BerufseinstiegAnfangen

Welche Fachrichtungen fragen Arbeitgeber besonders häufig nach? Was zählt neben Noten? Antworten auf die wichtigsten Fragen

Kriege ich auf jeden Fall einen Job?

»Ja«, sagt Volker Brennecke, Experte für Bildungs- und Berufspolitik beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI). »Im Ingenieurwesen liegt die Arbeitslosenquote unter drei Prozent – das nennt man Vollbeschäftigung.« Die letzte Wirtschaftskrise habe außerdem gezeigt, dass Ingenieuren seltener schnelle Kündigungen drohen. Brennecke sieht aber die Gefahr, dass große Unternehmen aufgrund des Mangels an Nachwuchskräften aus Deutschland abwandern könnten – etwa nach Indien, wo mehr als zehnmal so viele Ingenieure wie in Deutschland ausgebildet werden. »Da muss man abwarten, wie sich die Weltwirtschaft in Zukunft aufstellt.«

Welche Richtungen sind besonders begehrt?

ZEIT Campus 2/2012

»Die Nachfrage steigt flächendeckend«, sagt Diana Knoch, die den Career Service am Karlsruher Institut für Technologie leitet. Der Ingenieurmonitor des VDI vom August 2011 weist besonders viele unbesetzte Stellen im Maschinen- und Fahrzeugbau auf, auch Elektroingenieure werden intensiv gesucht. »Was speziellere Branchen angeht, beobachten wir, dass insbesondere in der E-Mobility die Nachfrage sehr stark ist«, sagt Diana Knoch. Insgesamt sind im Juli 2011 fast 100.000 Arbeitsplätze für Ingenieure unbesetzt geblieben, weil die passenden Bewerber fehlten.

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Sollte ich mich früh spezialisieren?

Die meisten Bachelorstudiengänge vermitteln einen breiten Überblick. Dies sei auch richtig so, da sind sich die Experten einig. »Wer noch nicht genau weiß, in welcher Branche er arbeiten will, sollte das Studium dafür nutzen, verschiedene Bereiche kennenzulernen«, empfiehlt Diana Knoch. Das Wissen, dass man so erlangt, könne man dann durch Unternehmenspraktika vertiefen und so herausfinden, worauf man sich im Master spezialisieren möchte. Auch der VDI-Experte Volker Brennecke rät: »Breit aufstellen, nicht zum Fachidioten werden.« Die Unternehmen suchten verstärkt nach flexibel einsetzbaren Generalisten. Und weiterbilden muss man sich inzwischen sowieso sein ganzes Berufsleben lang.

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