Kochdienste Wir haben Hunger

Weil das Geld fehlt, müssen Ottersberger Studenten selbst kochen. Das klappt natürlich nicht immer, manche drücken sich vor dem Kochdienst.

Eine klassische Uni-Mensa: Die Studenten klauben sich ihr Mittagessen vom Laufband.

Eine klassische Uni-Mensa: Die Studenten klauben sich ihr Mittagessen vom Laufband.

Das Tablett an vollen Mensatöpfen vorbeischieben, zwischen verschiedenen Gerichten wählen, das ist nicht selbstverständlich. An der FH Ottersberg stehen Studenten manchmal mit knurrendem Magen vor der geschlossenen Mensa. Hier sind sie nämlich selbst für das Mittagessen zuständig– doch nicht immer ist auf die Küchenhelfer Verlass. Anna-Lena Hilgemann studiert im neunten Trimester und findet es ärgerlich, dass sich manche vor der Arbeit drücken.

ZEIT Campus 4/2011

Seit über 20 Jahren kochen die Studenten an der FH selbst, in Deutschland ist dieses Projekt einzigartig. »Es ist aus der Not geboren«, erklärt Ikky Bülow, die einzige fest angestellte Köchin: »Die finanziellen Mittel für eine Mensa mit mehreren Angestellten sind einfach nicht vorhanden.«

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Eine Gruppe von rund 25 Leuten muss sich jeweils eine Woche lang um das Essen für rund 120 Kommilitonen und Dozenten kümmern, sich mit der Spülstraße und den riesigen Kochpfannen einer Großküche auseinandersetzen. Neben Seminaren und Prüfungen damit also noch eine Pflicht mehr, die auf dem Studienplan steht. Scheine fürs Kochen will die Fachhochschule nicht einführen, das Konzept lebt von der Freiwilligkeit. Und das klappt eben nicht immer: Zwar sind die Kochdienste zeitlich mit den Pflichtveranstaltungen abgestimmt, aber manchmal fällt doch eine Exkursion in die Kochwoche, oder jemand wird krank.

Manche essen nicht in der Mensa und wollen deshalb nicht mithelfen. »Ein oder zwei, die sich raushalten, sind immer dabei«, sagt Anna-Lena Hilgemann. Noch ein Trimester lang wird sie in der Mensa helfen, bis ihre Abschlussprüfungen anstehen – dann sind die Studenten vom Kochdienst befreit.

 
Leser-Kommentare
  1. Wo ist denn hier der Artikel?
    ICh sehe nur n Einleitungsteil aber nichts weiter.

    Da lohnt es sich wirklich nicht die neue Seite aufzumachen wenn der Klappentext quasi genauso lang und informativ ist wie der "tatsächliche Artikel"....

    14 Leser-Empfehlungen
    • -Ziet-
    • 11.07.2011 um 13:25 Uhr

    ... Studium sollte auch tatsächlich mehr sein als die Lizenz-Erwerbung zum Geldverdienen!

  2. dass es sich bei der FH Ottersberg um eine private FH mit Sutdiengängen für Kunst und Theater mit ca. 500 Studenten handelt.
    Abgesehen davon, dass solche kleinst FHs nun mal einen schweren Stand haben dürften, können sich die Künstler ja schon einmal an ihr brotloses Leben nach dem Studium gewöhnen.
    Somit könnte man den Studenten durchaus auch einen Schein für die Mensa geben. Nicht dafür dass sie kochen, sondern dafür, ohne Essen auszukommen. Einen praxisbezogeneren Kurs dürfte es an der FH nicht geben ;-)

    • xoxox
    • 11.07.2011 um 14:21 Uhr

    Der gemeine Student liegt ja sonst eh nur faul zu Hause rum.
    Kochdienst ist da ja das Mindeste.

    Als weitere Sparmö... äh ich meine "kreative Ausdrucksmöglichkeit" schlage ich noch Putzdienst, Winterdienst vor. Ach ja, das Dienstfahrzeug des Präsidenten müsste auch mal wieder gewaschen werden.

    Gut dass wir in Deutschland wenigstens keine Studiengebühren haben. Oh Moment, warte...

    Eine Leser-Empfehlung
  3. ist doch verständlich, wenn der auch nicht in der Mensa "mithelfen" will.
    Man muss auch nichts zahlen wo man nichts verzehrt.
    Der Inhalt passt insgesamt nicht so recht zusammen, mal ist von "Freiwilligkeit" die Rede, dann wieder von "kochen müssen", "sich drücken", "Pflicht" und von "Befreiung".
    Ich kann nur hoffen, dass das Beispiel Schule machen soll, denn an einer größeren Uni stößt sowas doch sehr zügig an seine Grenzen.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. 6. Hmpf-

    Entweder schreibt man einen richtigen Artikel, der dann auch solche Informationen enthält, dass es sich hierbei um eine private FH handelt, oder man lässt es gleich bleiben....

  5. ...und dann hat auch noch die Mensa zu. Da sollte die UNO dringend einschreiten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Geht ja gar nicht, dass Studenten ohne Frühstück in die Uni gehen müssen!

    Wo bleibt die Nanni, die Händchen hält, wenn morgens die Cornflakes zubetreitet werden?

    Also im Studentenwohnheim muss doch mindestens ein Frühstücksbüffet Pflicht werden!

    Geht ja gar nicht, dass Studenten ohne Frühstück in die Uni gehen müssen!

    Wo bleibt die Nanni, die Händchen hält, wenn morgens die Cornflakes zubetreitet werden?

    Also im Studentenwohnheim muss doch mindestens ein Frühstücksbüffet Pflicht werden!

  6. "Weil das Geld fehlt, müssen Ottersberger Studenten selbst kochen. "

    Nein sowas, selber kochen! Armut pur!!!

    Ich habe mir morgens eine Butterstulle geschmiert, die ich in der Uni gegessen habe, dazu einen Apfel oder eine Banane und einen Joghurt.

    Abends habe ich dann im Studentenwohnheim gekocht.

    Ist schon menschenunwürdig, wenn Studenten kochen müssen, ehrlich, kann ich voll bestätigen.

    Und als Arbeitnehmer erst! Da verdiene ich 90.000 Euro brutto und muss doch noch selber kochen!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Ich habe mir morgens eine Butterstulle geschmiert, die ich in der Uni gegessen habe, dazu einen Apfel oder eine Banane und einen Joghurt."

    Und jetzt glauben Sie, dass Studenten von heute sich selbst keine Brote mehr schmieren können, weil dieser umfangreiche, gut recherchierte Artikel das suggeriert, oder was?

    Also das ist schon lächerlich, in so einem Forum damit zu kokettieren, dass man sich früher selbst Butterbrote geschmiert hat. Ganz toll! Ich erstarre vor Ehrfurcht. Wenn Opa das nächste Mal von der russischen Kriegsgefangenschaft erzählt, werde ich erwähnen, "ja aber früher haben sich die Studenten auch selbst ihre Butterbrote schmieren müssen - die Zeiten waren eben für alle hart."

    "Ich habe mir morgens eine Butterstulle geschmiert, die ich in der Uni gegessen habe, dazu einen Apfel oder eine Banane und einen Joghurt."

    Und jetzt glauben Sie, dass Studenten von heute sich selbst keine Brote mehr schmieren können, weil dieser umfangreiche, gut recherchierte Artikel das suggeriert, oder was?

    Also das ist schon lächerlich, in so einem Forum damit zu kokettieren, dass man sich früher selbst Butterbrote geschmiert hat. Ganz toll! Ich erstarre vor Ehrfurcht. Wenn Opa das nächste Mal von der russischen Kriegsgefangenschaft erzählt, werde ich erwähnen, "ja aber früher haben sich die Studenten auch selbst ihre Butterbrote schmieren müssen - die Zeiten waren eben für alle hart."

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