BerufseinstiegGeschmeidig bleiben
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Sind viele Jobwechsel schädlich?

Je mehr Jobwechsel, desto besser

Wer aufsteigen will, kann nicht bis zur Rente in ein und derselben Position die immer gleichen Tätigkeiten ausüben. Doch wie oft sollte man den Job wechseln? Und wie oft ist zu viel? Auch Personalchefs haben keine universelle Karriereformel. Aber sie haben ihre Erfahrungswerte. So hält Peter Sticksel, der Personalchef der Unternehmensgruppe Haniel, einen Wechsel nach etwa drei bis fünf Jahren für ideal. »Sucht sich jemand schon nach ein oder zwei Jahren einen neuen Arbeitgeber, dann macht mich das stutzig. Ich frage aber auch bei solchen Bewerbern genauer nach, die zehn Jahre in derselben Position gearbeitet haben.« Die Stationen seines Lebenslaufs gut begründen zu können sei jedoch wichtiger als die Anzahl der Jahre, die man in einem Job oder in einer Firma verbracht hat.

Der Beruf hat nichts mit dem Studium zu tun

Für die Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge trifft das in der Regel zu: Laut HIS-Studie haben sie nur selten Jobs, in denen sie ihr Fachwissen aus dem Studium gebrauchen können. Dagegen könnten etwa 90 Prozent der Mediziner, Juristen, Naturwissenschaftler und Lehrer und rund zwei Drittel aller Wirtschaftswissenschaftler ihre Kenntnisse aus der Uni in ihrem Beruf anwenden, sagt der Absolventenforscher Kolja Briedis vom HIS.

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Leserkommentare
  1. "...jeder fünfte Absolvent,"

    Also ich finde das unanständig.

    Reichen 6 Monate Probezeit nicht aus, um einen Mitarbeiter "auszuprobieren"?

    Da brauchen sich Arbeitgeber auch nicht wundern, wenn diese Personen später ebenso opportunistisch den Job wechseln.

    Loyalität fördert man so sicher nicht.

  2. Mobilität und Flexibilität ist die GRUNDVORAUSSETZUNG um in Arbeit zu kommen!

    Ein moderner Jobnomade braucht ein Notebook, ein Handy und natürlich den Zugang zur nötigen Infrastruktur.
    Schließlich springt er von "prekären Arbeitsverhältnis" zum nächsten, von einem Ort zum nächsten.

    Ständige Errechbarkeit wird "STILLSCHWEIGEND" vorausgesetzt. Heute kommt der Anruf, morgen bzw. übermorgend findet das "Interview" statt. Ein paar Tage später müssen Sie vor Ort sein.

    Wir sind jung, hochqualifiziert und arbeiten INTERNATIONAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Moderne arbeiten heißt:
    Heute Freiberuflich, morgen Projektarbeit und vielleicht übermorgen zeitlich befristetes Arbeitsverhältnis und Hartz IV als Zwischenfinanzierung.

    Die AGENDA 2010 hat die Arbeitsverhältnisse flexbilisert! Das bedeutet nichts anders als einen "fliegenden WECHSEL" von Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit.

    Sie arbeiten heute im Mangement, Sie sind für mehrere Mitarbeiter verantwortlich und innerhalb weniger Monate finde Sie sich in HARTZ IV wieder.

    Es wird nur das gekauft, was unbedingt gebraucht wird, es wird vermieden Vermögen aufzubauen, es wird sich nicht länger an einen Ort gebunden als unbedingt sein muß.

    Unter diesen Bedingungen ist eine Familienplanung ist unmöglich. Soziale Bindungen ein Luxus.
    Wir haben eine "staatlich verordnete (soziale)Armut"!

    Wer ein klassische, normales geregeltes Leben führen möchte, kann im Grunde genommen nur seine Sachen packen und ins Ausland gehen.

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    ..den Artikel gar nicht gelesen?
    Da steht was anderes drin.

  3. Wenn man sich Deutschland aus dem Ausland anguckt, wird man grün vor Neid. Ich bin ausgewandert und hatte von 1980-1994 keine Krankenversicherung, arbeitete 60 Wochenstunden ohne Urlaub oder Renteneinzahlung (Social Security kann man vergessen). Mit dem Hungerlohn finanzierte ich mein Studium, promovierte aber trotzdem mit $40.000 Schulden. Manchmal klaute ich Crackers von der Salad Bar eines Restaurants, nur um etwas zu essen. Ich konnte mir den Zahnarzt oder eine neue Brille nicht leisten. Als ich endlich eine Familie gründen konnte, war ich 39 Jahre alt. Mit 36 Jahren kaufte ich ein Eigenheim, konnte regelmässig in die Rentenversicherung einzahlen, musste meine Zähne richten lassen ($25.000) und begann zu sparen. Jetzt muss ich für die Studiengebühren meiner Kinder (7, 13) sparen (im Bestfalll $40.00 pro Kind) und die Rentenkasse dramatisch aufstocken.
    Für mich liegt der Unterschied bei den kulturellen Erwartungshaltungen. In den USA erwartet nur die unterste Klasse, dass man ihnen hilft (und das auch noch auf aggressive Weise!), da es hier fast kein soziales Denken und Handeln gibt (nur in vielen Kirchen, wo die soziale Unterstützung anderer jedoch zur eigenen "Heiligkeit" verhelfen soll). In Deutschland erwartet man viel mehr Hilfe und obwohl ich zugebe, dass der deutsche Sozialstaat bröckelt, ist er noch WEIT entfernt vom sozialen, ökonomischen, politischen und moralischen Zerfall der amerikanischen Gesellschaft.

  4. ...Hinsicht zum Dritte- Welt- Land entwickelnden USA gemeint, sondern eher an die skandinavischen Länder gedacht?

  5. ..den Artikel gar nicht gelesen?
    Da steht was anderes drin.

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    "Im öffentlichen Dienst sind dann rund 85 Prozent, in der Privatwirtschaft 90 Prozent der Arbeitnehmer unbefristet und in Vollzeit beschäftigt. "

    DIE waren vor zehn (!) Jahren die Absolventen - bei den Heutigen sieht`s anders aus.

  6. "Im öffentlichen Dienst sind dann rund 85 Prozent, in der Privatwirtschaft 90 Prozent der Arbeitnehmer unbefristet und in Vollzeit beschäftigt. "

    DIE waren vor zehn (!) Jahren die Absolventen - bei den Heutigen sieht`s anders aus.

    Antwort auf "Haben Sie.."
  7. Ich muss sagen, ich mache ganz andere Erfahrungen im öffentlichen Dienst. Bei der Agentur für Arbeit - deren Chef Herr Weise befristete Arbeitsverträge in der freien Wirtschaft kritisiert! - bin ich nach zwei Jahren aus rein betriebsbedingten Gründen nicht verlängert worden, weil gerade ein allgemeiner Einstellungsstopp verhängt worden war. Und mein jetziger öffentlicher Arbeitgeber hat mir von vornherein klargemacht, dass meine jetzige zweijährig befristete Stelle mit Glück entfristet werden könne, dass aber nicht von vornherein eine Planstelle vorgesehen sei.

    Mich ärgert, wie bequem sich andere Generationen in ihren von vornherein sicheren Stellen eingerichtet haben, und wie die Verwaltung heutzutage mit ihren Mitarbeitern umgeht. Mag sein, ich hätte hier noch einen Auslandsaufenthalt und da noch ein Praktikum mehr machen sollen. Aber ich finde, es sollte auch einen nicht-prekären Arbeitsmarkt für die breite Masse der Akademiker geben; und zwar auch Stellen jenseits gieriger Großkonzerne.

  8. Unternehmer müssen Personal einstellen und auch wieder entlassen, je mach Auftragslage. Das ist nicht böswillig, das ist das normale Unternehmer-einmaleins. Die Gewerkschaften haben allerdings dafür gesorgt, dass fast undurchbrechbare Kündigungsschutz im Zweifelsfall dafür sorgt, dass Unternehmen eher pleite gehen können als Personal freizusetzen. Unter diesen Voraussetzugen wird kaum ein Arbeitgeber Personal einstellen, da es im Zweifelsfall wie eine Zeitbombe wirkt. Das Ausweichen auf Zeitverträge ist ein oftmals leider notwendiger Schluss.

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  • Schlagworte Arbeitsmarkt | Karriere
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