Unternehmensberater: »Ich war ziemlich nervös«
Kann man mit Mitte 20 tatsächlich gestandene Manager beraten? Das geht, sagt Per Breuer, der Personalchef von Roland Berger.
ZEIT CAMPUS: Herr Breuer, waren Sie als junger Berater aufgeregt vor Kundengesprächen?
Per Breuer: Oh ja. Ich erinnere mich an einen Moment, da war ich Anfang 20, frisch im Job, und wurde alleine zum Treffen mit einem Kunden geschickt, weil der Projektmanager mit Fieber im Bett lag. Da war ich schon ziemlich nervös. Ich kannte den Kunden nicht und hatte nur wenig Erfahrung. Das war ein Sprung ins kalte Wasser, aber auch eine große Ausnahme.
ZEIT CAMPUS: Haben Sie sich blamiert?
Breuer: Nein. Ich konnte meine Nervosität ganz gut überspielen. Für spätere Gespräche hat mir das Sicherheit gegeben: Auch unter schwierigen Bedingungen kriege ich das professionell hin.
ZEIT CAMPUS: Man kommt direkt von der Uni – und soll gestandenen Managern erklären, wie sie ihren Job besser machen. Das klingt doch absurd!
Per Breuer, 36, ist Personalchef von Roland Berger Strategy Consultants.
Breuer: Das ist nicht immer einfach, aber man gewöhnt sich daran. Man ist ja auch nicht alleine beim Klienten, sondern Teil eines Teams, zu dem erfahrene Kollegen gehören. Trotzdem kann ich manchmal Kunden verstehen, die sagen: »Was wollen jetzt die ganzen jungen Leute hier?«
ZEIT CAMPUS: Was antworten Sie denen?
Breuer: Dass gemischte Teams aus jungen und erfahrenen Beratern in ihrem eigenen Interesse sind. Würden die Senior-Berater ihre Zeit mit dem Kalkulieren von Excel-Tabellen verbringen, wäre das schlicht nicht effizient. Junge Kollegen schultern einen Großteil der analytischen Arbeit , lernen dabei von ihren älteren Kollegen und übernehmen mit jedem Projekt mehr Verantwortung.
ZEIT CAMPUS: Müssen Einsteiger oft bluffen? Man kann dem Kunden doch nicht einfach sagen: »Das weiß ich nicht.«
Breuer: Natürlich kann man das. Man muss es sogar. Ich würde den Kunden nie belügen. Aber Sie könnten in einer solchen Situation zum Beispiel sagen: »Diese Frage haben wir noch nicht im Detail ausgearbeitet, die Antwort liefern wir morgen nach.«
ZEIT CAMPUS: Sie würden wirklich Schwächen zugeben?
Breuer: Es geht nicht darum, ob man Schwächen zeigt oder nicht, sondern darum, seriös zu beraten . Es kann zum Beispiel passieren, dass Sie manche Fachbegriffe oder Abkürzungen nicht kennen. Da ist es in manchen Situationen sicher ungünstig, zu sagen: »Ich kenne das nicht.« Wenn es nicht schadet, lässt man das Gespräch laufen und informiert sich hinterher über die Begriffe. Professionelles Auftreten ist sehr wichtig.
ZEIT CAMPUS: Wichtiger als in anderen Berufen?
Breuer: Ja, das würde ich so sehen. Berater haben es meistens mit Vorständen und Führungskräften zu tun. Das erfordert ein gewisses Auftreten, das manchmal zu den Stereotypen führen kann, für die unsere Branche bekannt ist: dunkler Anzug, akkurate Frisur. Viele Kunden erwarten jedoch, dass diese Etikette eingehalten wird.
ZEIT CAMPUS: Stellen Sie Absolventen also auch danach ein, wie sie ihre Krawatte binden?
Breuer: Nein. Die wichtigsten Verhaltensregeln im Geschäftsleben bringen wir ihnen bei. Zum Beispiel bieten wir zu Anfang auch ein Knigge-Seminar an. Dort lernen junge Berater etwa, welche Bekleidung in welchem Rahmen am besten passt und wer wen zuerst vorstellt.





Wie bitte?
Damit trifft er den Nagel auf den Kopf!
"Heiße Luft "
ist alles was Consulting- und sonstige Berater-Firmen
anzubieten haben
Ich kenne genug gescheiterte "Manager"
die heute
- ach oh Wunder -
Als Unternehmensberater tätig sind!
Sarlatane durch die Bank.
Ob das bei den grossen Namen besser ist wage ich
ganz dezent zu bezweifeln.
Siehe : PCW und die Milliarden von HRE.
Siehe : Ernst & Young und Lehman!
Deine Aussage wird schon dadurch entlarvt, dass dir der Unterschied zwischen Wirtschaftsprüfern und den hier vorgestellten Strategieberatern offensichtlich nicht geläufig ist. Aber Beraterbashing ist eben populär, wird nicht hinterfragt und deswegen meint auch jeder Depp, sich entsprechend äußern zu dürfen.
Es muss ja fast als Auszeichnung der Berater verstanden werden, dass sie soviel Geld mit "heißer Luft" verdienen können, während andere ihre heiße Luft unbezahlt in Internetforen abgeben ;)
Deine Aussage wird schon dadurch entlarvt, dass dir der Unterschied zwischen Wirtschaftsprüfern und den hier vorgestellten Strategieberatern offensichtlich nicht geläufig ist. Aber Beraterbashing ist eben populär, wird nicht hinterfragt und deswegen meint auch jeder Depp, sich entsprechend äußern zu dürfen.
Es muss ja fast als Auszeichnung der Berater verstanden werden, dass sie soviel Geld mit "heißer Luft" verdienen können, während andere ihre heiße Luft unbezahlt in Internetforen abgeben ;)
...Unternehmensberatung gearbeitet (als freier Autor). Obwohl ich mich in der Materie technisch recht gut auskannte, habe ich fast kein Wort von dem verstanden, was mir der Auftraggeber erzählt hat. Ohne Ende Anglizismen und dann hat er in einem Tempo geredet, dass einem schwindelig wurde.
Nach mehreren Telefonaten hatte ich den Text dann so weit, dass ich meinte: Den versteht man jetzt. Und als ich dann gelesen habe, was die daraus gemacht haben, dachte ich wieder: Das kapiert doch kein Mensch. Worauf wollen die eigentlich hinaus?
Gut, womöglich ein Einzelfall. Aber eine klare, verständliche Sprache halte ich für das A und O. Egal ob man Berater, Professor, Lehrer oder Journalist ist.
Deine Aussage wird schon dadurch entlarvt, dass dir der Unterschied zwischen Wirtschaftsprüfern und den hier vorgestellten Strategieberatern offensichtlich nicht geläufig ist. Aber Beraterbashing ist eben populär, wird nicht hinterfragt und deswegen meint auch jeder Depp, sich entsprechend äußern zu dürfen.
Es muss ja fast als Auszeichnung der Berater verstanden werden, dass sie soviel Geld mit "heißer Luft" verdienen können, während andere ihre heiße Luft unbezahlt in Internetforen abgeben ;)
Volltreffer?
Fühlt sich jemand auf den Schlips getreten?
Volltreffer?
Fühlt sich jemand auf den Schlips getreten?
Vor 10 Jahren war in der Hamburger Schulbehörde eine Unternehmensberatung. Ergebnis: ein Lehrerarbeitszeitmodell.
das Positive:
- viel Geld gespart durch erhebliche Stelleneinsparungen
(Einsparungen durch z.T. erheblich erhöhte Wochenstundenarbeitszeit einzelner Lehrer)
- jeder bekommt jede Extratätigkeit irgendwie - zumindest formal - bezahlt ...
das Negative:
- die absolute Mehrzahl der Lehrer ist seitdem total frustriert
- ständige Überlastungsprobleme
- während früher ganz selbstverständlich Aufgaben übernommen wurden, steht heute sofort die Frage im Raum, was man denn dafür bekommt (es werden ständig Erbsen gezählt)
- Arbeitsatmosphäre: von einem: "netten Miteinander" in ein: "wer macht das bitte nun, das muss gemacht werden" - verändert
- insbesondere Lehrern, die nicht auf den Kopf gefallen sind und insofern das Spiel durchschaut haben, ist die Lust vergangen. Das hat aber zur Folge, dass die Qualität, die ehemals insbesondere von diesen Kollegen gewährleistet wurde, nun in den Keller gefallen ist
- was das für die Schüler bedeutet kann sich jeder denken, Da helfen dann auch seitdem eingerichtete Zwangsfortbildungen" nicht.
Zusammengefasst: kurzfristig viel Geld gespart, langfristig ist der Schaden gewaltig, aber ökonomisch nicht messbar und existiert somit nicht.
Klaus Schäfer
P.S.:
In einer bekannten Bank wurde dieses Arbeitszeitmodell auch mal eingerichtet, man hat das ganz schnell wieder sein lassen, weil genau das oben Beschriebene beobachtet wurde.
Es ist wenig hilfreich, von Einzelfällen auf "die Beratung" schließen zu wollen. Das ist so, als würde man von einem faulen ALGII-Empfänger auf alle zu schließen, oder von einem Auto stehlenden Polen auf alle Polen oder von einem schlecht integrierten Ausländer auf alle usw. usf.
Natürlich gibt es gute und schlechte Berater, und natürlich gibt es Beratungsvorschläge, die sich als schlecht erweisen. Berater sind natürlich nicht allwissend. Und letztlich ist auch jeder Beratungsnachfrager in der Verantwortung, Beratungsvorschläge nicht unkritisch zu übernehmen. Undifferenziertes Beraterbashing ist dennoch unangebracht.
Ich arbeite oft mit Beratern zusammen und habe dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wenn man den Beratungsprozess kritisch-konstruktiv begleitet, können Berater einem neue Ideen und Perspektiven aufzeigen. Letztlich sind Berater auf zufriedene Kunden angewiesen. Schlechte Berater werden nicht wieder engagiert.
Es ist wenig hilfreich, von Einzelfällen auf "die Beratung" schließen zu wollen. Das ist so, als würde man von einem faulen ALGII-Empfänger auf alle zu schließen, oder von einem Auto stehlenden Polen auf alle Polen oder von einem schlecht integrierten Ausländer auf alle usw. usf.
Natürlich gibt es gute und schlechte Berater, und natürlich gibt es Beratungsvorschläge, die sich als schlecht erweisen. Berater sind natürlich nicht allwissend. Und letztlich ist auch jeder Beratungsnachfrager in der Verantwortung, Beratungsvorschläge nicht unkritisch zu übernehmen. Undifferenziertes Beraterbashing ist dennoch unangebracht.
Ich arbeite oft mit Beratern zusammen und habe dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wenn man den Beratungsprozess kritisch-konstruktiv begleitet, können Berater einem neue Ideen und Perspektiven aufzeigen. Letztlich sind Berater auf zufriedene Kunden angewiesen. Schlechte Berater werden nicht wieder engagiert.
Volltreffer?
Fühlt sich jemand auf den Schlips getreten?
Ich muss dich enttäuschen, ich trage keinen Schlips. Du musst also einen anderen Anlass finden, um deine Vorurteile zu bestätigen ;)
Die Vorurteile, die auf Ihrem Halbwissen über Unternehmensberater basieren, langweilen einfach nur.
Ich muss dich enttäuschen, ich trage keinen Schlips. Du musst also einen anderen Anlass finden, um deine Vorurteile zu bestätigen ;)
Die Vorurteile, die auf Ihrem Halbwissen über Unternehmensberater basieren, langweilen einfach nur.
Es ist wenig hilfreich, von Einzelfällen auf "die Beratung" schließen zu wollen. Das ist so, als würde man von einem faulen ALGII-Empfänger auf alle zu schließen, oder von einem Auto stehlenden Polen auf alle Polen oder von einem schlecht integrierten Ausländer auf alle usw. usf.
Natürlich gibt es gute und schlechte Berater, und natürlich gibt es Beratungsvorschläge, die sich als schlecht erweisen. Berater sind natürlich nicht allwissend. Und letztlich ist auch jeder Beratungsnachfrager in der Verantwortung, Beratungsvorschläge nicht unkritisch zu übernehmen. Undifferenziertes Beraterbashing ist dennoch unangebracht.
Ich arbeite oft mit Beratern zusammen und habe dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wenn man den Beratungsprozess kritisch-konstruktiv begleitet, können Berater einem neue Ideen und Perspektiven aufzeigen. Letztlich sind Berater auf zufriedene Kunden angewiesen. Schlechte Berater werden nicht wieder engagiert.
Ich muss dich enttäuschen, ich trage keinen Schlips. Du musst also einen anderen Anlass finden, um deine Vorurteile zu bestätigen ;)
Consulting und andere Management-Konzepte stammen größtenteils aus Amerika.
Die Amerikaner sind sehr "business-minded". Das merkt man auch, wenn man sich mit ihnen privat unterhält.
Einstudierte Rhetorik und Verhaltensweisen. Wenig autentisch.
Das hat dazu geführt, dass ganze Wirschaftszweige immer weniger Glaubwürdigkeit besitzen, wie man auch an den anderen Kommentaren sehen kann.
Autorität und Vertrauen bekommt man nicht nur durch Fachwissen, sondern vor allem durch Intelligenz.
Die Fähigkeit, sich schnell in Situationen und Problemstellungen hineinzuarbeiten und Fachwissen problembezogen einzusetzen.
Erfahrungen können dabei helfen, müssen aber nicht.
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