Studentische Hilfskräfte Ausbeute der Ausbeutung
Studentische Hilfskräfte verdienen schlecht, dafür machen sie leichter an der Uni Karriere.
© Patrick Seeger/dpa
Sie sind oft überarbeitet, unterbezahlt und abhängig von ihrem Chef – schließlich vergibt der häufig auch die Abschlussnote. Dass sich die Mühen für studentische Hilfskräfte aber mittelfristig auszahlen, belegt jetzt eine Untersuchung von jungen Wissenschaftlern der Uni Freiburg. Der Soziologe Christian Schneickert und der Volkswirt Alexander Lenger haben sich in ihren Abschlussarbeiten mit der Situation von Hiwis beschäftigt und herausgefunden, dass diese auf zweierlei Weise von ihrem Job profitieren.
Das erste Plus ist das »soziale Kapital«, das sie einstreichen: die Kontakte zu Profs oder der privilegierte Zugang zu Bibliotheken. Noch wichtiger als das soziale ist nach Ansicht der Forscher aber das »kulturelle Kapital«, das Hiwis ansammeln können: Wenn studentische Hilfskräfte in Forschung und Lehre am Institut eingebunden sind, erfahren sie, wie Doktoranden und Professoren ihre Studien vorantreiben und wie man publiziert.
»Studentische Hilfskräfte bekommen ein realistisches Bild davon, was es bedeutet, wissenschaftlich zu arbeiten«, sagt Schneickert. Das gilt allerdings nur für Hiwis, die wirklich in Forschung und Lehre eingebunden sind. Wer beispielsweise wegen seiner Programmierkenntnisse eingestellt wird und nur die Instituts-Website pflegt, bleibt vom kulturellen Kapital ausgeschlossen. Die Autoren schlagen für solche Tätigkeiten die Bezeichnung »studentische Angestellte« vor und sprechen von Lohndumping: »Durch studentische Angestellte werden reguläre Stellen verdrängt.«
Dass die Stellen trotz der mageren Bezahlung begehrt sind, beruht laut Christian Schneickert auf einem Abkommen: »Studentische Hilfskräfte sind prekär beschäftigt, sie sind insgesamt aber– ebenso wie die Professoren – sehr zufrieden.« Es seien informelle Arbeitsverhältnisse, über negative Aspekte wie die zu langen Arbeitszeiten herrsche Stillschweigen. Ein Schweigen, das sich in vielen Fällen in Form einer Karriere in der Wissenschaft auszahlt. Immerhin haben von vier Doktoranden drei zuvor als Hiwi gearbeitet.
- Datum 22.03.2011 - 10:41 Uhr
- Quelle ZEIT Campus
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wird der artikel zu dem thema noch nachgereicht?
;-)
Da kann ich nur zustimmen. Es hat den Anschein, dass einfach eine bestimmte Anzahl Artikel platziert werden muss, unabhängig von Inhalt und Qualität. So etwas Banales habe ich aber in der Tat noch selten gelesen.
Vielleicht als nächstes noch ein Artikel über das sicher auch prekär beschäftigte Reinigungspersonal?
Bitte äußern Sie Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/wg
hat der Autor/die Autorin die Studie gesehen oder schlichtweg eine Pressemitteilung zitiert? Die vorliegende Nachricht erweckt eher letzteren Eindruck. Hintergrundinformationen zu dem Thema wären sehr interessant.
Mfg
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Entfernt. Bitte diskutieren Sie den konkreten Artikel. Danke. Die Redaktion/wg
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Abgesehen davon lassen sich die HiWis nicht so leicht über einen Kamm scheren. Es gibt durchaus Stellen, wo man tatsächlich nur das arbeitet was man bezahlt kriegt (oder sogar weniger). Der Stundenlohn von ca 8€ ist nämlich für einen studentischen Nebenjob gar nicht soo schlecht. Natürlich gibt es auch bessere, aber nicht jeder kann einen an Land ziehn.
Es gibt allerdings leider auch die HiWI jobs die richtige Jobs verdrängen, oder die so hart arbeiten müssen, dass die Bezahlung im Vergleich lächerlich ist.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie den konkreten Artikel. Danke. Die Redaktion/wg
Ich verstehe die Aufregung nicht. Der Zusammenhang (prekäre Finanzsituation vieler Studenten -> satt werden für 2,50) liegt doch auf der Hand?! ;)
[...]
Gekürzt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg
Liebe Redaktion, reagieren Sie doch bitte nicht allzu empfindlich..
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[...]
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Mfg
Ich verstehe die Aufregung nicht. Der Zusammenhang (prekäre Finanzsituation vieler Studenten -> satt werden für 2,50) liegt doch auf der Hand?! ;)
[...]
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Der Artikel ist ungenau. Wen meinen sie denn jetzt mit studentische Hilfskräfte? Wissenschaftliche Mitarbeiter, die normalen Studis in der Bibliothek oder aber die die für Referate arbeiten?
Bei wissenschaftlichen Mitarbeitern stimmt das größtenteils. Die "studentischen Hilfskräfte", die beispielsweise bei uns in der Bibliothek arbeiten verdienen rund 8,50 die Stunde, was insgesamt gar nicht einmal so schlecht ist. Die Referatsmitarbeiter hingegen werden pauschal vergütet, und da kommt es auf das Referat an.
Ich wünsche mir von der ZEIT in diesem Bereich mehr exakte Recherche!
Mfg,
Stefan
Vielleicht wird demnächst noch Seite 2 hinzugefügt, man wartet schließlich darauf, dass im Text ausgeführt wird, was der Titel kurz anreißt.
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