eine Schnitzeljagt, und auch die drittmittel-basierte Forschung driftet allenorts in Oberflaechlichkeit und Korruption ab.

    > Ein langes Studium kann sich nicht jeder leisten

    Die durchschnittliche Studiendauer zu verringern war doch von Anfang an ein strategisches Ziel. In gewissem Rahmen auch absolut korrekt. Und zwar genau in dem Rahmen, den wir vor den letten "Reformen" hatten: Langzeitstudenten werden gesondert zur Kasse gebeten, alle anderen studieren kostenfrei. Alles andere treibt unnoetig die Spaltung der Gesellschaft voran.

    Die Ignoranz der Verantwortlichen ist kaum zu uebertreffen.

    10 Leser-Empfehlungen
  3. Manche unterstellen Studenten, die etwas länger studiert haben gerne, die zusätzliche Zeit zum Studium des Marxismus und der Aufwiegelei bzw. des Revoluzzertums genutzt zu haben. Und es gibt nicht wenige, denen der "Schock von 1968" immer noch in den Knochen steckt.

    6 Leser-Empfehlungen
    • T1
    • 18.04.2011 um 15:29 Uhr

    Ich denke auch, dass es gerade den "fachverwandten" Arbeitgebern eher um praktische Erfahrung geht. Viele fragen erstmal, wo man bisher so gearbeitet/hospitiert hat und Personaler deuten eine längere Studienzeit als Zeichen von Selbstständigkeit und guter Eigenfinanzierung, da länger studieren auch mehr Geld und damit mehr eigene Arbeit erfordert.

    Abgesehen davon sollte die Entscheidung über die eigene Studiendauer auch anhand der eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten gefällt werden. Nicht an spekulativer Existenzangst. Es geht hier nach wie vor ums Lernen, dazu gehören auch Dinge, die später im privaten und gesellschaftlich-sozialen Bereich Früchte tragen. Der Nutzwert für die spätere Beschäftigung ist nur ein Gewinn von vielen, den man aus seinem Studium mitnehmen kann.

    Daher: wenn es finanziell geht, ruhig etwas länger studieren, Auslandserfahrung machen und vielleicht das ein oder andere Praktikum.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. "Im letzten Semester hat Schmid zehn Klausuren geschrieben, sein Plan war so eng, dass er manche Klausuren früher abgeben musste, um zur nächsten Klausur pünktlich zu sein."

    Was sich hier fuer manchen Geisteswissenschaftler wie ein Horrorszenario anhoert, ist fuer die meisten Naturwissenschaftler voellig normal. Ich moechte dem jungen Mann kein Schmalspurstudium unterstellen, aber 10 Klausuren pro Semester sind sicherlich nicht das Maximum fuer die meisten ET & Maschinenbaustudenten....Dazu kommt, dass sich eine Naturwissenschaft nicht durch bloßes Auswendiglernen bewaeltigen laesst. Was dem jungen Mann letztendlich vom Stoff in Erinnerung bleibt, duerfte nicht allzu viel sein..

    4 Leser-Empfehlungen
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    Hallo jillian,

    ich weiß nicht wie es bei dem im Artikel genannten Beispiel wirklich ist. Allerdings kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass in den Geisteswissenschaften neben Klausuren ebenso viele Seminar-Arbeiten geschrieben werden müssen. Üblicherweise ist es so, dass pro Modul eine Klausur und eine Seminar-Arbeit zu bewältigen sind. Das würde heißen, er hätte 10 Klausuren geschrieben, darüber hinaus aber noch zusätzlich Seminar-Arbeiten geschrieben.

    Wenn man sich voll aufs Studium konzentriert, ist das auch völlig machbar - zumindest in den Geisteswissenschaften. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in den Naturwissenschaften um einiges schwieriger ist, das Studium in so kurzer Zeit zu absolvieren.

    Wer glaubt, dass Geisteswissenschaftler "Auswendiglerner" seien und dass das dort ginge, der glaubt vielleicht auch an den Gott für Maschinenbauer. Es ist in den Geisteswissenschaften sogar erheblich schwieriger, sich auf neue Felder, Themen etc. einzulassen, weil es immer wieder um Denkweisen, Denkformen geht, die nicht so einfach "funktionieren" wie Formeln, Gleichungen und Gesetze...man muss sich dabei selbst ein ganzes Stück verändern. Das geht etwas langsamer als feste Regeln anwenden können.

    • LaFata
    • 18.04.2011 um 23:36 Uhr

    hat, offenbar.

    Erstens:
    Geisteswissenschaftler schreiben eben nicht nur Klausuren. Es wäre sooo schön, wenn! Ich studiere eine Geisteswissenschaft und muss zwei Klausuren, drei Hausarbeiten, ein Forschungsdesign, eine mündliche Prüfung und vier Referate halten.

    Zweitens:
    Sind die typschen Klausurlastigen Fächer wenns darum geht einfacher. Ich studiere nämlich auch VWL - und das ganze mit der ach so schwierigen Wirtschaftsmathematik ist eigentlich viel simpler als die sehr komplexe Geisteswissenschaft.

    Hallo jillian,

    ich weiß nicht wie es bei dem im Artikel genannten Beispiel wirklich ist. Allerdings kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass in den Geisteswissenschaften neben Klausuren ebenso viele Seminar-Arbeiten geschrieben werden müssen. Üblicherweise ist es so, dass pro Modul eine Klausur und eine Seminar-Arbeit zu bewältigen sind. Das würde heißen, er hätte 10 Klausuren geschrieben, darüber hinaus aber noch zusätzlich Seminar-Arbeiten geschrieben.

    Wenn man sich voll aufs Studium konzentriert, ist das auch völlig machbar - zumindest in den Geisteswissenschaften. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in den Naturwissenschaften um einiges schwieriger ist, das Studium in so kurzer Zeit zu absolvieren.

    Wer glaubt, dass Geisteswissenschaftler "Auswendiglerner" seien und dass das dort ginge, der glaubt vielleicht auch an den Gott für Maschinenbauer. Es ist in den Geisteswissenschaften sogar erheblich schwieriger, sich auf neue Felder, Themen etc. einzulassen, weil es immer wieder um Denkweisen, Denkformen geht, die nicht so einfach "funktionieren" wie Formeln, Gleichungen und Gesetze...man muss sich dabei selbst ein ganzes Stück verändern. Das geht etwas langsamer als feste Regeln anwenden können.

    • LaFata
    • 18.04.2011 um 23:36 Uhr

    hat, offenbar.

    Erstens:
    Geisteswissenschaftler schreiben eben nicht nur Klausuren. Es wäre sooo schön, wenn! Ich studiere eine Geisteswissenschaft und muss zwei Klausuren, drei Hausarbeiten, ein Forschungsdesign, eine mündliche Prüfung und vier Referate halten.

    Zweitens:
    Sind die typschen Klausurlastigen Fächer wenns darum geht einfacher. Ich studiere nämlich auch VWL - und das ganze mit der ach so schwierigen Wirtschaftsmathematik ist eigentlich viel simpler als die sehr komplexe Geisteswissenschaft.

    • Acrux
    • 18.04.2011 um 15:49 Uhr

    kommt's drauf an.
    Lange studiert weil:

    - der Hamster gestorben ist -> schlecht
    - Man mehr Veranstaltungen besucht hat, als der Regelplan vorschreibt -> gut
    - eine Veranstaltung wiederholt werden musste -> nicht so toll, aber kein Drama (es sei denn, es war weil der Hamster gestorben ist)

    7 Leser-Empfehlungen
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    ...kein Mensch will sich von einem 24-jährigen Rechtsanwalt vertreten oder Arzt operieren lassen, der noch wie ein Milchbubi aussieht. Eine geringe Überschreitung der Regelstudienzeit, d.h. etwas mehr Freizeit und ein besseres Examen ist auf jeden Fall vorzugswürdig. Die verlorene Jugend gibt einem sowieso keiner zurück. Felix Schmid kann sich ja überlegen, ob er noch etwas "Vernünftiges" studiert, wenn er mit einem geisteswissenschaftlichen Bachelor (mit Nebenfach) anscheinend völlig unterfordert ist.

    ...kein Mensch will sich von einem 24-jährigen Rechtsanwalt vertreten oder Arzt operieren lassen, der noch wie ein Milchbubi aussieht. Eine geringe Überschreitung der Regelstudienzeit, d.h. etwas mehr Freizeit und ein besseres Examen ist auf jeden Fall vorzugswürdig. Die verlorene Jugend gibt einem sowieso keiner zurück. Felix Schmid kann sich ja überlegen, ob er noch etwas "Vernünftiges" studiert, wenn er mit einem geisteswissenschaftlichen Bachelor (mit Nebenfach) anscheinend völlig unterfordert ist.

    • Edie
    • 18.04.2011 um 15:52 Uhr
    7. krass

    natürlich erstmal respekt vor der leistung des jungen mannes ;)

    aber mal im ernst, beeindruckend ist dies meiner meinung nach nicht. uiui soviele semesterwochenstunden,10 klausuren....
    der junge mann sollte mal zu uns in die Veterinärmedizin wechseln, da sind 38 semesterwochenstunden und nie semesterferien usw. ganz normaler alltag....ich studiere seit 4,5 jahren und hatte so gut wie nie "frei" und immer nur druck...wo ist unser "zeit" artikel mit nem lobgesang...bitte ???? ich bin diese ganze tätschelei der bachelorstudenten langsam leid... deren achso schweres leben

    zum totlachen

    6 Leser-Empfehlungen
    • Sekil
    • 18.04.2011 um 15:58 Uhr

    Ich finde es immer etwas fragwürdig, dass man meist nur zwei Kategorien sieht:
    a) Der nichts-könnende Regelzeitschnellstudierer ohne Erfahrung
    b) Der erfahrungstriefende Langzeitstudent mit zwanzig Kaffeepausen pro Tag

    Wieso wird nicht einmal darauf geachtet, dass es auch Hybriden gibt? Schnell studieren, sich somit ein Semester freischaufeln, in welchem Auslandserfahrung durch Pratika oder ähnliches gesammelt werden kann? Oder dies einfach auf die sogenannten Semesterferien legen? Somit bleibt man in der (achso-schrecklich-kurzen) Regelstudienzeit und sammelt noch (achso-wichtige) Hands-On-Experience. Der Nachteil: Keine fünf bis sechs Monate pro Jahr faul in der Sonne liegen ("vorlesungsfreie Zeit"), mal die Arschbacken ein wenig zusammen kneifen und mehr Klausuren schreiben, als man an einer Hand abzählen kann. Dann klappts auch mit dem Job.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Leider ist dieser Artikel so unbefriedigend wie die meisten zu diesem Thema! Was bitteschön heißt "in Regelstudienzeit"?
    Beispiel: Ich werde mein Ingenieursstudium in 9 Semestern Regelstudienzeit (Uni) abschließen, habe ein Jahr in den USA studiert und ein längeres Praktikum in Belgien gemacht. Wie möglich? Tja, Urlaubssemester...
    Soll ich mich nach 6 Jahren Diplomstudium nun als Hetzestudentin fühlen, weil ich in Regelstudienzeit abschließe? Komische Definition...

    Leider ist dieser Artikel so unbefriedigend wie die meisten zu diesem Thema! Was bitteschön heißt "in Regelstudienzeit"?
    Beispiel: Ich werde mein Ingenieursstudium in 9 Semestern Regelstudienzeit (Uni) abschließen, habe ein Jahr in den USA studiert und ein längeres Praktikum in Belgien gemacht. Wie möglich? Tja, Urlaubssemester...
    Soll ich mich nach 6 Jahren Diplomstudium nun als Hetzestudentin fühlen, weil ich in Regelstudienzeit abschließe? Komische Definition...

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