"In der kommunikationswissenschaftlichen Forschung gibt es wenig zum personalisierten Internet"
ZEIT Campus: »Next« ist fast ein Science-Fiction-Roman. Warum haben Sie nicht einfach ein Thesenpapier verfasst?
Meckel: Wir haben in Deutschland sehr starre Kriterien, die einen wissenschaftlichen Text bestimmen. In meiner Forschung halte ich mich auch daran. Mir macht aber der erzählerische Umgang mit Sprache großen Spaß. Deswegen habe ich hier einfach mal ausprobiert, wie es ist, aus der Sicht eines Algorithmus zu schreiben.
ZEIT Campus: Und?
Meckel: Ganz schön anstrengend! Man muss sich ständig überlegen, welche Wörter er versteht und welche nicht.
ZEIT Campus: Sie nennen auch mehr philosophische und literarische als kommunikationswissenschaftliche Quellen.
Meckel: Das liegt daran, dass es in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung einfach noch wenig zum personalisierten Internet gibt. Dabei erleben wir gerade eine so spannende Phase! Eigentlich müsste sich die Kommunikationswissenschaft diese Debatte sofort mit Begeisterung zu eigen machen. Aber das gelingt so leider nicht.
ZEIT Campus: Weil sich ihr Sujet so rasant verändert?
Meckel: Ja, das ist ein Dilemma. Einerseits ist die mediale Entwicklung sehr schnell. Ich verbringe einen großen Teil meiner Zeit nur damit, auf dem Stand der Dinge zu bleiben. Andererseits dauert es einfach seine Zeit, wissenschaftlich in die Tiefe zu gehen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass es gegenüber Entwicklungen im Internet eine größere Aufgeschlossenheit gäbe.
ZEIT Campus: Mit Ihrem Forschungsgegenstand hadern Sie auch persönlich: Vor zwei Jahren hatten Sie ein Burn-out , unter anderem, weil Sie zu viel kommuniziert haben.
Meckel: Dabei hatte ich mich bereits wissenschaftlich mit der digitalen Überfrachtung auseinandergesetzt! Leider habe ich es nicht verstanden, das auch konsequent für mich praktisch umzusetzen. Das war dann eine sehr harte und schmerzhafte Erfahrung.
ZEIT Campus: Wie gehen Sie jetzt mit der Kommunikationsflut um?
Meckel: Ich war im Sommerurlaub drei Wochen lang weg, da habe ich keine E-Mails gelesen. Zurück im Büro, bekam ich die Zusammenfassung: »Sie haben in den letzten Wochen 3846 E-Mails bekommen.« Ich hab die einfach ignoriert. In drei Fällen kam eine Nachfrage. Alles andere – keine Ahnung, was damit war.









ein Facebook-(Zuckerberg) Problem oder ein von Boetticher Problem?
wie es Zuckerberg mit diesem social network schafft ,hunderte Milliarden Menschen auf seiner Schnüffelseite zu vereinen
denen sogar das Gefühl vermittelt ,ohne FB nicht mehr zu existieren
fantastic
man ist versucht an eine neue Religion zu glauben
" Ich würde sogar weiter gehen und behaupten, dass wir noch viel mehr Identitäten haben. Wenn ich hier an der Uni eine Vorlesung halte, lebe ich einen anderen Teil meiner Identität, als wenn ich den Sonntagabend mit Freunden und viel Rotwein verbringe."
Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und respektvoll. Danke. Die Redaktion/ls
ist respektlos gegenüber den Lesern und Kommentatoren. Ist das noch "Die Zeit" der Marion Gräfin Dönhoff???
Gestern habe ich versucht, den Account zu löschen, weil ich mir dieses Verhalten der Zensoren nicht mehr länger gefallen lassen will.
Ein Gefälligkeitsinterview zur Buch-Promotion ist eine Sache. Die Zensierung von Kommentaren mit der frechen Begründung der "Respektlosigkeit" eine andere.
Da die Löschung über e-mail community@zeit.de offensichtlich nicht funktioniert, daher die Aufforderung auf diesem Wege: Löschen Sie meinen Account.
korfstroem
ist respektlos gegenüber den Lesern und Kommentatoren. Ist das noch "Die Zeit" der Marion Gräfin Dönhoff???
Gestern habe ich versucht, den Account zu löschen, weil ich mir dieses Verhalten der Zensoren nicht mehr länger gefallen lassen will.
Ein Gefälligkeitsinterview zur Buch-Promotion ist eine Sache. Die Zensierung von Kommentaren mit der frechen Begründung der "Respektlosigkeit" eine andere.
Da die Löschung über e-mail community@zeit.de offensichtlich nicht funktioniert, daher die Aufforderung auf diesem Wege: Löschen Sie meinen Account.
korfstroem
Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke. Die Redaktion/ls
> Wer nicht programmieren kann...
Ich denke, da hat jemand unwissentlich den durch die virtuelle Welt hervorgerufenen Wahnsinn des unternettigen Weltverschwörertums sehr schön erklärt: "Programmieren" heißt, sich von der Welt abzuwenden, weshalb diese Kids allesamt eben zu Ballerspielern und Weltverschwörern werden, die folgerichtig glauben, alle anderen, alle Nichtprogrammierer seien irre. Das ist doch eine irre geile Aussage, oder? Nicht diejenigen, die die Welt in eine dialektische Ereignisfolge oder in Algorithmen einteilen - die Ideologen, die "Programmierer" also - sind die Irren, sondern die anderen.
Der Spruch des Jahres? :-)
Das Selektionskriterium welches diese Dame anwendet relevante von bedeutungslosen Mail zu unterscheiden, ist die Tatsache ob sie am Schreibtisch sitzt oder in den Ferien weilt , das ist so ungefähr der dämlichste Algorhythmus, den man sich denken,
Wenn diese Frau in meinem Team wäre , bekäme sie dafür eine Abmahnung
... ist am oberen Ende der Nahrungskette. SIE bestimmt, wer in ihrem Team ist.
Die drei - nur drei! - Nachfragen belegen die Relevanz bestimmer short-time-Informationen. Wissenschaftliche Diskussion findet in den FB-internen Kreisen, direkt, in der Literatur oder auf Uni-Servern statt.
... ist am oberen Ende der Nahrungskette. SIE bestimmt, wer in ihrem Team ist.
Die drei - nur drei! - Nachfragen belegen die Relevanz bestimmer short-time-Informationen. Wissenschaftliche Diskussion findet in den FB-internen Kreisen, direkt, in der Literatur oder auf Uni-Servern statt.
»Having more than one identity is a lack of integrity«
Damit meint Herr Zuckerberg einfach das Anlegen mehrerer Identitäten in Facebook - und nicht, ob man privat und beruflich trennen sollte. ;)
Und was hätte er gemeint wenn er statt "identity" "account" gesagt hätte?
Mir scheint nicht das Interview überflüssig, sondern ein großer Teil der Kommentare darauf, die von autoalgorithmierten Filtern nur so strotzen.
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