BerufseinstiegAnfangen
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Noten und Gehalt

Was brauche ich außer guten Noten?

»Ein Unternehmen ist ein komplexer Organismus. Man muss mit Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Rangs erfolgreich zusammenarbeiten«, sagt Frank Stefan Becker, Personal- und Bildungsexperte bei Siemens. Häufig kümmerten sich Bewerber nicht ausreichend um ihre kommunikativen Fähigkeiten. Diese seien zwar beim Einstieg noch nicht zwingend ein »Killerkriterium«. Wer aber aufsteigen wolle, schaffe das nicht ohne Schlüsselqualifikationen. »Sobald man die Verantwortung für das erfolgreiche Arbeiten anderer übernehmen will, sind sie unabdingbar.«

Wie viel verdiene ich als Einsteiger?

Laut der Gehaltsdatenbank personalmarkt.de verdienen Ingenieure mit Bachelor als Berufseinsteiger knapp 40.000 Euro (angegeben ist der Median, das heißt, die Hälfte verdient weniger, die Hälfte mehr als den genannten Wert). Ein Masterzeugnis hebt das erste Gehalt um zirka zwölf Prozent, ein Doktortitel um fast ein Drittel. Am meisten verdienen Ingenieure in der Automobil- und in der chemischen Industrie sowie in Unternehmensberatungen (gut 45.000 Euro beim Einstieg), am unteren Ende der Gehaltsskala stehen ihre Kollegen, die in den Medien, im Handel oder im Baugewerbe arbeiten. Anfänger verdienen hier zwischen 35.000 und 38.000 Euro.

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Leserkommentare
  1. Im bBundesrepublikanien (aka Monkeystate) sind Ingenieure die Sklaven der Nation. Fehlt es an billigen Ingenieuren die für 1ooo Mark/Monat schuften, werden einfach die Schleusen geöffnet. Gibt es einen Wettbewerb bei Hotels, Apotheker, Juristen, Intendanten, Ärzten und Politikern, dann werden natürlich sofort die Goldschutzmaßnahmen ergriffen.

    In diesem Regime macht ein Maschinenbauer "Karriere", wenn er fortan keine Maschinen mehr erfindet, sondern nur noch Verwaltet und Präsentiert. Ein echter Erfinder wird somit niemals Karriere machen. Ingenieure haben keine Lobby Und ohne Lobby zählt man in der BRD nicht als Mensch.

    Die einzige Lösung besteht darin, eine Maschine zu entwickeln, die die BRD abwickelt. Das wäre schön, das wäre gerecht und die Umwelt und Jesus würden sich freuen.

    Kann es eine Gesellschaft geben, in der derjenige der sich für seine Ideale begeistert, nicht auch gerecht teilhaben kann? Ingenieure versuchen für ein komplexes Problem eine einfache Lösung zu finden. Verwalter und Bonzen versuchen für eine einfache Lösung ein komplexes Problem zu erstellen, welches nur sie selbst lösen können. Bitter aber wahr...

    Nehmen Sie Abstand von polemischen Äußerungen. Die Redaktion/mak

    • ORCA
    • 26. Dezember 2011 13:55 Uhr

    Wenn es in der Untertitelung gleich heißt:"Welche Fachrichtungen fragen Arbeitgeber besonders häufig nach?"

    Dann ist man schon auf eine Schiene festgelegt, nämlich als der nützliche Idiot der BWLer. Wie heißt es so treffend, "Ingenieure sind die Kamele, auf denen die Kaufleute zum Erfolg reiten."

    Denn die Alternativen zu einer betrieblichen lohnabhängigen Tätigkeit muss man auch aufführen: Die freiberufliche Arbeit und die Selbständigkeit als Unternehmer.

    Richtig wird endlich dargestellt, dass man ein grundständiges Studium absolvieren muss, damit aus dem Berufswunsch wirklich etwas werden kann. Also z.B. Ingenieur in den Bereichen: Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie, Biotechnik, Verfahrenstechnik, Werkstoffwissenschaften, Bauwesen, Physik. Aber auch KFZ-Technik sowie Haus- und Gebäudetechnik. Interessant ist auch ein Studium zum Wirtschaftsingenieur, das in Kombination mit den Fächern Chemietechnik oder Elektrotechnik oder Maschinenbau angeboten wird.

    Wer sich dabei noch etwas Gutes tun will, übt fleißig Englisch, Französisch und Spanisch. Dann stehen einem auch andere Wege offen. Falls deutsche Arbeitgeber meinen, sie müssten Ingenieure für lau haben wollen, dreht man ihnen dann eine lange Nase und geht ins Ausland.

    • Holmes
    • 26. Dezember 2011 14:18 Uhr

    wenn sie gute kommunikative fähigkeiten haben werden sie einfach mathelehrer.

    attraktives gehalt - das werden sie als ing kaum erreichen
    Teenager - haben sie sowieso in jedem job um sich egal wie alt die kollegen sind
    Arbeitsplatzsicherheit/rente - verbeamtet!!!
    fachkräftemangel ist dort real und bei der einstellung spürbar

    annsonsten machen sich die anstrengungen eines technischen studiums kaum bezahlt...

  2. Dieser Satzt ist besonders beliebt von MGMT Idioten, um das Selbstvertrauen von Spitzentalenten zu brechen, und um deren Gehalt dauerhaft niedrig zu halten. Ausdauer und Fachwissen wird systematisch penalisiert.

    Es sind jedoch nicht "Generalisten" die man für die Entwicklung von Spitzentechnologien braucht, sondern Ingenieure und Wissenschaftler mit Talent und Ausdauer. Es dauert schon mal ein Jahrzehnt um in einem komplizierten Feld die Erfahrung und das Netzwerk aufzubauen welche nötig sind um selbständig mit visionären Beiträgen Spitzentechnologie zu Entwickeln.

    Ich habe selbst die "Fachidioten"-Karriere verlassen, denn es ist unmöglich gegen das unfähre Lohndumping anzukämpfen. Als "Generalist" werde ich jetzt 3x besser entlohnt als früher, obwohl die intelektuelle Herausforderung viel geringer geworden ist.

    Absurd? Ja.

    Wie so vieles in der Wirtschaft von heute.

    Ingenieure, Wissenschaftler und Erfinder wurden schon immer von skrupellosen Geschäftsmännern über den Tisch gezogen.

  3. Angesichts des angeblich riesigen Ingenieurmangels in Deutschland wird man von den meisten Unternehmen als Bewerber doch sehr schlecht behandelt!
    Auf die meisten Bewerbungen die man schreibt erhält man eine sehr späte bis überhaupt keine Antwort. Dies wird immer mit riesigen Anzahl an eingehenden Bewerbungen in Zusammenhang gebracht. Ich verstehe nur immer nicht wie es auf der einen Seite sein kann dass sich hunderte Ingenieure auf die Stellen bewerben, andererseits aber anscheinend alle Ingenieure schon einen Job haben?
    Und wenn man dann eine Absage bekommt lautet die Begründung "Wir haben uns für einen anderen Kandidaten entschieden"...es scheint also doch noch andere Ingenieure als mich zu geben die einen Job wollen.

    Liegt es vielleicht daran dass es nur wenige attraktive Jobs gibt und exzessives Lohndumping mit Ingenieursverleihfirmen betrieben wird?
    Warum die Firmen ins Auslang abwandern liegt meines Erachtens nur an der Geldgier der Konzerne. Billiges Personal aus anderen Ländern. Wir werden schon sehen wohin diese Mentalität die deutsche, ehemals für qualitativ höchstwertige Produkte berühmte, Wirtschaft hinbringt...

    • serins
    • 26. Dezember 2011 16:04 Uhr

    wenn man Ingenieur werden möchte, sollte man sich bewusst sein entweder ins Ausland zu gehen, oder in Deutschland auf Stellen mit folgendem Profil zu sitzen (Vitamin B Stellen mal ausgenommen)

    - Gehalt. € 1300 - 3500/monat brutto
    - 50+h Arbeitswoche plus regelm. Wochenendarbeit alles mit Gehalt abgegolten
    - befristete Arbeitsverträge
    - Arbeitslosigkeit ab Mitte 40 oder Gang in die Selbstständigkeit zu Dumpingpreisen
    - asoziale BWLer oder Juristen als Chefs die schon beim Dreisatz Probleme bekommen.
    -keine Lobby der VDI und andere Ing. Vereine sind es nicht

    Meine Empfehlung Sozialpädagoge werden, eine Umschulung bei der IHK und dann Bereichsleiter Technik bei einem Wasserversorger im Süden Berlins werden.

    Oder nach Canada auswandern.

    Empfehle Letzteres, geregelte Arbeitszeiten, angemessenes Gehalt €65K aufwärts, Altervorsorgung, Benefits und Chefs die einen umhegen und umpflegen, da hier wirklich Mangel herrscht.

    • Zack34
    • 26. Dezember 2011 16:12 Uhr


    Es ist zwar langfristig nur der Spaß am eigenen Job entscheidend, und dennoch...

    In Deutschland wird man vergleichsweise schlecht bezahlt: ein junger Ingenieur von der Uni verdiente bis vor ein paar Jahren wenig bis kaum mehr als ein Facharbeiter mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung, je nach Branche und Firma.
    In einem angelsächsichen Unternehmen hat ein Engineer mit Masters schon eine ganz andere Stellung und Bezahlung, zumal es dort so gut wie kaum staatlich verordnete Abgaben gibt.

    Aber zumindest für diejenige, die sich für große Unternehmen entscheiden ist das Wichtigste zu begreifen, dass Kommunikation (eigener Arbeit sowie mit den Kollegen untereinander/netzwerken) das A und O ist, sogar (leider...) mehr als die eigentliche Fachexpertise. Und sich bloß nicht von jenen (vom ersten Tag an) aufstrebenden Jungs mit Anzug und Krawatte etwas aufschwätzen lassen, was sie dann nachher als ihre eigene Arbeit nach oben verkaufen.

    • R0Li84
    • 26. Dezember 2011 16:19 Uhr

    Die teils sehr negativen Kommentare hier kann ich als relativ "frischer Absolvent" (ich habe mein Studium vor knapp 2 Jahren beendet) überhaupt nicht nachvollziehen. Ich habe einen MINT Studiengang als Bachelor abgeschlossen und mich anschließend auf die Jobsuche begeben.

    Meine Bewerbungen habe ich im Frühjahr 2010 geschrieben - also zum Ende der Wirtschaftskrise. Trotz der noch schlechten Konjunktur konnte ich mir aus mehreren Angeboten einen Job auswählen, der mir am besten gefallen hat. Am Ende habe ich dann sogar noch offene Vorstellungsgespräche bei sehr namhaften Unternehmen abgesagt.

    Ich kann an dieser Stelle nur allen Studenten eines MINT Studienganges Mut machen. Das Studium lohnt sich auf jeden Fall. Klar, mit 35 oder 40 Stunden/Woche gehen die wenigsten Ingenieure nach Hause - allerdings verbringt man seine Zeit dafür mit teils sehr interessanten und anspruchsvollen Arbeiten. Ich für meinen Teil arbeite lieber 45 - 50h/Woche als Ingenieur als 35 - 40h/Woche "am Fließband".

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    • Zack34
    • 26. Dezember 2011 16:41 Uhr

    Damit beschreiben Sie bestens, warum Ingenieure de facto keinen angemessenen Stand haben für die intelektuelle Leistung, die sie tagtäglich erbringen; er ist einfach glücklich, dass er nicht am Fließband stehen muss.

    Währendessen betrachtet ein junger BWLer oder Arzt seinen beruflichen Anfang als einen in Kauf zu nehmenden, vorübergehenden Verzicht auf die einzig angemessene Stelle eines Bereichsleiters, Vorstands, oder Klinik-Chefarztes.

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  • Schlagworte Siemens AG | Arbeitslosenquote | Bachelor | Doktortitel | Euro | Fahrzeugbau
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