1. Branchen kennenlernen

Das erzählt der Praktikant: Mein erstes Praktikum habe ich im Europäischen Parlament gemacht – für einen Politikstudenten wie mich ein Traum! Ich habe einem Abgeordneten zugearbeitet, ihn zu Sitzungen begleitet. Dabei habe ich allerdings gemerkt, dass ich meine Zeit nicht in derart langwierige Arbeit stecken möchte, deren Effekt selten unmittelbar ist.

Das sagt der Experte: Wer ein Fach studiert, das viele Möglichkeiten bietet, braucht Erfahrungen. Der Praktikant Johannes Hoffenreich ist mit seinen Aktivitäten auf dem richtigen Weg. Er sollte aber nicht nur das Negative sehen. Hilfreich ist es, ein Praktikum noch mal auf einer Skala von null bis zehn zu bewerten, nachdem man andere gemacht hat. Vielleicht schneidet es dann besser ab, als man zu Anfang dachte.

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2. Das Arbeitsumfeld testen

Das erzählt der Praktikant: Letztes Jahr habe ich ein Praktikum im Redenschreiber-Team des Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG gemacht. Dort habe ich nicht nur Reden formuliert, sondern auch viel über die Abläufe in einem internationalen Großunternehmen gelernt. Das ist sehr stark geprägt von hierarchischen Strukturen. An denen würde ich mich, denke ich, auf die Dauer aufreiben.

Das sagt der Experte: Trotzdem – die Arbeit hat Hoffenreich ja grundsätzlich entsprochen. Hier sollte er ansetzen und sich fragen: Wo kann ich eine ähnliche Aufgabe übernehmen, die mir aber mehr Freiräume lässt? Es gibt zum Beispiel erfolgreiche Start-ups mit flacheren Hierarchien, wo er seine Kompetenzen gut einsetzen und eigenverantwortlich die Unternehmenskommunikation aufbauen könnte. Wahrscheinlich gibt es dort aber weniger Geld.

3. Tätigkeiten ausprobieren