Studenten-Werbung: Propaganda in der WG
Wie sich Studentenpartys in Sponsoringveranstaltungen verwandeln
Partys in der Wohnung von Daniel erinnern neuerdings mehr an Produktmessen als an private Feiern. Im Wohnzimmer seiner Studentenbude stehen zwei Hostessen und verteilen Schnupftabak. An den Wänden hängen Poster mit vollbusigen Frauen im Dirndl, die mit Tabakdosen posieren. »Greift zu!«, sagt Daniel und deutet auf die Snacks. »Ist ja alles gesponsert.«
Das ging ganz einfach: Der Student meldete sich bei der Agentur Kathami, die Sponsoren für Studentenpartys vermittelt. Kathami ist die einzige Agentur dieser Art, aber Firmen wie die Brauerei Veltins oder der Süßwarenhersteller Haribo sponsern Privatpartys nach Anfrage auch direkt.
Daniel musste nur angeben, wo die Feier stattfinden sollte, wie viele Gäste kommen würden und was der Anlass sei. Kathami schickte zwei Hostessen, 20 Kästen Bier, drei Kästen mit Softdrinks und kistenweise Snacks – alles gratis. »Wir mussten fast nichts einkaufen«, sagt Daniel. Einzige Voraussetzung für das Partysponsoring: dass mindestens 75 Gäste eingeladen sind. Wer am Ende kommt, wird nicht überprüft. Klingt nach einem perfekten Deal.
Super Sache, so eine günstige Feier? Oder doch eine Schweinerei, so viel Produktpropaganda in den eigenen vier Wänden zuzulassen? Die Meinungen gehen da auseinander. »Mit einer gemütlichen WG-Party hat das nichts mehr zu tun«, sagt einer von Daniels Gästen. Ähnlich sehen das die traditionell kommerzkritischen Studenten in Berlin. Dort läuft das Geschäft mit dem Sponsoring nach Angaben von Kathami nicht so gut. Die Hochburg der gesponserten Studentenpartys sei in diesem Semester das Rheinland.
Der Text wurde im Nachhinein an einigen Stellen geändert. Die Redaktion.










das dieser schwere gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann,..ist heute weitgehend unbestritten.
Das gemeine daran ist ja, das nicht nur der Raucher selbst betroffen ist ( dann könnte man noch sagen.., es lag in seiner Verantwortung, er wollte es so und hat da Risiko mit IN KAUF genommen),
sondern das auch Nichtraucher davon erwiesenermaßen krank werden können. Oft erst Jahre später.... möglicherweise auch erst die Kinder, wenn das Erbgut geschädigt ist.
Die meisten Raucher interessiert das dann nicht mehr. Sie hatten ihren Spass.
... würde ich sagen, wer sich gern mit Werbung zuballern lässt, soll das meinetwegen gerne tun. Ich meine die Feiernden haben diese Form der Werbung ja selbst gewählt. Wäre schön, wenn Werbung öfter auf solch freiwilliger Basis stattfinden würde, ich könnte nämlich auf so manche knallrotleuchtende Guerilla-Botschaft verzichten, und die Kinder unserer Gesellschaft sicherlich auch auf die halbnackten Models überall, wenn was Anständiges aus ihnen werden soll ...
Ich mein ich würde da nicht hin gehen... weil da offensichtlich geraucht wird. Aber jeder, der da trotzdem hin will, soll doch bitte seinen Spaß haben. Wenn ich mir so ansehe, womit mich Fernsehen, Radio und Printmedien so versuchen zu manipulieren, dann machen Sponsoren-Freigetränke auf Parties da keinen Unterschied mehr. Viel wichtiger ist es doch diese Manipulationen zu erkennen und selbst aus freien Stücken zu entscheiden, ob man sich darauf einlässt oder nicht. Weil: Wenn ich auf so einer Party das Freibier trinke und mir sage "Knallt gut, aber privat würd ich das Zeug echt nicht anrühren", dann hab ich dieses Manipulationskonzept erfolgreich für mich ausgebeutet und fertig. Mitleid muss man da keins haben, wenn es den Anbietern nicht passt, dann bieten sie es halt nicht mehr an.
Und was die Gesundheits-Fraktion betrifft: Ja, dass jeder Raucher seinen Schaden selbst bezahlt... okay. Aber wo ist die Grenze? Muss der Alkoholabhängige seinen Leberschaden auch selbst zahlen? Was ist mit Folgeerscheinungen von Übergewicht dank Fastfood & Co? Wie sieht es mit Mangelerscheinungen dank einseitiger Ernährung aus weil ein Veganer nicht wusste was er tat? Sportlerkrankheiten? Bandscheibenvorfall weil Jahre lang im Büro gearbeitet und falsch gesessen? Wo bitte ist die Grenze, die wir ziehen? Solange wir hier keine eindeutige Antwort kennen, finde ich gut, dass wir im Zweifelsfall lieber zuviele Heilen als zuwenige...
Aber Nächstenliebe is ja doof in der Geiz-ist-Geil-Gesellschaft.
...welche Nächstenliebe ziegen die Raucher zu mir bzw. meinem Geldkonto? Diese leben doch auch nur ihre narzisstischen Rauchtriebe aus.
Es geht nicht grundsätzlich um das nicht bezahlen wollen, obwohl ich eine Änderung sehr wohl begrüssen würde. Und es wäre einfach:
Wer kosten durch Rauchen, Saufen, Heroin und Nutten verursacht, der muss zumindest einen kleinen Beitrag leisten. Das allein wirkt schon Wunder. Und wenn eine Million Studenten sich beim Snowboarden die Wirbel brechen würden, dann würde ich auch gegen Snowboarden argumentieren.
Warum macht man es nicht einfach so: Wer operiert werden muss, der bekommt später einfach weniger Rente?
Und das wesentliche Problem ist für mich nicht der Konsum für Toxikmüll, sondern die Werbung dafür. Ein ZeitCampus sollte keine Artikel verfassen, in denen Gratis-Kippen als toller Partygag proklamiert wird.
Ebenso die Problematik, dass die Werbung auf Privatparties zu weit geht, weil eben kein Mensch unbeeinflusst von Werbung ist.
Beispiel? Die ganzen Apple-Sp*ckos.
...welche Nächstenliebe ziegen die Raucher zu mir bzw. meinem Geldkonto? Diese leben doch auch nur ihre narzisstischen Rauchtriebe aus.
Es geht nicht grundsätzlich um das nicht bezahlen wollen, obwohl ich eine Änderung sehr wohl begrüssen würde. Und es wäre einfach:
Wer kosten durch Rauchen, Saufen, Heroin und Nutten verursacht, der muss zumindest einen kleinen Beitrag leisten. Das allein wirkt schon Wunder. Und wenn eine Million Studenten sich beim Snowboarden die Wirbel brechen würden, dann würde ich auch gegen Snowboarden argumentieren.
Warum macht man es nicht einfach so: Wer operiert werden muss, der bekommt später einfach weniger Rente?
Und das wesentliche Problem ist für mich nicht der Konsum für Toxikmüll, sondern die Werbung dafür. Ein ZeitCampus sollte keine Artikel verfassen, in denen Gratis-Kippen als toller Partygag proklamiert wird.
Ebenso die Problematik, dass die Werbung auf Privatparties zu weit geht, weil eben kein Mensch unbeeinflusst von Werbung ist.
Beispiel? Die ganzen Apple-Sp*ckos.
tja, Studenten sind eben oft nur einfach gestrickt.
Die Werbeindustrie hat sie genau an ihrer "Schwachstelle" gepackt.., die da lautet.. Unsicherheit und mangelde Phantasie.
Mit den Zigaretten und dem Jägermeisterkostümtrottel fühlten Sie sich großartig.Dank Werbung und Animation.
Ganz ehrlich..., auch wenn ich sie ja auch verstehen kann, klingt das doch auch ein bißchen armselig. Ich habe selbst schon Studentenpartie initiert...., für 1000 Leute.., da wurde leider auch sehr viel gequalmt...,weil es damals so üblich war.
Ich würde es schlimm finden, wenn heute Leute nur noch ein sehr eingeschränkte Lungenfunktion, Lungenkrebs, Krebs...usw. haben.
Als Jugendlicher hab ich ja auch mal geraucht..., bin aber heilfroh, das ich das wieder schnell aufgegeben habe, weil es mir mein Vater einfach verboten hat. Danke dafür !!!
Wieso Studenten? Fast alle Menschen sind einfach gestrickt. Nicht nur Studenten freuen sich, wenn sie mal etwas kostenlos bekommen.
Jeder, der behauptet, sich nicht zu freuen, mal einige Euro zu sparen, lügt in meinen Augen!
Ich finde die Idee richtig gut. Wenn mir (als Veranstalter) die Zigaretten nicht passen, dann lasse ich sie vorher verschwinden oder erteile IN meiner Wohnung Rauchverbot. Zack. Bei mir hat sich noch kein Gast darüber hinweg gesetzt. Aber Freunde respektieren meine Meinung eben. Und in einer WG kann man notfalls in einem Raum das rauchen erlauben. Ich selbst bin Nichtraucherin aber das Theater hier verstehe ich nicht.
Ihr tut ja alle so, als wäre es sooo verwerflich, mal etwas anzunehmen. Und ja, ich bin gerne geizig und spare, wo ich kann! Lebe damit gut und kann mir auch als Langzeitarbeitslose oft mal was gönnen!
Wieso Studenten? Fast alle Menschen sind einfach gestrickt. Nicht nur Studenten freuen sich, wenn sie mal etwas kostenlos bekommen.
Jeder, der behauptet, sich nicht zu freuen, mal einige Euro zu sparen, lügt in meinen Augen!
Ich finde die Idee richtig gut. Wenn mir (als Veranstalter) die Zigaretten nicht passen, dann lasse ich sie vorher verschwinden oder erteile IN meiner Wohnung Rauchverbot. Zack. Bei mir hat sich noch kein Gast darüber hinweg gesetzt. Aber Freunde respektieren meine Meinung eben. Und in einer WG kann man notfalls in einem Raum das rauchen erlauben. Ich selbst bin Nichtraucherin aber das Theater hier verstehe ich nicht.
Ihr tut ja alle so, als wäre es sooo verwerflich, mal etwas anzunehmen. Und ja, ich bin gerne geizig und spare, wo ich kann! Lebe damit gut und kann mir auch als Langzeitarbeitslose oft mal was gönnen!
...halten Sie Studenten, die in einer fremden Stadt Freunde finden müssen, die sich nach viel geistigem Stress entspannen müssen, die in kleinen Löchern wohnen und kaum Geld für Essen haeb und die sich beim Feiern die eierförmige Birne zukippen für so intelligent, dass die trotz Gruppenzwang im Alkoholrausch KEINE gratis, kostenlosen Zigarretten annehmen?
Das müssen ja wahre Superstudenten sein.
.... benutzt und kommerzialisiert, um mir Produkte nahezubringen. Wann entpuppt sich die Frau, mit der ich gerade glaubte, einen netten Kontakt zu haben, als Snack-Hostess?
Die Marketinger haben nichts zu verschenken, sondern den Auftrag das Budget ihrer Kunden gezielt einzusetzen. Zielgruppe: Akademische Performer.
Die Studentenkälbchen sind die zukünftigen Melkkühe: „Investieren kassieren“ geht das Kalkül. So was lernen BWLer: Je effektiver das Marketing, desto weniger aufwändig die Produktqualität.
Natürlich ist es schön als mittelknapper Student einen Zuschuss zu bekommen. Doch wo bleibt die Selbstbestimmung? Die meisten Privatpartys sind inzwischen rauchfrei. Die gesponserten sexy Nikotinessen hebeln mit einem verführerischen Marketinglächeln jedes Bollwerk auf. „Weißt Du noch, wie wir uns auf der Marboro-Party das erste mal...!“
Als Teilnehmer einer solchen Party erscheint auch die Kreditannahme/Marketingzuschuss/Urlaubsfreuden unseres Präsidenten in einem milden Licht.
.... im Interesse eines konkreten Unternehmens macht, unter aller Kanone. Inklusive Link zur Firmenwebsite. Das reisst auch die beigemischte (Pseudo-?)Kritik nicht heraus.
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