Studienbeginn : Wir stürmen die Uni!

Noch nie gab es so viele Studenten wie in diesem Jahr. 24 Tipps, mit denen man den Überblick behält und trotzdem Spaß hat

1. Wie erringe ich einen Platz im vollen Hörsaal?

»Ein Griff, der Ringern immer hilft, ist der Rumreißer mit Handgelenk-Oberarm:

1. Ausgangsstellung: frontal zum Gegner, Beine hüftweit auseinander, Knie leicht gebeugt. Dann: Mit der rechten Hand das linke Handgelenk des Gegners greifen und seinen Arm leicht nach oben ziehen.

2. Jetzt greift die linke Hand zum linken Oberarm des Gegners.

3. Mit beiden Händen den linken Arm des Gegners zur Körpermitte ziehen und seinen Oberkörper verdrehen.

4. Das Handgelenk loslassen. Die Drehbewegung mit der Hand am Oberarm weiterführen und mit der freien Hand um die Hüfte des Gegners fassen.

5. Einen Sprung hinter den Gegner machen und beide Arme fest um seine Hüfte schließen. In dieser Position den Gegner mit dem eigenen Körpergewicht zu Fall bringen.

6. Den Gegner über den eigenen Rücken abrollen und sein Gesicht zum Boden drücken.

7. Loslassen. Sitzplatz einnehmen.«

Alexander Leipold ist Bundestrainer der deutschen Freistilringer

2. Wie schaffe ich es, meine Bücher schneller zu lesen?

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Campus Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen

Profi-Schnellleser schaffen bis zu 3.000 Wörter (etwa zehn Buchseiten) pro Minute. Als normaler Leser kann man immerhin trainieren, sein Tempo von etwa 250 Wörtern pro Minute auf 500 Wörter zu verdoppeln. Ob man bei dieser Geschwindigkeit auch was versteht, ist allerdings nicht bewiesen. Besser ist es, wenn man von einem Buch Inhaltsverzeichnis, Einleitung und Zusammenfassung liest und nur gezielt einzelne Kapitel durcharbeitet. Das genügt vollkommen, und es bleibt noch Zeit, um in andere Bücher hineinzuschauen.

3. Muss ich wirklich alles mitschreiben?

»Nein! Wer alle Details mitschreibt, kann nicht mehr richtig zuhören. Denken Sie in Fragestellungen: Um welche Fragen geht es im Vortrag, und welche könnten in einer Prüfung drankommen? Notieren Sie die dazugehörige Antwort erst, wenn der Dozent einen Sinnabschnitt beendet hat.«

Werner Stangel lehrt am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität Linz

4. Wie bleibe ich im vollen Hörsaal wach?

»Eine Dröhnung Kaffee mit viiieeel Zucker. Wenn das nicht hilft, sorry, Arme verschränken, Kopf drauf, 5 Minuten Powernap... Immer noch besser als 45 Minuten dämmern!«

Ursula von der Leyen, Bundesarbeitsministerin

5. Wie erreiche ich den überlasteten Prof?

»Oft braucht man seinen Professor gar nicht. Viele allgemeine Infos bekommt man bei Einführungsveranstaltungen. Auch Tutoren oder die Fachschaft sind gute Ratgeber und leichter erreichbar. Den Professor würde ich nur bei dringenden Fragen, die kein anderer beantworten kann, in der Sprechstunde besuchen. Bei kleinen Anliegen (zum Beispiel, wenn der Schein fehlt) am besten eine Mail schreiben. Dann hat man auch einen schriftlichen Beweis, dass man rechtzeitig darauf hingewiesen hat.«

Stephanie Wagner arbeitet als Sekretärin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Tübingen

6. Wie bleibe ich beim Referat vor vielen Leuten ruhig?

»Wenn man vor einer großen Menschenmenge etwas Wichtiges vortragen soll, ist man immer aufgeregt. Das ist eine ganz normale Reaktion auf eine unnormale Situation. Selbst mir als Schauspielerin geht das so, obwohl es mein Beruf ist, vor Publikum zu sprechen. Das Einzige, was mir gegen Lampenfieber hilft, ist eine perfekte Vorbereitung. Ich muss meinen Text gut kennen, sonst werde ich unsicher. Außerdem schaue ich mir den Raum, ich dem ich sprechen werde, genau an und probiere ihn aus: Wie laut muss ich sprechen, um bis nach hinten durchzudringen? Bei Referaten sollte man alle technischen Dinge frühzeitig klären: Brauche ich einen Beamer? Funktioniert die Steckdose? Wie nah muss ich das Mikrofon halten? Die Aufregung ist zu Beginn des Vortrags am schlimmsten, deshalb würde ich die ersten zehn Sätze regelrecht auswendig lernen. Wenn man weiß, dass die richtig sitzen, wirkt das wie ein Gerüst, das einen hält. Und sobald man erst mal angefangen hat, ist alles nur noch halb so wild. Versprochen.«

Anna Böger ist Schauspielerin am Schauspielhaus Köln und Coach für Stimm- und Sprechtraining

Anzeige

Forschende Fachhochschulen

Die deutschen Fachhochschulen entwickeln sich von reinen Lehranstalten zu Schmieden der anwendungsbezogenen Forschung - unterstützt von Politik und Wissenschaftsrat.

Mehr erfahren >>

Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Konstruktiver Beitrag

Ehrlich gesagt erschließt sich mir den Sinn dieser Artikel nicht. Als die klügsten Köpfe in der Geschichte der Menschheit ihr Studium führten gab es keinerlei Studiumführer oder ähnliche Kompendien von Ratschlägen, welche Studenten das Leben leichter machen sollten. Ich bin stark gegen diese Behandlung von Studenten als wären sie noch an der Schule. Gerade in dieser Phase ihres Lebens sollten sie lernen, mit Schwierigkeiten und Hüren umzugehen und daraus zu lernen.